Der Heilige Stuhl
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Katechismus der Katholischen Kirche

1997
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  • ZWEITER TEIL DIE FEIER DES CHRISTLICHEN MYSTERIUMS
    • ZWEITER ABSCHNITT DIE SIEBEN SAKRAMENTE DER KIRCHE
      • ERSTES KAPITEL DIE SAKRAMENTE DER CHRISTLICHEN INITIATION
        • ARTIKEL 2 DAS SAKRAMENT DER FIRMUNG
          • III Die Wirkungen der Firmung
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III Die Wirkungen der Firmung

 

1302 Die Liturgie verdeutlicht, daß das Sakrament der Firmung die Ausgießung des Heiligen Geistes in Fülle bewirkt, wie sie einst am Pfingsttag den Aposteln zuteil wurde [Vgl. SC 71 1303].

1303 Darum führt die Firmung zum Wachstum und zur Vertiefung der Taufgnade:

- Sie verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft, die uns sagen läßt:

Abba, Vater!" (Röm 8,15);

- sie vereint uns fester mit Christus;

- sie vermehrt in uns die Gaben des Heiligen Geistes;

-sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche [Vgl. LG 11];

-sie schenkt uns eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen [Vgl. DS 1319; LG 11; 12].

 

„So erinnere dich daran, daß du die Besiegelung durch den Geist empfangen hast: den Geist der, Weisheit und der Einsicht, den Geist des Rates und der Stärke, den Geist der Erkenntnis und der Frömmigkeit, den Geist der heiligen Furcht, und bewahre, was du empfangen hast! Gott Vater hat dich besiegelt, Christus der Herr dich gestärkt und das Pfand des Geistes in dein Herz gegeben" (Ambrosius, myst. 7,42).

 

1304 Wie die Taufe, deren Vollendung sie ist, wird die Firmung nur ein einziges Mal gespendet. Die Firmung prägt ja der Seele ein unauslöschliches geistiges Zeichen ein, den „Charakter" [Vgl. DS 1609]. Dieser ist Zeichen dafür, daß Jesus Christus einen Christen mit dem Siegel seines Geistes gekennzeichnet und ihm die Kraft von oben verliehen hat, damit er sein Zeuge sei [Vgl. Lk 24,48-49].

 

1305 Dieser „Charakter" vervollkommnet das in der Taufe empfangene gemeinsame Priestertum der Gläubigen. Der Gefirmte erhält „die Macht, öffentlich den Glauben an Christus wie von Amtes wegen [quasi ex officio] mit Worten zu bekennen" (Thomas v. A., s. th. 3,72,5, ad 2).

 

 





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