Der Heilige Stuhl
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Katechismus der Katholischen Kirche

1997
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  • ZWEITER TEIL DIE FEIER DES CHRISTLICHEN MYSTERIUMS
    • ZWEITER ABSCHNITT DIE SIEBEN SAKRAMENTE DER KIRCHE
      • DRITTES KAPITEL DIE SAKRAMENTE DES DIENSTES FÜR DIE GEMEINSCHAFT
        • ARTIKEL 6 DAS SAKRAMENT DER WEIHE
          • KURZTEXTE
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KURZTEXTE

 

1590 Der hl. Paulus sagt zu seinem Schüler Timotheus Entfache die Gnade Gottes wieder die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist" (2 Tim 1, 6). „Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe (1 Tun 3 1) Zu Titus sagte er: „Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist zu Ende fuhrst und in den einzelnen Städten Älteste ein setzt wie ich dir aufgetragen habe" (Tit 1 5).

 

1591 Die ganze Kirche ist ein priesterliches Volk. Dank der Tauft nehmen alle Gläubigen am Priestertum Christi teil Diese Teilhabe nennt man gemeinsames Priestertum der Gläubigen Auf seiner Grundlage und zu seinem Dienst besteht eine weitere Teilnahme an der Sendung Christi die des Dienstes, der durch das Weihesakrament übertragen wird und zur Aufgabe hat, im Namen und in der Person Christi, des Hauptes inmitten der Gemeinde zu dienen.

 

1592 Das Amtspriestertum ist vom gemeinsamen Priestertum dem Wesen nach verschieden denn es verleiht eine heilige Vollmacht zum Dienst an den Gläubigen Die geweihten Diener üben ihren Dienst für das Volk Gottes aus durch Lehrtätigkeit [munus docendi] durch den Gottesdienst [munus liturgicum] und durch die pastorale Leitung [munus regendi].

 

1593 Von Anfang an wurde das geweihte Amt in den drei Stufen der Bischöfe, Priester und Diakone übertragen und ausgeübt. Die durch die Weihe übertragenen Ämter sind für die organische Struktur der Kirche unersetzlich Ohne den Bischof die Presbyter und die Diakone kann man nicht von Kirche sprechen [Vgl. Ignatius v. Antiochien, Trall. 3,1.].

 

1594 Der Bischof empfangt die Fülle des Weihesakramentes, die ihn in das Bischofskollegium eingliedert und zum sichtbaren Haupt der ihm anvertrauten Teilkirche macht Als Nachfolger der Apostel und Mitglieder des Kollegiums haben die Bischöfe an der apostolischen Verantwortung und an der Sendung der ganzen Kirche teil unter der Autorität des Papstes des Nachfolgers des hl. Petrus.

 

1595 Die Priester sind in der Priesterwürde mit den Bischöfen vereint und zugleich in der Ausübung ihrer seelsorglichen Aufgaben von ihnen abhängig. Sie sind dazu berufen, die klugen Mitarbeiter der Bischöfe zu sein sie bilden um ihren Bischof das „Presbyterium" das zusammen mit ihm für die Teilkirche verantwortlich ist. Sie werden vom Bischof mit der Betreuung einer Pfarrgemeinde oder mit einer besonderen kirchlichen Aufgabe betraut.

 

1596 Die Diakone sind Amtsträger die geweiht sind um Aufgaben im Dzen3t der Kirche zu versehen Sie erhalten nicht das Amtspriestertum doch überträgt ihnen die Weihe wichtige Ämter im Dienst am Wort in Liturgie Seelsorge und Caritas Sie sollen diese Aufgaben unter der pastoralen Autorität ihres Bischofs ausüben.

 

1597 Das Sakrament der Weihe wird gespendet durch die Handauflegung des Bischofs auf die ein feierliches Weihegebet folgt. Dieses erbittet von Gott für den Weihekandidaten die Gaben des Heiligen Geistes die für seinen Dienst erforderlich sind. Die Weihe prägt ein unauslöschliches sakramentales Siegel ein.

 

1598 Die Kirche spendet das Weihesakrament nur getauften Männern von denen nach einer gebührenden Prüfung anzunehmen ist daß sie sich zur Ausübung des betreffenden Amtes eignen. Der kirchlichen Autorität kommt die Verantwortung und das Recht zu jemanden zum Empfang einer Weihe zuzulassen.

 

1599 In der lateinischen Kirche wird die Weihe zum Presbyterat normaler weise nur solchen Kandidaten gespendet die bereit sind freiwillig den Zölibat auf sich zu nehmen und die öffentlich ihren Willen bekunden an ihm festzuhalten aus Liebe zum Reich Gottes und um den Menschen zu dienen.

 

1600 Es kommt den Bischöfen zu die drei Stufen des Weihesakramentes zu spenden.

 

 





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