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ANSPRACHE VON JOHANNES
PAUL II. AN DIE ORGANISATOREN DES PASTORALBESUCHES IN ÖSTERREICH
Samstag, 26. November 1988
Liebe Mitbrüder im Bischofs- und Priesteramt,
sehr geehrte Damen und Herren!
Es war Ihr Wunsch, meinen diesjährigen Pastoralbesuch in Österreich mit dem
verehrten Herrn Erzbischof Berg durch einen Gegenbesuch hier im Vatikan zu
erwidern. Ich heiße Sie sehr herzlich willkommen.
Als Verantwortliche und Mitarbeiter des Vorbereitungskomitees waren Sie an der
Planung und Durchführung dieser meiner zweiten Reise in Ihr Land maßgeblich
beteiligt. Darum gelten noch einmal besonders Ihnen die Worte des Dankes, welche
ich bei meinem Abschied in Innsbruck all denen ausgesprochen habe, ”die es durch
ihren großen Einsatz ermöglicht haben, daß diese Tage meines Pastoralbesuches
wieder zu einem frohen Fest des Glaubens werden konnten“. Ihnen allen sage ich
für Ihre persönlichen Bemühungen, für die effiziente Organisation und die
Bereitstellung aller erforderlichen Dienste und Mittel ein aufrichtiges
”Vergelt’s Gott“.
Die festlichen Gottesdienste mit den Gläubigen, die zahlreichen Begegnungen mit
Vertretern des kirchlichen, kulturellen und öffentlichen Lebens und nicht
zuletzt die außerordentliche Schönheit Ihrer Heimat sind mir in lebhafter
Erinnerung. Möge in gleicher Weise bei allen, die jene Tage miterlebt haben,
unser gemeinsam erneuertes ”Ja zum Glauben - Ja zum Leben“ für immer in ihren
Herzen widerhallen und ihr christliches Zeugnis im Alltag befruchten und prägen.
Aller menschlicher Einsatz, alle organisatorische Planung und Gestaltung haben
auch bei Pastoralreisen nur den einen Sinn, der Frohen Botschaft Jesu Christi
mit Hilfe der vielfältigen Möglichkeiten und Mittel unserer Zeit einen neuen
Zugang zu den Herzen der Menschen zu bahnen. Darum erschöpft sich auch die
pastorale Zielsetzung solcher gemeinsamer Glaubenstage nicht in ihrem
erfolgreichen äußerlichen Verlauf; sie sollen vielmehr über den begrenzten
zeitlichen Rahmen hinaus weiterwirken für eine tiefergehende religiöse
Erneuerung bei den Gläubigen, in den Familien, Gemeinden und Diözesen.
”Gott allein kann uns“, so sagte ich am Beginn meines Pastoralbesuches, ”für
unseren christlichen Auftrag in der Welt von heute den erforderlichen Mut und
die sichere Orientierung geben. ...Nur ein entschlossenes Ja zum Glauben wird
euch dazu befähigen, ein ebenso entschiedenes Ja zum Leben in allen seinen
Formen und Phasen zu sagen und durchzuhalten“. Möge in diesem Sinn meine auch
durch Ihre Mithilfe so gut verlaufene zweite Pastoralreise in Ihr Land in den
Gemeinden und Ortskirchen unter der umsichtigen Leitung ihrer Hirten
weiterwirken und reiche geistliche Früchte hervorbringen zur Auferbauung des
Reiches Gottes in unserer Mitte.
Von Herzen begleite ich Sie und Ihre Familien, die Gläubigen und die ganze
Kirche in Österreich mit meinem besonderen Gebet und erteile Ihnen und allen in
der Liebe Jesu Christi meinen Apostolischen Segen.
© Copyright 1988 - Libreria Editrice Vaticana
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