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GRUSSWORTE VON JOHANNES PAUL II.
AN EINE DELEGATION DER
UNION ÖSTERREICHISCHER LANDWIRTE

Donnerstag, 9. Februar 1989

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Ihrem Wunsch, dem Nachfolger Petri in Rom einen Besuch abzustatten, wollten Sie ihm auch Ihre Verbundenheit und Treue bekunden; ich heiße Sie alle herzlich willkommen.

Ihre Anwesenheit ruft die Erinnerung wach an meinen letztjährigen Pastoralbesuch in Ihrer schönen österreichischen Heimat mit ihrer tiefen Verwurzelung im christlichen Glaubens – und Kulturgut. Einige von Ihnen haben wesentlich zum guten Gelingen meines Besuches in Gurk beigetragen. Dafür danke ich Ihnen aufrichtigst.

Sie gehören ferner zu den vielen, die meiner Heimat durch Medikamentensendungen und das Zustandekommen der Landmaschinenspenden Hilfe zuteil werden ließen. Sie haben dies getan aus Ihrer christlichen Überzeugung heraus, daß wir Verantwortung nicht nur vor uns selbst und vor Gott sehen dürfen; wir sind auch im gesamtgesellschaftlichen und internationalen Kontext in die Pflicht genommen. Die Verantwortung vor Gott verleiht der Verantwortung für uns selbst und für die Mitmenschen eine Qualität und eine Tiefe, die erst im Christusglauben offenbar wird. Christus gibt das Maß unserer Verantwortung an.

Der Glaube hilft uns zu verstehen, daß der helfende Mensch in seiner guten Tat sich selbst gibt; aber sich selbst gebend, nimmt er den anderen in sich auf, ihn tragend, ihn bergend im Geheimnis seines eigenen Daseins.

Mit besten Wünschen für Sie und Ihre Familien, besonders für die Kinder und Kranken, erbitte ich Ihnen Gottes Führung und Geleit und erteile Ihnen von Herzen meinen besonderen Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1989 - Libreria Editrice Vaticana

 
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