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ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II.
AN DIE ÖSTERREICHISCHEN PILGER AUS DEM VORARLBERG

Samstag, 14. Dezember 1991

 

Sehr geehrter Herr Bischof!
Herr Landeshauptmann, Herr Botschafter!
Liebe Pilgerinnen und Pilger!

Mit meinem aufrichtigen Dank für die sehr herzlichen Begrüßungsworte heiße ich Euch alle im Vatikan willkommen.

Ein Baum als Zeichen des Lebens unserer Natur aus den schönen Vorarlberger Wäldern ist auf dem Petersplatz nicht nur ein Gruß aus dem Lande, sondern auch ein Zeichen Eures lebendigen Glaubens. Mögen die Christen Eures Landes so aufrecht und lebendig den Glauben im alltäglichen Leben bekennen, wie dieser Baum auf dem Petersplatz steht und ein zeichenhafter Gruß aus Eurer Heimat ist.

Der Baum wird erleuchtet und bringt Freude. Ich wünsche Euch und allen Gläubigen der Diözese, daß sie ”leuchtende Christen“ seien, die durch ihr Leben den Mitmenschen Freude und Erlösung bringen.

Diese Form der erlösenden Liebe durch das Verkünden der Frohen Botschaft und das Vollbringen guter Werke ist ein entscheidender Beitrag in dem wichtigen Anliegen der Neuevangelisierung Europas.

Ich darf Eurem Bischof Küng sowie seinem Vorgänger Bischof Bruno Wechner herzlich danken für die vielen guten Hilfen zugunsten der Weltmission, der Caritas und zahlreicher anderer Werke des sozialen Dienstes, die vom Diözesanklerus sowie von Ordensleuten, Missionaren und vor allem auch durch die apostolischen Laienbewegungen gefördert und gewirkt werden. Der Christbaum auf dem Petersplatz ist ja ein Gruß von Euch allen, und so möchte ich diese herzlichen Dankesworte auch an alle richten und dazu einladen, wahrhaft Kirche zu sein und die Botschaft Christi zu allen Menschen zu tragen.

Dem Herrn Landeshauptmann sowie den Vertretern des Landes Vorarlberg und der Stadt Bregenz, den einzelnen verantwortlichen Mitarbeitern, aber ebenso den Pilgern gilt mein besonderer Gruß. Ich danke Ihnen herzlich, lieber Herr Bürgermeister von Bregenz, für den Christbaum, den Sie in so freundlicher Weise zur Verfügung gestellt haben. Ihnen allen gilt mein Dank für die gute Zusammenarbeit mit der Bistumsleitung und für Ihre Aufgeschlossenheit, das öffentliche Leben, Politik, Wirtschaft und Kultur, sowie das soziale Leben im christlichen Sinn zu gestalten und so Ihre gemeinsame Verantwortung für den Menschen und die Gesellschaft deutlich zu machen. Sie geben ein beredtes Zeugnis von der Mitverantwortung der Laien in der Kirche. Durch den Christbaum aus Ihrem Land teilen Sie mit uns die Freude der Weihnacht; dafür danke ich Ihnen aufrichtig.

Einen besonderen Gruß darf ich auch an die begleitenden Pilger richten, die als betende Gemeinschaft zugegen sind, an die Musikkapelle und an alle, die mitgeholfen haben, die organisatorischen und praktischen Arbeiten zu leisten. Euch allen, die Ihr an dieser Begegnung teilnehmt, aber auch Euren Angehörigen zu Hause und allen Bürgern Eures Bundeslandes erbitte ich den Frieden und die Freude der Heiligen Nacht sowie Gottes Segen und treues Geleit im Neuen Jahr. Dazu erteile ich Euch von Herzen meinen Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1991 - Libreria Editrice Vaticana

 

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