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GRUSSWORTE VON JOHANNES PAUL II.
AN DIE TEILNEHMER EINER
MALTESER-BEHINDERTENWALLFAHRT
AUS ÖSTERREICH

Donnerstag, 26. Oktober 1995

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Es ist mir eine Freude, auch in diesem Jahr Euch, die Teilnehmer an der Malteser–Behindertenwalfahrt aus Österreich zu begrüßen.

Der Herr möge Euch alle, Behinderte und Begleitpersonal sowie Organisatoren, reich belohnen. Ihr seid frohe und mutige Glaubenszeugen der christlichen Nächstenliebe. Euch Behinderten und allen, die Euch lieben und helfen, gilt die tiefe Dankbarkeit der gesamten kirchlichen Gemeinschaft. Euch Helfern danke ich vor allem, weil Ihr Euren Dienst ausschließlich auf der Basis der Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit verseht.

Die Behinderten und Kranken sind ein leuchtendes Zeichen edler Werte und Ideale für das menschliche Zusammenleben inmitten einer materialistisch und hedonistisch orientierten Welt. Leider scheint es heute so zu sein, da, ”wer durch seine Krankheit, durch seine Behinderung oder, noch viel einfacher, durch sein bloßes Dasein den Wohlstand oder die Lebensgewohnheiten derer in Frage stellt, die günstiger dastehen, zunehmend als Feind angesehen wird, gegen den man sich verteidigen muss“ (Evangelium Vitae, 12). Umso mehr ist es notwendig, dass wir Euch unsere Solidarität im Alltag beweisen.

Mit der Versicherung meines ständigen Gebetsgedenkens bei der heiligen Messe bitte ich zugleich, Euch die großen Anliegen der Kirche zu eigen zu machen, vor allem im Hinblick auf das große Jubiläumsjahr 2000. Maria, die Hilfe der Christen, stehe Euch in jeder Lebenslage bei, um Euch auf dem Weg zu begleiten, den die Vorsehung Tag für Tag in einem Plan der Liebe vorzeichnet. Euch allen erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

 

© Copyright 1995 - Libreria Editrice Vaticana

 

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