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ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II.
AN DIE NEUEN GARDISTEN DER SCHWEIZERGARDE
ANLÄSSLICH IHRER VEREIDIGUNG

Dienstag, 6. Mai 1997

 

Herr Kommandant,
Herr Kaplan,
liebe Offiziere und Mitglieder der Schweizergarde,
Iiebe Schwestern und Brüder!

1. Es ist für mich eine große Freude, Euch am heutigen Ehrentag im Apostolischen Palast zu begrüßen. Besonders heiße ich die neuen Gardisten willkommen, für die dieser Tag mit der Ablegung des feierlichen Treueeides eine besondere Bedeutung bekommt. Es freut mich, daß so viele Verwandte nach Rom gekommen sind, um diesen festlichen Tag zu begehen. Gerade die Anwesenheit der Eltern und Angehörigen drückt nicht nut die Verbundenheit vieler Schweizer Katholiken mit dem Nachfolger Petri aus, sondern ist auch Zeugnis für die Erziehung und das gute Beispiel, durch die sie ihren Söhnen den christlichen Glauben und die Gesinnung selbstlosen Dienens auf den Lebensweg mitgegeben haben. Dafür sage ich Ihnen, liebe Eltern, ein herzliches »Vergelt's Gott«!

2. Der heutige Tag läßt uns zunächst einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es war der »Sacco di Roma«, bei dem sich die Schweizergarde zu bewähren hatte. Sie hat die Probe bestanden und den Papst verteidigt. Viele Gardisten haben für ihn gekämpft bis zum Tod. Heute braucht ihr keinen »Sacco di Roma« mehr zu befürchten. Aber es droht ein »Sacco dell'anima«, ein »Sacco der Seele«. Gerade in unserer Zeit suchen viele junge Menschen nach Gütern und Werten, die nicht nur die Hände füllen, sondern in erster Linie die Seele. Denn Rom ist nicht nur die »Ewige Stadt«, reich an Geschichte, Kultur und Glaube. Rom ist auch eine Einladung zum Leben. Nützt die Zeit für die vielen Möglichkeiten, um in dieser Stadt zu einem sinnerfüllten Leben zu finden. Greift nach den Chancen, die sich euch hier bieten, um euren kulturellen, sprachlichen und geistlichen Horizont zu erweitern.

3. Wenn einige von euch heute schwören, den Dienst in der Garde treu zu erfüllen, und die anderen in ihrem Herzen ihren Treueeid erneuern, mögen alle daran denken, was bereits Jesus seinen Freunden ans Herz gelegt hat: »Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben stürzen kann« (Mt 10, 28). Jesus lädt uns ein, ihn selbst zum Maßstab für unser Leben und Verhalten zu nehmen, so wie er den göttlichen Vater im Himmel zum alleinigen Maßstab und Mittelpunkt seines Lebens gewählt hat.

4. La période que vous allez passer à Rome est un moment exceptionnel dans votre existence, moment que de nombreuses personnes souhaiteraient pouvoir vivre. Au long de l'année, malgré les engagements requis par votre service, je vous exhorte à demeurer vigilants, pour entendre les appels de Dieu sur la route qu'il veut parcourir avec vous aujourd'hui et dans les étapes ultérieures de votre existence. Vivez dans un esprit de fraternité sincère et droite, en vous aidant les uns les autres à grandir dans la foi et à. mener une vie qui corres ' Matti,. 10, 28. annponde à votre mission d'Église. Votre formation et le service que vous êtes appelés à remplir sont nécessaires et essentiels. Mais il est encore plus important que vous profitiez de l'occasion pour affermir votre foi et pour aimer toujours davantage l'Église.

En ce jour, je veux aussi vous exprimer toute ma gratitude pour votre décision de vous mettre à la disposition du Successeur de Pierre, pour quelque temps, et d'aider ainsi à garantir l'ordre nécessaire et la sécurité dans l'enceinte de la Cité du Vatican. Parmi vos diverses tâches, vous êtes appelés à accueillir tous les pèlerins qui se présentent avec courtoisie et gentillesse. De ce fait, vous leur donnez une image cordiale et accueillante du Vatican, car vous êtes souvent les premières personnes auxquelles les visiteurs s'adressent lorsqu'ils veulent visiter le Vatican.

5. Rivolgo queste riflessioni in particolare alle nuove reclute, che sono agli inizi del loro servizio. Vorrei, altresì, incoraggiare i veterani a contribuire costantemente con il loro esempio a far sì che i loro compagni più giovani, che proprio oggi vengono arruolati nella Guardia Svizzera, possano, giorno dopo giorno, maturare un'utile esperienza sia sul piano umano che spirituale.

A tale scopo imparto di cuore a voi tutti ed a quanti vi fanno corona in questa singolare circostanza l'Apostolica Benedizione.

 

© Copyright 1997 - Libreria Editrice Vaticana

 

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