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APOSTOLISCHE REISE NACH TORONTO,  
GUATEMALA-STADT UND MEXIKO-STADT

BEGRÜßUNGSZEREMONIE

ANSPRACHE DES HEILIGEN VATERS JOHANNES PAUL II.  

Internationaler Flughafen von Mexiko-Stadt
Dienstag, 30. Juli 2002

 

Herr Präsident der Vereinigten Staaten von Mexiko, 
Herr Kardinal-Erzbischof von Mexiko-Stadt, 
verehrte Brüder im Bischofsamt, 
sehr geehrte Autoritäten und Mitglieder des Diplomatischen Korps, 
liebe Mexikaner! 

1. Groß ist meine Freude darüber, zum fünften Mal in dieses gastfreundliche Land kommen zu können. Hier begann mein Apostolat als Pilger, das mich, den Nachfolger des Apostels Petrus, in viele Teile der Welt geführt und mich in Kontakt mit zahlreichen Männern und Frauen gebracht hat, um sie im Glauben an den Erlöser Jesus Christus zu stärken. 

Nach der Feier des XVII. Weltjugendtages in Toronto war es mir vergönnt, einen bewundernswerten Boten des Evangeliums auf diesem Kontinent in die Schar der Heiligen einzureihen: Bruder Pedro de San José de Betancur. Morgen werde ich zu meiner großen Freude die Heiligsprechung von Juan Diego vornehmen und am folgenden Tag die Seligsprechung von zwei weiteren Landsleuten von euch: Juan Bautista und Jacinto de los Ángeles, die auf diese Weise den herausragenden Vorbildern der Heiligkeit dieser geliebten amerikanischen Länder zugesellt werden, in denen die christliche Botschaft mit offenem Herzen aufgenommen wurde, die einheimischen Kulturen durchdrungen und reiche Frucht gebracht hat. 

2. Ich danke für die liebenswürdigen Willkommensworte, die der Präsident der Republik im Namen aller Mexikaner an mich gerichtet hat. Ich möchte sie erwidern, indem ich noch einmal meine Gefühle der Zuneigung und Hochachtung für dieses Volk ausdrücke, das so reich an Geschichte und alten Kulturen ist, und indem ich alle zum Einsatz für den Aufbau eines immer neuen und nach stetem Fortschritt strebenden Vaterlands ermutige. Herzlich begrüße ich die Kardinäle und Bischöfe, die geliebten Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen und alle Gläubigen, die sich Tag für Tag um die Ausübung des christlichen Glaubens bemühen und mit ihrem Leben das Motto verwirklichen, das zugleich Hoffnung und Zukunftsprogramm ist: »Mexiko bleibt immer treu.« Von hier aus richte ich auch einen herzlichen Gruß an die Jugendlichen, die sich zu einer Gebetsvigil auf der »Plaza de Zócalo« vor der Kathedrale des Primas versammelt haben. Ich rufe ihnen zu, daß der Papst auf sie zählt und sie bittet, echte Freunde Jesu und Zeugen seines Evangeliums zu sein. 

3. Liebe Mexikaner! Danke für eure Gastfreundschaft, für eure beständige Zuneigung, für eure Treue zur Kirche. Bleibt auch in Zukunft treu auf diesem Weg, gestützt von den wundervollen Vorbildern der Heiligkeit, die aus dieser edlen Nation hervorgegangen sind. Seid heilig! Erinnert euch an das, was ich euch schon 1990 in der Basilika von Guadalupe sagte, und dient Gott, der Kirche und der Nation. Jeder soll seine Verantwortung übernehmen für die Weitergabe der Botschaft des Evangeliums und für die Bezeugung eines lebendigen und in der Gesellschaft wirksamen Glaubens. 

Von Herzen segne ich jeden von euch. Dazu möchte ich die Worte verwenden, mit denen eure Vorfahren sich an die wandten, die ihnen lieb waren: »Gott mache euch wie Juan Diego.«

Mexiko bleibt immer treu!

 

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