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  ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II.
AN DIE MITARBEITER VON TELEPACE 
ANLÄßLICH DES
25. GRÜNDUNGSJUBILÄUMS

Samstag, 22. März 2003

 

Liebe Mitarbeiter von Telepace! 

1. Seid willkommen bei dieser Begegnung anläßlich des 25. Jahrestages der Gründung eurer Sendestation. Ich grüße euch mit Zuneigung. Einen besonderen Gruß richte ich an euren Gründer und Direktor Msgr. Guido Todeschini, dem ich für die in euer aller Namen an mich gerichteten Worte danke. Meine herzlichen Gedanken gehen auch an eure Familienangehörigen, die Mitarbeiter, die Freiwilligen, die Rundfunkhörer, die Fernsehzuschauer und an die ganze Familie von »Telepace«. 

Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, daß das Signal eurer Sendestation über acht Satelliten nunmehr auf jedem Kontinent empfangen werden kann. Welch langen Weg habt ihr in 25 Jahren zurückgelegt! Ich danke Gott für das, was ihr zustande gebracht habt, und bringe meine Wertschätzung zum Ausdruck für euch, die ihr Tag für Tag mitarbeitet an der ständigen Weiterentwicklung dieses Radio- und Fernsehsenders, dessen Anliegen es ist, die Botschaft des Friedens bis an die äußersten Grenzen des Planeten zu übertragen. 

2. »Telepace«! Schon der Name bringt das Ziel zum Ausdruck, das die Sendestation verfolgen möchte. »Telepace« will das Fernsehen des Friedens sein, jenes Friedens, der ein Geschenk Gottes und zugleich eine demütige und konstante Errungenschaft der Menschen ist. Wenn der Krieg – so wie in diesen Tagen – das Schicksal der Menschheit bedroht, besteht die dringende Notwendigkeit, mit starker und entschiedener Stimme zu verkünden, daß der Friede der einzige Weg ist, um eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft aufzubauen. Niemals können Gewalt und Waffen die Probleme der Menschen lösen. 

Eurer Sender hat im Hinblick auf diese unerläßliche Erziehung zum Frieden seinen Zweck von Anfang an erfüllt. In der Tat, »Radio Pace« entstand vor 25 Jahren, um denen eine »Stimme zu geben, die ohne Stimme waren«, als man in Italien mit großer Sorge in einer Atmosphäre von Gewalt und Terrorismus lebte. Sorgsam bewahrt ihr eine winzige Sendeanlage zur Erinnerung an jene Tage auf. Sie war das erste Kommunikationsmittel eurer Radiostation, aus der sich im Laufe der Jahre euer Radio- und Fernsehsender entwickelte, mit dem ihr heute jeden Teil der Welt erreichen könnt. 

3. In 25 Jahren hat »Telepace« im Vertrauen auf die Göttliche Vorsehung sein unverändertes Charisma beibehalten, um frei von jeder Abhängigkeit, auch finanzieller Art, Gott und dem Menschen in der Kirche zu dienen. Seit 1985 begleitet »Telepace« in Zusammenarbeit mit dem Vatikanischen Fernsehzentrum den Nachfolger des hl. Petrus auf den Apostolischen Reisen und bringt täglich sein Wort und seine Lehräußerungen in zahlreiche Familien in Italien und Europa und seit dem vergangenen Jahr in viele weitere Nationen der Erde. Der Sender beschränkt sich nicht auf die Übertragung von Ereignissen und Programmen von religiösem und kirchlichem Interesse, er ermutigt und regt die großherzige Solidarität der Fernsehzuschauer an. Er führt uns Fälle von dringender Notwendigkeit vor Augen und bittet um konkrete Hilfe auch für Studenten aus Ländern, die sich im Aufbau befinden, und für bedürftige Menschen;er spendet Trost für alle, die einsam und verlassen sind; er erreicht die Gefängnisse und Krankenhäuser mit Botschaften der Hoffnung. »Telepace« bietet Information, erzieht zum Glauben, ermutigt zur Hoffnung, fordert auf zur Solidarität und verbreitet den Frieden, der bei der Begegnung mit Christus entsteht. 

4. Hinzu kommt der geistliche Beistand, den »Telepace« den Rundfunkhörern und Fernsehzuschauern leistet durch die tägliche Feier der heiligen Messe, das Rosenkranzgebet, die Eucharistische Anbetung, die geistlichen Exerzitien und weitere Sendungen, die dem Gebet und der christlichen Bildung gewidmet sind. Während des Heiligen Jahres hat »Telepace« täglich das abendliche Gebetstreffen vom Petersplatz aus übertragen. Ich weiß, daß euch viele Personen, darunter Nonnen in verschiedenen Klöstern des kontemplativen Lebens, die ihr »mystische Antennen« nennt, durch ihr Gebet unterstützen, während Kranke, bettlägerige Patienten in Krankenhäusern sowie Gefangene ihr Leiden eurem Apostolat widmen. 

Liebe Mitarbeiter von »Telepace«, geht auf eurem Weg mit ungebrochener Begeisterung voran. Ein immer umfassenderes apostolisches Feld erwartet euch. Bleibt eurer Sendung treu, indem ihr die Wahrheit Gottes und des Menschen verkündet. Verbreitet in der Kirche und in der Welt die Stimme Christi, »Weg, Wahrheit und Leben« (vgl. Joh 14, 6), und seid Wächter des Friedens.

Maria, Königin des Friedens und Stern der Evangelisierung, möge die Schritte eures Senders leiten,damit ihr die Freude, die Liebe und den Frieden Christi, »unseren Frieden« (vgl. Eph 2, 14), vermitteln könnt. 

Von Herzen erteile ich euch und euren Lieben und allen Mitgliedern der großen Familie von »Telepace« meinen Segen.     

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