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BOTSCHAF VON JOHANNES PAUL II.
AN KARDINAL RENATO RAFFAELE MARTINO,
PRÄSIDENT DES PÄPSTLICHEN RATES
FÜR GERECHTIGKEIT UND FRIEDEN
 

 

An Kardinal Renato Raffaele Martino,
Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden

Aus Anlaß des vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden organisierten Treffens zum Thema »Ökonomische und soziale Entwicklung Afrikas im Zeitalter der Globalisierung« richte ich an alle Teilnehmer einen herzlichen Gruß. Die zahlreichen Konfliktherde, die Afrika mit Blut beflecken, Aids und andere Pandemien wie auch die Dramen des Elends und der Ungerechtigkeit lasten weiterhin schwer auf der Zukunft des Kontinents. Mit ihren negativen Folgen beeinträchtigen sie die solidarische Entwicklung Afrikas, den dauerhaften Aufbau des Friedens und einer von Gerechtigkeit und Gleichheit geprägten Gesellschaft. Der Kontinent braucht dringend Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung wie auch die Unterstützung der Industrieländer, die gerufen sind, seine Entwicklung zu fördern, damit die Völker Afrikas wahrhaft zu Protagonisten ihrer Zukunft werden können, Hauptakteure und Meister ihres Schicksals. Im Hinblick darauf ist es wichtig, die jungen Generationen, die morgen die Verantwortlichen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft sein werden, für ihre zukünftigen Verantwortlichkeiten auszubilden. Möge die internationale Gemeinschaft mit Entschlossenheit und Großherzigkeit dazu beitragen, eine Gesellschaft der Gerechtigkeit und des Friedens auf dem afrikanischen Kontinent zu fördern! Die katholischen Gemeinschaften der ganzen Welt sind dazu aufgerufen, ihre Brüder und Schwestern in Afrika zu unterstützen, um ihnen ein menschenwürdigeres und brüderlicheres Leben zu ermöglichen. Ich vertraue alle Teilnehmer des Treffens der Jungfrau Maria, Unserer Lieben Frau von Afrika, an und erteile ihnen einen besonderen Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 21. Mai 2004

JOHANNES PAUL II.

      

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