ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II. AN DEN MINISTERPRÄSIDENTEN VON SLOWENIEN, ANTON ROP,
MIT EINER DELEGATION
Freitag, 28. Mai 2004
Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herren!
1. Mit Dankbarkeit heiße ich Sie und die Delegation, die Sie
begleitet, willkommen. Der heutige Besuch findet nach dem Festakt statt, bei dem
die Ratifikationsurkunden zwischen Slowenien und dem Heiligen Stuhl zu einigen
juridischen Grundsatzfragen von gemeinsamem Interesse ausgetauscht wurden. Ich
danke Ihnen für die freundlichen Worte, die sie an mich gerichtet haben, und
bitte Sie, dem Präsidenten der Republik, Herrn Janez Drnovsek, meinen herzlichen
Gruß zu überbringen.
2. Das Abkommen, das mit dem heutigen Tag in Kraft getreten ist,
bezeugt das Bemühen der Republik Slowenien, die guten Beziehungen mit dem
Apostolischen Stuhl aufrechtzuerhalten. Diese Beziehungen gründen auf dem
gegenseitigen Respekt und der loyalen Zusammenarbeit zum Wohl aller Bürger Ihres
Landes, das vor kurzem der Europäischen Union beigetreten ist. Ich weiß um den
Wunsch Sloweniens, an dem gemeinsamen Bemühen teilzuhaben, aus Europa eine wahre
Völkerfamilie in einem Kontext der Freiheit und der gegenseitigen Zusammenarbeit
zu machen und zugleich die eigene kulturelle und spirituelle Identität zu
bewahren.
Herr Ministerpräsident, ich bin mir dessen gewiß, daß Slowenien
seinen Beitrag auf wirksame Weise leisten wird, denn es kann sich auf die
christlichen Werte berufen, die einen wichtigen Bestandteil seiner Geschichte
und seiner Kultur bilden. Bleiben Sie diesen Werten immer treu!
3. Schließlich richte ich einen Gedanken der Zuneigung an das
liebe slowenische Volk, das ich meines Gebets versichere. Mit großer Freude habe
ich es zweimal besucht. Gott möge ihm beistehen, unermüdlich auf dem Weg des
Fortschritts und Friedens voranzugehen. Gott segne das geliebte Slowenien!
Mit diesen Empfindungen erteile ich Ihnen und Ihren Mitbürgern
meinen Segen.
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