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23 - 15.10.2008
INHALT
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SECHZEHNTE GENERALKONGREGATION (MITTWOCH, 15. OKTOBER 2008, -
VORMITTAG)
- MITTEILUNGEN
SECHZEHNTE GENERALKONGREGATION (MITTWOCH, 15. OKTOBER
2008, - VORMITTAG)
- BEITRÄGE IN DER AULA
(FORTSETZUNG)
- AUDITIO AUDITORUM (III)
Heute, Mittwoch, den 15 Oktober 2008; hat um 9.00 Uhr mit dem Gesang
der Terz die Sechzehnte Generalkongregation zur Fortsetzung der
Beiträge der Synodenväter in der Aula zum Synodenthema Das Wort
Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche begonnen.
Turnusmäßiger Delegierter Präsident ist Kardinal Odilo Pedro
SCHERER, Erzbischof von São Paulo (BRASILIEN).
Bei der Eröffnung dieser Generalkongregation ist eine elektronische
Umfrage durchgeführt worden, die ergeben hat, dass 144 Synodenväter
der XII. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode zum ersten
Mal an einer Vollversammlung teilnehmen
Zum Abschluss dieser Generalkongregation hat S. Exz. Nikola
ETEROVIĆ, Titularerzbischof von Sisak, Generalsekretär der
Bischofssynode (VATIKANSTADT ), bekannt gegeben, dass die Feier des
Wortes am Samstagnachmittag, 18. Oktober 2008, in der Sixtinischen
Kapelle stattfinden wird. Es werden Hochwürden BARTOLOMEO I,
Erzbischof von Konstatinopel, Ökumenischer Patriarch (Türkei) und
seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. sprechen.
Bei dieser Generalkongregation, die um 12.35 Uhr mit dem Gebet
Angelus Domini geschlossen wurde, waren 238 Väter anwesend.
BEITRÄGE IN DER AULA
(FORTSETZUNG)
Bei dieser Sechzehnten Generalkongregation haben folgende Väter das
Wort ergriffen:
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Kardinal Angelo BAGNASCO, Erzbischof von Genua, Präsident der
Bischofskonferenz (ITALIEN)
-
Kardinal Giovanni LAJOLO, Präsident des Governatorats des Staates
der Vatikanstadt (VATIKANSTADT)
-
S.Exz. Raymond Leo BURKE, Emeritierter Erzbischof von Saint Louis,
Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur
(VATIKANSTADT)
-
Kardinal Joseph ZEN ZE-KIUN, S.D.B., Bischof von Hong Kong (CHINA)
-
S.Exz. Joseph OSEI-BONSU, Bischof von Konongo-Mampong (GHANA)
-
S.Exz. Paul CREMONA, O.P., Erzbischof von Malta, Präsident der
Bischofskonferenz (MALTA)
- S.Exz.
Venant BACINONI, Bischof von Bururi
-
S.Exz. Joviano DE LIMA JÚNIOR, S.S.S., Erzbischof von Ribeirão Preto
(BRASILIEN)
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S.Exz. Rayappu JOSEPH, Bischof von Mannar (SRI LANKA)
- S.Exz.
Augustin TRAORÉ, Bischof von Ségou (MALI)
-
S.Exz. Lucjan AVGUSTINI, Bischof von Sapë (ALBANIEN)
-
Kardinal Antonio CAÑIZARES LLOVERA, Erzbischof von Toledo (SPANIEN)
- S.Exz. Claudio Maria CELLI, Titularerzbischof von Civitanova,
Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen
Kommunikationsmittel (VATIKANSTADT)
-
S.Exz. Fragkiskos PAPAMANÓLIS, O.F.M. Cap., Bischof von Syros,
Administrator von Milos (GRIECHENLAND)
-
S.Exz. Felix TOPPO, S.I., Bischof von Jamshedpur (INDIEN)
-
S.Exz. Joaquim FERREIRA LOPES, O.F.M. Cap., Bischof von Viana
(ANGOLA)
-
P. Kieran O'REILLY, S.M.A., Generaloberer der Gesellschaft für
afrikanische Missionen
-
S.Exz. Daniel CARO BORDA, Bischof von Soacha (KOLUMBIEN)
-
Kardinal Giovanni Battista RE, Präfekt der Kongregation für die
Bischöfe (VATIKANSTADT)
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B. D.nus Baselios Cleemis THOTTUNKAL, Großerzbischof von Trivandrum
der Syro-Malankaren, Präsident der Synode der Syro-malankarischen
Kirche (INDIEN)
-
S.Exz. Joseph Albert SERRANO ANTÓN, I.E.M.E., Bischof von Hwange
(ZIMBABWE)
-
S.Exz. John Olorunfemi ONAIYEKAN, Erzbischof von Abuja (NIGERIA)
-
S.Exz. Louis-Marie Ling MANGKHANEKHOUN, Titularbischof von Acque
nuove di Proconsolare, Apostolischer Vikar von Paksé (LAOS)
-
S.Exz. Jörg Michael PETERS, Titularbischof von Fordongianus,
Weihbischof von Trier (DEUTSCHLAND)
-
S.Exz. Giuseppe FRANZELLI, M.C.C.I., Bischof von Lira (UGANDA)
-
S.Exz. Pierre-André DUMAS, Bischof von Anse-à-Veau et Miragoâne
(HAITI)
Hier im Folgenden die Zusammenfassungen der Beiträge der
Synodenväter:
-
Kardinal Angelo BAGNASCO, Erzbischof von Genua, Präsident der
Bischofskonferenz (ITALIEN)
1. Zunächst möchte ich dem Herrn danken für diese gnadenreiche
Erfahrung der Synode: bei dieser heiligen Versammlung sehen wir das
immer junge Antlitz des Auferstandenen, der die wahre Hoffnung der
Welt ist. Die Kirche ist daher von einer tiefen Freude erfüllt, die
sie nicht für sich behalten kann. Somit liegt im Herzen des Dialogs
- in jedwedem kulturellen und sozialen, gemeinschaftlichen und
persönlichen Kontext - der Ausstrahlungspunkt der Mission.
2. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Begegnung des Menschen mit
Christus, dem menschgewordenen Wort, sowie mit “dem geschriebenen
oder überlieferten Wort Gottes” (DV 10) stets die Begegnung zweier
Freiheiten ist, der Freiheit Gottes und der Freiheit des einzelnen.
Auch Jesus, der Bote und Botschaft zugleich ist, wurde nicht immer
aufgenommen!
Angesichts des Säkularismus müssen wir uns fragen, wie wir die
Verkündigung verbessern und die jeweiligen Kulturen und Umstände
besser kennen lernen können, ohne dabei jemals das entscheidende
Drama der persönlichen Freiheit zu vergessen und getragen von dem
Wissen, dass die Wege des Herrn unergründlich sind. Es ist immer
notwendig, dass sich jeder frei einsetzt für das Wort, das er liest.
3. Ohne organische Gelegenheiten auszuschließen, scheint es mir
angebracht, auf einfache und bescheidene Mittel zurückzugreifen:
diese sind besser anwendbar in einem Kontext wie dem westlichen mit
seinem hektischen Rhythmus, der für gewöhnlich Gelegenheiten zum
Innehalten und zur anspruchsvollen Vertiefung nicht gerade
erleichtert. Es wurden einige Ratschläge vorgebracht, die ich
durchaus teile: die sorgfältige Vorbereitung der Homilie, die
Verbreitung der Bibel, einfache und handliche Arbeitshilfen, kleine
Gruppen...
4. Bezüglich der Ausbildung zu einem wohldurchdachten und bewussten
Glauben, der Rechenschaft ablegt von der Hoffnung, die uns erfüllt
(vgl. 1 Petr), scheint es mir angebracht daran zu erinnern, dass es
notwendig ist, den Weg der dokumentierten, im Gebet erfahren und
miteinander geteilten Erkenntnis des geschriebenen Wortes Gottes zu
gehen, und dass es ebenso notwendig ist, den Weg der Vernunft zu
gehen. Die Heilige Schrift ist nicht nur reich an übernatürlichen
Weisheiten, sondern auch an natürlichen Wahrheiten, die sie
übernimmt, bekräftigt und vollendet. Wir stehen also wieder vor der
dringenden Notwendigkeit, Heilige Schrift, Überlieferung und Lehramt
(DV 10) miteinander verknüpft zu halten, damit der Gläubige besser
die großen Fragen der Geburt und des Sterbens, der Familie und der
Freiheit, der Liebe und des natürlichen Gesetzes, der Euthanasie,
der Fertilisation erkennen und sie dann auch vor den Nichtglaubenden
darlegen kann, für die die Bibel nur aufgrund ihrer
Argumentationskraft einen Wert hat. Wenn die Kirche von diesen
Themen spricht, dann ist dies keine Einmischung, und sie begibt sich
nicht auf ein Gebiet außerhalb ihrer Mission, sondern erfüllt ihren
Sendungsauftrag. Zugleich dient sie den Kulturen und Gesellschaften,
um sie menschlicher zu gestalten. Genau dies ist der Geist und das
Ziel des “Kulturellen Projektes”, das die Italienische
Bischofskonferenz seit 1995 in Italien durchführt.
[00261-05.03] [IN209] [Originalsprache: Italienisch]
-
Kardinal Giovanni LAJOLO, Präsident des Governatorats des Staates
der Vatikanstadt (VATIKANSTADT)
Es stellt sich die Frage, wie das Wort Gottes in überzeugende Weise
drei Kategorien von Personen erreichen könne:
- Die Analphabeten und die, obwohl sie lesen können, nicht lesen und
die leicht zu Volksglaube und absurdem Aberglauben gebracht werden
können. Es wäre angebracht zu studieren, wie man sie persönlich
erreichen kann oder mit audio-visiven Medien einfacher
Verständlichkeit und großer Verbreitung.
- Die Personen eines gewissen kulturellen Niveaus, manchmal auch
eines recht hohen, die sich durch Seiten der Bibel verstört fühlen,
auf denen die grundsätzlichen Menschenrechte aus Gründen der Ordnung
oder mit der Zustimmung Gottes verletzt scheinen. Für diese Personen
wäre es notwendig zu suchen nach der letzlichen Entwicklung des
Konzeptes der Inspiration der Heiligen Schrift.
- Die Gläubigen des Alten Testaments, denen es nicht hilft, ihnen
die Verwirklichung der Prophezeiungen anzubieten wie sie begreiflich
sind post fidem. Ihnen müsste man also die christliche Bedeutung der
im Messias Jesus wahr gewordenen Prophezeiungen zeigen können wie
sie begreiflich sind ante fidem.
[00253-05.02] [IN200] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Raymond Leo BURKE, Emeritierter Erzbischof von Saint Louis,
Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur
(VATIKANSTADT)
“Das Gotteswort und das Gesetz”
1. Zu Nr. 58, Instrumentum laboris: Die Heilige Schrift lehrt, dass
Gott Sein Gesetz in jedes Menschenherz eingeschrieben hat. Das
natürliche Gesetz Gottes, das ins menschliche Herz eingeschrieben
ist, kann durch Vernunft entdeckt werden und wurde klar allen durch
das inspirierte Gotteswort verkündet (vgl. Rom 2, 15).
2. Im Kontext des beherrschenden Materialismus, Relativismus und
radikalem Individualismus ist es besonders dringlich geboten, die
Lehre der Heiligen Schrift vom natürlichen Sittengesetz als das
gemeinsame Erbe aller Menschen darzustellen.
3. Ebenfalls dringlich ist die Verkündigung der göttlich
inspirierten Lehre von der Disziplin, die den Menschen anleitet, das
Gute zu tun und das Böse zu meiden. Die Heilige Schrift lehrt uns,
dass die Gesetzestreue nicht Höhepunkt der Selbstverwirklichung,
sondern unersetzbares Fundament des höchsten Ausdrucks menschlicher
Güte ist.
4. Die Lehre der Schrift in Bezug auf die Gesetzesdisziplin im Leben
von Einzelpersonen und der Gesellschaft zu verkünden, ist eine
Herausforderung in einer Kultur, in der die Gesetze entweder
widersprüchlich oder Instrumente in den Händen der Mächtigsten sind.
5. In Bezug auf die Beziehung zwischen Gotteswort und Gesetz muss
hervorgehoben werden, dass durch den Dienst des Kirchenrechts in der
Kirche das Leben von Christus wachsen und sich in der ganzen Kirche
entwickeln kann. In der apostolischen Konstitution Sacrae
disciplinae leges beschreibt Papst Johannes Paul II. den Dienst des
Kirchenrechts in der Kirche und bezieht sich auf “das alte
Gesetzeserbe, das in den Büchern des Alten und Neuen Testaments zu
finden ist und aus dem die ganze rechtliche und gesetzliche
Tradition der Kirche als aus ihrer ersten Quelle schöpfte”.
6. In der Kirche wie in der Gesellschaft ging das
Gesetzesverständnis manchmal verloren oder war nicht mehr klar: das
hatte natürlich schädliche Auswirkungen, z.B. wurden liturgische
Gesetze von vielen nicht mehr befolgt; die Verfahrensgesetze wurden
nicht mehr eingehalten, mit denen die Gläubigen ihre Rechte
einfordern und Vergehen in der Kirche bestraft werden konnten.
7. Die hohe Wertschätzung des Dienstes, den die Gesetze in der
Kirche tun, hilft durch das Studium des Gotteswortes nicht nur, dass
die Kirche die Gabe ihrer kanonischen Disziplin zu verstehen weiß,
damit sie ihre göttliche Sendung wahrnehmen kann, sondern hilft auch
der Gesellschaft allgemein, den unersetzbaren Dienst des Gesetzes in
der Umsetzung des Gemeinwohls zu verstehen.
[00255-05.03] [IN203] [Originalsprache: Englisch]
-
Kardinal Joseph ZEN ZE-KIUN, S.D.B., Bischof von Hong Kong (CHINA)
Ich möchte kurz vom Gotteswort als Schöpferin der Schönheit des
Universums und des menschlichen Wesens sprechen, das Intelligenz und
Herz besitzt und deshalb zum Dialog mit seinem Schöpfer befähigt
ist.
Diesen Aspekt des Wortes finden wir im Instrumentum Laboris, aber es
ist für jemanden, der aus einem Land kommt, in dem das offenbarte
Wort streng genommen vielen noch unbekannt ist und in dem die
“semina Verbi” dagegen in der Kultur der Volksweisheit überreich zu
finden sind, wohl erlaubt, auf das Thema einzugehen, indem ich
einige Wünsche ausdrücke.
Mein erster Wunsch ist, dass dieser Aspekt des Gottesworts im
Schlusstext eine angemessene Entwicklung erfährt und einige
diesbezügliche Empfehlungen von dieser Versammlung formuliert
werden.
In Hong Kong arbeiten die 6 Hauptreligionen zusammen, um das
Erbschatz chinesischer Weisheit zu bewahren.
Die katholische Kirche fand in China immer eine gute Verbündete in
der Lehre des Konfuzius.
Wenn es uns, die wir von der Barmherzigkeit bewegt werden, gelänge,
der jungen Generation die traditionellen chinesischen Tugenden
einzuflößen, hätten wir ihr schon geholfen, einen großen Schritt hin
zur Heiligkeit zu tun.
Leider müssen wir ansehen, was geschieht, wenn diese Tugenden
fehlen: es kommt dann zu einem schrecklichen Verlust der heiligen
Werte im Leben, in der Ehe, Familie, die Korruption nimmt überhand,
die Stimmen des Gewissens verstummen: um schnelles Geld zu machen,
werden sogar zum Schaden der Gesundheit und des Lebens von Kindern,
die sich nicht verteidigen können, Zusätze in die Milch gemischt.
Ein zweiter Punkt:
Es stimmt, dass dieses Schöpferwort vom Universum und dem
menschlichen Gewissens immer ein Wort ist, dass das Heil will und
übernatürlich ist. Auch wenn wir das voraussetzen, denke ich aber
immer noch empfehlen zu können, dass man gemäß der beispielhaften
göttlichen Geduld diesem propädeutischen Wort Gottes viel Platz
lassen und nicht der Versuchung nachgeben sollte, die Etappen zu
schnell hinter sich zu lassen. Ich erkläre das anhand von zwei
Beispielen.
a) Ich hörte Professor Yang, Nobelpreisträger, sagen: “Ich bin zwar
nicht gläubig aber verberge nicht, dass ich zweimal das Gefühl
hatte, dass das Mysterium mich berührte: erstens, als ich die
Wissenschaft entdeckte und das Gefühl hatte, in flagranti ertappt zu
werden und etwas anschaute, wozu ich kein Recht hatte. Zweitens wenn
ich sehe, welche zerstörerische Macht die Technik besitzt: ich denke
da, dass wir uns Kräfte anmaßen, die uns nicht gehören”.
Ich muss zugeben, dass ich gar nicht auf den Gedanken kam, den
Professor zu fragen, wann er den nächsten Schritt machen würde. Ich
hätte ihm sagen sollen, dass er dem Reich Gottes nahe gekommen war.
b) die zweite Episode. Ein gewissenhafter und patriotischer
Journalist wurde zu Unrecht wegen Spionage verurteilt. Als er jung
war und an dem Kolleg der Protestanten studierte, hatte er sich
geweigert, die Bibel öffentlich zu lesen, weil er Atheist war, aber
dann hatte das Evangelium im langen Schweigen der Gefangenschaft den
Weg zu seinem Herzen gefunden.
Vor einigen Tagen fanden wir uns bei einem Mittagessen wieder. Ja,
hoffentlich seid ihr jetzt nicht entsetzt, wenn ich euch sage, dass
ich ihm gratulierte, für jenes eine Mal, als er sich geweigert
hatte, die Bibel zu lesen.
[00257-05.03] [IN205] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Joseph OSEI-BONSU, Bischof von Konongo-Mampong (GHANA)
Diese Wortmeldung im Namen der katholischen Bischofskonferenz von
Ghana möchte die Wirksamkeit unserer Verkündigung des Gottesworts im
Lichte des Instrumentum Laboris, § 23 überprüfen, einer Stelle, in
der über das Gleichnis vom Sämann gesprochen wird (Mk. 4, 1-20).
Es heißt, dass die Kirche in Ghana zwar seit den ersten Tagen des
Katholizismus seit 1880 fest verwurzelt ist. Trotzdem gibt es einige
Dinge im Leben vieler Katholiken in Ghana und Afrika, die dazu
führen, dass die Wirksamkeit unserer Predigten hinterfraget wird.
Erstens verlieren einige der Gläubigen ihren festen Glauben
angesichts von Schicksalsschlägen, wie z.B. Krankheit und
Kinderlosigkeit und gehen dann von Kirche zu Kirche auf der Suche
nach einer Lösung für ihre Probleme. Andere Gläubige nehmen manchmal
wieder die traditionelle Religion Afrikas an. Zweitens gehen einige
Katholiken zu den Pfingst- und charismatischen Kirchen über, weil
diese Kirchen angeblich besser ihren Bedürfnissen entsprechen und
die Bibel besser lehren. Drittens kommt viel Korruption,
Ungerechtigkeit und Verstöße gegen die Menschenrechte auf dem
afrikanischen Kontinent von Leuten, die vorgeben, Christen - und in
der Tat, Katholiken - zu sein.
Wir schlagen auf Grund dieser Tatsachen Folgendes vor. Erstens
sollte die Homiletik im Hinblick darauf, ob die Predigten wirksam
sind, überprüft und merklich verbessert werden. Zweitens sollte der
Ausbildung von Laien, besonders der Katecheten, die die Säulen der
Kirche in unseren Außenstationen sind, mehr Aufmerksamkeit geschenkt
werden. Drittens, sollte unser gepredigtes Wort nicht nur das
spirituelle, sondern auch das soziale, wirtschaftliche und
politische Leben unserer Mitmenschen verändern. Aus diesem Grund
sollte - wenn möglich -ein eigenes Apostolat für unsere Politiker
erwogen werden. Ich bin überzeugt davon, dass das eine Hilfe wäre,
um “heilige Politiker” hervorzubringen, die die Rechte der Menschen
achten. Unsere Katechese und das Predigen des Wortes sollten
gewährleisten, dass wir keine Tyrannen und Diktatoren mehr in Afrika
haben.
[00258-05.03] [IN206] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Paul CREMONA, O.P., Erzbischof von Malta, Präsident der
Bischofskonferenz (MALTA)
Ich spreche im Kontext traditionell katholischer Länder wie Malta.
Wenn wir von einer neuen Evangelisierung sprechen, kommen wir an
einen Stolperstein. Viele unserer Gläubigen denken immer noch
sehnsüchtig an die Kirche, wie sie vor 30 - 40 Jahren war und
vergleichen sie mit der heutigen Kirche, die jedoch nicht mehr die
gleiche privilegierte Position von damals hat. Es schockiert u.a.,
wenn die Katholische Kirche oder ihre Hirten herausgefordert werden.
Oft haben sie Angst, angesichts einer oft feindlichen Kultur offen
zu reden.
Wir müssen diese traumatische Erfahrung hinter uns lassen und eine
neue Evangelisierung beginnen. Wir müssen den Gläubigen helfen,
damit sie erkennen, dass es diese Art von Kirche nicht mehr gibt und
in der veränderten Welt auch nicht wieder kommen kann. Vergleichen
wir nicht mehr das Heute mit damals!
Wir müssen ein neues Modell für die Kirche finden; das Modell, das
der heutigen Wirklichkeit am besten entspricht, ist die
urchristliche Gemeinde, wie sie in der Apostelgeschichte 2 und 3
beschrieben und in anderen Schriften des Neuen Testaments ins Leben
gerufen wird. Wir müssen die Kirche heute mit dieser Gemeinschaft
vergleichen und sie dementsprechend “maßschneidern”..
[00277-05.02] [IN212] [Originalsprache: Englisch]
- S.Exz. Venant
BACINONI, Bischof von Bururi
Die Konzilskonstituion “Dei Verbum” bewirkte eine große Öffnung dem
Gotteswort gegenüber und das bezeichnendste Ergebnis dafür konnte -
jedenfalls in meinem Land (Burundi) - vor allem in einer
“biblischeren Katechese” festgestellt werden. Es ist aber für ein
Land, in dem mehr als 65% der Menschen katholisch sind und dieselbe
Sprache sprechen, mehr als ein Jahrhundert nach der Evangelisierung
ein Paradox, dass es noch keine Bibel in der Nationalsprache gibt.Es
gibt nur das Neue Testament, und das Alte Testament steht uns nur in
dem Lektionar an Sonn- und Feiertagen zur Verfügung. Erklärt sich
diese Verspätung durch das traditionelle Misstrauen gegenüber dem
Alten Testament, das einen zornigen Gott, eine schwankende, sündige
und untreue Menschheit, viele Szenen der Gewalt, Rache oder
Falschheit zeigt? Weiterhin haben wir gerade erst ein langes
Jahrzehnt Instabilität und Bürgerkrieg hinter uns gelassen (der
durch einen erbarmungslosen Kampf um Macht verursacht wurde), unsere
Bevölkerung leidet unter großer wirtschaftlicher Armut, die durch
einen chronischen Hunger verschärft wird, weil das Klima wechselhaft
ist: unser Boden leidet unter Erosionen, und die Landwirtschaft wird
noch mit primitiven Methoden betrieben; die Menschen haben
finanzielle Schwierigkeiten, die Schulbildung ihrer Kinder zu
bezahlen und Zugang zu medizinischer Versorgung zu bekommen, sie
müssen tagtäglich den Kampf ums Überleben meistern. Diese Situation
erlaubt es nicht, sich in Ruhe dem Gotteswort zu nähern und daraus
zu schöpfen. Viele Menschen glauben nicht mehr daran, dass das
Gotteswort ihr Leben ändern kann, andere gehen zu Sekten, wo sie
Gefahr laufen, Missbrauch zum Opfer zu fallen. In der Ausbildung der
zukünftigen Hirten sollte die Bibel nicht als einer von vielen
Kursen, sondern als das Wort des lebendigen Gottes angesehen werden,
das sich an alle Menschen richtet und sie zum Dialog und zum Bündnis
einlädt. Die Lectio divina, der persönliche Kontakt mit dem
Gotteswort, müßte mehr praktiziert werden. Man müßte die Übersetzung
der Bibel zur Priorität machen, damit sie wirklich allen zur
Verfügung steht. Es ist ein Recht des Christenvolks, eine Bibel zu
haben und es ist eine Pflicht der Hirten, die Bibel in die
Reichweite aller zu bringen, damit sie dem Erlöser Jesus begegnen
können. Es ist ebenfalls dringlich, die Laien - und natürlich die
geweihten Personen - zur persönlichen und gemeinschaftlichen
Begegnung mit dem Gotteswort, Quelle der Bekehrung, des Dienstes,
der Versöhnung und der Stiftung eines dauerhaften Friedens,
auszubilden,
[00262-05.03] [IN210] [Originalsprache: Französisch]
-
S.Exz. Joviano DE LIMA JÚNIOR, S.S.S., Erzbischof von Ribeirão Preto
(BRASILIEN)
Gott spricht im Herzen und Leben aller Menschen, der Männer wie der
Frauen, der Kinder, Heranwachsenden oder jungen, erwachsenen oder
alten Menschen..., die den verschiedenen Kulturen und religiösen
oder philosophischen Traditionen angehören, Menschen aus allen
sozialen Klassen, in allen glücklichen oder schmerzhaften
Situationen unseres persönlichen und sozialen Lebens. Gott spricht
in den besonderen Umständen und der Wirklichkeiten des
brasilianischen Volks, des Kontinents Lateinamerika und der
Karibik... Er stellt uns Leben oder den Tod, den Segen oder den
Fluch vor, aber wir sind es, die entscheiden... (vgl. Dtn 30,19).
Wir die Christen und Christinnen, Glieder des lebendigen, wieder
auferstandenen Leibes Christi hören auf das Gotteswort, achten auf
das Seufzen des Heiligen Geistes, achten auf die “Zeichen der
Zeit”und auf das Ostergeheimnis, das sich durch die Ereignisse
zieht. Deshalb öffnen wir das Buch der Heiligen Schriften und
erforschen, wie Gott sich selbst offenbarte und wie sein Heilsplan,
im Laufe der Geschichte des Kosmos, im Laufe der Geschichte der
Menschheit bis in unsere Tag sich verwirklicht. Wir versuchen, die
Herausforderung unserer Sendung heute überall in unserem
persönlichen und gesellschaftlichen Leben zu verstehen.
Wir finden die Bibel immer in allen kleinen Basisgemeinschaften. In
der Zeit, in der man gemeinsam liest, erfolgt ein äußerst reicher
Austausch über die Lebenserfahrungen des Gottesvolks in heutigen und
früheren Zeiten; über die Sorge um das Überleben (Hunger,
Krankheiten, Wohnung, Bedürfnisse jeder Art); über die Versuche
gemeinschaftlicher Organisationen; über den Einsatz in den sozialen
Kämpfen und politische Beteiligung; der Glaube an den lebendigen
Gott erlaubt vor allem, dass man nicht alle Hoffnung verliert. Viele
Leute - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - lesen die Heilige
Schrift in ihren Studien- und Gebetstreffen sowie den Treffen zur
Vorbereitung der Seelsorgearbeit und liturgischen Feiern. Man sieht
auch misionarische Gemeinschaften in den Familien, an den
Universitäten, in den Stadtteilen und selbst am Studien- und
Arbeitsplatz: man möchte nach dem Evangelium leben und es verkünden.
Am Tisch des Gottesworts findet das Gottesvolk die Weisheit und
Nahrung für den tagtäglichen Überlebenskampf. Die Liturgie ist vom
Gotteswort durchdrungen, die liturgischen Feiern sind privilegierte
Augenblicke der Verkündigung und Auslegung der Heiligen Schriften
und man hört das lebendige Wort, das Christus ist und sich in der
Versammlung bei der eucharistischen Feier und den anderen
Sakramenten, im Stundengebet und ihren Gottesdiensten, den
Sakramentalien und in der Volksfrömmigkeit offenbart.
[00283-05.03] [IN211] [Originalsprache: Französisch]
-
S.Exz. Rayappu JOSEPH, Bischof von Mannar (SRI LANKA)
Lectio Divina: Ich möchte über den nahrhaften und bildenden Wert der
Lectio Divina sprechen, wie er unter No. 38 des Instrumentum laboris
erklärt wird - dies im Kontext der Erfahrung unseres Landes unter
besonderer Berücksichtigung meiner Diözese in Sri Lanka. Das Wort
Lectio Divina wird mehr als 28 Mal im Instrumentum laboris genannt,
und im Leben der einzelnen Kirchen wird es lediglich an zweiter
Stelle erwähnt, nach der eucharistischen Feier als einem
privilegierten Ort des Wortes Gottes. Wie in der Eucharistie, dem
höchsten Gebet der Kirche, so in der Lectio Divina ist das Wort
Gottes untrennbar verbunden mit dem Gebet. Das Wort Gottes und das
Gebet sind zwei Seiten eines einzigen Tuns. Das Instrumentum laboris
sagt unter No. 41: “Eine authentische Spiritualität des Wortes
Gottes erfordert, ‘dass das Gebet die Lesung der Heiligen Schrift
begleiten sollte, so dass Gott und der Mensch miteinander reden,
denn wir sprechen zu Ihm, wenn wir beten; wir hören Ihn, wenn wir
die heiligen Texte lesen. Die Jünger des Herrn baten Ihn, ihnen zu
lehren, wie man betet, weil sie wussten, dass die Quelle Seines
Lebens und seiner Sendung Sein Leben des Gebets war, wo er zum Vater
sprach und der Vater zu Ihm.
Lectio Divina in meinem Land: Die Konferenz der Bischöfe Sri Lankas
setzte sich im Zuge der Bemühungen, zu den Quellen zurück zu gehen,
um die Kirche zu erneuern, vor 14 Jahren ein für die Bildung Kleiner
Christlicher Gemeinschaften (SCC) durch den Asiatischen Pastoralen
Gesamtansatz (AsIPA) als ihrer pastoralen Priorität. In diesem
Ansatz wird die alte Praxis in sieben Momente der Begegnung mit der
Bibel aufgeteilt.
Lectio Divina in meiner Diözese: Meine Diözese in Mannar im Norden
von Sri Lanka ist zu 35% katholisch, wobei der Rest aus
hinduistischen und moslemischen Brüdern besteht. Als ersten Anbeginn
von Christentum in dieser Region bezeugten 600 Neophyten ihren
Glauben mit ihrem Blut im Jahre 1544. Diese sind bekannt geworden
als “die Märtyrer von Mannar”. Ihre Nachfolger im Glauben, die Leute
heute, leben in tiefem Glauben, und die Diözese ist reich an
priesterlicher und religiöser Berufung, den Früchten des Glaubens
ihrer Väter. Massive soziale Verwerfungen haben jedoch in einem ein
Viertel Jahrhundert alten ethnischen Krieg unsere Leute zu einem
Verlust der Zugehörigkeit geführt, wo die Krise sich entwickelt hat
zu einem Überleben der Stärksten. Fundamentale Sekten beschritten
Wege, um in aufgewühlten Gewässern zu fischen.
[00287-05.02] [IN218] [Originalsprache: Englisch]
- S.Exz.
Augustin TRAORÉ, Bischof von Ségou (MALI)
Die Christen von Mali sind zahlenmäßig gesehen eine kleine
Minderheit, werden aber dank des für das Evangelium Jesu Christi
abgelegte Zeugnis geschätzt und geachtet.
Es ist das gute Zeugnis im Leben der katholischen und
protestantischen Christen in Mali, das ihre muslimischen Brüder und
Schwestern bewundern, die oft und gerne sagen, dass man immer die
Leitung wichtiger Dinge den Christen anvertrauen sollte, weil das
Evangelium, das sie verkünden, Gerechtigkeit und Frieden bringt.
Das konsequente Zeugnis soll eine stets fruchtbare Zusammenarbeit
zwischen katholischen und protestantischen Gemeinschaften fördern.
Das Sekretariat des Bibelapostolats der Bischofskonferenz in Mali
hat sich seit seiner Einrichtung für den ökumenischen Dialog in Mali
entschieden und arbeitet eng mit der Universalen Bibelallianz in
Mali und noch enger mit dem Nationalen Büro der Bibelallianz in Mali
im Geist der Ökumene zusammen.
Die guten Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Bibelsekretariats
und der Bibelallianz in Mali haben zu einer fruchtbaren
Zusammenarbeit in der Ausbildung von Bibelübersetzern, zur
Verbreitung der Bibel und zu einer Alphabetisierungskampagne
geführt...
Das Gotteswort richtet sich an alle Söhne und Töchter Gottes und ist
eine mächtiges Instrument der Kommunikation zwischen den Menschen
der verschiedenen Religionen. Die Synode zum Gotteswort wird gewiss
einen fruchtbaren interreligiösen Dialog fördern und dabei von einer
besseren Kenntnis des Gottesworts ausgehen. Der interreligiöse
Dialog setzt eine gute Kenntnis des Gottesworts voraus, die auch
DIALOG ist und die Bedingungen für einen fruchtbaren Dialog zwischen
den verschiedenen Konfessionen fördert
[00244-05.03] [IN192] [Originalsprache: Französisch]
-
S.Exz. Lucjan AVGUSTINI, Bischof von Sapë (ALBANIEN)
Die Geschichte der Kirche zeigt uns im albanischen Volk , wie Gott
bewirkt, dass sein Wort viele Früchte trage.
Albanische Katholiken haben die Erfahrung des jüdischen Volkes in
Babilonien gemacht, wo das Wort Gottes seine Identität bewahrt hat.
Während des kommunistischen Regimes, wo jede religiöse Praxis
verboten war, hat die Erinnerung an das Wort Gottes den Glauben der
albanischen Katholiken wachgehalten.
Während das Vatikanum II. mit seinen Enzykliken und Dokumenten,
unter ihnen das Dei Verbum, viele Veränderungen in der universalen
Kirche hervorgerufen hat, war sie in Albanien gezwungen zu
schweigen.
Wir können sagen, dass das Beispiel der wegen ihrer Bekenntnis zum
fleischgewordenen Wort erschossenen oder eingesperrten Bischöfe,
Priester und Laien, alle Gläubigen ermutigt hat, das Wort Gottes im
Leben zu konkretisieren. Mit ihrem Verhalten haben sie das Volk der
Gläubigen die Treue, die Liebe und die Vergebung der Feinde gelehrt.
Im liturgischen Gebet hat es viel Fortschritt gegeben bei der
Wertschätzung der Heiligen Schrift als Ausgangspunkt jedes Kultes im
Geiste und in der Wahrheit und als Kraft, die die Gemeinschaft
vereint, die betet.
Die Leute hören mit Bewegung des Glaubens das Wort Gottes, haben
jedoch noch Hunger und Durst. Wir haben nicht die Möglichkeit,
diesen Hunger und diesen Durst zu stillen. Wir haben noch viele
Schwierigkeiten. Die Notwendigkeit, die Heilige Schrift zu drucken,
ist sehr groß.
[00245-05.03] [IN193] [Originalsprache: Italienisch]
-
Kardinal Antonio CAÑIZARES LLOVERA, Erzbischof von Toledo (SPANIEN)
Meine Wortmeldung bezieht sich auf die Katechese als eine der Formen
des Dienstes am Wort. Man möchte die unersetzbare und grundlegende
Rolle der Katechese in der Vermittlung des Gottesworts hervorheben,
die deswegen besonders ist, weil sie eine Zeit der Lehre und Reife,
der vitalen Reflektion über das Geheimnis Christi, der
ganzheitlichen und vitalen, der ordentlichen Einführung in die
Offenbarung ist, die Gott selbst in Jesus Christus den Menschen
gegeben hat. Die Katechese ist weder vom Leben isoliert, noch
überlappt sie dieses künstlich; sie wird im tiefsten Gedächtnis der
lebendigen Tradition der Kirche bewahrt, sie führt ein, initiiert im
Hören und Empfangen des Gotteswortes und der Lehre der Apostel in
der Liturgie, im moralischen evangelische Leben im Gebet, das der
Barmherzigkeit entspricht.
Ohne die Katechese könnten sich die meisten Christen nicht das
Evangelium aneignen und in ihrem Leben umsetzen, sie könnten weder
den missionarisch- apostolischen Sinn umsetzen, noch sich mit Erfolg
mit den spirituellen und kulturellen Strömungen unser Zeit
auseinander setzen. Die Kirche kann nur auf Grund einer ernsthaften,
authentischen und erneuerten Katechese die Elemente und Funktionen
ihrer evangelisierenden Handlung voll entfalten.
Die Katechese als Evangelisierung der Kirche muss notwendigerweise
ihre Fundamente in der Natur der christlichen Offenbarung und der
lebendigen Tradition der Kirche haben, so wie es in der Konstitution
Dei Verbum des II. Vatikanischen Konzils formuliert wurde.
Wenn die Katechese sich in diesem Sinn entwickelt, weckt sie die
Anbetung und damit die Bewunderung und die Ehrfurcht vor Gott. Sie
spricht kraft des Zeugnisses von Gott und zu seinem Ruhm. Hier
entsteht Lobpreis, Gnadenwirken, Fürbitte. Hier ist die Einführung
in das Hören und der Gehorsam dem Gotteswort, dem Gebet und der
Liturgie gegenüber, verwurzelt. Hier entsteht auch gottgefälliges
Leben. Wenn die Katechese auf dem Gotteswort aufbaut, bildet sich im
Menschenherz die Sehnsucht nach Gott, man macht sich auf die Suche
nach ihm und schaut in der Kontemplation sein Antlitz, das das
fleischgewordene Wort ist, Jesus Christus. Man hat die freudige
Erfahrung, bei ihm zu sein, bei ihm, der Liebe ist, man meditiert
über das fleischgewordene Wort, um ein Leben nach seinem Vorbild in
Liebe zu führen und mit Hoffnung voranzugehen
[00246-05.03] [IN194] [Originalsprache: Spanisch]
-
S.Exz. Claudio Maria CELLI, Titularerzbischof von Civitanova,
Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen
Kommunikationsmittel (VATIKANSTADT)
Ich möchte meinen Beitrag mit einem Bezug auf den § 53 des
Instrumentum laboris beginnen, der von den “Methoden” und “neuen
Formen von Sprache und Kommunikation” bei der Umsetzung des
Gotteswortes spricht.
Wir erleben einen Zeitabschnitt tiefer Umwälzungen in der Welt der
Kommunikation. Die Experten sprechen oft von einer Revolution, um
die außergewöhnlichen Entwicklungen der Kommunikationstechnologien,
deren Zeugen wir in den letzten 20 Jahren waren, zu zeigen. Es wäre
jedoch ein Fehler, diese Veränderungen lediglich als technisch zu
begreifen, denn diese haben auch die Kultur der Kommunikation
verändert. Sie haben die Art und Weise der Leute zu kommunizieren
verändert, die Art zusammen zu kommen und Gemeinschaften zu bilden,
die Art, die Welt kennen zu lernen, die Art, sich politisch und
kommerziell zu organisieren.
Als Gemeinschaft von Gläubigen und bemüht, allen Völkern die Frohe
Botschaft des Evangeliums Christi zu verkünden, steht die Kirche vor
der Herausforderung nachzudenken, auf welche Weise sie es erreichen
kann, ihre Botschaft im Kontext der neuen aufkommenden Kultur
der Kommunikation zu vermitteln. Gewöhnlicherweise haben wir die
neuen Mittel und Technologien der Kommunikation angesehen als
Instrumente, um das Wort zu verbreiten - Evangelii Nuntiandi hat die
neuen Mittel als eine “moderne und wirksame Version der Kanzel”
definiert. Die Herausforderung von heute ist es zu verstehen, dass
die neuen Mittel nicht nur Instrumente der Kommunikation sind,
sondern sie dabei sind, die Kultur der Kommunikation selbst zutiefst
zu beeinflussen.
Die digitale Kommunikation hat die Modelle der Verwendung und des
Konsums der Medien verändert. Während wir in der Vergangenheit die
Tendenz hatten, Leser, die Hörer oder die Betrachter der Medien als
passive Zuschauer eines zentral produzierten Inhalts zu betrachten,
ist es klar, dass wir heute ein stärker selektives und interaktives
Publikum eines großen Angebots von Medien berücksichtigen müssen.
Die Logik der Kommunikation ist radikal verändert - der Fokusierung
auf die Medien ist abgelöst worden von einer Konzentration auf das
Publikum, das immer mehr autonom und selbstbewusst hinsichtlich
seines Konsums der Medien ist.
Wir sind immer und richtigerweise wachsam gewesen hinsichtlich des
Inhalts unserer Lehre; heute müssen wir aufmerksamer hinsichtlich
unseres Publikums oder verschiedener Arten von Publikum, an die wir
uns richten, sein, um ihre Sorgen und Fragen zu verstehen. Wir
benötigen ein besseres Verständnis und müssen die Kontexte und die
Umfelder, in denen sie das Wort Gottes antreffen werden, in Erwägung
ziehen. Die Entwicklung des Internets als interaktivem Mittel, wo
die Anwender sich als Subjekte und nicht nur als Konsumenten
einbringen wollen, lädt uns ein, expliziteren Dialogformen der Lehre
und der Präsentation zu entwickeln.
[00282-05.02] [IN214] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Fragkiskos PAPAMANÓLIS, O.F.M. Cap., Bischof von Syros,
Administrator von Milos (GRIECHENLAND)
Ich würde gerne einen Gedanken zu No. 54, wo von dem Wort Gottes als
ökumenischem Band gesprochen wird . Ich lebe in Griechenland, wo wir
Katholiken inmitten der großen Mehrheit unserer orthodoxen Brüder
eine Minderheit sind. Es ist folglich natürlich, dass ich dieses
Thema berühre.
Im Instrumentum laboris habe ich eine Antwort auf eine Frage
gesucht, die mir oft seitens unserer orthodoxen Brüder gestellt wird
oder die ich nicht selten in den Zeitungen lese. Sie sagen mir: “Ihr
Katholiken, wie könnt ihr die Strukturen rechtfertigen, mit denen
eure Kirche als Institution arbeitet, wenn ihr sie dem Wort Gottes
gegenüberstellt?”. Und, indem ich die Konversation weiter verfolge,
sehe ich, dass sie sich auf den diplomatischen Apparat mit allen
seinen Verästelungen, die sich daraus ergeben, von denen die Kirche
großen Gebrauch macht, beziehen.
Ich bin mir der Notwendigkeit der Institutionen und der Vorzüge, die
auch durch Diplomatie entstehen, bewusst. Es ist jedoch auch wahr,
dass sie immer wieder überprüft und verifiziert werden müssen im
Lichte des Wortes Gottes, weil das Ziel nicht die Mittel
rechtfertigt.
Wenn man die Geschichte studiert, treffen wir im Leben der Kirche
Notentscheidungen und strukturelle Verhaltensweisen, die
gerechtfertigt werden könnten aufgrund eines bestimmten Anlasses zu
einem gegebenen historischen Zeitpunkt, aber jene Entscheidungen,
die dann in der Geschichte der Kirche festgeschrieben worden sind,
werden sie, frage ich mich, fortfahren, den Fortgang des Lebens der
Kirche für Jahrhunderte und Jahrhunderte zu bestimmen? Vor allem,
wenn derartige Strukturen nicht im Lichte der theologischen
Grundzüge standhalten?
Für die katholische Kirche ist der ökumenische Einsatz der
dringlichste Einsatz im 3. Jahrtausend. Ein Einsatz, der sich nicht
auf den Austausch von Einladungen, von Besuchen und Geschenken oder
auch auf alle jene Gesten, die unseren Wunsch, eine Einheit zu
schaffen, beschränkt. Der Wunsch reicht nicht hin. Wir müssen bereit
sein, Gesetze und Strukturen zu opfern, um den gebenedeiten Tag
vorzubereiten, an dem wir als Christen vereint sind.
Der gebenedeite Tag der Einheit der Christen wird nicht “ein
bedingungsloses Zusammentreffen” mit unseren Brüdern sein, sondern
eine Fusion von zwei Goldstücken, um zu einer neuen Gesellschaft in
der Einheit zu kommen. Die Zeit des ökumenischen Wegs wird nur dann
authentisch sein, wenn er für die Kirchen ein Weg der Reinigung der
Strukturen ist. Auf diesem Weg ist das Wort Gottes das Instrument,
das die eine und die andere Kirche leitet, denn es ist das einzige
gemeinsame Element, auf dem wir uns treffen und vergleichen können
[00247-05.03] [IN195] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Felix TOPPO, S.I., Bischof von Jamshedpur (INDIEN)
Trotz aller bitteren geschichtlichen Trennungen der Kirche hat die
Ökumene seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil einen beachtlichen
Fortschritt in Richtung Einheit der Kirche gemacht.
Die Wirklichkeit der Trennung
Unsere Trennungen haben Wunden in den mystischen Leib Christi
geschlagen. Unsere Trennungen widersprechen dem Willen Christi und
seiner Lehre der Liebe, Demut, Vergebung. Diese Trennungen stellen
eine wirkliche Sünde und einen Skandal vor der Welt dar.
Auf die Einheit hinarbeiten
Trotz der Trennungen arbeiten wir für die Einheit und sehen ein
Zeichen der Hoffnung. Obwohl man sich nicht länger bekämpft, liegt
die Einheit der Christen immer noch in weiter Ferne.
Erwartungen gegenüber der Kirche
Die ersten Zeilen in der Einführung zum “Dekret über die Ökumene”
des Konzils hebt die “Förderung der Wiederherstellung der Einheit
unter allen Christen” als eine der Hauptsorgen des Konzils hervor
(vgl. UR 1; vgl. LG. 15;). Auch Papst Johannes Paul II. (Ut Unum
Sint, Nr. 61) und Papst Benedikt XVI. (IL 54) wiesen auf die
vorrangige Bedeutung einer wirklich sichtbaren Einheit aller Jünger
Jesu hin.
Die Notwendigkeit der Einheit
Wir bekennen unseren Glauben an Gott, die Taufe, die Botschaft, an
einen Glauben, eine Hoffnung, eine Liebe und ein Opfer, das uns zur
ungetrennten Einheit aufruft. Wir erinnern uns an das Gebet von
Jesus, der den Vater um Einheit bat (Joh. 17, 21).
Meine Vorschläge:
1. Die wahrhafte Ökumene ruft uns auf, eine spirituelle Haltung in
Liebe und Demut allen Christen gegenüber einzunehmen.
2. Alle Christen müssen ermutigt werden, zusammen die Lectio Divina
zu praktizieren.
3. Wir sollten uns vor der Verwässerung der Wahrheit und einer
falschen Ökumene hüten.
4. Wir sollten die spirituelle Dynamik der Einheit innerhalb und
unter Teilkirchen stärken.
5. Die Kirchen im Osten und Westen müssen sich auf einen gemeinsamen
Tag für die Feier des Osterfests einigen.
[00248-05.03] [IN196] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Joaquim FERREIRA LOPES, O.F.M. Cap., Bischof von Viana
(ANGOLA)
1. Die afrikanischen Kulturen, in denen wir die Frohe Botschaft
verkünden, sind alte Kulturen, die man in ihrer Tiefe gut kennen
muss. Zugleich haben sie auch eine sehr ausgeprägte symbolträchtige
Dimension, die man nicht nur respektieren, sondern auch richtig
einsetzen muss.
Unsere afrikanischen Kulturen können zu Recht als Kulturen des
Wortes bezeichnet werden und zwar sowohl in existentieller als auch
symbolischer Hinsicht. Denn einerseits hat das menschliche Wort als
solches einen außerordentlichen Wert; andererseits hat das Wort
Gottes einen außergewöhnlichen Wert. Das Wort Gottes übersteigt jede
Bedeutung, die dem Wort in jedwedem Kontext zugeschrieben wird.
Daher wird dem Wort Gottes, der Bibel, in unseren liturgischen
Versammlungen eine so große Verehrung entgegengebracht, dass man
mittlerweile immer mehr dazu übergeht, in der Eucharistiefeier eine
Art von Inthronisierungsritus einzuführen.
Für die Afrikaner ist das Wort Gottes lebendig, es ist Jemand, der
auf die vom Heiligen Geist im Namen des Herrn versammelte
Gemeinschaft zugeht. Mit einem ausgeprägten Sinn für Kreativität
braucht die Gemeinschaft andere Formen der Lesung auf der Ebene der
Riten, der Gesten und der Zeichen.
Wir müssen all das vertieft betrachten, was die Problematik der
Inkulturation angeht, um im derzeitigen Prozess der
Neuevangelisierung einige Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, wie
etwa die Vernachlässigung jener Aspekte, die zu einer
Evangelisierung geführt haben, die die Kultur nicht in der Tiefe
berührt hat und statt dessen auf oberflächlicher, peripherer Ebene
geblieben ist.
2. Wir müssen den Katechisten dankbar sein, jenen Männern und Frauen
mit unbezwingbarem Mut, die den Glauben empfangen haben und ihm treu
bleiben und denen es auf diese Weise gelingt, Jahrzehnte hindurch,
in denen der Krieg unser Land erschüttert hat, ihre eigenen
Gemeinschaften lebendig zu halten und dies oft unter Einsatz ihres
eigenen Lebens. In diesen Gemeinschaften hat es viele Heilige und
Märtyrer gegeben.
Wir können nun sehen, dass die Gläubigen die Bibel in Händen halten
und sie in ihren Häusern aufbewahren. Das Evangelium wird erneut den
Armen verkündet, auch wenn und viel unverrichtete Arbeit vor uns
liegt.
[00254-05.05] [IN201] [Originalsprache: Französisch]
-
P. Kieran O'REILLY, S.M.A., Generaloberer der Gesellschaft für
afrikanische Missionen
Charakteristisch ist für den hl. Paulus, dass er am Anfang seiner
Briefe Gott für die Mühsal und Arbeit derer dankt, an die er
schreibt. Im Brief an die Philipper heißt es:”Ich danke meinem Gott
jedesmal, wenn ich an euch denke, immer , wenn ich für euch alle
bete, tue ich es mit Freude und danke Gott dafür, dass ihr euch
gemeinsam für das Evangelium eingesetzt habt vom ersten Tag an bis
jetzt” (1, 3-5).
Ich wende mich jetzt an die, die sich für das “Wort einsetzen”, an
die “Partner im Evangelium”.
a) An die Katechisten, Ordensleute und Laien, Männer wie Frauen,
Bischöfe, Priester und Dekane und an eine dritte Gruppe, die ruhig
und fleißig arbeitet - die Bibelexegeten.
Es ist wichtig, dass diese Synode die Chance ergreift und den
grundsätzlichen Fortschritt, der in den vergangenen 50 Jahren
gemacht wurde, und die Rolle zur Kenntnis nimmt, die die eben
erwähnten Akteure dabei hatten.
Vier Herausforderungen:
1. Die Bibel im Gebet und zur authentischen Forschung in die Hand
nehmen.
Eine große Herausforderung, der wir uns annehmen müssen, ist es, die
Bibel im Gebet in die Hand zu nehmen und ernsthafte historische und
kritische Forschung zu betreiben. Die Aufgabe kann so beschrieben
werden: hier geht es zugleich um einen leidenschaftlichen Einsatz
für den Glauben und ein fehlerfreies Gelehrtentum.
2. Wie können sich die Priester, die Akteure der Evangelisierung,
mit den Heiligen Schriften vertrauter machen und sich bei ihnen
“wohler” fühlen? Es ist wesentlich, dass angemessene Fort- und
Weiterbildungsprogramme, besonders in der Heiligen Schrift,
eingerichtet werden.
3. Das Amt der “Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit” in der Kirche
sollte direkter vorgestellt werden. Die Kirche braucht auf allen
Kontinenten Männer und Frauen an vorderer Front in der
Evangelisierung, die den barmherzigen und liebenden Christus
bezeugen.
4. Man beginnt jetzt erst, den Aufruf, das Wort Gottes in die
landeseigene Kultur umzusetzen und zu Fleisch werden zu lassen, zu
hören. Während große Fortschritte in der Verbreitung des Wortes
gemacht wurden, liegt in der Arbeit der Inkulturation noch ein
weiter Weg vor uns.
[00256-05.04] [IN204] [Originalsprache: Englisch]
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S.Exz. Daniel CARO BORDA, Bischof von Soacha (KOLUMBIEN)
In den Evangelien begegnen wir der “Geschichte einer Seele”
Die Evangelien bauen auf den Worten und Taten Jesu auf, die durch
das Bekenntnis des apostolischen Glaubens und die verschiedenen
Traditionen der urchristlichen Gemeinschaften bereichert wurden.
Trotzdem haben wir Gelegenheit, in den Evangelien “der von Jesus
gelebten Spiritualität” und seinem spirituellen Weg zu begegnen.
Dieser spirituelle Weg heißt das “Reich Gottes”, ein Reich, das er
in sich zur Wirklichkeit machte und das den zwölf Jüngern und
anderen offenbart wurde. Das Reich, das in ihm ist, dem man in ihm
begegnet und das errichtet wird. Das Studium und eifrige Lesen des
Evangeliums führen uns zur Kenntnis der Seele Jesu und nicht nur
seiner Worte. Es ist eine Begegnung mit der Geschichte einer Seele,
die sich danach sehnt, ad intra das wahrhafte Reich zu errichten und
ad extra dieses zu teilen und bekannt zu machen. Das bedeutet, dass
man ihm von der Busstaufe bis zur Auferstehung und ruhmreichen
Himmelfahrt auf seinem spirituellen Weg nachfolgt.
Durch das Gotteswort Jesus von Nazaret zu begegnen, der uns
auffordert, mit ihm das Reich Gottes zu errichten und uns dabei
begleitet... Das ist der Kern der Jüngerschaft.
[00259-05.03] [IN207] [Originalsprache: Spanisch]
-
Kardinal Giovanni Battista RE, Präfekt der Kongregation für die
Bischöfe (VATIKANSTADT)
Ich beziehe mich auf Instrumentum Laboris, Nr. 48
1. Die Aufgabe des Bischofs ist es, Verkünder des Gottesworts und
wahrer Doktor zu sein, das bedeutet, die Autorität von Christus
erhalten zu haben. Er muss vom Gotteswort reden und es vermitteln;
er muss Meister sein, der das Gotteswort treu bewahrt und
verteidigt; er muss Zeuge sein, der das Wort Gottes auch in seinem
eigenen Leben verkündet (vgl Lumen gentium).
In Ausübung von munus docendi muss der Bischof die Gläubigen im
Gotteswort aus der Heiligen Schrift, in der Tradition, im Lehramt
und der Kirchenliturgie unterrichten und dafür sorgen, dass die
christliche Offenbarung ganzheitlich und treu wiedergegeben wird.
Gleichermassen muss das Gotteswort auch Bezugspunkt für munus
sanctificandi und munus regendi sein.
Ein Hirte muss vor allem die Verantwortung, das Gotteswort zu
verbreiten und von den Menschen lieben zu lassen, spüren: er muss
immer studieren und nachdenken, wie er am besten dieser Aufgabe
nachkommen kann.
Durch die genaue Befolgung des Gottesworts muss der Bischof als
Hirte seine Priester und Gläubigen anleiten, das Gotteswort zu
hören, zu lieben und zu verinnerlichen, damit sie es so gut kennen,
dass sie den tiefen Sinn verstehen und die Erlösung durch die
“Gehorsamkeit im Glauben” (Rom 1,5) erreichen.
Der Bischof muss sich auch dafür einsetzen, dass das Gotteswort die
Kultur beeinflusst und eine Wirkung auf sie ausübt, und muss
versuchen, das Neue, das sich am Horizont abzeichnet, mit dem
Gotteswort zu beleuchten.
2. Es ist überdies die Verantwortung des Bischofs, alles zu tun,
damit das Gotteswort lebendig, vollständig und fruchtbar bleibt. Er
hat die Pflicht, das Gotteswort gegen all das zu verteidigen, was
seine Reinheit und Vollständigkeit bedrohen kann. Er muss Mut
besitzen und mit Autorität und klar gegen alle willkürlichen
Auslegungen und Annahmen vorgehen.
Er muss außerdem den Menschen beibringen, dass die Heilige Schrift
nicht wie irgendein Buch gelesen werden darf, sondern als das, was
es wirklich ist, nämlich das Gotteswort, und sich in einen Dialog
mit Gott begeben und lernen, zu beten und den gehörten oder
gelesenen Text in der Meditation zu vertiefen.
3. Der Bischof muss - um seine Rolle gut wahrnehmen zu können - vor
allem sich selbst mit dem Gotteswort “nähren”. Jeder von uns
Bischöfen muss das Gotteswort in den Mittelpunkt des eigenen Lebens
stellen, damit es Wirklichkeit und wahres Fundament der eigenen
Glaubenserfahrung und seiner ganzen Arbeit in der Seelsorge wird.
Das Gotteswort muss unsere ganze Art zu sehen, zu denken und zu
handeln durchdringen, und uns im Leben unterstützen und trösten.
Während des Ritus unserer Bischofsweihe wurde in einem besonderen
Augenblick über unserem Haupt das Buch der Evangelien geöffnet.
Unser Amt wurde dem Gotteswort unterstellt mit der Aufgabe, es zu
verkündigen und zu predigen, in Treue danach zu leben und es in
seiner Reinheit zu verteidigen.
Das Bild des offenen Evangeliums über unserem Haupt erinnert an das
Dach eines Hauses. Das Gotteswort ist für uns Bischöfe das Haus, das
wir jeden Morgen verlassen, um zu der uns anvertrauten Schar zu
gehen, und es ist das Haus, in das wir jeden Abend zurückkehren. Das
Gotteswort ist auch das sichere Dach, unter das wir uns aus den
Stürmen des Lebens flüchten, es ist der intime Ort, an dem
Bindungen, Erinnerungen und Zuneigungen wie auch Ängste und Sorgen
als Hirten zu finden sind, es ist der Ort, wo wir unsere Seele und
Energien in Christus wiederherstellen lassen und die bestehenden
Probleme und Herausforderungen annehmen können.
[00278-05.04] [IN213] [Originalsprache: Italienisch]
-
B. D.nus Baselios Cleemis THOTTUNKAL, Großerzbischof von Trivandrum
der Syro-Malankaren, Präsident der Synode der Syro-malankarischen
Kirche (INDIEN)
Die kirchliche Identität der syrisch-malankarischen katholischen
großerzbischöflichen Kirche, die ich hier vertrete, muss unter drei
wichtigen Gesichtspunkten gesehen werden. Die Apostolische
Malankarische Kirche hat das antike westsyrische liturgische Erbe
erhalten, ist tief im indischen spirituellen Boden verwurzelt und
wird bereichert von der vollen Gemeinschaft und Universalität der
katholischen Kirche. Das ist unser Segen und unsere Berufung.
Eine der Haupterfordernisse der malankarischen katholischen Kirche
ist das ökumenische Gebot. Wie das Gebet Jesu (Joh 17,8) so
inspiriert uns auch der Heilige Vater Benedikt XVI., wenn er sagt,
dass “Einheit im Glauben in erster Linie erreicht wird durch die
Antwort des Hörens auf das Wort Gottes”.
Die malankarische Kirche schätzt sich glücklich über eine
liturgische Tradition zu verfügen, die tief im Wort Gottes
verwurzelt ist, und sie lädt alle ein, ihr Leben mit dem Wort Gottes
in Einklang zu bringen. Unsere heiligen liturgischen Traditionen
werden vom Wort Gottes beseelt.
Schon zu Beginn der Vereinigungsbewegung betonte die malankarische
katholische Kirche insbesondere die “missio ad gentes”.
Unsere missionarischen Erfordernisse stehen im religiös und
kulturell pluralistischen Indien vor neuen Herausforderungen.
Fundamentalismus, der die religiöse Freiheit unterstreicht etc. sind
einige von ihnen. Die sozialen und ökonomischen von der Regierung
gewährten Vorteile werden den Dalit und unterentwickelten
Gemeinschaften verweigert, sobald sie Christen werden. Die
kürzlichen gewaltsamen Angriffe auf Christen sind ein starkes
Zeichen, das die Menschen guten Willens überall wahrnehmen müssen.
Wir sind dem Heiligen Stuhl dankbar für seine bei solchen Anlässen
gezeigte rasche und offene Solidarität.
[00284-05.04] [IN215] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Joseph Albert SERRANO ANTÓN, I.E.M.E., Bischof von Hwange
(ZIMBABWE)
Die Mehrheit der Bevölkerung Simbabwes ist nichtchristlich. Zehn
Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, während weitere 30 Prozent
anderen christlichen Kirchen angehören, vor allem pentekostalen
Gruppen, sowie synkretistischen und afrikanischen unabhängigen
Kirchen. Annähernd 60 Prozent der Bevölkerung folgen der
traditionellen Religion.
Unter den Katholiken praktizieren nicht alle regelmäßig ihren
Glauben, die Zahl der katholischen Familien ist immer noch gering.
Häufig gehören die Mitglieder einer Familie verschiedenen Kirchen an
und praktizieren dort ihren Glauben. Außerdem stellen wir einen
Exodus von Katholiken fest, die sich aus unterschiedlichen Gründen,
wie Krankheit, Mischehe, Freunde, emotionale Bedürfnisse, religiöser
Unzufriedenheit, finanziellen Problemen, etc. zeitweise oder für
immer anderen Kirchen oder religiösen Gruppen anschließen. Die
gegenwärtige instabile sozio-politische und ökonomische Situation
beeinträchtigt das Leben der Kirche und bereitet den Weg für
Egoismus und sogar Hass und Gewalt unter den Mitgliedern derselben
Pfarrei auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu gegensätzlichen politischen
Parteien.
In diesem schwierigen Kontext klingt das Gebot des Herrn “Geht in
alle Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen” für uns
wie eine Herausforderung. Was sollen wir tun? Was will der Herr von
uns? Wie sollen wir in der gegenwärtigen Situation sein Wort in
maßgeblicher Weise darstellen?
Ich möchte einfach einige Punkte aufzählen, die wir als wesentlich
für unsere Verkündigung des Wortes betrachten.
1. Die Notwendigkeit einer soliden biblischen Bildung auf allen
Ebenen. Wir unterstreichen die Notwendigkeit, die Laien auszubilden.
2. Der Gebrauch der Medien und der modernen elektronischen
Technologien als Mittel sowohl zur Aneignung des Wortes Gottes und
zu seiner Verkündigung. Wir sollten die traditionellen
Kommunikationswege, die immer noch wirksam und gültig sind, wie zum
Beispiel Musik, Theater und Tanz, nicht vergessen und sie mehr
nutzen.
3. Die Wichtigkeit von kleinen christlichen Gemeinschaften als Orte,
wo das Wort Gottes verkündet, mit ihm gebetet und es gelebt wird; wo
ein ernsthafter Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und den Dienst
der Nächstenliebe Gestalt annimmt; wo gegenseitiges Verzeihen und
Versöhnung, die heute so notwendig sind, stattfinden können; wo das
Wort Gottes inkulturiert wird; wo die Kirche als Familie, als
Familie Gottes, erfahren wird, die unabhängig sich selbst verwaltet
und sich ausbreitet. Die Pfarrgemeinde wird auf diese Weise
dynamischer und auch als eine Gemeinschaft von Gemeinschaften oder
vergrößerte Familie erlebt.
4. Es werden Bibeln benötigt und auch einfache, aber solide
Ressourcen und Hilfsmittel in verschiedenen Sprachen, die unseren
Gläubigen helfen können auf ihrem Ausbildungsweg zu einer immer
tieferen persönlichen Begegnung mit Christus.
5. Wir brauchen Exerzitienhäuser, wo im Gebet und in der Stille eine
Begegnung mit dem Wort Gottes stattfinden kann.
6. Wir müssen auch die Katholische Bibelföderation stärker
unterstützen in ihrem Bemühen und ihrer Arbeit für die Umsetzung der
Konstitution Dei Verbum.
[00285-05.03] [IN216] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. John Olorunfemi ONAIYEKAN, Erzbischof von Abuja (NIGERIA)
Das Zweite Vatikanische Konzil erklärt in der Dogmatischen
Konstitution über die Kirche Lumen gentium unter Nr. 16: “Der
Heilswille umfasst aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen,
unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams
bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der
die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.”
Das Instrumentum Laboris zitiert unter Nr. 56 im Kapitel über den
interreligiösen Dialog eine ähnliche, aber ausführlichere Stelle aus
dem Zweiten Vatikanum, Nostrae aetate, Nr. 3. Ein Text, der die
Aufmerksamkeit insbesondere auf die Tatsache lenkt, dass die Moslems
auch Gott verehren, “der zu den Menschen gesprochen hat”. Die
Absicht meines Beitrags ist, an die Synodenversammlung zu
appellieren, den eben erwähnten ernsten Erklärungen des Zweiten
Vatikanums mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
2. Ich komme aus Nigeria, einem Land, wo die Beziehungen zwischen
Christen und Moslems eine ständige Herausforderung waren. Ich bin
mir daher bewusst, dass die Wirklichkeit vor Ort an vielen Stellen
in den letzten 40 Jahren die Frage aufwirft, ob die positive und
offene Haltung der Kirche nicht naiv ist. Gibt es in unseren
Bemühungen um gute Beziehungen Gegenseitigkeit? Was auch immer die
Antwort ist, der Dialog mit dem Islam ist notwendig, wie schwierig
auch immer er sein mag.
3. Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten. Es gibt positive
Zeichen der Zeit, die wir nicht übersehen sollten. Seit kurzem gibt
es in der muslimischen Welt eine wachsende Selbstkritik. Außerdem
sollten drei Ereignisse, die vor kurzem stattgefunden haben, unsere
Aufmerksamkeit verdienen: a) der Brief eines gemeinsamen Wortes von
über 140 Moslemführern an die christlichen Oberhäupter; b) der
Besuch des saudiarabischen Königs beim Papst und c) die bewusste
Aufforderung und Initiative der muslimischen Kreise zu einem Dialog
mit den Christen auf verschiedenen Ebenen. Die Kirche hat gut daran
getan, diese Gesten auf Weltebene willkommen zu heißen und zu
ermutigen. Ihre Auswirkung wird auf lokaler Ebene bereits spürbar.
4. Damit all dies über diplomatische Gesten hinausgeht, müssen wir,
glaube ich, unsere theologische Reflexion über den Islam als
Religion intensivieren, entsprechend den vom Zweiten Vatikanum
vorgegebenen Richtlinien. Insbesondere, und für das Thema unserer
Synode relevant, müssten wir das verfolgen, was Nostrae aetate mit
“Gott, der zu den Muslimen spricht” meint.
5. Eine bessere Welt zu schaffen ist Teil der kirchlichen Sendung.
Um dies zu tun, müssen wir anderen, mit denen wir dieselben Sorgen
teilen, die Hände reichen. Das ist sicherlich eine dringende
Herausforderung für die beiden größten Religionen unseres Planeten.
[00286-05.04] [IN217] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Louis-Marie Ling MANGKHANEKHOUN, Titularbischof von Acque
nuove di Proconsolare, Apostolischer Vikar von Paksé (LAOS)
Das Wort ist Fleisch geworden und hat vom Heilsplan Gottes zu den
Menschen gesprochen, aber die Menschen haben das Wort getötet, weil
es sie gestört hat. Denn er wusste wohl, dass die Menschen ihn nicht
lieben; er dagegen hat aus freiem Willen in Übereinstimmung mit dem
Willen seines Vaters beschlossen, auf diesen Tod zuzugehen. Wenn das
menschgewordene Wort, der Schöpfer und Retter der Welt, sich so
lange Zeit auf seine Sendung vorbereitet hat, bedeutet das, dass er
dieser Vorbereitung eine besondere Bedeutung zugemessen hat: 30
Jahre Vorbereitung für 3 Jahre der Verkündigung und 3 Tage der
Erlösung und eine Nacht im Grab vor der glorreichen Auferstehung.
Für den Apostel gilt, dass er selbst der Zeuge des Wortes Gottes
sein muss. Er ist Garant für die Wahrhaftigkeit dessen, was er sagt,
was er tut, durch sein Leben und Tun, durch sein Dasein als Mann des
Glaubens und des Einsatzes, durch sein Leben und seine Weihe, und,
warum nicht, durch sein Leben als Bischof. In einem Wort, er lebt
vom Wort Gottes in seinem Alltag als Bischof, das heißt, ein
sichtbarer, lebendiger und begreifbarer Zeuge des Wortes Gottes zu
sein, insofern er Hirte des Volkes ist, das ihm das Wort Gottes
anvertraut hat. Dieses Wort Gottes nimmt im Guten Hirten selbst
Gestalt an, in Fleisch und Blut, es ist der Gute Hirte, der sein
Leben für die Schafe hingibt.
Das Wort Gottes im Leben der Kirche heißt vor allen Dingen zuerst
selbst das Wort Gottes zu leben, in der Stille seines Privatlebens,
dem verborgenen, persönlichen und innerlichen Leben, so wie es das
fleischgewordene Wort 30 Jahre lang gelebt hat.
Das Wort Gottes in der Sendung der Kirche heißt, selbst sichtbarer
und greifbarer Zeuge der rettenden Liebe des Wortes Gottes zu sein.
Die heutige Welt ist müde geworden, zu hören und zu verstehen; aber
sie ist nicht müde geworden über den wahren Zeugen zu staunen, ihn
zu bewundern und sich zu wundern, über den echten Zeugen, der das
Wort Gottes in seinem persönlichen und privaten Leben als Hirte
lebt. Die Welt von heute hat sehr großen Hunger und Durst nach dem
von den Bischöfen und Priestern, mit einem Wort von den geweihten
Personen, authentisch gelebten Wort. Die heutige Welt hat Hunger und
Durst nach Hirten, die das vorleben, was sie predigen, und die das
predigen, was sie innerlich erleben.
[00288-05.03] [IN219] [Originalsprache: Französisch]
-
S.Exz. Jörg Michael PETERS, Titularbischof von Fordongianus,
Weihbischof von Trier (DEUTSCHLAND)
"Das Wort Gottes, Gnade der Gemeinschaft" (Nr. 54f. des Instr.Lab.).
über Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit in der Ökumene:
1. Es war ein großer gemeinsamer Schritt, als vor ca. 30 Jahren
unter anderem vom “Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland"
(EKD) und von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) die so genannte
"Einheitsübersetzung" erscheinen konnte, das heißt eine gemeinsam
herausgegebene Übersetzung der Heiligen Schrift. Diese hat dann bald
Eingang in die liturgischen Bücher im gesamten deutschen Sprachraum
gefunden. Auf der Grundlage dieser gemeinsamen Übersetzung gab und
gibt es vielerorts gemeindeübergreifende Bibelgesprächskreise im
ökumenischen Geist.
Mit Bedauern haben die Bischöfe zur Kenntnis nehmen müssen, dass es
bei einer notwendig gewordenen teilweisen Revision dieser
Übersetzung nicht mehr zu einer gemeinsamen Aktion mit der EKD
gekommen ist. Wenn wir als Christen wesentlich in zweifacher Weise
geeint sind: durch die Taufe und das Wort Gottes, ist dieser Schritt
mehr als nur zu bedauern; gerade weil es darum gehen muss, vor der
Welt, die gleichgültig oder schwerhörig geworden ist, Zeugnis zu
geben für das Wort.
2. Über einen Neuanfang im christlich-jüdischen Dialog (Nr. 55
Instr.Lab.)
Wir haben bereits davon gehört, dass die jüdische
Auslegungstradition zur Bibel auch für das christliche
Bibelverständnis sehr hilfreich ist. Sehr dankbar sind wir, dass es
seit drei Jahren einen hoffnungsvollen Neubeginn des Dialogs
zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und den
in unserem Land wirkenden Rabbinern gibt. Das mag helfen, die tiefe
Wunde der im Nationalsozialismus fast völlig zerschlagenen jüdischen
Gemeinden und vormals sehr lebendigen jüdischen Traditionen
wenigstens teilweise zu schließen. Abschließend eine praktische
Erwägung mit Blick auf die Auswahl gerade der alttestamentlichen
Lesungen nach dem Ordo Lectionum Missae. Auch wenn ich mir bewusst
bin, dass innerhalb dieser Synode die aufgeworfene grundlegende
Problemstellung nicht beantwortet werden kann, kommt der Frage nach
Auswahl und Anordnung der alttestamentlichen Perikopen doch eine
wichtige Rolle zu.
[00292-05.02] [IN220] [Originalsprache: Deutsch]
-
S.Exz. Giuseppe FRANZELLI, M.C.C.I., Bischof von Lira (UGANDA)
“Was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern!” (Mt
10,27). In vielen unserer Diözesen unterhält die Kirche
Diözesanzeitungen. Manche haben eine eigene Website. Oft gibt es
auch ein diözesanes Radio.
Die Frage ist, wie nutzen wir unsere Radios, oder die Radiosender,
in denen wir sprechen können, um das Wort Gottes zu verbreiten?
Ich möchte einen zweifachen Aufruf und Vorschlag machen:
1. Die Synode sollte die Diözesen, besonders die in derselben Region
liegenden und dieselbe Sprache gebrauchenden Diözesen, ermutigen,
Informationen auszutauschen und anderen die verschiedenen
Radioprogramme und Sendungen über das Wort Gottes, die sich als
erfolgreich erwiesen haben, zugänglich zu machen. Nach und nach
werden wir so eine reichhaltig mediale Bibliothek aufbauen, eine
Datenbank, einen gemeinsamen Pool, aus dem jede Diözese frei
schöpfen, übernehmen und gebrauchen kann, was für die verschiedenen
Kategorien ihrer Hörer - Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien
etc. - am geeignetsten ist, um sie in die Bibel einzuführen, in die
Lectio divina, die Betrachtungen zu den liturgischen Lesungen...
2. Die Katholische Bibelföderation sollte mit dem Päpstlichen Rat
für die sozialen Kommunikationsmittel zusammenarbeiten, um diese
Initiativen durch Fachkenntnis, Schulung sowie moralisch und
finanziell zu fördern und zu unterstützen und dies möglich zu
machen.
[00293-05.03] [IN221] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Pierre-André DUMAS, Bischof von Anse-à-Veau et Miragoâne
(HAITI)
1. Schon in seiner Ansprache beim Kongress zum Dei Verbum sagte
Papst Benedikt XVI.: “Die Kirche muss sich ständig erneuern und ihre
Jugend durch das Wort Gottes finden, das niemals altert und sich
nicht erschöpft”.
2. In seiner relatio zur Einführung bestätigt der Generalsekretär.
“Die gegenwärtige Synode muss dazu beitragen, das Wort Gottes als
Quelle der Erneuerung und Frische für eine Kirche, die immerfort
dynamisch und jung bleibt, zu entdecken.” (Rel. Kap. V).
3. Wenn also die Kirche das Wort bewohnt, wird der ständige Dialog
der passende Weg oder mehr das unumgängliche Verhalten sein.
4. Der dringende Ruf zum Gespräch, der zu jeder Zeit Seine Ohren
erreicht (Mk 1, 15): “Also kehrt um und tut Buße (Ap 3, 19) nimmt
seinen Anfang im Wort und muss sich mit dem Wort festigen wie eine
verschmelzende und transversale Realität die den hermeneutischen
Horizont des Glaubens an seine Berufung fixiert.
5. Folglich ist das Wort, bevor es zu einem Depot wird, das zu
bewahren, zu lehren, zu beten, zu erklären und zu kommunizieren ist,
vorrangig und hauptsächlich ein erneuerndes und reinigendes Prinzip:
“Vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft
hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu
verleihen” (Ap 20, 30-32).
6. Somit muss eine Synode zum Wort den zu dichten Schleier der alten
Schemata, der Paradigmen, der überholten Aussichten, unserer
tabuisierenden Vorstellungen von einem gewissen ermüdenden und
erschwerenden Stil eines gewissen pastoralen Ansatzes und der
Planung alten Systems, das bedauerlicherweise dazu neigt, das Wort
fest zu legen, lüften.
7. Gleichzeitig erhoffe ich mir, dass dieses Programm des Gesprächs
die Quintessenz seiner Sendung wird und hilft sein Vorhaben als
Prozess der Reife und dieses selbigen Gesprächs neu zu definieren.
8. Wenn dann die Pfarrer selbst die ersten sein könnten, die den Weg
des Gesprächs mit Gott und seinem Wort der Liebe einschlagen, dann
würde die Kirche in ein neues Pfingsten des Geistes eintreten, um
immer mehr zu dem zu werden, was tief in ihr wohnt: Keim der
Einheit, Gärstoff der Kommunion, Same der Hoffnung, Ausstrahlung,
Ausstrahlung von Liebe und Aufgehen der Neuigkeit Gottes in der
Geschichte.
[00294-05.06] [IN222] [Originalsprache: Italienisch]
AUDITIO AUDITORUM
(III)
Schließlich haben folgende Hörer und Hörerinnen das Wort ergriffen:
-
Dr. Hanna-Barbara GERL-FALKOVITZ, Professorin für
Religionsphilosophie und der vergleichende Religionwissenschaft an
der Technischen Universität Dresden (DEUTSCHLAND)
-
P. Ari Luis DO VALE RIBEIRO, Professor für Theologie am
Diözesanseminar von Santo Amaro (BRASILIEN)
-
Herr Ricardo GRZONA, Präsident der "Fundación Ramón Pané di
Honduras"; katholischer Konsultor der Vereinigten
Bibelgesellschaften Amerikas (USA)
Hier im Folgenden die Zusammenfassungen der Beiträge der Hörer und
Hörerinnen:
-
Dr. Hanna-Barbara GERL-FALKOVITZ, Professorin für
Religionsphilosophie und der vergleichende Religionwissenschaft an
der Technischen Universität Dresden (DEUTSCHLAND)
1. Bei einer Reihe wichtiger europäischer Vordenker setzt eine
zweite Aufklärung ein:
Vernunft selbst ist trügerisch, wenn sie nicht an eine Orientierung
angebunden wird. Biblische Verheißungen wie Auferstehung, Vergebung,
Passion Gottes, performative Sprache der Sakramente (Wandlung von
Brot und Wein), Leben als Anteil am Urleben und Fleischwerdung sind
heute zurück im Gespräch der Intellektuellen. Es wäre von Vorteil,
wenn die Kirche diese neue “Großwetterlage” einer neuen Aufklärung
zugunsten des Gespräches von Vernunft und Glaube zuversichtlich
nutzen würde. Wir gehen, auch im “alten Europa”, in eine neue
postideologische Dynamik. Philosophie könnte, synergetisch auch die
theologischen “Segel” der Kirche wieder füllen.
2. Praktische Umsetzung: An der Universität könnte man einen
"Gebetskreis für Atheisten" gründen. Die einfache gemeinsame Lesung
des Evangeliums genügt (für den Anfang), um das Nie-Gehörte spannend
zu machen. Das Wort selbst überzeugt, nicht unsere Worte: “Das Wort
zerreißt die Worte” (Origenes). Was heute von wenigen gedacht wird,
kann morgen viele erreichen. Gehen wir mit dem Wort auch in die
Universitäten. “Dominus illuminatio nostra” steht am Eingang zur
Universität Oxford: Der Herr ist unsere Aufklärung. Die falsche
Alternative Säkularismus oder Glaube muss aufgebrochen werden. Nach
den Enttäuschungen der großen Ideologien ist die Zeit wieder offen
für Kriterien der Wahrheit.
[00269-05.02] [UD027] [Originalsprache: Deutsch]
-
P. Ari Luis DO VALE RIBEIRO, Professor für Theologie am
Diözesanseminar von Santo Amaro (BRASILIEN)
Die Erforschung des “historischen Jesus”, die immer den “Christus
des Glaubens” erklärt, ist sinnvoll, den in dem Maße, in dem man aus
dem historischen Kern der kanonischen Evangelien schöpft, bezeugt
man deren Historizität. Eine solche Annäherung ist eine der gültigen
Synthesen des so genannten “New Quest”, einer exegetischen und
christologischen Schule, die nach dem Zweiten Weltkrieg die von
Bultmann verursachte Spaltung zwischen dem “historischen Jesus” und
dem “Christus des Glaubens” überwand.
Diese für den christlichen Glauben schädliche Aufspaltung scheint
von einigen in der Nachfolge des so genannten “Third Quest”am Beginn
des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts unternommenen exegetischen
Studien wieder aufgegriffen zu werden. Es handelt sich um eine
Schule mit berechtigten Zielen, die sich vornimmt, eine historische
Lesart Jesu vorzunehmen, ausgehend vom palästinensischen Kontext.
Inzwischen hat man den Eindruck, dass gewisse exegetische Studien
dieser Schule apokryphe Texte mit den kanonischen Texten der
Heiligen Schrift gleichsetzen und nicht die Tatsache
berücksichtigen, dass sie für die Exegese nur sekundäre Quellen
sind. Aber vor allem berücksichtigen sie unter dem Vorwand der
Historizität nicht die Ideologie derer, die diese Texte verfasst
haben, seien es nun Gnostiker oder nicht. Es scheint eine Rückkehr
zu den Vorurteilen der liberalen Schule des 18.und 19. Jahrhunderts
zu geben mit Resultaten, die den heutigen sehr ähnlich sind,
einschließlich der Verneinung der Gottheit Christi.
Die Gleichstellung von kanonischen und apokryphen Texten scheint die
theologische Dimension des Schriftkanons nicht zu beachten wie auch
seine Analogie mit der Menschwerdung des göttlichen Wortes, eine
Tatsache, die schwerwiegende Konsequenzen für den christlichen
Glauben mit sich bringt.
Die apokryphen Texte können gültige Elemente zu einer Kenntnis der
Geschichte und der zeitgenössischen Literatur der frühen Kirche
beitragen, sind jedoch zweitrangige Quellen, denn sie sind nuanciert
durch die theologischen Orientierungen und durch die Ideologien der
Gruppen, die sie bearbeitet haben, wodurch der Glaube an Jesus
Christus, Gott völlig und der Mensch völlig kompromittiert werden.
Deswegen kann der Gebrauch der Apokryphen bei der Exegese der
biblischen Texte ohne die angemessene Kritik den Glauben an Jesus,
Gott und den Menschen völlig und den Glauben an die Schriften als
Wort Gottes kompromittieren. Man schlägt vor, dass die Päpstliche
Bibelkommission zusammen mit der Internationalen Theologischen
Kommission ein Dokument erarbeiten möge, welches den Gebrauch der
Apokryphen bei der Exegese der biblischen Texte, ohne den
inspirierten Charakter der biblischen Texte und vor allem ohne die
erlösende Botschaft, die darin enthalten ist, zu kompromittieren,
regelt. Man schlägt weiterhin die Wiederaufnahme der Ausbildung der
Päpstlichen Bibelkommission Biblica Sancta Ecclesia von 1964 (EB
644-659) vor, die eine glückliche Lösung der historischen Frage der
Evangelien bietet, die von der Konstitution Dei Verbum angenommen
wurde (No. 19).
[00270-05.03] [UD028] [Originalsprache: Italienisch]
-
Herr Ricardo GRZONA, Präsident der "Fundación Ramón Pané di
Honduras"; katholischer Konsultor der Vereinigten
Bibelgesellschaften Amerikas (USA)
Anhand der Betrachtung der Katechese ist zu verstehen, dass in dem
Abschnitt über die Bibel das “Was” sehr deutlich ist.
Die Katechisten erwarten, dass diese Synode konkrete Wege anbietet
für das “Wie”der Ausführung dieser Aufgabe. Wir werden nach
konkreten Richtlinien verlangen, vor allem an die Mehrheit jener
Personen denkend, die eingetaucht in die mediale Kultur leben und
die immer weniger lesen, und bedenkend, dass wir die vielen
Initiativen im Bereich der neuen Kommunikationsmittel unterstützen.
Uns ist aufgefallen, dass in der Katechese mehr gelehrt wird, wie zu
beten ist(Rezitieren von Gebeten) als wahres Gebet in Antwort auf
Gott, der sich mit seinem Wort hauptsächlich selbst mitteilt.
Es muss noch ein langer Weg im Hinblick auf das Thema des Gebets
gegangen werden, und es ist notwendig, dass alle unsere Strukturen,
beginnend mit der Katechese, wirkliche Schulen des Gebets werden.
Ich beziehe mich auf die Nr. 38 des Instrumentum Laboris zur Lectio
Divina: in Lateinamerika haben wir ausgiebige Erfahrungen damit
gemacht, dass Jugendliche, die unfähig sind, ein Buch zu lesen,
beeindruckt sind, wenn ihnen die Methode der Lectio Divina
vorgeführt wird. Dieses kann kein zusätzliches Angebot, isoliert vom
Rest des kirchlichen Lebens, sein, sondern im Gegenteil, ein
Angebot, um alle Formen und Strukturen unserer Kirche zu leiten,
weil letztere uns zu einem konsequenten und konkreten Leben, welches
Jesus und seinem Evangelium folgt, führt.
Allerdings besteht das Risiko, nicht zu einem vertieften Lesen im
Sinne der Tradition der Kirche zu gelangen, und die persönlichen
Auslegungen können zahlreich sein und es besteht das Risiko, aus der
Tradition zu fallen. Aus diesem Grund empfehlen wir, den
Synodenvätern die Abhaltung eines internationalen Kongresses über
die Lectio Divina vorzuschlagen, der, geleitet von dem Lehramt, zu
einem immer größer werdenden Verständnis dieser Praxis, der betenden
Lesung der Heiligen Schrift, führt. Abschließend zitiere ich die Nr.
38 des Instrumentum Laboris, das am Ende bestätigt: “Diese Welt
erfordert kontemplative, aufmerksame, kritische, mutige
Persönlichkeiten. Sie erfordert von Mal zu Mal neue und vorher nicht
getroffene Entscheidungen.” Wir bitten Gott, dies alles
verwirklichen zu können.
[00265-05.05] [UD023] [Originalsprache: Spanisch]
MITTEILUNGEN
- VERLAUTBARUNG
- FERNSEH-LIVEÜBERTRAGUNG
- PRESSEKONFERENZEN
- BRIEFINGS DER SPRACHGRUPPEN
- POOLS FÜR DIE SYNODENAULA-
TELEFONMITTEILUNGEN
-
ÖFFNUNGSZEITEN DES PRESSEAMTES DES HEILIGEN STUHLS
VERLAUTBARUNG
Die Verlautbarungen Nr. 24 zur Arbeit der Siebzehnten
Generalkongregation der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode am heutigen Nachmittag wird den akkreditierten
Journalisten bei Abschluss der Generalkongregation zu Verfügung
stehen.
Die Verlautbarungen werden den originalen, vollständigen Text der
Relatio post disceptationem in lateinischer Sprache enthalten. In
den verschiedenen Sprachausgaben der Verlautbarungen wird eine
zusammenfassende Darstellung in italienischer, englischer,
französischer, spanischer und deutscher Sprache veröffentlicht. Des
weiteren wird in der französischen Ausgabe der Verlautbarungen die
Übersetzung des vollständigen lateinischen Textes veröffentlicht.
FERNSEH-LIVEÜBERTRAGUNG
Der Teil der Siebzehnten Generalkongregation am heutigen Nachmittag,
in dem die Relatio post disceptationem vorgestellt wird, wird direkt
auf die Monitore im Telekomunikationsraum im Pressesaal und in die
Aula Johannes Paul II. des Presseamtes des Heiligen Stuhls
übertragen.
Der vollständigen Text der Relatio post disceptationem, in
lateinischer Sprache gehalten, wird unter EMBARGO den akkreditierten
Journalisten zu Beginn der Übertragung in französischer Übersetzung
und einer zusammenfassenden Darstellung in italienischer,
englischer, französischer, spanischer und deutscher Sprache zur
Verfügung gestellt.
PRESSEKONFERENZEN
Aus Anlass der Zweiten Pressekonferenz am 16. Oktober 2008, um 12.45
Uhr, sprechen zur Arbeit der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode:
- Kardinal William Joseph LEVADA, Präfekt der Kongregation für die
Glaubenslehre (VATIKANSTADT), Delegierter Präsident der XII.
Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode
- Kardinal George PELL, Erzbischof von Sydney (AUSTRALIEN),
Delegierter Präsident der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode
- Kardinal Odilo Pedro SCHERER, Erzbischof von São Paulo
(BRASILIEN), Delegierter Präsident der XII. Ordentlichen
Vollversammlung der Bischofssynode
- Kardinal Peter Kodwo Appiah TURKSON, Erzbischof von Cape Coast,
Präsident der Vereinigung der Episkopalkonferenzen von
Westafrika(A.C.E.A.O.) (GHANA), Präsident der Kommission für
Information der XII. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode
- S.Exz. Diarmuid MARTIN, Erzbischof von Dublin (IRLAND) Mitglied
der Kommission für Information der XII. Ordentlichen Vollversammlung
der Bischofssynode
- S.Exz. Luis Antonio G. TAGLE, Bischof von Imus (PHILIPPINEN),
Mitglied der Kommission für Information der XII. Ordentlichen
Vollversammlung der Bischofssynode
Aus Anlass der Dritten Pressekonferenz zur Arbeit der XII.
Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode am 24. Oktober 2008,
um 12.45 Uhr, sprechen:
- S.Exz. Gianfranco RAVASI, Titularerzbischof von Villamagna di
Proconsolare, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur
(VATIKANSTADT), Präsident der Kommission für die Vorbereitung der
Abschlussbotschaft der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode
- S.Exz. Santiago Jaime SILVA RETAMALES, Titularbischof von Bela,
Weihbischof von Valparaíso (CHILE), Vizepräsident der Kommission für
die Information der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode
Aus Anlass der Vierten Pressekonferenz zur Arbeit der XII.
Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode am 25. Oktober 2008,
um 12.45 Uhr, sprechen:
- Kardinal Marc OUELLET, P.S.S., Erzbischof von Québec
(Kanada),Generalrelator der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode
- S. Exz. Laurent MONSENGWO PASINYA, Erzbischof von Kinshasa,
Präsident der Bischofskonferenz (DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO),
Sondersekretär der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode
- S. Exz. Filippo SANTORO, Bischof von Petrópolis (BRASILIEN),
Mitglied der Kommission für Information der XII. Ordentlichen
Vollversammlung der Bischofssynode
BRIEFINGS DER SPRACHGRUPPEN
Es wird folgende Änderung der im Bollettino Nr. 2 erwähnten
Briefingstellen mitgeteilt: die französische Sprachgruppe trifft
sich nicht mehr im Radio Vatikan, sondern im Presseamt des Heiligen
Stuhls, in einem von Mal zu Mal bekanntzugebenden Raum.
Das neunte Briefing der Sprachgruppen wird morgen, Freitag, 17.
Oktober 2008 um ca. 13.10 Uhr, stattfinden.
Es wird daran erinnert, dass das Personal des Fernsehens
(Kameramänner und Techniker) und die Fotografen gebeten werden, sich
für die Akkreditierung an den Päpstlichen Rat für die sozialen
Kommunikationsmittel zu wenden (stark beschränkt).
Am Dienstag, 21. Oktober 2008, werden die Pressevertreter zum
Briefing von den folgenden Synodenvätern begleitet:
Italienische Sprachgruppe:
- Kardinal Angelo BAGNASCO, Erzbischof von Genua, Präsident der
Bischofskonferenz (ITALIEN)
Englische Sprachgruppe:
- S. Exz. Terrence Thomas PRENDERGAST, S.I., Erzbischof von Ottawa
(KANADA), Mitglied der Kommission für Information der XII.
Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode
Französische Sprachgruppe:
- S. Exz. Joseph AKÉ, Bischof von Yamoussoukro (ELFENBEINKÜSTE),
Mitglied der Kommission für Information der XII. Ordentlichen
Vollversammlung der Bischofssynode
Spanische Sprachgruppe:
- Kardinal Oscar Andrés RODRÍGUEZ MARADIAGA, S.D.B., Erzbischof von
Tegucigalpa, Präsident der Bischofskonferenz (HONDURAS)
Deutsche Sprachgruppe:
- S. Exz. Kurt KOCH, Bischof von Basel (SCHWEIZ)
POOLS FÜR DIE SYNODENAULA
Der siebte “Pool” für die Synodenaula wird für das Eröffnungsgebet
der Achtzehnten Generalkongregation am Freitagmorgen, 17. Oktober
2008, gebildet.
Im Informations- und Akkreditierungsbüro des Presseamtes des
Heiligen Stuhls (in der Eingangshalle rechts) stehen den
Korrespondenten Listen zur Eintragung in die “Pools” bereit.
Es wird daran erinnert, dass das akkreditierte Fernsehpersonal
(Kameramänner und Techniker) und die Fotografen gebeten werden, sich
an den Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel zu
wenden, um an den “Pools” für die Synodenaula teilnehmen zu können.
Die Teilnehmer der “Pools” werden gebeten, sich um 08.30 Uhr im
Pressesektor, der sich vor dem Eingang der Aula Paul VI. befindet,
einzufinden. Von dort aus werden sie dann in die Synodenaula
gerufen. Die Korrespondenten werden von einem Assistenten des
Presseamtes des Heiligen Stuhls oder von einem Assistenten des
Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel begleitet.
TELEFONMITTEILUNGEN
Während der Bischofssynode wird eine Telefonmitteilung eingerichtet
werden:
- +39-06-698.19 enthält die normalen Verlautbarungen des Presseamtes
des Heiligen Stuhls;
- +39-06-698.84051 enthält die Verlautbarungen der Bischofssynode,
Morgenausgabe;
- +39-06-698.84877 enthält die Verlautbarungen der Bischofssynode,
Abendausgabe.
ÖFFNUNGSZEITEN DES PRESSEAMTES DES HEILIGEN STUHLS
Das Presseamt des Heiligen Stuhls wird während der Dauer der XII.
Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode wie folgt
geöffnet sein:
- Mittwoch 15. Oktober: 09.00 - 20.00 Uhr
- Donnerstag 16. Oktober und Freitag 17. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Samstag 18. Oktober: 09.00 - 19.00 Uhr
- Sonntag 19. Oktober: 10.00 - 13.00 Uhr
- Von Montag 20. Oktober bis Samstag 25. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Sonntag 26. Oktober: 09.00 - 13.00 Uhr
Das Personal des Büros für Information und Akkreditierung wird wie
folgt zur Verfügung stehen (am Eingang rechts):
- Montag-Freitag: 09.00-15.00 Uhr
- Samstag: 09.00-14.00 Uhr
Eventuelle Änderungen werden so bald wie möglich am schwarzen Brett
des Journalistenraums im Presseamt des Heiligen Stuhls, in den
Verlautbarungen des Informationsausschusses der XII. Ordentlichen
Generalversammlung der Bischofssynode und im Bereich
Serviceinformationen auf der Internetseite des Heiligen Stuhls
bekanntgegeben.
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