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31 - 24.10.2008
INHALT
ZWANZIGSTE GENERALKONGREGATION (DIENSTAG,.21. OKTOBER 2008 -
VORMITTAG)
ZWANZIGSTE GENERALKONGREGATION DIENSTAG, 21. OKTOBER
2008 - VORMITTAG)
-VORSTELLUNG
DER EINZIGEN LISTE DER VORSCHLÄGE
- ABSTIMMUNG IN DEN RÄTEN
(II)
- ANHÖRUNG IM AUDITORIUM (V)
Um 09.00 Uhr hat am heutigen Dienstag,, 21. Oktober 2008, in
Gegenwart des Heiligen Vaters mit dem Gesang der Dritten Stunde die
Zwanzigste Generalkongregation für die Präsentation des Elenchus
Unicus Propositionum begonnen.
Der turnusgemäße delegierte Präsident ist S. Em. R. Card. Odilo
Pedro Scherer, Erzbischof von San Paulo (Brasilien).
Bei der Eröffnung dieser Generalkongregation hat der Generalsekretär
der Bischofskonferenz, Mons. Nicola ETEROVIĆ, Titularerzbischof von
Sisak dem Heiligen Vater, Benedikt XVI.gedankt,der bei dem Besuch
des Heiligtums der Jungfrau von Pompei (Italien) am Sonntag, den 19.
Oktober 2008für die Arbeiten der XII. Generalversammlung der
Bischofssynode gebetet hat.
Vor der Pause hat der Generalsekretär der Bischofssynode dem
Heiligen Vater ein Exemplar des dritten Bandes des Enchiridions der
Bischofssynode geschenkt.
Während der Pause um 10.30 hat der Heilige Vater die Mitglieder
Circuli Minores Anglicus C und Gallicus C in Audienz empfangen.
Zum Abschluss der zwanzigsten Generalkongregation hat der
Generalsekretär die Synodenväter eingeladen, sich in der V. Sitzung
der Circuli Minores für die Vorbereitung der kollektiven Modi der
Vorschläge zu versammeln. Die Arbeiten gehen in der VI. Sitzung am
Nachmittag weiter.
Ferner hat der Generalsekretär der Bischofssynode angekündigt, dass
am Donnerstag, 23. Oktober 2008, um 21.00 Uhr in der Kirche S.Maria
in Traspontina für die Synodenväter eine Aufführung zum Thema des
“Gotteswortes” unter dem Titel “Genesis. Die Schöpfung” (nach dem I.
Kapitel des Buches der Genesis, ein künstlerisches Happening zum
Wort des Schöpfergottes), geleitet von Lorenzo Cognatti und
präsentiert vom Jobel Theater in Zusammenarbeit mit der
Bischofssynode, unterstützt von der Gemeinde Rom, stattfinden wird.
Die 21. Generalkongregation wird am Freitag, den 24. Oktober, mit
der Vorstellung und der Abstimmung über die Botschaft stattfinden.
Bei dieser Generalkongregation, die um 12.15 Uhr mit dem Gebet des
Angelus Domini zu Ende ging, waren 243 Väter zugegen.
PRÄSENTATION DER EINZIGEN LISTE MIT DEN VORSCHLÄGEN
In dieser 21. Generalkongregation haben der Generalrelator, S. Em.R.
Kard. Marc Oullet, P.S.S., Erzbischof von Québec, und der
Sondersekretär, S.E.R. Mons. Laurent Monsengwo Pasinya, Erzbischof
von Kinshasa, den Elencus Unicus Propositionum vorgestellt. Dieser
ist das Ergebnis der in den kleinen Circoli Minores ausgearbeiteten
Vorschläge, die anschließend am Samstagnachmittag, Sonntag und
Montag, 18., 19., und 20. Oktober 2008 von dem Generalrelator
zusammen mit dem Sondersekretär und den Relatoren der Circuli
Minores zusammengestellt wurden. Diese Einzige Liste, Werk der
gesamten Versammlung,wird den Synodenvätern für ihre persönlichen
Studien und die Vorbereitung der individuellen Modi, die jeder
Synodenvater in seinem eigenen Cicolus minor zur Diskussion und
gemeinsamen Prüfung vorstellen kann, ausgeteilt..
ABSTIMMUNG PRO CONSILIO (II)
Da kein Synodalvater die absolute Mehrheit erhalten hatte, die in
der ersten Abstimmung notwendig ist, wurde eine zweite,
elektronische Abstimmung, durchgeführt, in der 12 Synodalväter
gewählt wurden, die die meisten Stimmen in einem Stimmgang erhalten
haben, bei der die Mehrheit erforderlich war. Die Liste mit den
gewählten Mitgliedern wird - zusammen mit den vom Papst ernannten
Mitgliedern - in den nächsten Tagen veröffentlicht werden..
AUDITIO AUDITORUM (V)
Schlussendlich ergriffen folgende Uditori und Uditrici das Wort:
-
Herr Carl Albert ANDERSON, Oberster Kavalier des Ordens der
Kavallier von Colombo (Supreme Knight of Columbus) (USA)
-
P. Daniel Pablo KERBER MÁS, Professor für Biblische Theologie an der
Theologischen Fakultät; Direktor des Instituts für Pastoral und
Kathechese in der Erzidiozese von Montevideo; Pfarrer in der
Gemeinde "hl. Alexander und hl. Petrus Claver" (URUGUAY)
-
Frau Elvira GO, Assistentin für Biblische Pastoral (PHILIPPINEN)
-
Sr. Euphrasie BEYA, Präsidentin der Union der höheren Ordensoberen
Kinshasa (U.SU.MA.), Demokratische Republik Kongo (DEMOCRATISCHE
REPUBLIK KONGO)
-
Prof. Rigoberto ANGARITA, Professor am Institut des hl. Joseph der
Salesianer in San Cristobal (VENEZUELA)
-
Sr. Maria Antonieta BRUSCATO, F.S.P., Generaloberin der Töchter des
hl. Paulus (ITALIEN)
-
P. Fidèle MABEGLE, Direktore der Theologischen Schule für Laien in
der Erzdiozese Yaoundé (KAMERUN)
Es folgt die Zusammenfassung der Wortmeldungen.
-
Herr Carl Albert ANDERSON, Oberster Kavalier des Ordens der
Kavallier von Colombo (Supreme Knight of Columbus) (USA)
(A) Seit vielen Jahren schon unterstützen die Knights of Columbus
eine Form der Lectio Divina
innerhalb des Kontextes der Anbetung Marias durch den Rosenkranz und
Marianische Stunden des Gebets. Wir erachten solche gemeinsame
Ankündigung und Meditation über das Wort Gottes innerhalb der Reihe
traditioneller katholischer Anbetungen - speziell die Rezitation des
Rosenkranzes - als Teil einer wirksamen Antwort auf die Fortschritte
von Sekten besonders in Lateinamerika, wo die Gemeinden
benachteiligt sind wegen eines Mangels an Priestern. Auf diese Weise
können wir vollkommen wachsen im Wissen von Maria als “dem Modell
jeden Gläubigen, um das Wort zu erreichen”, und, wie Kardinal
Quellet beobachtete, wie sie, in einer Weise zu beantworten, die
“dynamisch, dialogisch und kontemplativ” ist.(B) Um umfassendere
Ausbildung and Katechese für die Laienschaft bereit zu stellen,
schlagen wir vor, dass ein Kompendium hinsichtlich der
Bibelabschnitte, die im Jahreskreis gelesen werden, entwickelt
werde, das Sektionen des Katechismus der katholischen Kirche
hinsichtlich der sonntäglichen Lesungen koordiniert, um einen
größeren Reichtum bei Sonntagspredigten und eine größere Verbindung
zwischen den fundamentalen Wahrheiten der katholischen Kirche und
der Heiligen Schrift herzustellen. (C) Um eine bessere Ausbildung
der Laienschaft zu bewirken in “höheren Studien” des Wortes Gottes,
damit die “Neuheit und die Kraft des Evangeliums jeden Tag in ihrem
Familien- und sozialem Leben erstrahle”, empfehlen wir den
Katholischen Universitäten, ihre Grundphilosophie und
-theologieansprüche zu verstärken und sie einzubinden in das gesamte
Neue Testament in der Absicht, ein realistisches und liebendes
Wissen des Glaubens auf den Weg zu bringen durch Ermutigung zu
“einer frommen Lektüre der Bibel” in den Worten des Dei Verbum.
[00243-05.02] [UD021] [Originalsprache: Englisch]
-
P. Daniel Pablo KERBER MÁS, Professor für Biblische Theologie an der
Theologischen Fakultät; Direktor des Instituts für Pastoral und
Kathechese in der Erzidiozese von Montevideo; Pfarrer in der
Gemeinde "hl. Alexander und hl. Petrus Claver" (URUGUAY)
Die Kirche existiert um zu evangelisieren, weil sie selbst jeden Tag
das Evangelium hört, das der Herr verkündet. Wie verwandelt die
Kirche sich selbst, um immer mehr Zeuge des Hörens um Herr des
Hörens zu werden?
Vom Wort Gottes zu sprechen, bedeutet uns, uns vom Wort Gottes
finden zu lassen. In welcher Weise sind alle unsere Bemühungen um
das Wort von diesem Schlüssel der Begegnung gekennzeichnet?
Es ist notwendig, das Paradigma der Ausbildung zu verändern, in dem
das lebendige Wort Gottes in den Mittelpunkt gerückt wird.
Es gibt bereits viele Mittel, Cebipal, Febic, SBU. Wie können wir
uns gegenseitig mit diesen Initiativen bereichern, so dass der Geist
selbst in der Kirche erweckt wird?
[00266-05.03] [UD024] [Originalsprache: Spanisch]
-
Frau Elvira GO, Assistentin für Biblische Pastoral (PHILIPPINEN)
Mein Engagement bei dem National Catholic Family Bible Quiz
(Nationales Familienbibelquizz)
auf den Philippinen ist eine Erfahrung der Auswahl, der Veränderung
und Herausforderung, inspiriert vom Heiligen Geist.
Eine Erfahrung der Auswahl. Es war 1997, als ich die Präsenz des
Herrn bei der Botschaft “Ich existiere” erfuhr. Der Heilige Geist,
“der Herr, Spender des Lebens” brachte erneut meinen Glauben an den
lebenden Gott zum Erwachen. Diese religiöse Erfahrung führte mich zu
vielen Überraschungen jenseits meiner persönlichen Entscheidungen
wie mein Engagement bei dem Nationalen Familienbibelquizz.
Eine Erfahrung der Veränderung. Die Teilnehmer am Familienbibelquizz
erfuhren die verändernde Kraft des Heiligen Geistes in ihrem Leben.
Die Erfahrung der Veränderung reflektiert die No. 41 des
Instrumentum laboris: “Das Wort stellt beim Gläubigen Fragen,
ermahnt und treibt ihn an auf der Straße der Anhängerschaft und der
Nachfolge Christi; bereitet eine Person vor, das transformierende
Tun des Geistes zu akzeptieren; es bringt die Kommunion und die
Erschaffung von tiefen Banden der Bruderschaft stark voran; und
inspiriert zum Einsatz, das Wort zu verbreiten”.
Eine Erfahrung der Herausforderung. Das Familienbibelquizz der
Philippinen ist eine Zusammenarbeit von Familien mit Unterstützung
unserer Laienvoluntäre, Ordensleute, Bischöfe, Priester und der
Medien. Wie wir dieses Projekt fortführen, ist eine Herausforderung
an uns alle, aber wir vertrauen auf den Heiligen Geist, der uns
allen das Leben gibt und uns inspiriert. Es ist das Wort Gottes, das
“das Leben des Gläubigen nährt und dadurch eine biblische
Spiritualität schafft: eine tiefe Verinnerlichung des Wortes;
Hartnäckigkeit bei Versuchen mit der Inspiration des Wortes...” (No.
41, Instrumentum laboris). Hartnäckigkeit bedeutet, sich den
Herausforderungen dieser Arbeiten zu stellen.
[00267-05.03] [UD025] [Originalsprache: Englisch]
-
Sr. Euphrasie BEYA, Präsidentin der Union der höheren Ordensoberen
Kinshasa (U.SU.MA.), Demokratische Republik Kongo (DEMOCRATISCHE
REPUBLIK KONGO)
Mein Beitrag nimmt Bezug auf die Nr. 51 des Instrumentum Laboris
über die Pflichten der Laien. “Durch die Taufe Glieder der Kirche
geworden und des priesterlichen, prophetischen und königlichen Amtes
Christi teilhaftig, teilen die gläubigen Laien die Heilssendung,
welche der Vater seinem Son ihn zum Heil aller Menschen anvertraut
hat (LG 34-36) ...auch sind sie dazu berufen, die Neuheit und die
Kraft des Evangeliums in ihren täglichen Familien- und
gesellschaftlichen Leben sichtbar werden zu lassen.”
Ich denke an die Rolle, die bei der Verkündung des Wortes die Frauen
in Afrika ausüben , die Mütter, Katechistinnen, Leserinnen,
Erzieherinnen, Lehrerinnen.
Ich denke im besonderem an die Funktion der Mutter bei der
Einweisung der Kinder in die Heilige Schrift innerhalb der Familie.
Sie ist es, die hauptsächlich mit dem Kind lebt, sie weiß sein Gehör
für das Wort Gottes zu wecken und wie sie ihm helfen kann, in
persönliche Beziehung zu Gott zu treten. Es ist die Mutter, die
häufig dem Kind die christlichen Werte vermittelt, wie den Sinn für
Vergebung, das Teilen...
Um dieser erzieherischen Aufgabe besser nachkommen zu können,
braucht die afrikanische Frau nicht nur das Wort Gottes, sondern
auch eine Bibelunterweisung. Sie ist selbst auf der Suche nach
Verständnis ihres Glaubens: nicht nur die traditionellen Werte der
eigenen Kultur zu kennen, sondern auch die Verwurzelung des Glauben
in der Tradition der universalen Kirche zu kennen, um sich als
“innerer Mensch” (Ep 3, 16) zu stärken in der Liebe Christi und dass
durch sein Leben und sein Wort “der Hoffnung” die in ihr lebt,
Rechnung tragen. (1 Petr, 3). Von hier aus führt die Wichtigkeit der
Bibelausbildung, um die Schrift besser zu durchdringen, zur Kenntnis
der Quelle der Liebe, zum Geschenk unserer Hingabe an Gott in der
Barmherzigkeit. Dies ist das Beispiel, das die Heilige Annuarite,
Ordensfrau, als Märtyrerin in Folge des Radikalismus der
evangelischen Räte starb.
Diese Bibelausbildung ist auch für die einfachen Dorfmütter
notwendig, die häufig Opfer der Beeinflussung durch Sekten sind.
Für die Frauen, die weder schreiben noch lesen können, ist es
wichtig die mündliche Weitergabe der Bibelabschnitte zu fördern, da
sie aus der mündlichen Tradition kommend, eine große
Geschicklichkeit in der Erinnerungsfähigkeit und der Verinnerlichung
haben. Es ist wichtig unter Zuhilfenahme von Medien geeignete
Bibelausbildung, die ihrem Niveau entspricht, zu organisieren.
[00268-05.03] [UD026] [Originalsprache: Französisch]
-
Prof. Rigoberto ANGARITA, Professor am Institut des hl. Joseph der
Salesianer in San Cristobal (VENEZUELA)
Ich möchte Gott, den Einen und Dreifaltigen, preisen, für seine
unendliche Güte und Barmherzigkeit, die mir erlaubt, mit Ihnen allen
an dieser Versammlung teilzunehmen.
Meine Freude hat sich noch vermehrt beim Anhören der Beiträge in den
letzten Tagen. Sie haben die Sorgen unterstrichen, die die Hirten
unserer Kirche in Bezug auf das wundervolle Thema hegen, das Seine
Heiligkeit für diese Synode gewählt hat.
Als Laie teile ich viele dieser Sorgen, da unsere Völker auf
ökonomischer, politischer und sozio-kultureller Ebene große Not
leiden ; aber zweifellos besteht die größte Not im Hunger und Durst
nach Gott und seinem Wort; dem Wort, das Leben schenkt; dem Wort,
das verwandelt, befreit, heilt und erlöst. Das Wort Gottes erlaubt
uns, die wahre Hoffnung zu kennen und erfüllt uns mit Freude und
Begeisterung, um allen Arten von Schwierigkeiten entgegen zu treten.
Es ist der Heilige Geist selbst, der zu uns spricht und uns
herausfordert. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, dass der
Inhalt dieser Synode weite Verbreitung findet und in allen Diözesen
und Pfarreien, die die Weltkirche bilden, vertieft und in die Praxis
umgesetzt wird. In unserer Diözese hat Seine Exzellenz Bischof Mario
del Valle Moronta Rodríguez als Antwort auf die Vollversammlung
Venezuelas eine Synode einberufen, auf der alle Priester sowie
Vertreter der Ordensgemeinschaften, der Laien aus den
Apostolatsbewegungen und aller Pfarreien anwesend waren. Es war eine
wundervolle Erfahrung, die uns nun erlaubt, gemeinsam als Kirche
unseren Weg zu gehen, indem sie uns beseelt und einen Pastoralplan
für die verschiedenen Tätigkeiten in den nächsten drei Jahren
erstellt hat.
Diese Erfahrung hat uns ermöglicht, ein Pastoralprogramm mit dem
Namen “Die engagierte Pfarrgemeinde, Gemeinschaft von
Gemeinschaften” konkret werden zu lassen, in dem die Unterteilung
der Pfarreien in kleine Gemeinschaften beabsichtigt wird, um das
Glaubensleben unter den Nachbarn zu fördern.
Das Ziel ist es, echte christliche Gemeinschaften zu bilden, die
sich an den Anfängen unserer geliebten Kirche orientieren, wie sie
in der Apostelgeschichte (2,42) dargestellt werden. Wir sind davon
überzeugt, das in den kleinen Gemeinschaften die Heilige Schrift
meditiert, betrachtet und gelebt werden kann. Deshalb erlaube ich
mir auf der Grundlage der Früchte, die diese Diözesansynode erbracht
hat, mit gebührendem Respekt den Vorschlag zu machen, die Abhaltung
von Diözesanversammlungen oder -synoden zu fördern. Ihr Thema sollte
jenes sein, das wir an diesem Ort behandeln. Im Licht dieser Synode
sollten die Stärken und Schwächen der Pfarreien betrachtet werden,
um konkrete und aktuelle pastorale Strategien zu entwerfen, die der
diözesanen Wirklichkeit angemessen sind.
Auch wir Laien wollen uns einsetzen und unser Leben im Dienst am
Wort Gottes hingeben, in missionarischem Geist, an unseren
Arbeitsplätzen, beim Studium, in unseren Häusern und vor allem in
unseren Familien, die Wiege des Lebens und der Liebe zum Herrn sind.
Liebe Hirten, zählen Sie auf uns, denn wenn wir den Weg gemeinsam
gehen, werden wir zu einem guten Ziel kommen.
Vielen Dank.
[00271-05.04] [UD029] [Originalsprache: Spanisch]
-
Sr. Maria Antonieta BRUSCATO, F.S.P., Generaloberin der Töchter des
hl. Paulus (ITALIEN)
Ich danke dem Herrn, dass er mich in seinem geheimnisvollen und
voraussehenden Entwurf hierher zu euch geführt hat, um nachzudenken
über die Rolle des Gotteswortes im Leben und der Sendung der Kirche,
von jedem Christen; eine Reflektion, die jeden Tag anregender und
mutiger wird.
Und ich bin zutiefst dem Heiligen Vater dankbar für diese glückliche
Gelegenheit. Ich fühle, dass alle Schwestern von San Paolo mit mir
zu gegen sind, die schon immer in der “Predigt des Göttlichen
Wortes” engagiert waren, nach dem Beispiel des Apostels der
Menschen, wie unser Gründer der selige Giacomo Alberione, zu
wiederholen liebte, der uns in allen Teilen der Welt antrieb zur
weitesten Verbreitung der Bibel und des Evangeliums.
Mein Beitrag bezieht sich auf das, was unter No. 52 im Instrumentum
laboris (IL) über den Dienst an dem Wort Gottes, gerichtet an
geweihte Personen, gesagt wird.
Das geweihte Leben, männlich wie weiblich, kontemplativ und
apostolisch, hat während der langen Jahrhunderte sein Leben und
seine Sendung stets am Tisch des Wortes genährt. . Es hat nicht
anders sein können. Das geweihte Leben wird in der Tat als
prophetisch bezeichnet, und die Prophezeiung wird mit dem Ohr “an
Gottes Mund” geboren, nährt sich vom Anhören: “Jeden Morgen weckte
er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger” (Jes 50,4). Und
die Erfahrung eben des Wortes Gottes ist im Grunde genommen ständig
an den Vater gerichtet (Joh 1,1), alles an Ihn gerichtet, an sein
Wort, an seinen Willen. Ich bin davon überzeugt, dass wir Geweihte
Jünger des Meisters werden in dem Maße, wie wir das Wort mit
aufmerksamem, gelehrigem und zuhörendem Herzen aufnehmen und uns
evangelisieren lassen von der “Erkenntnis Christi Jesu, meines
Herrn, der alles übertrifft” (Phil 3,8). In den letzten Jahrzehnten,
auch dank der wiederholten Einladungen seitens des Lehramtes,
besetzt der Tisch des Wortes einen hervorgehobenen Platz in unseren
persönlichen wie gemeinschaftlichem Leben. Es ist die Nahrung für
den Geist, Licht und Kraft, um die Wege des Herrn zu verfolgen,
Quelle der Kreativität und der apostolischen Unerschrockenheit.
Wieviel Wort fließt während unseres Tages! Wir müssten damit
“eingedeckt” sein bis zum Punkt, es mit unserem Leben zu erzählen,
selbst das Wort zu sein. Wir sind uns in Wahrheit sehr bewusst, noch
nicht jene spirituelle und apostolische Qualität erreicht zu haben,
die Frucht des Überflusses des kontinuierlich in unserem Leben
eingepflanzten Samens ist. Wir riskieren es, zwischen den Dornen des
Augenblicks zu ersticken: Das Alter, das voranschreitet, der Mangel
an Berufung, die Arbeiten, die ausgeführt werden müssen, der Mangel
an Vorbereitung angesichts der Herausforderungen der Welt und der
apostolischen Dringlichkeiten... Wir würden gerne mehr tun, mehr
haben: an Personal, an ökonomischen Mitteln, an professioneller
Vorbereitung.
[00272-05.06] [UD030] [Originalsprache: Italienisch]
-
P. Fidèle MABEGLE, Direktore der Theologischen Schule für Laien in
der Erzdiozese Yaoundé (KAMERUN)
In Nr. 51 des Instrumentum laboris ist unter anderem von der
Notwendigkeit die Rede, die gläubigen Laien so auszubilden, dass sie
“ihre Sendung in dieser Welt bei der Verkündigung der Frohbotschaft
an die Menschen in deren jeweiligen Lebensumständen” auch wahrnehmen
können.
Diesen Wunsch äußerte auch Papst Johannes Paul II. in dem
nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in Afrika unter Nr.
52. Der Heilige Vater, der uns in wunderbarer Erinnerung geblieben
ist, bittet, dass die notwendige Aufmerksamkeit für die Bildung “der
Laien aufgebracht wird, da ihre Rolle in der Evangelisierung in
Afrika unersetzbar sei” (das Beispiel der Katechisten ist hier
Vorbild). Dieser Wunsch des obersten Lehramts ist auch der
allgemeine Wunsch der gläubigen Laien in Afrika und der besondere
Wunsch der Laien in Kamerun. Die Kirche Kameruns fand eine positive
und wirksame Antwort auf die Frage des Papstes und die Rufe der
Laien. Die theologische Fakultät der Katholischen Universität von
Zentralafrika in Yaounde bildet viele Laien in unserer Unterregion
aus. Mehrere Diözesen in Kamerun haben eine Erfahrung mit der
Theologieschulung für Laien gemacht (u.a. Douala, Yaounde, Buea und
Bamenda). Ich möchte hier von der Erfahrung des Erzbistums Douala
sprechen, in der ich “Moderator” bin Vor drei Jahren hat Seine
Eminenz Kardinal Christian Tumi, Erzbischof von Douala “die
Kathedralschule für Theologie St. Jerome in Douala” gegründet, die
ein Bildungshaus für gläubige Laien ist. Seine Devise lautet: “Die
Heilige Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen”. Sein
Hauptziel ist es, Christen zu verantwortlichen Erwachsenen in ihrer
Berufung in dieser Welt heute auszubilden; sie sollen das Gotteswort
lieben und mit ihm ohne Komplexe umgehen; sie sollen Christus und
seine Kirche und die Menschen lieben, so wie es dem Heilsplan Gottes
entspricht, den sie in diesem offenen Seminar, das drei oder vier
Jahre lang dauert, besser kennen lernen. Es geht darum, unseren
Laien die grundsätzlichen Prinzipien in Theologie und Philosophie
beizubringen, die sie brauchen, um ihren Einsatz als Christen im
Herzen der Welt wahrzunehmen und die Heilsbotschaft, die das
Gotteswort mitteilt, wirksam zu verkünden. Sie sind auf dem Wege des
Gottesworts nicht einfach passive Zuhörer, sondern aktive Teilnehmer
und kenntnisreiche, kompetente und nützliche Mitarbeiter.
Um unsere Laien mit dem Gotteswort, dem Inhalt der Bibel und dem
Katechismus der katholischen Kirche vertraut zu machen, führen wir
sie in die Philosophie, den Katechismus, die Dogmatik, Liturgie, in
das Kirchenrecht, die Spiritualität und in die Kirchgeschichte ein.
Nach Abschluss dieser Ausbildung sind sie gut ausgebildet in der
Pastoral tätig.
In einer Welt, in der die Menschen keine Zeit finden, um sich mit
dem Studium der heiligen Dinge zu beschäftigen, wollen wir die
Herausforderung annehmen und diese minimalistische Auffassung Lügen
strafen. So haben wir diese Ausbildung in die Freizeit der Personen
verlegt, die in der Gesellschaft aktiv sind. Unsere Schule soll
eines der besten Werke sein, die sich um eine tiefgehende
Evangelisierungspastoral bei unseren Gläubigen bemüht. Wir beten zu
Gott, damit das Gotteswort zum Kriterium ihrer Entscheidungen und
ihrer Ausrichtung im Leben wird.
[00295-05.03] [UD034] [Originalsprache: Französisch]
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