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KONGREGATION FÜR DIE INSTITUTE DES GEWEIHTEN LEBENS
UND DIE GESELLSCHAFTEN DES APOSTOLISCHEN LEBENS
LEITLINIEN ZUR ABFASSUNG DES
PERIODISCHEN BERICHTS
über Stand und Leben
der Institute des geweihten Lebens und
der Gesellschaften apostolischen Lebens
(vgl.
CIC can. 592 §1)
Anlage zum Prot. n. SpR 640/2008
Prot. n. SpR 640/2008
Der Apostolische Stuhl kümmert sich besonders um das Geweihte
Leben, das „tief verwurzelt im Beispiel und in der Lehre Christi, des Herrn, ein
Geschenk Gottes des Vaters durch den Geist an seine Kirche“ ist (Vita
Consecrata 1). Seine besondere Fürsorge gilt den Ordensinstituten und
den Gesellschaften des apostolischen Lebens: Ihr Wirken auf der ganzen Welt und
ihr Zeugnis für das Evangelium sind entscheidend für die Sendung der Kirche und
für ihre Berufung zu Gemeinschaft und Heiligkeit (vgl. ibidem 9). Aus diesen
Gründen misst dieses Dikasterium dem Bericht über Stand und Leben der Institute
des geweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens, den die
obersten Leiter und Leiterinnen der Institute und Gesellschaften päpstlichen
Rechts der CIVCSVA zeitgleich mit dem Generalkapitel zukommen lassen sollen,
eine besondere Bedeutung zu. Diese Berichte, wie sie can. 592 §1 des Codex des
kanonischen Rechts verlangt, fördern ganz offensichtlich die Gemeinschaft mit
dem Apostolischen Stuhl. Die systematische Lektüre der periodischen Berichte
ermöglicht in der Tat eine angemessene Kenntnis der Wirklichkeit, die für die
theologischen, juridischen und pastoralen Überlegungen dieses Dikasteriums
äußert nützlich ist. Sie helfen, den Dienst am geweihten Leben zu
konkretisieren, den das Dikasterium in einer Zeit komplexer sozialer und
kultureller Verflechtungen zu leisten berufen ist.
Als Hilfestellung schlägt dieses Dikasterium eine Reihe von
Themen vor, damit der Bericht in Übereinstimmung mit seiner Zielsetzung
abgefasst werden kann. Die oberste Leiterin oder der oberste Leiter erwäge bei
der Zusammenstellung des Dokuments die Zweckmäßigkeit, von den beschriebenen
Schwerpunkten Gebrauch zu machen, die in den beiliegenden „Leitlinien“
vorgeschlagen werden, oder den Bericht für das Generalkapitel mit eventuell
geeigneten Anpassungen einzureichen. Empfiehlt sich daher, den Bericht nach
Abschluss des Generalkapitels an dieses Dikasterium zu senden.
Der Herr gewähre Ihnen in Fülle seine Gnade für ihren Leitungsdienst in
voller kirchlicher Einheit. Allen Mitgliedern ihrer Ordensfamilie gelten unsere
Segenswünsche. Mögen sie das Evangelium in demütiger Suche nach Gott und seinem
Reich in der Geschichte leben.
Aus dem Vatikan, Pfingsten 2008
Franc Kard. Rodé, C.M.
Präfekt
Gianfranco A. Gardin, OFM Conv.
Erzbischof Sekretär
1. CHARISMA UND SENDUNG DES INSTITUTS
(vgl.
Vita Consecrata 36-37)
Kurzbeschreibung der Identität des Instituts und seines Charismas im
zeitgenössischen Kontext.
2. STATISTIQUES DE L’INSTITUT
(vgl.
Vita Consecrata 40)
Mitglieder
- Zahl der Mitglieder mit ewigen Gelübden nach Alter aufgegliedert.
- Zahl der Mitglieder mit zeitlichen Gelübden.
- Zahl der Bewerber, Postulanten und Novizen nach Herkunftsländern
aufgegliedert.
- Aufteilung der Mitglieder nach Kontinenten.
- Zahl der ausgetretenen Mitglieder seit dem letzten Kapitel und
Angabe der vorherrschenden Austrittsgründe.
Häuser/Regionen/Provinzen/Delegationen/ Zonen etc.
- Zahl und Aufteilung nach Kontinenten.
3. EIGENRECHT DES INSTITUTS: REGELN, KONSTITUTIONEN UND ANDERE NORMEN
(vgl.
Vita Consecrata 36-37; 68)
- Datum der letzten Genehmigung der Konstitutionen.
- Motive für eine eventuell notwendige Neubearbeitung der
Konstitutionen.
- Datum der letzten Abfassung der Ratio institutionis.
- Mittel der ständigen Weiterbildung gemäß der Ratio institutionis,
im Hinblick auf ein immer bewussteres Verstehen der Regel und/oder der
Konstitutionen des Instituts und der Treue zu ihnen seitens der
Mitglieder.
4. DER PRIMAT GOTTES
(vgl.
Vita Consecrata 17-19; 35; 39; 88-90)
- Wertschätzung der Mitglieder für den Ruf zur Heiligkeit im Stil der
sequela Christi und ihr Bemühen, auf diesen Ruf vorrangig vom
Evangelium her zu antworten.
- Einsatz der Mitglieder im Gebet als Öffnung gegenüber dem Hl. Geist,
der in Christus umformt; Wertschätzung für Schrift und Liturgie als
Quellen des geistlichen Lebens.
5. DAS LEBEN IN GEMEINSCHAFT
(vgl.
Vita Consecrata 41-45; 69-71)
- Wertschätzung der Mitglieder für das geweihte Leben als signum
fraternitatis; im Zeugnis der Gemeinschaft „voll Freude und erfüllt vom
Heiligen Geist“ (Apg 13,52).
- Stellenwert der lectio divina im Gemeinschaftsleben, das
Teilen des Glaubens und die gemeinschaftlichen Begegnungen.
- Mittel, die im Institut die geschwisterliche Fürsorge für jedes
einzelne Mitglied der Gemeinschaft ausdrücken und ein ausgeglichenes
menschliches und geistliches Wachstum ermöglichen.
- Wie das Institut die Mitglieder fortge-schrittenen Alters begleitet.
- Formung der Mitglieder im Dienst der Autorität.
- Grundlegende Prinzipien, an denen sich die Leitung auf den
verschiedenen Ebenen orientiert (Häuser, Regionen, Provinzen,
Delegationen, Zonen etc.) und die Beziehungen und Kommunikation fördern.
6. SENDUNG UND DIENST
(vgl.
Vita Consecrata 72-83; 96-99)
- Wertschätzung der Mitglieder für das geweihte Leben als servitium
caritatis.
- Aktuelle Wirkbereiche der Mitglieder des Instituts; Verwirklichung des
Gründungs-charismas in den verschiedenen Kulturen.
- Ständige Weiterbildung der Mitglieder des Instituts im Hinblick auf eine
lebendige und auf die Kulturen angepasste Spiritualität des Apostolats.
- Strategien, die im Institut angewendet werden, um die inneren demografischen
Änderungen im Hinblick auf die eigene Mission in der Kirche zu leben.
- Leitlinien
des Instituts im Hinblick auf die neuen Areopage der Mission, begonnene Projekte
und erzielte Erfolge.
7. BERUFUNGSPASTORAL UND AUSBILDUNG
(vgl.
Vita Consecrata 63–71)
- Jahr der Erstellung oder letzten Erneuerung der Ratio formationis und der
Ratio studiorum, Projekte für die Anfangsausbildung und für die ständige
Weiterbildung.
- In der Berufungspastoral angewandte Strategien und Mittel.
- Kriterien für die Aufnahme neuer Mitglieder angesichts der ethnischen und
kulturellen Unterschiede.
- Initiativen zur Formung von Ausbildern/innen.
- Teilnahme an interkongregationalen Ausbildungsprogrammen.
8. BEZIEHUNGEN IN DER KIRCHE
(vgl.
Vita Consecrata 45; 52–53)
- Bewertung der Erziehung zur Spiritualität der communio, zum
sentire cum Ecclesia; über das sich Einfügen in die Diözesen, in
denen das Institut wirkt; über die Beziehungen zu den Bischöfen und den
Pfarrern.
- Interesse des Instituts für die Föderationen und Vereinigungen von
Kongregationen, die eine gemeinsame charismatische Wurzel haben (vgl.
can. 582).
Zugehörigkeit des Instituts zu den internationalen und nationalen
Konferenzen der Höheren Oberen.
9. FINANZEN UND IMMOBILIEN
(vgl.
Vita Consecrata 89-90)
- Stand des Instituts in Bezug auf Finanzen und Immobilien. Sind diese
Mittel für den Unterhalt der Mitglieder im aktiven Dienst und die
Erfordernisse des Apostolats in den verschiedenen Territorien
ausreichend?
- Vorkehrung für eine gerechte und funktionelle Verteilung der Güter
innerhalb des Instituts im Sinne des Evangeliums, für die
Altersversorgung und Krankenversicherung der Mitglieder.
- Initiativen in
der Armenfürsorge.
10. STAND DES INSTITUTS
(vgl.
Vita Consecrata 84-95)
- Positive Erfolge in den letzten Jahren.
- Schwierigkeiten im Leben und in der Sendung des Instituts, die in
der nächsten Amtszeit dringend angegangen werden müssen.
- Kurz- und langfristige Projekte und Initiativen, die sich das
Institut vorgenommen hat.
- Weitere Angaben von besonderem Interesse.
Aus dem Vatikan, Pfingsten 2008
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