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Zeugen
der Caritas und freiwillige Helfer auf dem Petersplatz
Ankündigung
des Papstes beim Angelus-Gebet am 25. April 1999
"Angesichts des großen Leids in der Welt von heute, besonders
infolge von Kriegen, wird es immer dringlicher, das Evangelium der Caritas auf
konkrete Weise zu verkünden und zu bezeugen. Dies ist auch das Anliegen der
Begegnung am Sonntag, 16. Mai, die der Päpstliche Rat Cor unum anregte und der
ich beiwohnen werde."
Mit diesen Worten lud der Papst alle Zeugen der Caritas und freiwilligen
Helfer zur Eucharistiefeier am 16. Mai auf den Petersplatz ein. Er fügte hinzu:
"... Es wird eine besondere Gelegenheit sein, die Ermutigung der Kirche all
denen zuzusprechen, die sich für Menschen in Not engagieren und mitarbeiten am
Aufbau einer Zukunft, in der dauerhafter Friede herrscht, und einer Gesellschaft,
die mehr Geschwisterlichkeit und Solidarität kennt."
Schwester
Nirmala, die mit mehr als 3500 Schwestern in allen Teilen der Welt das Erbe von
Mutter Teresa von Kalkutta übernommen hat, wird ein Grußwort sagen; sie soll
die Stimme der Zehntausenden von Ordensleuten sein, die ihr Leben tagtäglich für
andere einsetzen. Auch sechs Vertreter aus "brisanten" Gebieten, von
Volksgruppen, die in der Vergangenheit oder noch heute sich heftig bekämpfen,
werden Zeugnis geben: Von verfeindeten Stämmen - ein Hutu und ein Tutsi aus
Ruanda; von Nordirland, dessen Friede ständig von Extremistenminderheiten
bedroht ist - eine Katholikin und ein protestantischer Pastor; vom Heiligen Land,
das seit 2000 Jahren durch Hass und Verständnislosigkeit von Blut getränkt
wird - eine Hebräerin und eine arabische Christin.
Vatikanstadt,
26. April 1999
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