Frau Präsidentin!
Die heutige Welt und die Ideologie der Macht
1. Vor nicht allzu langer Zeit sah es so aus, als ob unsere Welt
mit unkontrollierbarer Geschwindigkeit zu einem einzigen globalen Dorf
zusammenwachsen würde. Die heutige Wirklichkeit hingegen zeigt sich in
zunehmendem Maße gespalten. Die Welt ist geteilt durch Kultur, Glaube,
Wohlstand, den Grad des materiellen Fortschritts und noch mehr durch die
Einstellung zu Macht, Autorität und Zusammenarbeit. Nur zögernd, zuweilen sogar
halbherzig haben wir uns bemüht, Spaltungen zu überwinden und Unterschiede
auszugleichen. Versuche, Strukturen und Maßnahmen der Vereinten Nationen für das
neue Jahrtausend zu stärken, scheinen an unserer eigenen Unzulänglichkeit zu
scheitern. Die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah
haben auf tragische Weise gezeigt, daß es nicht in erster Linie der Mangel an
Erfahrung und Mitteln für den Aufbau und die Sicherung des Friedens ist, der der
ungeschützten, an den Kämpfen nicht beteiligten Zivilbevölkerung Leid und Tod
bringt, sondern vor allem die Schwierigkeit, einen einheitlichen politischen
Willen in der internationalen Gemeinschaft herzustellen.
In der Geschichte vom Turmbau zu Babel hat uns die Alte Welt ein
Bild für unseren gegenwärtigen gespaltenen Zustand hinterlassen. Die Verwirrung
der Sprachen in Babel symbolisiert jene Spaltungen, Mißverständnisse und
Feindseligkeiten, die nicht die Natur, sondern der menschliche Stolz verursacht.
Dieser Stolz erschwert es, den Nächsten anzuerkennen und seine Bedürfnisse
wahrzunehmen, und er macht die Menschen darüber hinaus mißtrauisch. Heute hat
die gleiche negative Grundhaltung eine neue Barbarei hervorgebracht, die den
Frieden in der Welt bedroht. Terroristen und ihre verschiedenen Organisationen
sind die heutige Version dieser Unkultur, die die besten Errungenschaften
unserer Zivilisation verwirft. Selbst auf einer völlig anderen Ebene kann nicht
bestritten werden, daß auch Supermächte, Territorialmächte, aufstrebende Mächte
und unterdrückte Völker gelegentlich der Versuchung erliegen, allen
geschichtlichen Gegenbeweisen zum Trotz daran zu glauben, daß eine gerechte
Regelung der Angelegenheiten zwischen Völkern und Nationen nur gewaltsam
durchgesetzt werden kann. Die Ideologie der Macht verachtet jede Einschränkung
von Gewaltanwendung, was so weit gehen kann, daß der Besitz von Atomwaffen zum
Nationalstolz gehört und die schreckliche Möglichkeit, Kernwaffen gegen seine
Gegner einzusetzen, nicht ausgeschlossen wird. Acht Länder – und andere mögen
versucht sein, sich ihnen anzuschließen – verfügen zur Zeit über Kernwaffen mit
ungefähr 27.000 Atomsprengköpfen – genug, um unseren Planeten viele Male zu
zerstören. Mittlerweile scheint die Durchführung des Atomwaffensperrvertrags zum
Stillstand gekommen zu sein, und das umfassende Atomtestverbots- Abkommen muß
noch von verschiedenen Ländern ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten
kann. Wie können wir da untätig bleiben?
Alte und neue Herausforderungen für die Vereinten Nationen
2. Diese Organisation wurde auf eine wesentlich andere
Auffassung menschlicher Angelegenheiten gegründet: Frieden kann nur durch den
gemeinsamen Einsatz zur Sicherung eines akzeptablen Lebens in Würde für alle
erlangt werden. Aufgrund der Konfrontation zwischen Ost und West konnten die
Vereinten Nationen lediglich einen begrenzten Frieden erreichen. Doch nach dem
Ende des Kalten Krieges und der Erfahrung innovativer Reaktionen auf die
Konflikte der 90er Jahre, von denen einige mit Kämpfen um ethnische und
religiöse Identität verflochten waren, bot der Anbruch eines neuen Jahrtausends
neue Chancen, um die Hoffnungen der Menschheit auf eine gerechte und friedliche
Welt zu verwirklichen, in der alle Menschen in Würde leben können. Unlängst
lenkten die Vorschläge des Generalsekretärs diese Organisation auf den Weg der
Reform; ihre hohen Ziele lassen sich jedoch nur dann verwirklichen, wenn die von
den vorherrschenden nationalen Interessen auferlegten engen Grenzen überwunden
werden und wir uns der Sicht einer versöhnten und auf Solidarität gegründeten
Welt öffnen können.
In diesem Geist ist der Heilige Stuhl weiterhin ein Befürworter
der Vereinten Nationen und fördert die laufenden Reformen im Bereich der
Friedensbildung, der Entwicklung und der Menschenrechte. Ebenso begrüßt der
Heilige Stuhl die Entscheidung, die »Kommission für Friedensbildung«
einzurichten. Die grundlegende Verantwortung politischer Obrigkeiten ist die
Förderung, Verteidigung und Gewährleistung der Menschenrechte ihrer Bürger. Zu
oft greifen internationale Organisationen – wenn überhaupt – erst ein, nachdem
ein Krieg bereits ausgebrochen ist oder die unschuldige Bevölkerung schon lange
Zeit Angriffen ausgesetzt war. Wenn die Rechte ganzer Bevölkerungsgruppen
verletzt werden – schmerzliche Beispiele hierfür finden sich in Europa, Asien
und Afrika – oder wenn sie von ihren eigenen Regierungen nicht geschützt werden,
dann ist es völlig richtig und gerecht, daß diese Organisation rechtzeitig und
mit angemessenen Mitteln eingreift, um Gerechtigkeit wiederherzustellen. Die
Notwendigkeit, das System für wirksame humanitäre Hilfe im Fall von Katastrophen
zu verbessern, die durch Krieg, Bürgerkrieg und ethnische Konflikte verursacht
worden sind, wird ein wichtiger Prüfstein für das Reformprogramm der Vereinten
Nationen sein.
Die Stärkung der Fähigkeit dieser Organisation, Konflikte
vorherzusehen oder sie durch Verhandlungen zu lösen und auf unblutige Weise zu
entschärfen, bevor es zu Gewaltanwendung kommt, ist daher ein sehr wichtiges
Ziel im Rahmen der Erneuerung der Organisation. In dieser Hinsicht muß ich mit
Bedauern sagen, daß die Resolution 1701 des Sicherheitsrats vom 11. August 2006
mit dem gleichen Wortlaut einen Monat früher hätte verabschiedet werden können.
Wenn die von vielen, einschließlich von Papst Benedikt XVI., wiederholten
Aufforderungen zur unmittelbaren Einstellung der Gewaltakte befolgt worden
wären, hätte das Massaker tausender Zivilisten und zahlreicher junger Soldaten,
die Flucht der Bevölkerung und die enorme willkürliche Zerstörung vermieden
werden können; unterdessen ist in der Tat keines der Resultate, die einige
Regierungen als Grund für die Fortsetzung der Feindseligkeiten im Libanon
vorbringen, erreicht worden.
Wie die Geschichte gezeigt hat, führte der Mangel an
ausreichender Interventionskapazität und einem gemeinsamen Willen dazu, daß
Millionen Menschen Opfer unnötiger Konflikte wurden: »inutili stragi«, »sinnlose
Massaker«, um hier die berühmten Worte Benedikts XV. zu wiederholen, der zur
Zeit des Ersten Weltkriegs Papst war. Der Appell, den Papst Paul VI. in diesem
Saal am 4. Oktober 1965 an die Öffentlichkeit richtete – »Jamais plus la
guerre«, »Nie wieder Krieg« –, erklingt heute wie eine Anklage im
Herzen des kollektiven Gewissens der Menschheit.
Entwicklung – der sicherste Weg zum Frieden
3. Der sicherste Weg, um Krieg zu vermeiden, ist, sich seinen
Ursachen zuzuwenden. Wir dürfen nicht vergessen, daß es gewöhnlich reale und
ernste Mißstände sind, die Kriege auslösen: erlittene Ungerechtigkeiten, Mangel
an Entwicklung und Demokratie, Mißachtung der Menschenrechte und
Rechtstaatlichkeit, unerfüllt bleibende legitime Erwartungen und die Ausbeutung
zahlloser verzweifelter Menschen, die keine wirkliche Möglichkeit sehen, ihre
Lage auf friedliche Weise zu verbessern. Wie sollten uns nicht die Bilder von
unzähligen Menschen beunruhigen, die im Exil oder auf der Flucht unter
menschenunwürdigen Bedingungen in Lagern leben? Oder jene Verzweifelten, die in
dem Bestreben, für sich selbst und ihre Kinder eine weniger elende Zukunft zu
suchen, dazu getrieben werden, die Risiken illegaler Emigration auf sich nehmen?
Und was ist mit den Millionen von notleidenden, hungernden und von tödlichen
Epidemien bedrohten Menschen, die immerfort an unsere Menschlichkeit
appellieren? Auch das sind Herausforderungen für unseren Wunsch nach Frieden.
Die »Millennium Development Goals« (MDGs) und die wiederholten
Zusicherungen der Verantwortlichen der Welt, sie zu unterstützen, haben die
Verbesserung dieser untragbaren Bedingungen in Aussicht gestellt, aber es
mangelt an ihrer Umsetzung. Nicht alle Ziele werden erreicht werden, so wie auch
andere wichtige Vereinbarungen nicht immer erfüllt worden sind. Ebenso unerfüllt
blieb die Erwartung, daß die Doha-Verhandlungsrunde über den Welthandel ein
Minimum an fundamentaler Gleichheit auf den Weltmärkten schaffen würde. Diese
Fehlschläge bei dem Versuch, grundlegende Ungleichheiten des
Weltwirtschaftssystems zu korrigieren, entwickeln sich schnell zu versäumten
Gelegenheiten, um eine moralische Alternative zum Krieg zu fördern. Aber diese
Fehlschläge, so schmerzlich und bedauerlich sie auch sein mögen, dürfen dennoch
unseren gemeinsamen Willen nicht schwächen, diesen sichersten Weg zum Frieden zu
gehen. Wir alle sind uns dessen bewußt: Der gegenwärtige Mangel an Fortschritten
auf den Gebieten der Entwicklungshilfe und der Handelsreform gefährdet die
Sicherheit und das Wohl aller. Die Erfüllung der MDGs und die Wiederaufnahme der
jüngsten WTO-Handelsrunde hingegen versprechen wirtschaftlichen Fortschritt,
Linderung der Armut, Verringerung des Terrorismus und wachsenden sozialen
Frieden. Den Frieden für die Zukunft aufzubauen erfordert heute Gerechtigkeit.
Menschenrechte: Eckpfeiler des Friedens
4. Wie die Entwicklung so ist auch die Wahrung der
Menschenrechte eine Hauptstütze für den Aufbau des Weltfriedens, denn Frieden
besteht darin, daß die Menschen in den ungehinderten Genuß ihrer gottgegebenen
Rechte kommen. Der Heilige Stuhl erachtet die Förderung der Menschenrechte als
eine primäre Form des Dienstes der Vereinten Nationen an der Welt. Er hofft, daß
der neugebildete Rat für Menschenrechte die Gewährleistung dieser Rechte für
alle Völker und die Bürger aller Nationen fördern wird. Die Vielfalt der
Kulturen gestattet Unterschiede in den Schwerpunkten und in der Umsetzung der
Menschenrechte, aber die menschliche Natur, auf der diese Rechte gründen und die
der gesamten menschlichen Gesellschaft gemeinsam ist, läßt es nicht zu, ein
Grundrecht des Menschen zu ignorieren oder es anderen Rechten unterzuordnen.
Jede Regierung muß sich darüber im Klaren sein, daß die Mißachtung grundlegender
Menschenrechte – unter dem Vorwand der Unantastbarkeit der internen
Angelegenheiten eines Staates – der Aufmerksamkeit der internationalen
Gemeinschaft nicht entzogen werden kann.
Auf drei vorrangige Rechte unter den Grundrechten des Menschen
möchte ich ganz besonders hinweisen:
a) Das Recht auf Leben: Der wachsenden Anerkennung der
Heiligkeit des Lebens, die auch von der zunehmenden Ablehnung der Todesstrafe
bezeugt wird, muß der durchgreifende Schutz des menschlichen Lebens entsprechen,
vor allem dann, wenn es am schwächsten ist, das heißt, an seinem Anfang und
seinem natürlichen Ende.
b) Das Recht auf Religionsfreiheit: Die Achtung der
Glaubensfreiheit ist die Achtung der persönlichen Beziehung des gläubigen
Menschen zu Gott – sowohl in ihren individuellen wie in ihren gesellschaftlichen
Aspekten –, denn nichts kann heiliger sein.
c) Das Recht auf Gedanken- und Gewissensfreiheit und auf freie
Meinungsäußerung, einschließlich der Freiheit, Überzeugungen ungehindert zu
vertreten, Ansichten und Informationen auszutauschen, sowie der darauf
beruhenden Pressefreiheit: Die Wahrung dieses Rechts ist notwendig für die
Verwirklichung jeder Person, für die Achtung der Kulturen und den Fortschritt
der Wissenschaft.
Doch müssen wir eingestehen, daß nicht alle Grundrechte – und
vor allem die drei erwähnten – in jeder Nation auf angemessene Weise geschützt
sind und sie in nicht wenigen Staaten offen verweigert werden, selbst in solchen
Staaten, die im Menschenrechtsrat vertreten sind.
Interreligiöser Dialog und Frieden
5. Auch wenn in verschiedenen Fällen die Religion weiterhin auf
zynische Weise für politische Ziele ausgenutzt wird, so ist meine Delegation
doch fest davon überzeugt, daß Religion in ihrer besten, wahrsten und
authentischsten Form eine unerläßliche Kraft für das Wohl, die Eintracht und den
Frieden unter den Völkern ist. Sie appelliert an das Edelste im Wesen der
Menschen. Sie nährt die Hungernden und kleidet die Nackten. Sie heilt die
physischen und psychologischen Wunden des Krieges. Sie bietet Flüchtlingen Asyl
und Migranten Gastfreundschaft. Sie fördert den Frieden in den Herzen, was
wiederum Eintracht in die menschliche Gesellschaft bringt. Sie knüpft Bande der
Solidarität, die jede Form des Mißtrauens überwinden, und durch Vergebung bringt
sie Stabilität in einst gespaltene Gesellschaften.
Vor 20 Jahren versammelte der verstorbene Papst Johannes Paul
II. Vertreter der Weltreligionen zum Gebet und zu einem Zeugnis für den Frieden.
Dieses gemeinsame Zeugnis wurde 1993 während des Krieges in Bosnien und 2002
wiederholt, nach den barbarischen Terroranschlägen am 11. September auf New York
und Washington im vorangegangenen Jahr. Unlängst, am 23. Juli dieses Jahres, lud
Papst Benedikt XVI. angesichts des sich ausweitenden Konflikts im Libanon die
Christen und alle gläubigen Menschen zu einem gemeinsamen Tag des Gebetes und
der Buße ein, um von Gott das Geschenk des Friedens für das Heilige Land und den
Nahen Osten zu erbitten.
In dieser letzten Generation haben die Weltreligionen, ihre
Verantwortlichen und ihre Anhänger immer wieder ihre Bereitschaft zum Dialog und
zur Förderung der Eintracht unter den Völkern gezeigt. Gemeinsam haben die
Religionen der Welt das Vorbild und den Dienst des Dialogs geboten. Ein
aufrichtiger Dialog enthält notwendigerweise die selbstkritische Analyse der
Beziehung unserer Traditionen zu jenen sozialen, politischen und
wirtschaftlichen Strukturen, die anfällig dafür sind, zur Ursache von Gewalt und
Ungerechtigkeit zu werden.
Der Einsatz von Papst Benedikt XVI. für den Dialog
6. Am vergangenen Mittwoch, dem 20. September, wiederholte Papst
Benedikt XVI. seine eindeutige Unterstützung des interreligiösen und
interkulturellen Dialogs und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, daß das, was er
in der Universität von Regensburg gesagt hatte, »Antrieb und Ermutigung zu
einem positiven und auch selbstkritischen Dialog sowohl zwischen den Religionen
als auch zwischen der modernen Vernunft und dem Glauben der Christen sein«
kann (Ansprache bei der Generalaudienz; in O.R. dt., Nr. 39,
29.9.2006, S. 2). Bekanntlich brachte der Papst sein Bedauern darüber zum
Ausdruck, daß einige Stellen seiner akademischen Ansprache Anlaß zu
Fehlinterpretationen geben konnten. In Wahrheit wollte er erklären, daß »nicht
Religion und Gewalt, sondern Religion und Vernunft zusammengehören« (ebd.),
im Kontext der Kritik an einer Gesellschaft, die versucht, Gott aus dem
öffentlichen Leben auszuschließen. Vor zwei Tagen, beim Empfang der beim
Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter der muslimischen Länder, fügte er
hinzu: »Die Lehren der Vergangenheit sollen uns … helfen, nach Wegen der
Versöhnung zu suchen, um im Hinblick auf eine fruchtbare Zusammenarbeit im
Dienst der ganzen Menschheit in der Achtung vor der Identität und Freiheit eines
jeden zu leben. … Achtung und Dialog verlangen Gegenseitigkeit in allen
Bereichen, vor allem in Fragen der Grundfreiheiten, und hier im besonderen der
Religionsfreiheit« (in O.R. dt., Nr. 39, 29.9.2006, S. 5).
Auch wenn einerseits die religiöse Motivierung der Gewalt
jeglichen Ursprungs klar und entschieden zurückgewiesen werden muß, muß man
andererseits jedoch hervorheben, daß im politischen Leben der Beitrag der
religiösen Sichtweise der Welt und der Menschheit nicht ignoriert werden darf.
Wenn, wie der Papst betonte, die Vernunft sich taub stellen würde gegenüber dem
Göttlichen und Religion in den Bereich der Subkultur abgedrängt würde, dann käme
es automatisch zu gewaltsamen Reaktionen, und gewaltsame Reaktionen sind stets
eine Verfälschung wahrer Religion. Indem er die Offenheit politischer und
kultureller Aktivität für die Transzendenz verteidigte, beabsichtigte der
Heilige Vater nichts anderes, als einen entscheidenden Beitrag zum Dialog
zwischen den Kulturen zu leisten und das westliche Denken für das reiche Erbe
aller Religionen zu öffnen.
Es ist Aufgabe aller Beteiligten – der bürgerlichen Gesellschaft
wie der Staaten –, Religionsfreiheit und eine gesunde gesellschaftliche Toleranz
zu fördern, die Extremisten bereits entwaffnet bevor sie beginnen können, andere
mit ihrem Haß gegen das Leben und die Freiheit anzustecken. Das wird ein
wesentlicher Beitrag zum Frieden unter den Völkern sein, denn der Friede kann
nur aus den Herzen der Menschen geboren werden.
Schluß
7. Dies ist mein aufrichtiger Wunsch und abschließend habe ich
nun die Ehre, Ihnen, Frau Präsidentin, und den hier vertretenen Völkern die
herzlichen Grüße Seiner Heiligkeit Papst Benedikts XVI. zu übermitteln. Für die
Beratungen dieser Generalversammlung erbittet er den reichen Segen des
allmächtigen Gottes.
Vielen Dank, Frau Präsidentin.