<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>vatican.va</title><link>https://www.vatican.va</link><description>vatican.va</description><language>de</language><item><title><![CDATA[Generalaudienz, 2. September 2026]]></title><pubDate>Wed, 02 Sep 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260902-udienza-generale.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260902-udienza-generale.html</guid><description><![CDATA[<!-- Wed, 02 Sep 2026 11:20:09 +0200 --> <p><b>Speaker:</b></p>
<p>Liebe Brüder und Schwestern, im Rahmen unserer Katechesereihe zu den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnen wir heute mit der Pastoralen Konstitution <i>Gaudium et Spes</i>. Ihr Thema ist die Beziehung der Kirche zur Welt von heute: Dabei stehen die Unterscheidung der Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums und – daran anschließend – das ermutigende Zeugnis inmitten der Welt im Mittelpunkt. So sind also »Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, […] auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi« (<i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">GS</a></i> 1). Die Kirche ist daher dazu bestimmt, »unter Führung des Geistes, des Trösters, das Werk Christi selbst weiterzuführen, der in die Welt kam, um der Wahrheit Zeugnis zu geben; zu retten, nicht zu richten; zu dienen, nicht sich bedienen zu lassen« (<i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">GS</a></i> 3).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Santo Padre:</b></p>
<p>Saluto cordialmente i pellegrini di lingua tedesca. Partecipiamo con gioia e speranza all’opera evangelizzatrice della Chiesa perché la luce di Cristo possa risplendere nei cuori di tutti gli uomini.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Speaker:</b></p>
<p>Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache. Nehmen wir mit Freude und Hoffnung am Evangelisierungswerk der Kirche teil, damit das Licht Christi in den Herzen aller Menschen erstrahlen möge.</p>
]]></description></item><item><title><![CDATA[Heilige Messe für die Bewahrung der Schöpfung (Borgo Laudato si’, Gärten der Päpstlichen Villen von Castel Gandolfo, 1. September 2026)]]></title><pubDate>Tue, 01 Sep 2026 18:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260901-messa-custodia-creazione.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260901-messa-custodia-creazione.html</guid><description><![CDATA[<!-- Tue, 01 Sep 2026 19:18:50 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern</i>,</p> 
<p>in den Lesungen, die f&uuml;r die heutige Liturgie, den Weltgebetstag f&uuml;r die Bewahrung der Sch&ouml;pfung, ausgew&auml;hlt worden sind, werden wir zweimal eingeladen, &uuml;ber die Werke des Herrn nachzudenken – etwas, das uns inmitten dieser wundersch&ouml;nen G&auml;rten sicherlich nicht schwerf&auml;llt.</p> 
<p>Das Buch der Weisheit fordert uns dazu auf, die Sch&ouml;nheit und die Gewaltigkeit der Sch&ouml;pfung zu betrachten, um ihren Sch&ouml;pfer w&uuml;rdigen zu k&ouml;nnen (vgl. <i>Weish</i> 13,1-9). Es ist oberfl&auml;chlich, sich mit der Betrachtung des Feuers, des Windes, des st&uuml;rmischen Wassers oder der Sterne am Himmel zu begn&uuml;gen, ohne dabei zum Sch&ouml;pfer all dieser Wunder zur&uuml;ckzugehen.</p> 
<p>Der <i>Psalm</i> 18 spornt uns dazu an, den Blick zu erheben, um den Himmel zu betrachten, der von der Herrlichkeit Gottes erz&auml;hlt, und das Firmament, das das Werk seiner H&auml;nde verk&uuml;ndet. Die ganze Sch&ouml;pfung spricht zu uns von der Erhabenheit des Sch&ouml;pfers, sofern unser Blick und unser Herz f&uuml;r dieses gro&szlig;e Geheimnis offen sind.</p> 
<p>Auch der Text des Matth&auml;usevangeliums (vgl. <i>Mt</i> 6,24-34) l&auml;dt uns zur Betrachtung der Sch&ouml;pfung ein und unterstreicht dabei die besondere Liebe des Herrn zum Menschen. Wenn wir voller Staunen die V&ouml;gel des Himmels und die Lilien auf dem Feld bewundern, die in den Augen des Sch&ouml;pfers so wertvoll sind, dann verstehen wir, wie gro&szlig; die Liebe Gottes zu uns ist. Wenn es der Herr n&auml;mlich nicht vers&auml;umt, Pflanzen und Tieren &uuml;ppige Sch&ouml;nheit zu verleihen und f&uuml;r alles N&ouml;tige zu sorgen, um wie viel mehr wird er dann auf die Bed&uuml;rfnisse seiner geliebten S&ouml;hne und T&ouml;chter achten!</p> 
<p>W&auml;hrend wir heute Abend der Einladung folgen, innezuhalten und vor den Werken Gottes nachzudenken, beginnen wir die „Sch&ouml;pfungszeit“, einen f&uuml;nfw&ouml;chigen Zeitraum, der dem Gebet und dem Engagement f&uuml;r die Bewahrung unseres „gemeinsamen Hauses“ gewidmet ist. Lasst uns daher heute und an den kommenden Tagen ein paar Minuten Pause vom Trubel des Alltags einlegen, um die gro&szlig;e Harmonie zu genie&szlig;en, deren Teil wir sind. Stellen wir f&uuml;r all die Ger&auml;usche menschlicher Werke die „Stummschaltung“ ein, um der wohlklingenden Stimme der Sch&ouml;pfung zu lauschen, durch die Gott, der Sch&ouml;pfer aller Dinge, zu uns spricht.</p> 
<p>Diese kontemplative &Uuml;bung, die die Begegnung mit dem Herrn beg&uuml;nstigt, ist ein erster Schritt hin zu &raquo;einer echten &ouml;kologischen Umkehr, wo die Auswirkungen unserer Begegnung mit Jesus Christus in unserer Beziehung zur uns umgebenden Welt deutlich sichtbar werden&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html">Botschaft zum 11. Weltgebetstag f&uuml;r die Bewahrung der Sch&ouml;pfung</a></i>).</p> 
<p>Aus der Betrachtung der Sch&ouml;pfung und aus der Begegnung mit dem Sch&ouml;pfer entsteht das Bewusstsein f&uuml;r unseren besonderen Platz innerhalb des wunderbaren Plans Gottes und f&uuml;r unsere pers&ouml;nliche und gemeinschaftliche Verantwortung f&uuml;r die Bewahrung der urspr&uuml;nglichen Harmonie. So entsteht aus dem Bewusstsein unserer Unzul&auml;nglichkeiten und Fehler ein neues Engagement, um die Beziehungen unter den Gesch&ouml;pfen nach dem Willen ihres Sch&ouml;pfers wiederherzustellen.</p> 
<p>Deshalb wiederholt die Botschaft zum heutigen Tag &raquo;de[n] prophetische[n] Aufruf, „Schwerter zu Pflugscharen umzuschmieden“ (<i>Jes</i> 2,4), […], Leid in Leben zu verwandeln&laquo;. Es ist noch nicht zu sp&auml;t, und die Sch&ouml;pfungszeit ruft uns zu einer tiefgreifenden Umkehr auf: &raquo;Was zur Zerst&ouml;rung genutzt wurde, kann nun f&uuml;r das Leben eingesetzt werden, zur Sorge f&uuml;r die Armen, zur Ern&auml;hrung der Hungernden und zur Bewahrung der Sch&ouml;pfung&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html">Botschaft zum 11. Weltgebetstag f&uuml;r die Bewahrung der Sch&ouml;pfung</a></i>).</p> 
<p>Der Zeitraum, den wir heute er&ouml;ffnen, endet am kommenden 4. Oktober, dem Tag, an dem wir den 800. Jahrestag des <i>Transitus </i>des heiligen Franz von Assisi begehen werden. Papst Franziskus hat sich insbesondere von ihm inspirieren lassen, als er seine Enzyklika <i>Laudato si’</i> verfasste und als er dieses Dorf ins Leben rief, in dem wir uns nun befinden.</p> 
<p>Verbinden wir uns also im Geiste mit dem „Poverello“ von Assisi und machen wir uns seinen Lobgesang zu eigen:</p> 
<p>&raquo;Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Gesch&ouml;pfen,<br /> besonders dem Herrn Bruder Sonne, […].<br /> Gelobt seist du, mein Herr, f&uuml;r Schwester Mond und die Sterne. […].<br /> Gelobt seist du, mein Herr, f&uuml;r Bruder Wind, […].<br /> Gelobt seist du, mein Herr, f&uuml;r Schwester Wasser. […].<br /> Gelobt seist du, mein Herr, f&uuml;r Bruder Feuer, […].<br /> Gelobt seist du, mein Herr, f&uuml;r unsere Schwester Mutter Erde, die uns erh&auml;lt und lenkt.&laquo;</p> 
<p>Lasst uns zusammen mit dem heiligen Franz von Assisi unser Engagement erneuern, jene universale Geschwisterlichkeit zu leben und zu f&ouml;rdern, die mit der Aufgabe, die Sch&ouml;pfung zu bewahren, untrennbar verbunden ist.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Videobotschaft - „Bete mit dem Papst“ - September 2026: Für Sorgfalt beim Umgang mit Wasser]]></title><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 15:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/prayers/documents/20260901-popesprayer-settembre.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/prayers/documents/20260901-popesprayer-settembre.html</guid><description><![CDATA[<!-- Tue, 01 Sep 2026 14:53:41 +0200 --> <p style="text-align: center;"><b>SEPTEMBER: F&uuml;r Sorgfalt beim Umgang mit Wasser</b></p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p>Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.</p> 
<p>Herr des Lebens,<br /> du hast uns das Wasser geschenkt,<br /> Quelle der Fruchtbarkeit, der Erfrischung und der Hoffnung.<br /> Es stillt den Durst, macht die Erde fruchtbar und heilt die Wunden.</p> 
<p>Wir danken dir,<br /> denn das Wasser ist auch ein Sinnbild f&uuml;r deine Gnade und deine Liebe,<br /> die uns durch die Taufe erneuern.<br /> Heute bitten wir dich: lehre uns, es mit Dankbarkeit, Gerechtigkeit und<br /> Verantwortung zu h&uuml;ten.</p> 
<p>Vergib uns, dass wir es zu einer Ware gemacht haben – darauf vergessend,<br /> dass ein universelles Geschenk ist,<br /> ein Recht ohne Grenzen, das allen deinen Kindern zusteht.<br /> Mit Schmerz blicken wir auf die vielen Br&uuml;der und Schwestern, <br /> die kein Trinkwasser haben,<br /> die kilometerweit laufen m&uuml;ssen, um welches zu finden,<br /> und die wegen des Mangels an Wasser krank werden.</p> 
<p>Gib, dass uns dein Geist zu Pilgern des Wesentlichen macht;<br /> f&auml;hig, gen&uuml;gsam zu leben,<br /> Verschwendung und Umweltverschmutzung anzuprangern<br /> und das Recht eines jeden Menschen zu verteidigen,<br /> ohne Angst und ohne Ungleichheit trinken zu k&ouml;nnen.</p> 
<p>M&ouml;ge unser Umgang mit dem Wasser<br /> ein Zeichen sein f&uuml;r die Liebe zum Sch&ouml;pfer <br /> und unseren Einsatz f&uuml;r das Leben der &Auml;rmsten,<br /> indem wir die kommenden Generationen dazu erziehen,<br /> die Ressourcen der Erde zu sch&auml;tzen und zu sch&uuml;tzen.</p> 
<p>Amen.</p> 
<p style="text-align: center;"><br /> &nbsp;__________________________</p> 
<p style="text-align: center;"><a href="https://www.popesprayer.va/">Pope's Wordwide Prayer Network</a></p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Angelus, 30. August 2026]]></title><pubDate>Sun, 30 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260830-angelus.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260830-angelus.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 30 Aug 2026 12:58:20 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, guten Tag und einen sch&ouml;nen Sonntag!</i></p> 
<p>Das heutige Evangelium berichtet uns, wie Jesus seinen J&uuml;ngern das Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung offenbart, die bevorstehen: Der Messias, so sagt er, &raquo;m&uuml;sse nach Jerusalem gehen und von den &Auml;ltesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, er m&uuml;sse get&ouml;tet und am dritten Tag auferweckt werden&laquo; (<i>Mt</i> 16,21).</p> 
<p>Was er ihnen sagt, ist sehr weit von den Erwartungen entfernt, die sie an einen siegreichen und m&auml;chtigen Messias haben, mit dessen Hilfe sie die Feinde besiegen und mit F&uuml;&szlig;en treten k&ouml;nnen (vgl. <i>Ps</i> 108,14). W&auml;hrend der Zeit, die sie mit ihm verbracht hatten, hatten sie bereits Gelegenheit gehabt, &uuml;ber viele seiner Taten und Worte zu staunen. Diese letzte Botschaft geht jedoch wirklich &uuml;ber alle Erwartungen hinaus. Besonders Petrus bringt sein Missfallen zum Ausdruck und weist Jesus zurecht, indem er zu ihm sagt: &raquo;Das soll Gott verh&uuml;ten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!&laquo; (V. 22).</p> 
<p>Kurz zuvor hatte er in ihm &raquo;de[n] Christus, de[n] Sohn des lebendigen Gottes&laquo; (V. 16) erkannt. Jetzt aber macht er ihm Vorw&uuml;rfe, &uuml;berrascht und vielleicht entt&auml;uscht von dem, was er h&ouml;rt – ganz im Gegensatz zu dem wunderbaren Glaubensbekenntnis, das er kurz zuvor abgelegt hatte. Petrus scheint ihm zu sagen: „Ja, ich glaube, dass du der Messias bist, aber so rettet man die Welt nicht.“ Sein Verhalten entspringt seinem Eifer und ist sicherlich von aufrichtiger Liebe beseelt, doch es gibt uns dennoch Anlass zum Nachdenken.</p> 
<p>Denn es ist auch f&uuml;r uns nicht immer leicht, Gottes Wege zu verstehen und anzunehmen, insbesondere wenn sie von unseren eigenen sehr weit entfernt sind. Dann geraten wir in die Versuchung, entgegen jeder Logik des Glaubens zu denken, dass es der Herr sei, der sich irrt, oder schlimmer noch, dass er uns nicht zuh&ouml;rt oder sich nicht f&uuml;r uns interessiert. Im Hinblick auf diese Unklarheit lehrt uns Petrus, trotz seiner Impulsivit&auml;t, zwei wichtige Dinge.</p> 
<p>Das Erste ist, den Dialog mit dem Herrn nie zu unterbrechen, selbst in derartigen Augenblicken, sondern ihm auch unsere Schwierigkeiten mitzuteilen, das zu verstehen, was er von uns m&ouml;chte.</p> 
<p>Das Zweite ist hingegen, dass wir Gottes Wirken nie beurteilen, sondern im Gebet mit Demut auf das h&ouml;ren, was er uns durch sein Handeln offenbart, auch wenn es nicht unseren Erwartungen entspricht.</p> 
<p>Und auch darin zeigt sich die Gr&ouml;&szlig;e des Ersten unter den Aposteln.</p> 
<p>Jesus antwortet ihm: &raquo;Tritt hinter mich, du Satan!&laquo; (V. 23) und er erkl&auml;rt ihm und den anderen J&uuml;ngern, dass sie sich selbst verleugnen, ihr Kreuz auf sich nehmen und ihm nachfolgen m&uuml;ssen, um in seine Fu&szlig;stapfen treten zu k&ouml;nnen (vgl. V. 24). Petrus wird dies tun: Nachdem er ihm zugeh&ouml;rt hat, wird er diese Herausforderung annehmen und den Worten des Christus treu bleiben, den er als seinen Erl&ouml;ser erkannt hat – sein ganzes Leben lang, bis zum Martyrium.</p> 
<p>Bitten wir den Herrn also darum, dass auch wir in unserem Glaubensleben und in unserem Gebet dieselbe Aufrichtigkeit wie Petrus haben, indem wir ihm dem&uuml;tig sagen, was wir wirklich empfinden, auch wenn unser Herz verwirrt ist, und dass wir zugleich dieselbe Verf&uuml;gbarkeit wie Petrus hegen, indem wir das annehmen, was der Herr von uns verlangt, auch wenn es &uuml;ber unsere Erwartungen hinausgeht.</p> 
<p>M&ouml;ge uns Maria dabei helfen, die den Pl&auml;nen Gottes bis unter das Kreuz ihres Sohnes Jesus gehorsam war.</p> 
<p>___________________________</p> 
<p><b>Nach dem Angelusgebet</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</p> 
<p>aus Haiti erreichen uns tragische Nachrichten &uuml;ber ein schweres Massaker in Kenscoff, bei dem viele Menschen get&ouml;tet und andere als Geiseln genommen wurden. Ich versichere den Opfern und ihren Angeh&ouml;rigen meine Verbundenheit im Gebet und fordere die unverz&uuml;gliche Freilassung aller Geiseln. Ich richte einen eindringlichen Appell an alle Verantwortlichen, sich entschlossen f&uuml;r die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung einzusetzen und allen Formen von Gewalt ein Ende zu setzen.</p> 
<p>Ich versichere die Betroffenen der schrecklichen &Uuml;berschwemmung in Nepal und Tibet meiner Gebete. Lasst uns f&uuml;r die Verstorbenen, f&uuml;r die Verletzten und Vermissten, f&uuml;r die Familien und f&uuml;r die Rettungskr&auml;fte beten. M&ouml;ge die Hilfsbereitschaft aller dazu beitragen, das Leid zu lindern und der Bev&ouml;lkerung die notwendige Unterst&uuml;tzung zukommen zu lassen.</p> 
<p>Beten wir auch weiterhin f&uuml;r den Frieden. Der heilige Augustinus, dessen Gedenktag wir in diesen Tagen gefeiert haben, sagte, dass &raquo;der Friede […] dem Brot des Wunders &auml;hnelt, das sich in den H&auml;nden der J&uuml;nger vermehrte, w&auml;hrend sie es brachen und austeilten&laquo; (<i>Sermo</i> <i>357</i>, 2). M&ouml;gen diejenigen in der Welt zahlreicher werden, die mutig das Brot des Friedens brechen und austeilen, indem sie Spaltungen &uuml;berwinden, Gerechtigkeit f&ouml;rdern und Vergebung &uuml;ben – zum Wohle aller.</p> 
<p>Am Dienstag begehen wir den Weltgebetstag f&uuml;r die Bewahrung der Sch&ouml;pfung. Damit beginnt die – von Christen verschiedener Konfessionen begangene – Sch&ouml;pfungzeit, deren Thema in diesem Jahr „Lebendiges Wasser“ lautet. Wie ich in der <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html">Botschaft zu diesem Tag</a> in Erinnerung gerufen habe, erfordert die Sorge f&uuml;r unser gemeinsames Haus eine Bekehrung des Herzens, damit das, was bislang zur Zerst&ouml;rung eingesetzt wurde, k&uuml;nftig vielmehr dem Leben zugutekommt. Ich lade alle ein, sich im Gebet und im Handeln einzubringen, damit wir zu Kan&auml;len f&uuml;r das lebendige Wasser von Gottes Frieden werden und unsere verwundete Welt erquicken.</p> 
<p>Ich gr&uuml;&szlig;e euch alle, die Gl&auml;ubigen aus Castel Gandolfo und die Pilger aus verschiedenen L&auml;ndern! Besonders willkommen hei&szlig;e ich die Teilnehmer der Wohlt&auml;tigkeitsveranstaltung <i>Run to Rome</i>, die Jugendlichen, die sich auf den Pilgerweg der <i>Via Lucis</i> begeben haben, die Gruppe von Verehrern der <i>Madonna dei Miracoli</i> aus Corbetta sowie die Motorradfahrer, die zu ihrem j&auml;hrlich stattfindenden Treffen hier sind.</p> 
<p>Ich danke den Ordnungskr&auml;ften und all jenen, die zu meinem Sommeraufenthalt hier in Castel Gandolfo sowie zu den Sicherheitsvorkehrungen w&auml;hrend der Begegnungen mit den Pilgern beigetragen haben. Vielen Dank!</p> 
<p>Und ich gr&uuml;&szlig;e die Gl&auml;ubigen herzlich, die den Angelus auf dem Petersplatz verfolgen.</p> 
<p>Ich w&uuml;nsche allen einen sch&ouml;nen Sonntag!</p> 
<p>&nbsp;</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Heilige Messe und Bootsprozession zum Fest der "Madonna vom See" in Castel Gandolfo (29. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 29 Aug 2026 18:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260829-processione-castelgandolfo.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260829-processione-castelgandolfo.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:12:11 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</i></p> 
<p>ich freue mich, mit euch das Fest der &raquo;Muttergottes vom See&laquo; zu feiern, wie es in der Vergangenheit bereits einige meiner Vorg&auml;nger getan haben: der heilige Paul VI., der den Bau dieser Maria geweihten Kirche gew&uuml;nscht und unterst&uuml;tzt und sie geweiht hat, sowie der heilige Johannes Paul II., der hier ihre Verehrung in Erinnerung rufen und ihre Botschaft erneuern wollte.</p> 
<p>Der Wortgottesdienst bietet uns Texte, die gut zu diesem traditionellen Fest passen.</p> 
<p>In der ersten Lesung spricht der Prophet Jeremia von seinem unwiderstehlichen Bed&uuml;rfnis, dem Ruf zu folgen, den er empfangen hat: &raquo;Du hast mich bet&ouml;rt, o Herr&laquo;, sagt er, &raquo;und ich lie&szlig; mich bet&ouml;ren […]. So brannte in meinem Herzen ein Feuer […]. Ich m&uuml;hte mich, es auszuhalten, vermochte es aber nicht&laquo; (<i>Jer</i>&nbsp; 20,7.9). Gott hat ihm offenbart, dass er ihn schon im Mutterleib erkannt und auserw&auml;hlt hat (vgl. <i>ebd</i> . 1,5) und dass er sein Volk mit ewiger Liebe liebt (vgl. <i>ebd</i> . 31,3). Er hat zu ihm &uuml;ber seinen Heilsplan gesprochen, und Jeremia kann nicht l&auml;nger schweigen. Er versp&uuml;rt einen unb&auml;ndigen Drang, allen seine Botschaft zu verk&uuml;nden, auch wenn er wei&szlig;, dass dies bedeutet, Dinge sagen und tun zu m&uuml;ssen, die vielen nicht gefallen werden, und dass er Leid und Unverst&auml;ndnis erfahren wird, bis dahin, dass er &raquo;den ganzen Tag nur Hohn und Spott&laquo; erf&auml;hrt (V. 7). Doch die Liebe treibt ihn an, zum Wohl seines Volkes zu handeln, ohne Kompromisse, bis zum Ende.</p> 
<p>Das lehrt uns auch Jesus im Evangelium. Kurz zuvor hat er f&uuml;nftausend Menschen mit f&uuml;nf Broten und zwei Fischen gespeist (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 14,15-21) und danach weitere viertausend mit sieben Broten und ein paar kleinen Fischen (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 15,32-38). Nun erkl&auml;rt er seinen J&uuml;ngern, jenseits des Erfolgs, den diese Taten hatten, die messianische Bedeutung dessen, was er vollbracht hat: Er offenbart ihnen, dass er &raquo;nach Jerusalem gehen und von den &Auml;ltesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden [werde], er m&uuml;sse get&ouml;tet und am dritten Tag auferweckt werden&laquo; (<i>Mt</i>&nbsp; 16,21).</p> 
<p>Jesus erkl&auml;rt, wie er nach den vielen vollbrachten Wundern seine Herrlichkeit endg&uuml;ltig offenbaren wird: indem er sein Leben freiwillig opfert (vgl. <i>Joh</i>&nbsp; 10,17-18) und sich selbst am Kreuz als gebrochenes Brot darbringt. Und er betont, dass jeder, der seine Mission fortsetzen will, dasselbe tun muss: &raquo;Wenn einer hinter mir hergehen will&laquo;, so sagt er uns, &raquo;verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach&laquo; (<i>Mt</i>&nbsp; 16,24).</p> 
<p>So offenbart Jesus, dass nur die Liebe rettet. Die Liebe, die Gott uns gezeigt hat, indem er Mensch wurde, f&uuml;r uns starb und auferstand, und als Antwort darauf die Liebe, mit der auch wir uns dem&uuml;tig ihm und unseren Br&uuml;dern und Schwestern hingeben:&nbsp; in der treuen Best&auml;ndigkeit der t&auml;glichen N&auml;chs-tenliebe ebenso wie in den au&szlig;ergew&ouml;hnlichsten Gesten, bis hin zum Martyrium, wie es leider auch heute noch vielen Christen in verschiedenen Teilen der Welt widerf&auml;hrt.</p> 
<p>Der heilige Augustinus sagte, dass &raquo;die Freude des Erntearbeiters […] die Absicht des S&auml;manns offenbart&laquo; (<i>Sermo</i>&nbsp; 330, 2), und wir m&ouml;chten uns seine Haltung zu eigen machen: Mit Gottes Hilfe wollen wir &uuml;berall auf der Welt die Samen seiner unendlichen Liebe ausstreuen, unerm&uuml;dlich, ohne Ma&szlig;, damit heute und immer sich jemand freuen kann, wenn er die Fr&uuml;chte erntet.</p> 
<p>Leider verstehen nicht alle die Sch&ouml;nheit, die G&uuml;te und die Konkretheit dieses Traums des Sch&ouml;pfers; ja, viele halten ihn sogar f&uuml;r eine Utopie. Die andere Wange hinzuhalten (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 5,39), so sagen sie, sei etwas f&uuml;r Verlierer, angesichts von Ablehnung dennoch zu geben sei naiv, grenzenlos zu vergeben (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 18,21-22) sei etwas f&uuml;r Schwache. Das ist nicht verwunderlich. Selbst f&uuml;r Petrus war es schwierig, diese neue und andersartige Denkweise zu akzeptieren (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 16,22). Doch Jesus bleibt unnachgiebig: Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens.</p> 
<p>Machen wir uns nichts vor. Hass und Gewalt bringen nichts Gutes, sondern nur Zerst&ouml;rung und Tod, immer, auch wenn sie eine Antwort auf erlittene Ungerechtigkeiten sein m&ouml;gen. Wir sehen es jeden Tag, vom Kleinen unseres h&auml;uslichen Lebens bis zur gro&szlig;en Weltb&uuml;hne. Alles best&auml;tigt, was Jesus uns gelehrt hat: &raquo;Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden&laquo; (<i>Mt</i>&nbsp; 16,25).</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwes-tern, wir brauchen so sehr Leben, Hoffnung, Zuversicht und Frieden, und dies in uns selbst, in unseren St&auml;dten, unter den V&ouml;lkern und Nationen. Deshalb d&uuml;rfen wir, ganz gleich, wie schwer die Wunde, wie gro&szlig; die Kr&auml;nkung auch sein mag, nicht zulassen, dass das B&ouml;se unsere Menschlichkeit entstellt und unser Herz verdirbt! Passen wir uns nicht der Mentalit&auml;t der Welt an (vgl. <i>R&ouml;m</i>&nbsp; 12,2). Wir wollen weiterhin lieben, geben und vergeben und uns selbst &raquo;als lebendiges, heiliges und Gott wohlgef&auml;lliges Opfer&laquo; (<i>Mt</i>&nbsp; 16,1) darbringen, um in uns und in anderen die unendliche W&uuml;rde des g&ouml;ttlichen Ebenbildes, das wir in unserer Seele tragen, zu bewahren und wachsen zu lassen. Und lassen wir uns nicht entmutigen, wenn es schwer ist: Unsere Kraft liegt im Herrn, und mit seiner Hilfe ist alles m&ouml;glich (vgl.<i> Phil</i>&nbsp; 4,13).</p> 
<p>Daran erinnert uns auch die Prozession auf dem See, die wir gleich abhalten werden. Sie verweist auf ein weiteres Wunder Jesu, das kurz vor den Ereignissen geschah, von denen wir geh&ouml;rt haben, als n&auml;mlich der Meister auf dem See von Tiberias die ver&auml;ngs-tigten J&uuml;nger erreichte, indem er auf dem Wasser ging, und sie an Land f&uuml;hrte, indem er den Sturm stillte (vgl. <i>Mt</i>&nbsp; 8,23-27). Gerade als sie am meisten Angst hatten und den Gegenwinden ausgeliefert waren, ermahnte er sie, Vertrauen zu haben und zu beten, um wieder Frieden zu finden und gemeinsam mit ihm weiter auf das ersehnte Ziel zuzusteuern.</p> 
<p>Mit diesem Glauben nehmen wir heute Abend an der Eucharistie teil. Auf dem Altar bringen wir uns selbst dar, zusammen mit Brot und Wein. Und der Herr vereint unsere Gaben mit den seinen, weiht sie und schenkt sie uns wieder, verwandelt in seinen Leib und sein Blut, damit wir sie miteinander teilen als Nahrung f&uuml;r den Weg. Dann werden wir, wie die J&uuml;nger, gemeinsam das Ufer verlassen und das Bild Mariens, unseres Vorbilds und unserer F&uuml;hrerin, mit uns tragen, um den Segen, den wir empfangen haben, an die Ufer des Sees zu bringen.</p> 
<p>Es sind einfache Gesten, mit denen wir unser Vertrauen auf Gott und unsere kindliche Verehrung seiner heiligsten Mutter erneuern. Und sie sind umso bewegender, da sie – wie der heilige Paul VI. gerne in Erinnerung rief – durch die F&uuml;rsorge erm&ouml;glicht werden, mit der die kleine Gemeinschaft, die hier lebt, diesen Ort des Friedens das ganze Jahr &uuml;ber bewahrt, damit sich in feierlichen Momenten das ganze Volk Gottes dort versammeln kann, genau wie Maria, die in ihrem Scho&szlig; und im Haus von Nazaret den menschgewordenen Sohn Gottes aufgenommen hat, damit sein Heil alle erreichen m&ouml;ge.</p> 
<p>So wird dieser Ort der Marienverehrung auch zu einem Zeichen daf&uuml;r, wie sich die Kirche Tag f&uuml;r Tag bem&uuml;ht, dass uns allen ein einziger Leib wird – im Gebet, in der Gesinnung, in den Vors&auml;tzen, in der geordneten und einm&uuml;tigen Entfaltung unseres Zusammenseins –, und&nbsp; ein Symbol der Liebe, mit der der Herr durch seine allerseligste Mutter zu uns kommen wollte als einer von uns, indem er sich unter die gro&szlig;e Schar unserer Menschheit gemischt hat (vgl. <i>Predigt von Paul VI. zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel</i> , 15. August 1977).</p> 
<p>Suchen wir heute Abend die N&auml;he Jesu und Mariens, des Sohnes und der Mutter, um vereint – nicht nur auf dem See, sondern in allen N&auml;chten der Welt – ein tr&ouml;stlicher Widerschein der Gegenwart Gottes und ein unwiderstehliches Echo seiner Liebe zu sein, die zum Lieben einl&auml;dt.</p> 
<p style="text-align: center;">* * *</p> 
<p><i>Nach der Prozession sprach der Papst vor dem Marienbild das folgende Gebet:</i></p> 
<p><br /> O Maria, allerseligste Jungfrau,</p> 
<p>Frau des H&ouml;rens und des Dienens, an dich wenden wir uns mit kindlichem Herzen.</p> 
<p>Deiner m&uuml;tterlichen F&uuml;rsprache vertrauen wir die Kirche an, damit sie stets dem Evangelium treu sei, mutig in der Verk&uuml;ndigung, dem&uuml;tig im Dienst und beharrlich in der N&auml;chstenliebe.</p> 
<p>Deinem liebevollen Schutz vertrauen wir alle V&ouml;lker der Erde an: Schau wohlwollend auf deine vom Krieg verwundeten Kinder und st&auml;rke in allen den Wunsch nach Frieden. Wo Hass w&auml;chst, lehre uns Vergebung; wo Angst herrscht, schenke uns wieder Hoffnung.</p> 
<p>Richte deinen f&uuml;rsorglichen Blick auf die Kinder, die Alten, die Kranken, die Familien, die Jugendlichen und alle, die in Einsamkeit leben.</p> 
<p>St&auml;rke all jene, die Verantwortung im &ouml;ffentlichen Leben tragen, damit sie stets Gerechtigkeit, Freiheit, die W&uuml;rde jedes Menschen und das Gemeinwohl f&ouml;rdern.</p> 
<p>Besch&uuml;tze alle, die in dieser Gegend leben, alle, die auf diesem See arbeiten, die Pilger und alle, die hier Frieden und Erholung suchen.</p> 
<p>Lass jeden, der auf dich schaut, den Weg wiederfinden, der zu Christus f&uuml;hrt, dem einzigen Retter der Welt.</p> 
<p>Der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.</p> 
<p>&nbsp;</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Generalaudienz 26. August 2026]]></title><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260826-udienza-generale.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260826-udienza-generale.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:17:53 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern!</i></p> 
<p>In dieser letzten Katechese &uuml;ber die Konstitution <i>Sacrosanctum Concilium </i>&nbsp;m&ouml;chte ich heute &uuml;ber die Gr&uuml;nde sprechen, aus denen heraus die Konzilsv&auml;ter eine Reform der Liturgie voranbringen wollten. In diesem Zusammenhang ist der dritte <i>Brief vom Konzil</i>, den Kardinal Giovanni Battista Montini, damals Erzbischof von Mailand, am 28. Oktober 1962 an die Gl&auml;ubigen seiner Kirche sandte, sehr aufschlussreich. Die Liturgie, so schrieb er, &raquo;bringt sowohl das G&ouml;ttliche als auch das Menschliche aufrichtig zum Ausdruck. Sie ist eine Sprache. Sie ist einerseits Tr&auml;ger g&ouml;ttlicher Lehre, sie ist die Stimme des Gespr&auml;chs mit Gott. Gewiss kann sie auf die didaktische Funktion nicht verzichten, und sie muss dem Glauben und der Fr&ouml;mmigkeit die M&ouml;glichkeit geben, sich unmittelbar verst&auml;ndlich auszudr&uuml;cken&laquo;<sup>1</sup> . Von diesen &Uuml;berzeugungen bewegt sagte der sp&auml;tere heilige Papst Paul VI., dass die Gl&auml;ubigen &raquo;nicht stumm und passiv bleiben k&ouml;nnen und d&uuml;rfen. Ihre physische Anwesenheit ist mit ihrer geistigen Abwesenheit unvereinbar&laquo;<sup>2</sup> .<br /> <br /> Diese Aussagen stehen ganz offensichtlich im Einklang mit denen, die sp&auml;ter unter der Nr. 48 der Konzilskonstitution erscheinen: &raquo;So richtet die Kirche ihre ganze Sorge darauf, dass die Christen diesem Geheimnis des Glaubens nicht wie Au&szlig;enstehende und stumme Zuschauer beiwohnen; sie sollen vielmehr durch die Riten und Gebete dieses Mysterium wohl verstehen lernen und so die heilige Handlung bewusst, fromm und t&auml;tig mitfeiern, sich durch das Wort Gottes formen lassen, am Tisch des Herrenleibes St&auml;rkung finden. Sie sollen Gott danksagen und die unbefleckte Opfergabe darbringen nicht nur durch die H&auml;nde des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm und dadurch sich selber darbringen lernen. So sollen sie durch Chris-tus, den Mittler, von Tag zu Tag zu immer vollerer Einheit mit Gott und untereinander gelangen.&laquo; Diesen Worten ist ein erneuertes Bewusstsein f&uuml;r die Bedeutung der Liturgie zu entnehmen. Durch die rituellen Handlungen der Kirche wird das Heilswirken vergegenw&auml;rtigt und die M&ouml;glichkeit geboten, eine wahre Beziehung zu Gott zu leben und mit dem Heilsgeschehen in Ber&uuml;hrung zu kommen. Da die Gesten, die Worte der heiligen Liturgie entscheidend sind, um diese Erfahrung umzusetzen, kann die Teilnahme der Gl&auml;ubigen nicht passiv sein.</p> 
<p>Indem die Konzilsreform das in den Mittelpunkt gestellt hat, was das Herz der kirchlichen Erfahrung ausmacht, wollte sie die Liturgie erstrahlen lassen als &raquo;die erste Quelle jener Verbindung mit Gott […], in der das g&ouml;ttliche Leben uns selbst mitgeteilt wird&laquo;<sup>3</sup> . Aus dieser &Uuml;berzeugung heraus entstand die Notwendigkeit, allen Gl&auml;ubigen den Reichtum der biblischen Texte und der Gebete besser zug&auml;nglich zu machen und die Feierordnung gegen&uuml;ber der in den damals geltenden liturgischen B&uuml;chern vorgesehenen geradliniger zu machen.</p> 
<p>Denn als lebendige Wirklichkeit war die Liturgie im Laufe der Jahrhunderte stets Entwicklungen und Ver&auml;nderungen unterworfen. Das Lehramt hat ihre Formen an die Erfordernisse der verschiedenen Zeiten angepasst. Es &uuml;berrascht daher nicht, dass auch das Zweite Vatikanische Konzil, mit Hochachtung gegen&uuml;ber dem Schatz der &Uuml;berlieferung und gerade damit die Gl&auml;ubigen ihn sich zunutze machen k&ouml;nnen, eine Revision der liturgischen B&uuml;cher f&uuml;r notwendig hielt.</p> 
<p>Das Ziel, das den Konzilsv&auml;tern am Herzen lag, wird unter der Nr. 21 der Konstitution <i>Sacrosanctum Concilium</i> zum Ausdruck gebracht: &raquo;Damit das christliche Volk in der heiligen Liturgie die F&uuml;lle der Gnaden mit gr&ouml;&szlig;erer Sicherheit erlange, ist es der Wunsch der heiligen Mutter Kirche, eine allgemeine Erneuerung der Liturgie sorgf&auml;ltig in die Wege zu leiten. Denn die Liturgie enth&auml;lt einen kraft g&ouml;ttlicher Einsetzung unver&auml;nderlichen Teil und Teile, die dem Wandel unterworfen sind. Diese Teile k&ouml;nnen sich im Laufe der Zeit &auml;ndern, oder sie m&uuml;ssen es sogar, wenn sich etwas in sie eingeschlichen haben sollte, was der inneren Wesensart der Liturgie weniger entspricht oder wenn sie sich als weniger geeignet herausgestellt haben. Bei dieser Erneuerung sollen Texte und Riten so geordnet werden, dass sie das Heilige, dem sie als Zeichen dienen, deutlicher zum Ausdruck bringen, und so, dass das christliche Volk sie m&ouml;glichst leicht erfassen und in vol-ler, t&auml;tiger und gemeinschaftlicher Teilnahme mitfeiern kann.&laquo; Auf die Enzyklika <i>Mediator Dei</i> von Papst Pius XII. geht die Unterscheidung in der Liturgie zwischen g&ouml;ttlichen Bestandteilen, die unver&auml;nderlich sind, und menschlichen Bestandteilen zur&uuml;ck. Diese &raquo;k&ouml;nnen, den Forderungen der Zeiten, Umst&auml;nde und Seelen entsprechend, mannigfache Umgestaltungen erfahren, so wie sie die kirchliche Hierarchie unter dem Beistand des Heiligen Geistes guthei&szlig;t&laquo; (<i>Acta Apostolicae Sedis</i> 39, 1947, 541-542).<br /> <br /> Im &Uuml;brigen kam der Wunsch nach einer &raquo;allgemeinen Reform&laquo; nicht unvermittelt auf, sondern war bereits im Handeln der P&auml;pste zum Ausdruck gekommen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts aufeinander folgten, in &Uuml;bereinstimmung mit den Anliegen der Liturgischen Bewegung. Die Aussage, dass die Gl&auml;ubigen den Feiern nicht &raquo;wie Au&szlig;enstehende und stumme Zuschauer&laquo; beiwohnen sollen, war bereits in der Apostolischen Konstitution <i>Divini Cultus</i>&nbsp; von Papst Pius XI. zu finden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen die Ma&szlig;nahmen von Pius XII. zur Ordnung der Riten der Karwoche erw&auml;hnt werden: Er legte sie wieder auf die Stunden zur&uuml;ck, die den &ouml;sterlichen Ereignissen entsprachen, nachdem sie &uuml;ber Jahrhunderte auf die Morgenstunden vorverlegt worden waren. Au&szlig;erdem darf nicht vergessen werden, dass Johannes XXIII. eine Vereinfachung der Rubriken des Breviers und des Messbuchs f&uuml;r notwendig hielt, die er mit dem Motu proprio <i>Rubricarum instructum</i>&nbsp; vom 25. Juli 1960 approbierte, in dem er es gleichzeitig dem angek&uuml;ndigten &Ouml;kumenischen Konzil &uuml;berlie&szlig;, die grundlegenden Prinzipien f&uuml;r eine Liturgie-reform vorzuschlagen.</p> 
<p>Die vom Zweiten Vatikanischen Konzil beschlossene Liturgiereform steht somit in einer Linie mit der lebendigen Tradition der Kirche. Ihr rechtes Verst&auml;ndnis gestattet es auch, die Missbr&auml;uche abzulehnen, die in der nachkonziliaren Zeit in einigen Bereichen der Kirche aufgetreten sind – und leider manchmal auch heute noch auftreten –, wenn einige Prinzipien, die der Reform selbst zugrunde lagen, verabsolutiert oder falsch verstanden werden.</p> 
<p>In diesem Zusammenhang lohnt es sich, in Erinnerung zu rufen, dass es in der Konzilskonstitution hei&szlig;t: &raquo;Die liturgischen Handlungen sind nicht privater Natur, sondern Feiern der Kirche, die das ›Sakrament der Einheit‹ ist; sie ist n&auml;mlich das heilige Volk, geeint und geordnet unter den Bisch&ouml;fen. Daher gehen diese Feiern den ganzen mystischen Leib der Kirche an, machen ihn sichtbar und wirken auf ihn ein&laquo; (<i>Sacrosantum Concilium</i>, 26).</p> 
<p>Daher ist es eine wesentliche Verantwortung der Hirten, der Bisch&ouml;fe, aber auch jedes einzelnen Priesters, eine Liturgie zu bewahren und zu f&ouml;rdern, die unter Achtung der liturgischen Normen den Glanz edler Einfachheit in sich tr&auml;gt (vgl. Nr. 34) und so die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche zum Ausdruck bringt. Eine solche Liturgie wird auch ein grundlegendes Mittel der Evangelisierung sein, das Werkzeug der Gnade, durch das wir, wie das Konzil lehrt, lernen k&ouml;nnen, uns selbst darzubringen, auf dass wir durch Christus, den Mittler, zu immer vollerer Einheit mit Gott und untereinander gelangen (vgl. Nr. 48).</p> 
<p><b>Fu&szlig;noten</b></p> 
<p>(1) G. B. Montini, &raquo;Terza lettera dal Concilio&laquo;, <i>Rivista Diocesana Milanese&nbsp;</i> 51 (1962) 921-923: 922.</p> 
<p>(2)&nbsp;<i>Ebd.</i></p> 
<p>(3 )<i>Ansprache von Papst Paul VI. zum feierlichen Abschluss der zweiten Sitzungsperiode des Konzils</i> (4. Dezember 1963).</p> 
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;* * *</p> 
<p>Liebe Pilger deutscher Sprache, ich lade euch an, an der heiligen Liturgie im Bewusstsein teilzunehmen, dass sie H&ouml;hepunkt des Tuns der Kirche ist und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft str&ouml;mt. Auf diese Weise richten wir unser Leben auf das immerw&auml;hrende Lob Gottes aus und machen uns bereit, die Gnaden zu empfangen, die zu unserer Heiligung notwendig sind.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[An eine Delegation des Militärordinariats für Portugal und Vertreter von Streitkräften und Polizei (24. August 2026)]]></title><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 11:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260824-ordinariato-militare-portogallo.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260824-ordinariato-militare-portogallo.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:22:01 +0200 --> <p><i>Exzellenz,<br /> sehr geehrte Vertreter des &ouml;ffentlichen Lebens,<br /> hochw&uuml;rdige Milit&auml;rseelsorger,<br /> liebe Br&uuml;der und Schwestern!</i></p> 
<p>Sie sind nach Rom gekommen, und mit Ihnen zusammen sind in gewisser Weise auch die &uuml;brigen Mitglieder Ihrer Einheiten gekommen. In meine Begr&uuml;&szlig;ung schlie&szlig;e ich alle Angeh&ouml;rigen – Christen und Nichtchristen – der Armee, der Luftwaffe, der Marine, der Republikanischen Nationalgarde und der Polizei in Portugal ein. Im Licht des auferstandenen Christus m&ouml;chte ich insbesondere der beiden jungen Soldaten der Armee gedenken, die am vergangenen Freitag ihr Leben verloren haben, als sie gro&szlig;z&uuml;gig wie der barmherzige Samariter auf der Stra&szlig;e anhielten, um Hilfe zu leisten: Ich vertraue sie und ihre Familien dem Herrn an.</p> 
<p>Im Hinblick auf das Wohl der gesamten Streitkr&auml;fte und der Sicherheitskr&auml;fte – der Mitglieder sowie ihrer Familien – wurde vor 60 Jahren das Vikariat gegr&uuml;ndet, das 1981 in Milit&auml;rordinariat umbenannt wurde und vor 25 Jahren seinen ersten eigenen Bischof erhielt. Um eben diese Jahrestage zu begehen, wollten Sie nach Rom kommen. M&ouml;ge das Ordinariat durch seinen unsch&auml;tzbaren Beitrag zum geistlichen Wohl und zur Vermittlung christlicher Werte auch weiterhin ein Ort konstruktiver Zusammenarbeit mit den Staats-, Regierungs- und Milit&auml;rbeh&ouml;rden sein.</p> 
<p>F&uuml;r den, der an Christus glaubt, ist die Pilgerfahrt in diese Stadt eine einzigartige Gelegenheit zur Erneuerung, indem er die Zentralit&auml;t Gottes im eigenen Leben anerkennt und den Glauben durch das Gebet am Grab des Apostels Petrus st&auml;rkt. Tag f&uuml;r Tag ist einem jeden von Ihnen die edle Mission anvertraut, die Souver&auml;nit&auml;t der Heimat und den Rechtsstaat zu verteidigen, indem Sie die Sicherheit Ihrer Mitb&uuml;rger gew&auml;hrleisten und sie vor Unrecht sch&uuml;tzen.</p> 
<p>Daher m&ouml;chte ich hier die Mahnung des heiligen Paulus an Sie richten: &raquo;Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn. […] Steht also da, eure H&uuml;ften umg&uuml;rtet mit Wahrheit, angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, die F&uuml;&szlig;e beschuht mit der Bereitschaft f&uuml;r das Evangelium des Friedens&laquo; (<i>Eph</i> 6,10.14-15).</p> 
<p>Seien Sie stark wie der Hauptmann, der sich in Kafarnaum an Jesus wandte. Er kannte die Werte, die auch Ihr Leben leiten, sehr gut: Gehorsam, Disziplin, Verzicht, Loyalit&auml;t, Kameradschaft, Hingabe, Verantwortungsbewusstsein und Mut. Zugleich sp&uuml;rte dieser Soldat, dass er Gott brauchte, weil er wusste, dass der Mensch sich nicht selbst gen&uuml;gt, sondern nach Mehr strebt, nach etwas, das ihn &uuml;bersteigt. Weil er einen Diener hatte, der schrecklich litt, wandte er sich an Jesus, der ihm versicherte, dass er hingehen und ihn heilen w&uuml;rde. Da antwortete der Hauptmann: &raquo;Herr, ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach einkehrst; aber sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund! Denn auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selbst Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es&laquo; (<i>Mt</i> 8,8-9).</p> 
<p>An dieser Haltung l&auml;sst sich erkennen, f&uuml;r wie wichtig der Hauptmann die Hierarchie hielt und wie diese Dimension seines Alltagslebens ihn dazu brachte, die Beziehung zu Jesus von Nazaret zu deuten, den er als seinen Herrn und Gott bekennt. Jesus staunte &uuml;ber diese Worte und sagte: &raquo;Amen, ich sage euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden&laquo; (V. 10). Einerseits war sich dieser Soldat seiner Autorit&auml;t bewusst, andererseits zeigte er vor dem Sohn Gottes die Kraft des Glaubens und den Mut der Demut. Denn der Mensch, wie gro&szlig; seine Verantwortung auch sein mag, wie viel Macht er auch aus&uuml;bt, wie untadelig er auch sein mag, hungert immer nach Unendlichkeit und d&uuml;rstet nach Ewigkeit. Nun liegen in Jesus Christus das Unendliche und die Ewigkeit in unserer Reichweite: Sie sind ein Geschenk des Herrn.</p> 
<p>Exzellenz, liebe Seelsorger, euch vertraut die Kirche das geistliche Wachstum der Angeh&ouml;rigen des Milit&auml;rs und der Polizei eures Landes an. Nehmt alle auf, h&ouml;rt ihnen zu, erleuchtet sie mit der Weisheit des Wortes Gottes, bleibt an ihrer Seite, indem ihr bei der Feier der Sakramente im Namen Christi handelt, begleitet jeden Einzelnen, ohne dabei ihre Familien zu vergessen. Euer besonderes Amt wird Frucht tragen im pers&ouml;nlichen Wachstum in der Praxis des christlichen Lebens und in der St&auml;rkung des &raquo;Esprit de Corps&laquo; der Streitkr&auml;fte und Sicherheitskr&auml;fte, denen ihr dient. Danke f&uuml;r die N&auml;he, die ihr als gute Hirten all jenen schenkt, die einen so wichtigen, besonderen und anspruchsvollen Dienst zum Wohl Portugals und dar&uuml;ber hinaus leisten. Euer Zeugnis der Liebe zur Kirche und zum Land ist Balsam, der Trost und Hoffnung bringt.</p> 
<p>Und schlie&szlig;lich m&ouml;chte ich mich bei allen, die hierher gekommen sind, f&uuml;r die Wertsch&auml;tzung, die Anerkennung und die W&uuml;rdigung der im Ordinariat geleisteten Arbeit bedanken. M&ouml;ge die Muttergottes von Fatima Sie bei Ihren verschiedenen Missionen begleiten, sowohl in Portugal als auch im Ausland. Die Freude des Herrn sei eure Kraft. Gott segne euch! Danke!</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[An die Bischöfe der evangelisch-lutherischen Kirche in Norwegen (26. August 2026)]]></title><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260826-chiesa-luterana-norvegia.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260826-chiesa-luterana-norvegia.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:23:08 +0200 --> <p><i>Liebe Freunde!</i></p> 
<p>Ich freue mich, Sie heute Vormittag in Rom und hier im Vatikan willkommen zu hei&szlig;en, und ich hoffe, sie werden Zeit haben, oder hatten Zeit, die verschiedenen heiligen St&auml;tten zu besuchen, die mit den fr&uuml;hen Christen und M&auml;rtyrern in Verbindung stehen. Ihr Zeugnis f&uuml;r den Glauben an unseren Herrn ist eine bleibende Quelle der Inspiration und ermutigt auch uns, unser Leben zur Ehre Gottes und f&uuml;r das Wohl unserer Br&uuml;der und Schwestern hinzugeben.</p> 
<p>Zweifelsohne stehen wir in unseren Tagen, in der die Welt durch besonders turbulente Zeiten geht, vor schwierigen Herausforderungen. Es scheint eine zunehmende Feindseligkeit zwischen den V&ouml;lkern zu geben, die sich nicht nur in den von Ihnen erw&auml;hnten internationalen Konflikten und Auseinandersetzungen zeigt, sondern auch innerhalb der einzelnen L&auml;nder, wie aus der Verbitterung zu erkennen ist, die h&auml;ufig den politischen und gesellschaftlichen Diskurs pr&auml;gt.</p> 
<p>Angesichts unserer gefallenen Menschennatur ist es nur allzu leicht, eine feindselige Haltung gegen&uuml;ber denjenigen anzunehmen, mit denen wir nicht einer Meinung sind. Aus diesem Grund bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung, um konkrete Wege der Vers&ouml;hnung und der Geschwisterlichkeit zu suchen. In dieser Hinsicht zeigt uns Jesus einen anderen Weg und offenbart, dass G&uuml;te und N&auml;chstenliebe eine entwaffnende Kraft haben. Ich bin daher aufrichtig dankbar f&uuml;r Ihre Anwesenheit hier und f&uuml;r Ihren gemeinsamen Wunsch, Wege zum Aufbau der Gemeinschaft zu suchen. Denn schon kleine Gesten k&ouml;nnen uns inspirieren und auf dem Weg der Vers&ouml;hnung leiten.</p> 
<p>Wie wir wissen, hat unser Herr f&uuml;r die Einheit seiner J&uuml;nger zum himmlischen Vater gebetet: &raquo;So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast&laquo; (<i>Joh</i> 17,23). Auf der Grundlage unserer gemeinsamen Taufe und unserer gemeinsamen Sendung in der Welt bete ich darum, dass wir stets gemeinsam wachsen m&ouml;gen in unserem Dienst zur F&ouml;rderung von Frieden und Gerechtigkeit.</p> 
<p>Auf diesem Weg k&ouml;nnen wir uns am Beispiel der fr&uuml;hen M&auml;rtyrer und Heiligen orientieren, unter ihnen der heilige Olaf und die heilige Sunniva: Ihr Gott und dem N&auml;chsten gewidmetes Leben trug dazu bei, V&ouml;lker zu vereinen und ein bleibendes Zeugnis f&uuml;r die verwandelnde Kraft der N&auml;chstenliebe zu geben.</p> 
<p>Meine lieben Freunde, meine lieben Br&uuml;der und Schwestern, ich danke Ihnen nochmals f&uuml;r Ihr Kommen an diesem Vormittag und f&uuml;r Ihre enge Verbundenheit. Lassen Sie uns Gott um seinen Segen bitten, damit er in seiner unendlichen G&uuml;te und Weisheit uns helfen m&ouml;ge, immer wahrhaftiger als Br&uuml;der und Schwestern zu leben und so gemeinsam Zeugnis zu geben f&uuml;r unseren Erl&ouml;ser, unseren Herrn Jesus Christus.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Angelus, 23. August 2026]]></title><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260823-angelus.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260823-angelus.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 23 Aug 2026 12:42:21 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, einen sch&ouml;nen Sonntag!</i></p> 
<p>Das Evangelium des heutigen Sonntags (<i>Mt</i> 16,13-20) stellt uns vor eine Frage, die jeden von uns auf unserem Glaubensweg betrifft: Wer ist Jesus wirklich f&uuml;r mich?</p> 
<p>Aus der Erz&auml;hlung des Evangeliums wird deutlich, wie entscheidend diese Frage f&uuml;r die Erfahrung der J&uuml;ngerschaft ist. Denn obwohl die zw&ouml;lf Apostel bereits viel vom Leben und Wirken des Meisters miterlebt hatten, wollte Jesus es nicht als selbstverst&auml;ndlich voraussetzen, dass sie ihn wirklich kannten und das Geheimnis des Reiches Gottes verstanden hatten. Nachdem er also gefragt hatte, was die Menschen &uuml;ber ihn dachten, wandte er sich direkt an sie: „Ihr aber, f&uuml;r wen haltet ihr mich?“ (<i>Mt</i> 16,15).</p> 
<p>Br&uuml;der und Schwestern, dies ist eine grundlegende Stelle f&uuml;r die J&uuml;nger aller Zeiten, f&uuml;r jeden von uns. Der Glaube wird uns n&auml;mlich nicht ein f&uuml;r alle Mal geschenkt; im Gegenteil, wir m&uuml;ssen stets das Antlitz Christi und sein Evangelium neu entdecken, seine Botschaft vertiefen und die Entscheidungen unseres Lebens erneuern, damit sie mit dem &uuml;bereinstimmen, was wir bekennen, und dabei die Versuchung &uuml;berwinden, bereits alles zu wissen und den Glauben zu einer Gewohnheit zu machen.</p> 
<p>Die Frage, die uns jeden Tag gestellt wird – wer Jesus f&uuml;r mich ist und welche Bedeutung seine Gegenwart in meinem Leben hat –, kommt insbesondere im Gebet und in der Betrachtung des Evangeliums zum Vorschein; aber auch, wenn wir mit den Wunden und N&ouml;ten unserer Br&uuml;der und Schwestern konfrontiert sind oder in Beziehungen und Situationen, die unser Gewissen am st&auml;rksten in Anspruch nehmen. Kurz gesagt: Im Alltag unseres Lebens k&ouml;nnen wir pr&uuml;fen, ob der Jesus, der Herr, f&uuml;r uns lediglich eine gro&szlig;e Pers&ouml;nlichkeit der Geschichte ist, die wichtige Dinge gesagt und getan hat, oder ob er der Christus Gottes ist, der gesandt wurde, um uns in die Liebe des Vaters einzuf&uuml;hren und unser Leben sowie die Welt, in der wir sind, zu verwandeln.</p> 
<p>Meine Lieben, lernen wir, uns nicht in unseren &Uuml;berzeugungen und religi&ouml;sen Gewissheiten zu verschlie&szlig;en, damit wir offen bleiben f&uuml;r eine authentische Beziehung zu Christus. Manchmal begn&uuml;gt man sich beim christlichen Glauben mit „H&ouml;rensagen“, mit Gemeinpl&auml;tzen, mit dem, was uns vielleicht sogar in guter Absicht weitergegeben wurde; doch Jesus ruft uns zu einer pers&ouml;nlichen Antwort auf, dazu, ihn aus n&auml;chster N&auml;he kennenzulernen, uns von der Freundschaft mit ihm tiefgreifend pr&auml;gen zu lassen – in einer immer neuen Begegnung, die von uns auch verlangen kann, neue Wege zu beschreiten und andere Entscheidungen zu treffen als die, die wir uns vorgestellt haben. Dies gilt sowohl f&uuml;r unseren pers&ouml;nlichen Weg als auch f&uuml;r den Weg der Kirche und f&uuml;r pastorale Entscheidungen, wo wir manchmal meinen, es reiche aus, so weiterzumachen wie bisher. Es ist jedoch wichtig, uns oft zu fragen: Wer ist der Herr f&uuml;r mich? Kenne ich ihn wirklich? Was fordert sein Evangelium heute von mir? Welche Schritte sollte ich gehen und welche Entscheidungen sollte ich treffen?</p> 
<p>Rufen wir die Jungfrau Maria an, die in ihrem Herzen durch ihren Sohn den Willen Gottes suchte, damit sie uns stets auf dem Weg des Glaubens f&uuml;hre.</p> 
<p><b>__________________________</b></p> 
<p><b>Nach dem Angelus&nbsp;</b></p> 
<p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern</i>,</p> 
<p>in meinen Gebeten gedenke ich oft der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere angesichts der sich ausbreitenden Ebola-Epidemie, die leider zahlreiche Opfer fordert. Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, bei denen auch die lokalen Gemeinschaften in die Pr&auml;ventionsarbeit einbezogen werden, um viele Menschenleben zu retten.</p> 
<p>Meine Gedanken sind auch bei der Bev&ouml;lkerung der Zentralafrikanischen Republik, die um die Opfer des Einsturzes in einem Bergwerk in Zamboy&eacute; trauert. Der Herr m&ouml;ge all jene, die ihr Leben verloren haben, in sein Reich aufnehmen und die Bem&uuml;hungen unterst&uuml;tzen, damit die Sicherheit und die Einhaltung der Rechtsvorschriften an den Bergbaustandorten gew&auml;hrleistet werden.</p> 
<p>Morgen j&auml;hrt sich zum zehnten Mal das Erdbeben, das Mittelitalien zwischen Latium, Umbrien und den Marken heimgesucht hat. Ich bete f&uuml;r die Verstorbenen und ihre Familien sowie f&uuml;r alle betroffenen Gemeinden. M&ouml;gen Glaube und Solidarit&auml;t die Wiederaufbauarbeiten weiterhin st&auml;rken.</p> 
<p>Ich gr&uuml;&szlig;e euch alle herzlich, R&ouml;mer und Pilger aus verschiedenen L&auml;ndern.</p> 
<p>Insbesondere hei&szlig;e ich den Primatialchor der Kathedrale von Gnesen in Polen willkommen; ebenso die Seminaristen und Oberen des <i>Pontifical North American College</i> sowie die Jugendlichen aus Bormio und Valfurva.</p> 
<p>Ich w&uuml;nsche euch allen einen sch&ouml;nen Sonntag!</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch in Rimini: Heilige Messe am Hafen von Rimini (22. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 18:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260822-visita-rimini-messa.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260822-visita-rimini-messa.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:27:17 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</i></p> 
<p>es erf&uuml;llt mich mit gro&szlig;er Freude, dieser Eucharistiefeier vorzustehen, mit euch und f&uuml;r euch, die Kirche in Rimini. Ich tue dies am Ende eines ereignisreichen Tages, an dem ich die Republik San Marino und das &raquo;Meeting f&uuml;r die Freundschaft unter den V&ouml;lkern&laquo; besucht habe. Nun, da wir in den Tag des Herrn eintreten, ist der Augenblick gekommen, das Geheimnis zu feiern, das allem seinen tiefsten Sinn gibt und zugleich H&ouml;hepunkt und Quelle unseres gesamten pastoralen Wirkens ist.</p> 
<p>Im Evangelium, das wir gerade geh&ouml;rt haben (vgl. <i>Mt </i>&nbsp;16,13-20), fragt Jesus seine J&uuml;nger: &raquo;Ihr aber, f&uuml;r wen haltet ihr mich?&laquo; (V. 15). Petrus antwortet im Namen aller: &raquo;Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!&laquo; (V. 16). Auch wir sind nach zwei Jahrtausenden gerufen, dieses Glaubensbekenntnis zu bekr&auml;ftigen: Wir sind hier, weil wir glauben, dass Jesus der Messias ist, der ewige Sohn des Vaters, geheiligt und in die Welt gesandt, &raquo;um zu dienen und sein Leben hinzugeben als L&ouml;segeld f&uuml;r viele&laquo; (<i>Mt</i>&nbsp; 20,28).</p> 
<p>Ja, liebe Freunde, in den Worten des Petrus erkennen wir die Wahrheit, die uns mit Freude und Hoffnung erf&uuml;llt, und so finden wir auch den Weg, der zum Leben f&uuml;hrt: den Weg Gottes, der sich in den Dienst des Menschen stellt (vgl. <i>Phil</i> 2,5-8); den Weg des Meisters, der sich niederbeugt, um den J&uuml;ngern die F&uuml;&szlig;e zu waschen (vgl. <i>Joh</i> 13,12-15); den Weg des Hirten, der sich hingibt f&uuml;r seine Herde (vgl.<i> Joh</i> 10,11). In diesem Licht wollen wir die Geste Jesu betrachten, der Petrus die Schl&uuml;ssel &uuml;bergibt (vgl. <i>Mt </i>16,19-20). Denn in der Kirche ist Autorit&auml;t auf allen Ebenen Dienst.</p> 
<p>Der Papst, die Bisch&ouml;fe, die Priester und die Diakone sind als Erste dazu berufen, dies zu leben. Ihnen soll sich das ganze Volk Gottes anschlie&szlig;en – jeder entsprechend seiner Berufung. Der Diener Gottes Don Oreste Benzi hat dies in eurer Mitte auf eindrucksvolle Weise bezeugt. &raquo;Unsere Berufung besteht darin, uns Christus, dem Armen, Christus, dem Diener,&nbsp; dem Christus, der die S&uuml;nden der Welt s&uuml;hnt, gleichgestalten zu lassen&laquo;, hat er gesagt. &raquo;Christus, dem menschgewordenen Gott, der lebt in unserer Mitte, in einer unmittelbaren Form der Teilhabe, ausgehend von den Letzten&laquo; (<i>Con que-ta tonaca lisa</i>, hg. von Valerio Lessi, Bologna 1991, S. 42.)</p> 
<p>In der Kirche betrifft der Auftrag, zu &raquo;binden&laquo; und zu &raquo;l&ouml;sen&laquo;, n&auml;mlich all jene, die im Namen des Herrn gerufen sind, Verantwortung und Autorit&auml;t auszu&uuml;ben. Aber er beschreibt auch einen Lebensstil und eine Aufgabe, die jeden Getauften betreffen: die Menschen anzunehmen, zusammenzuf&uuml;hren, willkommen zu hei&szlig;en, zu befreien, zu vergeben – und jedem, der in der S&uuml;nde und ihren Folgen gefangen ist, dabei zu helfen, frei zu werden. So sollen wir gerechte und weise Verwalter der Gaben sein, die uns Gott anvertraut hat, damit alles in der Liebe zum Wohl aller beitragen kann.</p> 
<p>In der ersten Lesung (vgl. <i>Jes</i> 22,19-23) hat uns der Prophet Jesaja von Schebna berichtet: einem Verwalter, dem K&ouml;nig Hiskija ein gro&szlig;es Projekt zur religi&ouml;sen, moralischen und sozialen Erneuerung Jerusalems und des K&ouml;nigreichs Juda anvertraut hat. Aus Ehrgeiz und Habgier hat dieser m&auml;chtige Mann jedoch begonnen, die ihm &uuml;bertragene Autorit&auml;t zu missbrauchen, Reicht&uuml;mer f&uuml;r sich selbst und seinen Kreis aus Freunden und Verwandten anzuh&auml;ufen und sich als Herr &uuml;ber die Menschen aufzuspielen. Er hatte vergessen, dass das Wichtigste an dem Vorhaben, in das ihn sein Herr einbezogen hatte, nicht die finanziellen Mittel und die Macht waren, sondern die M&ouml;glichkeit, durch sie einen Plan der Erneuerung zum Wohl der gesamten Gemeinschaft voranzutreiben. Deshalb wurde er seines Amtes enthoben und man vertraute seine Mission Eljakim an, einem ehrlichen Mann, frei von Beeinflussungen, nach den Worten des Propheten (vgl. V. 23): rechtschaffen wie ein an fester Stelle in die Wand eingeschlagener Pflock.</p> 
<p>Die Botschaft ist klar: Alles, was wir sind und haben, ist ein Geschenk Gottes, das uns anvertraut wird, damit wir in seinen H&auml;nden f&uuml;reinander da sein k&ouml;nnen: Werkzeuge des Heils in der Gerechtigkeit, angefangen bei den Orten und Menschen, mit denen wir jeden Tag leben und arbeiten, um uns mit einem gro&szlig;en und offenen Herzen der ganzen Welt zuzuwenden.</p> 
<p>Der heilige Paulus spricht in der zweiten Lesung von den Ratschl&uuml;ssen Gottes und sagt, dass diese unergr&uuml;ndlich sind, und zwar nicht wegen der Komplexit&auml;t seiner Gedanken, sondern wegen der entwaffnenden Gr&ouml;&szlig;e seiner Liebe, die all unser Verm&ouml;gen und all unsere Erwartungen &uuml;bersteigt: &raquo;Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Sch&ouml;pfung&laquo;, sagt der Apostel&nbsp; (<i>R&ouml;m</i> 11,36). Gott ist einfach, weil er reine Liebe ist. Und er ruft auch uns dazu, mit einem Herzen zu lieben, das dem seinen &auml;hnlich ist, indem wir unsere Wege an seine Wege und unsere Gedanken an seine Gedanken angleichen (vgl. V. 33).</p> 
<p>Diese Werte – Aufrichtigkeit, Uneigenn&uuml;tzigkeit und Wohlwollen – liegen den Menschen in der Romagna bekanntlich besonders am Herzen. Sie sind geradlinig und von heiterem Wesen, aber auch flei&szlig;ig und solidarisch. Davon zeugen die zahlreichen Beispiele von Heiligen und Seligen, die hier geboren wurden, t&auml;tige N&auml;chstenliebe ge&uuml;bt und das Evangelium gelebt haben, manche sogar bis zum Martyrium. Zeugnis davon gibt auch das vielf&auml;ltige Engagement, das bis heute in den verschiedenen kirchlichen Gemeinschaften lebendig ist: in den Pfarreien, in den Familien, in der Katholischen Aktion, in den unterschiedlichen Bewegungen und Verb&auml;nden und in den Werken der F&uuml;rsorge und der christlichen Bildung. Auch wegen dieses Reichtums – neben der nat&uuml;rlichen und k&uuml;nstlerischen Sch&ouml;nheit der Adriak&uuml;ste und des Hinterlandes – kommen jedes Jahr unz&auml;hlige Menschen aus vielen Teilen Italiens und der ganzen Welt in diese Region, um hier ihren Urlaub zu verbringen.</p> 
<p>In diesem Zusammenhang m&ouml;chte ich euch ermutigen, mit eurem Einsatz weiterhin daf&uuml;r zu sorgen, dass diese Gegend nicht nur f&uuml;r Erholung und Vergn&uuml;gen einladend ist, sondern auch f&uuml;r den Geist. Als Johannes Paul II. vor vielen Jahren hier zu Besuch war, hat er im Zusammenhang mit dieser Berufung gesagt: &raquo;Sich erholen kann nicht hei&szlig;en, sich von sich selbst zu trennen. Ja, erholen hei&szlig;t, sich selbst begegnen und sich mit seinem Innern vers&ouml;hnen&laquo; (<i>Predigt bei der heiligen Messe in Rimini</i>, 29. August 1982).</p> 
<p>Die Welt, in der wir leben, bietet viele Formen der Unterhaltung und Zerstreuung. Manche davon f&uuml;hren jedoch eher dazu, dass man sich selbst verliert und sich schadet, als zu einer wahren &raquo;R&uuml;ckkehr zu sich selbst&laquo;, und sie hinterlassen nur eine Leere im Herzen. Manche nennen sie &raquo;Flucht&laquo;, als w&auml;re das gew&ouml;hnliche Leben ein Gef&auml;ngnis, dem man entkommen m&uuml;sste. Wir aber wissen, dass der wahre Ort, an dem wir Erholung finden und Gott begegnen k&ouml;nnen – um so auch wirklich einander zu begegnen –, nicht drau&szlig;en im Chaos liegt, sondern in uns selbst, in der Tiefe unserer Seele. Als christliche Gemeinschaft sind wir daher in besonderer Weise gerufen, diese Erfahrung zu pflegen und weiterzugeben: durch Offenheit und Gastfreundschaft – sowohl pers&ouml;nlich als auch in unseren Einrichtungen –, durch die Sorge um unsere Kirchen und ihre Atmosph&auml;re der Sammlung und des Gebets, durch unsere Bereitschaft zu helfen und N&auml;chstenliebe zu &uuml;ben. Und dies sowohl&nbsp;&nbsp; gegen&uuml;ber denjenigen, die nach einem Jahr harter Arbeit eine wohlverdiente Zeit der Erholung suchen, als auch jenen gegen&uuml;ber, die an Leib und Seele verwundet sind und fern ihrer Heimat Zuflucht, Nahrung und Unterst&uuml;tzung erflehen.</p> 
<p>Euer Bischof hat in einem Brief an die Di&ouml;zese geschrieben: &raquo;Gebet, Einheit, Zuh&ouml;ren, Mut, Einfachheit, Dankbarkeit, Sch&ouml;nheit […] benennen Haltungen, die in jedem Augenblick des Lebens gegenw&auml;rtig sein sollen&laquo; (Bischof Nicol&ograve; Anselmi, Hirtenbrief <i>Amerai, sarai felice e godrai di ogni bene, ora e nei secoli eterni</i>, 14. Oktober 2024).</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, ich lege euch allen diese wichtige Einladung noch einmal ans Herz – als Anregung f&uuml;r eure pers&ouml;nliche Besinnung und euer Engagement –, und danke&nbsp; euch herzlich f&uuml;r eure Gastfreundschaft und f&uuml;r eure gl&auml;ubige und freudige Teilnahme. Ich vertraue euch der F&uuml;rsprache der allerseligsten Jungfrau Maria, des heiligen Gaudentius und eurer heiligen Schutzpatrone an.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch in Rimini: Begegnung mit den Teilnehmern des 47. Meetings für die Freundschaft unter den Völkern (22. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 15:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260822-visita-meeting-rimini.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260822-visita-meeting-rimini.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 23 Aug 2026 11:51:23 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern!</i></p> 
<p>Ich freue mich, euch in Rimini zu treffen – an einem Ort, der euch aufgrund eures Engagements, eurer Kreativit&auml;t und des Dialogs, den eure Veranstaltung Ende August seit Jahren anregt, so sehr ans Herz gewachsen ist. Pr&auml;sident Scholz und Professor Prosperi danke ich f&uuml;r ihre Begr&uuml;&szlig;ungsworte.</p> 
<p>In diesem Augenblick der Geschichte verstehen wir die prophetischen Worte besser, die vor fast einem halben Jahrhundert mit dem Namen dieser Tage zum Ausdruck kam: „<i>Treffen f&uuml;r die Freundschaft unter den V&ouml;lkern</i>“. Wie der heilige Johannes Paul II. euch sagte: &raquo;Allein schon das Aussprechen dieser Worte erfreut das Herz: „Begegnung“! „Freundschaftliche Begegnung“! „Freundschaft unter den V&ouml;lkern“! Worte, die in diesen oft dramatischen Stunden der Weltgeschichte eine besondere Bedeutung erhalten&laquo; (<i>Ansprache beim 3. Meeting f&uuml;r die Freundschaft unter den V&ouml;lkern</i>, Rimini, 29. August 1982).</p> 
<p>Auch heute wird der Friede von Menschen bewahrt und verbreitet, die gern zusammenkommen und keine Scheu haben, sich auseinanderzusetzen. Papst Franziskus hat uns mit der Enzyklika <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20201003_enciclica-fratelli-tutti.html">Fratelli tutti</a></i> gelehrt, die soziale Freundschaft zu pflegen, die das &ouml;ffentliche, dynamische und konkrete Gesicht der Geschwisterlichkeit darstellt. Indem wir uns n&auml;mlich in der W&uuml;rde von Kindern Gottes wiedererkennen, kommen wir mit dem in Ber&uuml;hrung, was die Menschen urspr&uuml;nglich verbindet, jenseits aller Unterschiede, Trennungen oder Konflikte. Wir k&ouml;nnen uns ineinander hineinversetzen, einander zuh&ouml;ren und Freunde werden – als Menschen und damit auch als V&ouml;lker. Die Menschen kommen immer vor den Grenzen, Definitionen und Institutionen. Diese Erkenntnis steht im Zentrum des Christentums: Ihr wisst das, weil ihr gelernt habt, das Evangelium als Offenbarung Gottes zu lesen, der sich in der Begegnung, in Ereignissen, in Blicken und Erlebnissen zeigt und in jedem den Wunsch weckt, geliebt zu werden und zu lieben. Auf diese Weise habt ihr das „Meeting“ nicht zu einer Art Enklave gemacht: Ganz im Gegenteil, es ist zu einem Knotenpunkt f&uuml;r die Kirche und f&uuml;r die Gesellschaft geworden, zu einer Begegnung, die zu weiteren Begegnungen f&uuml;hrt und zu neuen Wegen anregt.</p> 
<p>Danken wir dem Herrn f&uuml;r dieses lebendige Erbe, das euch eine gro&szlig;e geschichtliche Verantwortung in der gr&ouml;&szlig;eren Gemeinschaft der Kirche auferlegt, im Dienst an einer Menschheit, die nach Gerechtigkeit hungert und d&uuml;rstet. Wie uns das Zweite Vatikanische Konzil gelehrt hat, sind n&auml;mlich: &raquo;Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedr&auml;ngten aller Art, […] auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der J&uuml;nger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall f&auml;nde&laquo; (Pastoralkonstitution <i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">Gaudium et spes</a></i>, 1). Ja, liebe Freunde, dies ist die Stunde der Verantwortung, insbesondere f&uuml;r diejenigen, die aus einer tausendj&auml;hrigen Glaubenstradition, die eine Kultur geworden ist, so viel empfangen haben. Die verschiedenen Auflagen des „Treffens“ haben es in der Tat verstanden, aus dem gro&szlig;en Erbe der Vergangenheit jene Beweggr&uuml;nde aufzunehmen, die euch heute im Umgang mit Kunst, Musik, Literatur, Wissenschaft, Wirtschaft und jedem Ausdruck des menschlichen Geistes besch&auml;ftigen. Auch der f&uuml;r dieses Jahr gew&auml;hlte Titel, der aus dem letzten Vers der <i>G&ouml;ttlichen Kom&ouml;die</i> stammt, treibt uns in Richtung jener Geschichte, deren Herr Gott ist. &raquo;Die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt&laquo;, ist nicht verschwunden, sie hat weder an Kraft noch an Intensit&auml;t verloren, auch wenn es eine Liebe ist, die gern still bleibt, im Gegensatz zu den l&auml;rmenden Kr&auml;ften, die die Erde, den Himmel und alle Gesch&ouml;pfe ersch&uuml;ttern.</p> 
<p>Ja, die Liebe bewegt! &raquo;Er l&auml;sst seine Sonne aufgehen &uuml;ber B&ouml;sen und Guten und er l&auml;sst regnen &uuml;ber Gerechte und Ungerechte&laquo; (<i>Mt</i> 5,45). So beschreibt Jesus die Vollkommenheit Gottes und macht dabei den Unterschied zwischen der Gro&szlig;z&uuml;gigkeit seines Handelns und der Enge menschlicher Gedanken deutlich. Die Wirklichkeit erstickt in unseren Berechnungen und atmet in der Selbstlosigkeit Gottes. Es ist kein Zufall, dass meine Vorg&auml;nger – der heilige <a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de.html">Johannes Paul II.</a>,&nbsp;<a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de.html">Benedikt XVI.</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de.html">Franziskus</a> – alle die g&ouml;ttliche Barmherzigkeit als Schnittpunkt zwischen dem Evangelium und den „neuen Dingen“ dieser dramatischen und wunderbaren Zeit bezeichnet haben. Jesus Christus nach den Trag&ouml;dien und Neuanf&auml;ngen des 20. Jahrhunderts zu folgen, setzt n&auml;mlich ein klares Bewusstsein voraus: Das B&ouml;se kann man nicht mit dem B&ouml;sen bek&auml;mpfen. Wie im Himmel, so ist auch auf Erden die Liebe das Gesetz des Lebens, der Weg der Erl&ouml;sung des gekreuzigten Messias. Dem falschen Realismus, der die Gedanken, die Worte und die Nationen wiederbewaffnet, muss die katholische Kultur heute den Realismus der Barmherzigkeit entgegenstellen, f&uuml;r den es keine Feinde geben kann und f&uuml;r den alle – auch die Gegner – Br&uuml;der und Schwestern sind, denen wir in die Augen schauen und in der Wahrheit begegnen m&uuml;ssen. Die S&uuml;nde existiert, gewiss, aber st&auml;rker ist die erl&ouml;sende Liebe Christi, die uns dazu verpflichtet, Gedanken, Interessen, Gewohnheiten, Bekanntschaften, Pl&auml;ne, Investitionen – jeden Aspekt des Lebens – von allem zu reinigen, was die Kultur der Macht verdorben hat.</p> 
<p>Unter euch mangelt es nicht an Kompetenzen, Verantwortung und Ressourcen, die in den Dienst einer echten Volksbekehrung gestellt werden k&ouml;nnen. &raquo;Die Besessenheit, die eigene Herrlichkeit, die eigene „W&uuml;rde“, den eigenen Einfluss zu wahren, darf nicht zu unserer Gesinnung geh&ouml;ren. Wir m&uuml;ssen nach der Herrlichkeit Gottes streben, und diese entspricht nicht unserer eigenen Herrlichkeit. Die Herrlichkeit Gottes, die in der Demut der Grotte von Betlehem oder in der Schmach des Kreuzes Christi aufstrahlt, &uuml;berrascht uns immer&laquo; (Franziskus, <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2015/november/documents/papa-francesco_20151110_firenze-convegno-chiesa-italiana.html">Ansprache beim 5. Nationalen Kongress der Kirche in Italien</a></i>, Florenz, 10. November 2015). Befreien wir also das Zusammenleben vom Misstrauen, die Kultur von der &Uuml;berheblichkeit, die Bildung von der Ideologie, die Arbeit vom G&ouml;tzendienst des Profits, die Technologie und die Finanzwelt von den Gesch&auml;ften des Todes. Entlarven wir die ungerechten Machtverh&auml;ltnisse, die die Wurzel von Armut und Ungleichheit, von Krieg und Umweltkatastrophen sind – und beginnen wir dabei bei den Organisationen, die wir geschaffen haben und in denen wir t&auml;tig sind. Entwaffnen wir den technologischen Fortschritt, wenn er &uuml;berhandnimmt und zerst&ouml;rerisch wird. Es bedarf mutiger Vorreiter, die mit ihrer eigenen Kehrtwende beginnen, um die von allen geforderte Umkehr &uuml;berzeugend und glaubw&uuml;rdig werden zu lassen.</p> 
<p>Es darf nicht nur solche geben, die das Feuer der Ersch&ouml;pfung und Verzweiflung sch&uuml;ren; sondern es muss auch jene geben, die Tr&auml;ume und Visionen neu entfachen! Diese beiden Wege sind miteinander unvereinbar, denn der eine nutzt Spaltung, Entfremdung und Verzweiflung aus, der andere dient dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit. &raquo;In einer Welt, die voll ist von Machenschaften, die darauf abzielen, M&auml;rkte zu erobern und Einflussbereiche zu vergr&ouml;&szlig;ern – oft verschleiert durch beschwichtigende Rhetorik und verf&uuml;hrerische ideologische Konstrukte –, versp&uuml;rt unser Herz die Notwendigkeit, eine andersartige, weise und g&uuml;tige Bestimmung zu entdecken, &auml;hnlich der, die Maria im Magnifikat besingt: Gott erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht aller, die ihn f&uuml;rchten. Dieser barmherzige Plan setzt sich durch die Geschichte hindurch bis in die Gegenwart mit all den rasanten und unruhigen Entwicklungen, die von Algorithmen und globalen Netzwerken gepr&auml;gt sind, fort und wird zum Kompass f&uuml;r ein dem Evangelium entsprechendes Leben im digitalen Zeitalter. Im Zentrum steht das Geheimnis der Menschwerdung&laquo; (Enzyklika <i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html">Magnifica humanitas</a></i>, 230–231).</p> 
<p>Liebe Freunde, die unbewaffnete Sch&ouml;nheit dieses Geheimnisses fordert uns auf, „das erzieherische Risiko“ einzugehen, von dem Don Giussani euch erz&auml;hlt hat. Er hatte erkannt, dass &raquo;die erzieherisch wirksamste Methode nicht diejenige ist, die eine Flucht vor der Wirklichkeit vorsieht, um das Gute abgesondert zu bekr&auml;ftigen, sondern diejenige, die von der F&ouml;rderung des Guten in der Welt lebt&laquo;. <a name="_ftnref1" href="#_ftn1" class=" cleaner">[1]</a> Und er betonte: &raquo;In der Welt bedeutet in der Auseinandersetzung mit der ganzen Wirklichkeit, einer riskanten Auseinandersetzung, wenn man es so nennen will; besser w&auml;re es jedoch, sie als herausfordernd zu bezeichnen.&laquo; <a name="_ftnref2" href="#_ftn2" class=" cleaner">[2]</a> Br&uuml;der und Schwestern, nehmen wir diese Verantwortung jetzt auf uns, die ein Engagement gegen&uuml;ber Christus und ein Engagement gegen&uuml;ber unserer Welt ist!</p> 
<p>Liebe junge Menschen, ihr seid zahlreich hier, viele von euch als freiwillige Helfer. Ihr seid ein Zeichen daf&uuml;r, dass die Zukunft eine Verhei&szlig;ung ist und keine Bedrohung! Viele der Erwachsenen, aber auch eurer Altersgenossen glauben dies nicht mehr. Doch still und leise gibt &raquo;die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt&laquo; weiterhin Grund zur Hoffnung. Ich habe das intensiv bei euren Altersgenossen im Libanon, in Afrika und in Spanien gesp&uuml;rt. Die Liebe bewegt, dr&auml;ngt, erweckt aus der Tr&auml;gheit, entfacht neue Berufungen und ruft dazu auf, etwas zu riskieren. Bringt euch ein! &Ouml;ffnet euch f&uuml;r eine wahre Katholizit&auml;t und erweitert eure Bindungen &uuml;ber jede zu enge Angeh&ouml;rigkeit hinaus. Eure Bewegung, eure Gruppen und Gemeinschaften sollen ein Sprungbrett sein, von dem aus ihr in die ganze Wirklichkeit eintaucht. Widersetzt euch dem, was euch von Br&uuml;dern und Schwestern anderer Kulturen, Empfindungen und Herkunft entfremden m&ouml;chte, insbesondere von den &Auml;rmsten. Geht stattdessen hinaus und geht auf alle zu!</p> 
<p>In allen Bereichen, insbesondere an den R&auml;ndern und unter denjenigen, die leiden, werdet ihr Personen finden, die schon bereit sind, die Zivilisation der Liebe aufzubauen. Lasst nicht zu, dass jemand dieses Wort herabw&uuml;rdigt, das ja der Name Gottes ist: &raquo;Gott ist Liebe&laquo; (<i>1Joh</i> 4,16). In der Liebe gibt es niemals Zwang, Indoktrination; niemals Verf&uuml;hrung, T&auml;uschung, Rekrutierung. Liebe gibt es nur in der Freiheit, in der lebendigen Begegnung, in der gro&szlig;z&uuml;gigen Selbsthingabe.</p> 
<p>Liebe junge Menschen, die Welt scheint sich heute dar&uuml;ber zu wundern, dass ihr Christus folgt, dass ihr euch zu ihm und seinem Wort hingezogen f&uuml;hlt, dass ihr zur Kirche geh&ouml;rt. F&uuml;r viele ist es heute eine &Uuml;berraschung, dass ihr Christen seid! Und doch, ohne gro&szlig;es Aufsehen, „ist das Wort des Herrn von euch aus vorgedrungen“ (vgl. <i>1 Thess</i> 1,8). Das schrieb der heilige Paulus an die ganz junge Gemeinde in Thessaloniki. Und er fuhr fort: &raquo;&Uuml;berall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir dar&uuml;ber nichts zu sagen brauchen&laquo; (<i>ebd</i>.). Es geht nicht um Zahlen, obwohl es beeindruckend ist, dass Tausende eurer Gleichaltrigen in Gesellschaften um die Taufe bitten, die zu den s&auml;kularisiertesten der Welt z&auml;hlen. Es geht um Freiheit: Der Wahrheit begegnen wir nur in der Freiheit.</p> 
<p>Wir beginnen dies inmitten historischer Umst&auml;nde immer besser zu verstehen, die die wichtigsten menschlichen Fragen und ein unabl&auml;ssiges Verlangen nach Sinn, Gerechtigkeit und Frieden wiederaufleben lassen. So sollte uns ein gewisser Einflussverlust, den wir Erwachsenen vielleicht bef&uuml;rchtet und bek&auml;mpft haben, vor Augen f&uuml;hren, dass wir die Kraft des Evangeliums st&auml;rker sch&auml;tzen k&ouml;nnen: der Bindungen, die es schafft, der Logik, die es entfacht, des Lebens, das es entstehen l&auml;sst. Wie meine Vorg&auml;nger mehrfach betont haben, betreibt die Kirche &raquo;keinen Proselytismus. Sie entwickelt sich vielmehr durch „Anziehung“.&laquo; <a name="_ftnref3" href="#_ftn3" class=" cleaner">[3]</a> Es ist die Attraktivit&auml;t einer bestimmten Art und Weise, in der Welt zu leben, die Don Giussani einmal provokativ fragen lie&szlig;: &raquo;Kann man so leben?&laquo; <a name="_ftnref4" href="#_ftn4" class=" cleaner">[4]</a></p> 
<p>Allerdings hat bereits im 2. Jahrhundert der anonyme Verfasser des <i>Briefes an Diognet</i> anerkannt, dass die Christen &raquo;eine wunderbare und zweifellos paradoxe Lebensweise anstreben&laquo; (V. 4). Gewiss m&uuml;ssen wir zugeben, dass wir diesen Schatz &raquo;in zerbrechlichen Gef&auml;&szlig;en&laquo; tragen (<i>2 Kor</i> 4,7) und dass die Glaubw&uuml;rdigkeit unseres pers&ouml;nlichen und gemeinschaftlichen Zeugnisses oft von Begrenztheit und S&uuml;nde gezeichnet ist. Doch es ist der Herr, der uns immer wieder aufrichtet, als Einzelne und als Gemeinschaft!</p> 
<p>Liebe Freunde, liebt stets die Kirche! Liebt und bewahrt die Einheit der „Gemeinschaft“, durch die Christus zu euch gelangt ist und durch die er euch an sich zieht. Es ist so, wie Papst Franziskus es euch anl&auml;sslich des hundertsten Geburtstags eures Gr&uuml;nders gesagt hat: &raquo;Auch schwierige Momente k&ouml;nnen Gnadenmomente sein, und sie k&ouml;nnen Momente der Wiedergeburt sein. „Comunione e Liberazione“ entstand gerade in der Krisenzeit der 68er. Und auch sp&auml;ter hat Don Giussani die Phasen des &Uuml;bergangs und des Wachstums der Fraternit&auml;t nicht gef&uuml;rchtet, sondern hat sich ihnen mit evangeliumsgem&auml;&szlig;en Mut, im Vertrauen auf Christus und in der Gemeinschaft mit der Mutter Kirche gestellt&laquo; (Franziskus, <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2022/october/documents/20221015-comunioneeliberazione.html">Ansprache an die Mitglieder von „Comunione e Liberazione“</a></i>, 15. Oktober 2022).</p> 
<p>Nun denn, meine Lieben, gerade inmitten dieses epochalen Wandels, in dieser von vielf&auml;ltigen Krisen zerrissenen Welt, k&ouml;nnen wir, „aus allen St&auml;mmen, Sprachen, V&ouml;lkern und Nationen vereint und in unterschiedlichen Kontexten und Kulturen lebend, ‚den geistlichen Geschmack‘“ wiederentdecken, „was es bedeutet, das Volk Gottes zu sein, das noch auf einer Pilgerreise durch die Zeit und bereits in Gemeinschaft mit der Kirche im Himmel ist“ (vgl. XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode, <i>Schlussdokument</i>, Nr. 17). In den vergangenen Jahren haben wir die synodale und missionarische Dimension unseres Kircheseins wiederentdeckt, die uns vor allem dazu aufruft, einander zuzuh&ouml;ren. &raquo;Die Gabe des Zuh&ouml;rens ist etwas, das wir alle, so scheint mir, anerkennen, das aber in so manchen Bereichen der Kirche verloren gegangen ist. Wir m&uuml;ssen weiterhin entdecken, wie wertvoll dies ist, angefangen beim H&ouml;ren auf das Wort Gottes, beim gegenseitigen Zuh&ouml;ren, beim H&ouml;ren auf die Weisheit, die wir in M&auml;nnern und Frauen, in Angeh&ouml;rigen der Kirche und in all jenen finden, die auf der Suche nach der Wahrheit sind, aber noch nicht und vielleicht auch nie zur Kirche geh&ouml;ren werden&laquo; (<i>Ansprache an die Teilnehmer der Heilig-Jahr-Feier der Synodenteams und der Mitwirkungsgremien</i>, 24. Oktober 2025).</p> 
<p>Dies ist ein Weg, der auch die Erneuerung einer jeden Vereinigung und kirchlichen Bewegung erfordert. Ich lade euch ein, sowohl im Rahmen der Bewegung „Comunione e liberazione“ als auch in den Teilkirchen, denen ihr angeh&ouml;rt, die Erfahrung eines gemeinsam unternommenen Weges zu machen: ein jeder h&ouml;rt zu, l&auml;sst sich vom Glauben der anderen verwandeln, und gemeinsam – unter der F&uuml;hrung der Hirten – werden neue Einsichten gewonnen, weitere Schritte unternommen und mutiger Gehorsam im Heiligen Geist entwickelt. Synodalit&auml;t ist nicht der Name eines Prozesses, sondern das Wesen eines Volkes, das in der Freundschaft und in der Begegnung mit den anderen erkennt, dass es einzig und allein Gott geh&ouml;rt. Dann verwandelt sich Autorit&auml;t in einen Dienst, der die Unterschiede ehrt und deren Harmonie f&ouml;rdert. Dieser Stil ist in dieser unruhigen Epoche ein wahres Zeichen der Zeit. Bezeugen wir, dass jedes Charisma dem gemeinsamen Wohl dient, dass sich jeder Reichtum vervielfacht, wenn er geteilt wird, dass jede Angst &uuml;berwunden werden kann: Wir m&uuml;ssen dies greifbar, glaubw&uuml;rdig und erstrebenswert werden lassen. Ihr werdet dies auf den Spuren eures Gr&uuml;nders tun k&ouml;nnen, liebe Freunde, indem ihr die Einheit untereinander pflegt, mit denen, die berufen sind, die Bewegung zu leiten, mit dem Apostolischen Stuhl, der euch anerkannt hat, und mit dem Nachfolger Petri. Der Heilige Geist unterweise uns in der Praxis der Gemeinschaft. Er schenke uns die Freude daran, die Wertsch&auml;tzung daf&uuml;r und die Hoffnung darauf. M&ouml;ge uns, liebe Br&uuml;der und Schwestern, weiterhin jene Liebe leiten, &raquo;die die Sonne und die anderen Sterne bewegt&laquo;. Danke!</p> 
<p>__________________________________________________________</p> 
<p></p>
<p>&nbsp;</p> 
<p><a name="_ftn1" href="#_ftnref1" class=" cleaner">[1]</a> L. Giussani, <i>Il rischio educativo</i>, Mailand 2014, 106.</p>
<p><a name="_ftn2" href="#_ftnref2" class=" cleaner">[2]</a> <i>&nbsp;Ebd.</i></p> 
<p><a name="_ftn3" href="#_ftnref3" class=" cleaner">[3]</a>&nbsp;Benedikt XVI., <i><a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/homilies/2007/documents/hf_ben-xvi_hom_20070513_conference-brazil.html">Homilie bei der Eucharistiefeier zur Er&ouml;ffnung der V. Generalversammlung der Bisch&ouml;fe von Lateinamerika und der Karibik</a></i>, Aparecida (13. Mai 2007). Franziskus,&nbsp; <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/audiences/2023/documents/20230111-udienza-generale.html">Katechese</a></i>&nbsp;(11. Januar 2023).</p> 
<p><a name="_ftn4" href="#_ftnref4" class=" cleaner">[4]</a>&nbsp;Vgl L. Giussani, <i>Si pu&ograve; vivere cos&igrave;?</i>, Mailand 2007.</p> 
<p></p> 
<p></p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch von Papst Leo XIV. in der Republik San Marino und in der Adria-Stadt Rimini aus Anlass des „Meetings für die Freundschaft unter den Völkern“ (22. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 22 Aug 2026 08:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/travels/2026/documents/repubblica-sanmarino-rimini-22agosto2026.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/travels/2026/documents/repubblica-sanmarino-rimini-22agosto2026.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sat, 22 Aug 2026 15:35:39 +0200 --> <div>
 <b>Multimedia: <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-repubblica-san-marino.html">Republik San Marino</a>&nbsp;- <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-rimini.html">Rimini</a></b>
</div> 
<div>
 <b><br /> Fotogalerie:&nbsp;<a href="https://www.vatican.va/content/photogallery/de/eventi/san-marino2026.html">Republik San Marino</a>&nbsp;- <a href="https://www.vatican.va/content/photogallery/de/eventi/rimini2026.html">Rimini</a></b>
</div> 
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p> 
<table border="0" width="100%" cellspacing="5"> 
 <tbody>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">&nbsp;</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p style="text-align: center;">REPUBLIK SAN MARINO</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">8.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top">Abflug vom vatikanischen Heliport</td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">9.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p>Landung auf dem Flugplatz „Aviosuperficie Torraccia“ (Republik San Marino)</p> <p>Weiterfahrt zur „Piazza della Libert&agrave;“</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">9.45 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b>Piazza della Libert&agrave;: Milit&auml;rische Ehren mit der Darbietung der Nationalhymnen<br /> <br /> Der Papst und die „Capitani Reggenti“ betreten das Regierungsgeb&auml;ude des Kleinstaats, den „Palazzo Pubblico“</b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">10.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Im Atrium werden dem Heiligen Vater die Staatssekret&auml;re vorgestellt</b></p> <p><b>Der Heilige Vater und die „Capitani Reggenti“ begeben sich in die „Sala Consiglio dei XII“ zu einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch und zur Eintragung ins Goldene Buch der Ehreng&auml;ste</b></p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">10.40 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-repubblica-sanmarino.html">Begegnung in der „Sala del Consiglio Grande e Generale“, dem Saal des Gro&szlig;en und Allgemeinen Rats“</a></b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">11.15 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Anschlie&szlig;end treten der Heilige Vater und die „Capitani Reggenti“ auf den Mittelbalkon des „Palazzo Pubblico“; von dort wird der Papst die Gl&auml;ubigen gr&uuml;&szlig;en und ihnen seinen Segen spenden</b></p> <p><b>Weiterfahrt zur Basilika von San Marino</b></p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">11.45 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Am Eingang der Basilika wird der Heilige Vater von Bischof Domenico Beneventi, Bischof von San Marino-Montefeltro, und von Don Marco Mazzanti, dem Rektor der Basilika, empfangen.</b></p> <p><b>Anbetung des Allerheiligsten Sakraments und Verehrung der Reliquien des heiligen Marinus von Rimini mit Priestern, Ordensleuten und Vertretern des kirchlichen Lebens der Di&ouml;zese.</b></p> <p><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-repubblica-sanmarino-ecclesiale.html">Ansprache an die kirchliche Gemeinschaft</a></p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">12.15 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Der Heilige Vater verl&auml;sst die Basilika und gr&uuml;&szlig;t die auf dem Platz versammelten Gl&auml;ubigen</b></p> <p>Weiterfahrt zum Flugplatz „Aviosuperficie Torraccia“</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">12.45 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Der Papst verabschiedet sich von den „Capitani Reggenti“ und den Vertretern der staatlichen Institutionen.</b></p> <p>Abflug aus der Republik San Marino.</p> </td> 
  </tr>
 </tbody>
</table> 
<table border="0" width="100%" cellspacing="5"> 
 <tbody>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">&nbsp;</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p class="MsoNormal" style="text-align: center;">* * *</p> <p class="MsoNormal"><b>In streng privater Form besucht der Heilige Vater die Gemeinschaft des Klosters <i>Sant’Antonio da Padova</i> der Augustinerinnen in Pennabilli.</b></p> <p style="text-align: center;">* * *</p> </td> 
  </tr>
 </tbody>
</table> 
<p>&nbsp;</p> 
<table border="0" width="100%" cellspacing="5"> 
 <tbody>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">&nbsp;</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p style="text-align: center;"><span style="font-family: &quot;Times New Roman&quot;,serif;">MEETING F&Uuml;R DIE FREUNDSCHAFT UNTER DEN V&Ouml;LKERN</span></p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">14.45 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top">Landung auf dem Hubschrauberlandeplatz des Messegel&auml;ndes von Rimini</td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">15.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b>Besuch der Ausstellung &uuml;ber den heiligen Augustinus</b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">15.15 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b>Besuch der Ausstellung &uuml;ber L&eacute;on Harmel</b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">15.30 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-meeting-rimini.html">Villaggio Ragazzi: Der Heilige Vater begr&uuml;&szlig;t die jungen Menschen, die am Meeting in Rimini teilnehmen</a></b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">16.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Gro&szlig;es Auditorium: Begegnung mit Teilnehmern am Meeting</b></p> <p>Weiterfahrt in die Kathedrale von Rimini</p> </td> 
  </tr>
 </tbody>
</table> 
<p>&nbsp;</p> 
<p>&nbsp;</p> 
<table border="0" width="100%" cellspacing="5"> 
 <tbody>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">&nbsp;</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p style="text-align: center;">RIMINI</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">17.30 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-rimini-caritas.html">In der Kathedrale: Begegnung mit Kranken, Menschen mit Behinderung und von der Caritas betreuten Armen</a></b></p> <p>Weiterfahrt zur „Piazzale del Porto“</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">18.30 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><b><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/22/visita-rimini-messa.html">Hafen von Rimini: Eucharistiefeier</a></b></td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">20.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top"><p><b>Der Heilige Vater verabschiedet sich von den staatlichen Beh&ouml;rdenvertretern</b></p> <p>Abflug vom Hafen von Rimini</p> </td> 
  </tr>
  <tr>
   <td width="8%" valign="top">21.00 Uhr</td> 
   <td width="91%" valign="top">Landung auf dem vatikanischen Heliport</td> 
  </tr>
 </tbody>
</table> 
<p>&nbsp; ________________________________</p> 
<p><i><a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2026/02/19/260219d.html">Verlautbarungen des Presseamtes des Heiligen Stuhls</a></i>, 19. Februar 2026</p> 
<p><a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2026/08/12/260812b.html"><i>Verlautbarungen des Presseamtes des Heiligen Stuhls</i></a>, 12. August 2026</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[An die Teilnehmer am Treffen des "International Catholic Legislators Network" (21. August 2026)]]></title><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260821-meeting-icln.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260821-meeting-icln.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 04 Sep 2026 16:20:06 +0200 --> <p><i>Eminenzen,<br /> verehrte Damen und Herren,<br /> liebe Br&uuml;der und Schwestern in Christus!</i></p> 
<p>Es ist mir eine Freude, Sie, die Mitglieder des &raquo;International Catholic Legislators Network&laquo; zu begr&uuml;&szlig;en, insbesondere Kardinal Sch&ouml;nborn und Kardinal Bo, Schirmherren dieses Netzwerks.</p> 
<p>Das Thema ihres Jahrestreffens &raquo;Menschenw&uuml;rde und k&uuml;nstliche Intelligenz: Herausforderungen, Chancen und Kontrolle&laquo; gibt Ihnen die M&ouml;glichkeit, &uuml;ber eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit nachzudenken. Der au&szlig;erordentliche Fortschritt der k&uuml;nstlichen Intelligenz &ouml;ffnet Horizonte, die sich vorherige Generationen kaum vorstellen konnten. Doch jede technische Errungenschaft stellt die Menschheit auch vor eine moralische Frage. Nicht blo&szlig;: Was <i>k&ouml;nnen</i> wir tun? Sondern: Was <i>sollen</i> wir tun? In der Tat steht unsere Menschheitsfamilie heute vor einer entscheidenden Wahl. Wie ich in der Enzyklika <i>Magnifica humanitas</i> geschrieben habe, k&ouml;nnten wir versucht sein, einen neuen Turm von Babel zu bauen, wo Macht, Effizienz und Kontrolle das Antlitz des Menschen verdunkeln. Oder wir k&ouml;nnen eine Zivilisation schaffen, in der die Technik der ganzheitlichen Entwicklung jedes Menschen dient (vgl. Nr. 7-10). Die entscheidende Frage bleibt dieselbe: Hilft die Technik den Menschen, geschwisterlicher und verantwortungsvoller gegen&uuml;ber sich selbst und gegen-&uuml;ber den anderen zu werden? Diesbez&uuml;glich bilden die Prinzipien der kirchlichen Soziallehre – die unantastbare W&uuml;rde jedes Menschen, das Gemeinwohl, die universale Bestimmung der G&uuml;ter, Subsidiarit&auml;t und Solidarit&auml;t – sichere Kriterien f&uuml;r die Unterscheidung.</p> 
<p>Liebe Parlamentarier, Ihre Berufung stellt Sie in das Zentrum dieser Herausforderung. Sie sind daf&uuml;r verantwortlich, politische Strategien zum Einsatz der Technik f&uuml;r das Gemeinwohl zu entwerfen, und Ihre Aufgabe besteht nicht darin, Innovation aufzuhalten, sondern diese klug zu steuern (vgl. Franziskus, <i>Ansprache an die Teilnehmer am Treffen des &raquo;International Catholic Legislators Network&laquo;</i>, 27. August 2021).</p> 
<p>Eine tragf&auml;hige Gesetzgebung sollte wissenschaftliche und technologische Kreativit&auml;t f&ouml;rdern, bei gleichzeitigem Schutz der Grundrechte und Freiheiten des Menschen. Sie sollte Nutzer vor Ausbeutung sch&uuml;tzen, die Privatsph&auml;re wahren, Transparenz beim Einsatz von neuen Technologien sicherstellen und garantieren, dass sie demokratische Institutionen st&auml;rkt. Hierzu &raquo;bedarf es angemessener rechtlicher Rahmenbedingungen, unabh&auml;ngiger Aufsicht, Aufkl&auml;rung der Nutzer und einer Politik, die sich nicht ihrer Aufgabe entzieht&laquo; (<i>Magnifica humanitas</i> , 106). Eine solche Kontrolle kann auf verschiedenen Ebenen agieren – lokal, national und international –, indem sie eine offene Diskussion des &raquo;anzuwendenden Ethikkodexes&laquo; f&ouml;rdert, ihn &raquo;mit Kriterien sozialer Gerechtigkeit [abgleicht], die wir teilen&laquo; und sicherstellt, dass keine Einheitsideologie oder Eigeninteressen die in die Systeme k&uuml;nstlicher Intelligenz eingeschriebenen Werte diktieren.</p> 
<p>Gleichzeitig birgt die rasante Entwicklung der k&uuml;nstlichen Intelligenz die Gefahr, dass neue Formen technologischer Abh&auml;ngigkeit entstehen, wobei &auml;rmere Nationen zunehmend von reicheren abh&auml;ngig werden. Wir m&uuml;ssen in dieser Hinsicht wachsam bleiben, damit Innovation nicht zu einem weiteren Instrument des ideologischen oder wirtschaftlichen Kolonialismus wird (vgl. Nr. 178-179). Leider sehen wir uns mit einer subtilen Form der Herrschaft konfrontiert, wenn Algorithmen entscheiden, wer sichtbar ist, wer unsichtbar bleibt; wenn digitale Plattformen den &ouml;ffentlichen Diskurs ohne Rechenschaftspflicht pr&auml;gen und wenn die W&uuml;rde der Arbeitnehmer der Optimierung von Systemen untergeordnet wird (vgl. Nr. 95, 150, 171). Solche Entwicklungen offenbaren ein neues Gesicht der uralten Versuchung zu Macht und Herrschaft ohne Dienst am N&auml;chsten.</p> 
<p>Dieser Kultur der Macht stellt die Kirche &raquo;die Zivilisation der Liebe&laquo; entgegen (Papst Paul VI.,<i> Regina Caeli</i>, 17. Mai 1970; vgl. <i>Magnifica humanitas</i>, 186), eine Zivilisation, die k&uuml;nstliche Intelligenz weise regelt, indem sie Herzen kultiviert, die zu N&auml;chstenliebe, Mitgef&uuml;hl und Verantwortung f&auml;hig sind. In einer solchen Gesellschaft w&auml;re die Familie die erste Schule der Menschlichkeit. Denn in der Familie lernen wir zuerst Vertrauen statt Kalk&uuml;l, Gro&szlig;z&uuml;gigkeit statt Konkurrenz, Dialog statt Spaltung und Liebe statt Macht. Es darf niemals zugelassen werden, dass k&uuml;nstliche Intelligenz diese Keimzelle der Gesellschaft untergr&auml;bt – sei es indem sie Menschen und Beziehungen auf Daten und Simulationen reduziert, indem sie junge K&ouml;pfe mit Inhalten &uuml;berflutet, die die eigenen W&uuml;nsche in die Irre leiten, oder durch Wirtschaftsmodelle, die das Familienleben wirtschaftlich prek&auml;r machen. Aus diesem Grund ermutige ich Sie, politische Ma&szlig;nahmen zu f&ouml;rdern, die Ehe und Familie st&auml;rken, Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe unterst&uuml;tzen und jungen Menschen erm&ouml;glichen, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.</p> 
<p>Liebe Freunde, die Welt braucht keine k&uuml;nstliche Intelligenz, die die Menschlichkeit verringert, vielmehr braucht sie eine von Weisheit erleuchtete menschliche Intelligenz, eine vom Gewissen geleitete politische Autorit&auml;t und eine an der Liebe orientierte technische Innovation. Nur dann wird die k&uuml;nstliche Intelligenz kein Rivale des Menschen, sondern Dienst am Gemeinwohl sein.</p> 
<p>In diesem Sinne bete ich daf&uuml;r, dass Ihre Beratungen reichlich Frucht f&uuml;r Ihre Nationen und f&uuml;r die gesamte Menschheitsfamilie tragen m&ouml;gen. M&ouml;ge die selige Jungfrau Maria, Mutter des guten Rates, Sie stets begleiten. Auf Sie, Ihre Familien und alle, die Ihrem Dienst anvertraut sind, rufe ich von ganzem Herzen Gottes reichen Segen herab. Danke.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Generalaudienz 19. August 2026]]></title><pubDate>Wed, 19 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260819-udienza-generale.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260819-udienza-generale.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 03 Sep 2026 16:13:14 +0200 --> <p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern!</p> 
<p>Das sechste Kapitel der Konstitution <i>Sacrosanctum Concilium </i>&nbsp;(<i>SC</i> ) des Zweiten Vatikanischen Konzils ist der Kirchenmusik gewidmet. Darin hei&szlig;t es: &raquo;Die &uuml;berlieferte Musik der Gesamtkirche stellt einen Reichtum von unsch&auml;tzbarem Wert dar, ausgezeichnet unter allen &uuml;brigen k&uuml;nstlerischen Ausdrucksformen vor allem deshalb, weil sie als der mit dem Wort verbundene gottesdienstliche Gesang einen notwendigen und integrierenden Bestandteil der feierlichen Liturgie ausmacht&laquo; (<i>SC</i>&nbsp; 112). Und es erl&auml;utert: &raquo;So wird denn die Kirchenmusik um so heiliger sein, je enger sie mit der liturgischen Handlung verbunden ist, sei es, dass sie das Gebet inniger zum Ausdruck bringt oder die Einm&uuml;tigkeit f&ouml;rdert, sei es, dass sie die heiligen Riten mit gr&ouml;&szlig;erer Feierlichkeit umgibt&laquo; (<i>ebd.</i> ).<br /> <br /> Wir finden hier den Kern der Konzilslehre, die die dienende Funktion der Musik in der Liturgie best&auml;tigt und vertieft, die bereits vom heiligen Pius X. im Motu proprio <i>Inter sollicitudines</i>&nbsp; (22. November 1903) hervorgehoben worden war. Denn die Musik ist Teil des liturgischen Handelns und keine blo&szlig;e Ausschm&uuml;ckung der Feier. Singen und Musizieren bedeutet in der Liturgie zu beten, indem man das eigene Herz mit dem der Schwestern und der Br&uuml;der und mit Gott in Einklang bringt, in der t&auml;tigen Teilnahme am gefeierten Geheimnis. Insbesondere die Musik bringt die gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige Dimension des Gebets zum Ausdruck, wie der heilige Augustinus sagt: &raquo;Cantare amantis est&laquo;, also &raquo;das Lied ist der Liebe Gesetz&laquo; (<i>Sermo</i> 336,1). Das ist sehr wichtig, weil es uns hilft, das Herz zu &ouml;ffnen f&uuml;r Gottes Gnadenwirken und sich davon formen zu lassen.</p> 
<p>Au&szlig;erdem f&ouml;rdert der Gesang die Gemeinschaft. Durch die Symphonie der Stimmen tr&auml;gt er zur Vereinigung der Herzen bei, &uuml;berwindet die Unterschiede zwischen den Menschen und vereint alle im Lob Gottes. So wird er zur Epiphanie der Kirche, zum sp&uuml;rbaren Ausdruck der Gemeinschaft, die zu ihrem ureigenen Wesen geh&ouml;rt.</p> 
<p>Aus der hohen theologischen Bedeutung des Kirchengesangs als fester Bestandteil des liturgischen Handelns ergeben sich einige Erfordernisse. Zun&auml;chst muss er jenseits aller Modeerscheinungen und besonderen Sensibilit&auml;ten der Urheber auf allen Ebenen der Feier angemessen sein. Au&szlig;erdem muss die Form, besonders in ihrem melodischen Aspekt, gleichzeitig edel und einfach, von hoher musikalischer Qualit&auml;t und leicht auszuf&uuml;hren sein, vor allem dann, wenn er von der ganzen Gemeinde gesungen werden soll (vgl. <i>SC</i>&nbsp; 121).</p> 
<p>Aus demselben Grund sagt das Konzil, dass auch die Texte angemessen, tiefgehend und gleichzeitig leicht verst&auml;ndlich sowie in erster Linie von der Heiligen Schrift, den liturgischen B&uuml;chern und&nbsp; der geistlichen &Uuml;berlieferung der Kirche inspiriert sein sollen. Darauf muss geachtet werden, damit die Dynamik, die in dem alten Prinzip &raquo;lex orandi lex credendi&laquo; – also das Gesetz des Gebets ist auch Gesetz des Glaubens – zum Ausdruck kommt, lebendig bleibt und wachsen kann.</p> 
<p><i>Sacrosanctum Concilium</i> widmet dem Thema der t&auml;tigen Teilnahme der Gl&auml;ubigen gro&szlig;en Raum (vgl. Nr. 114). Sie ist &raquo;angefangen von einer tieferen Bewusstheit des Mysteriums, das gefeiert wird, und seiner Beziehung zum t&auml;glichen Leben&laquo; zu verstehen (Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben <i>Sacramentum caritatis</i> , 52), in einem &raquo;Geist fortw&auml;hrender innerer Umkehr, der das Leben aller Gl&auml;ubigen kennzeichnen muss&laquo; (<i>ebd.</i>, 55). Was die konkrete Weise betrifft, in der sie durch die besondere Rolle der Kirchenmusik verwirklicht werden kann, bietet die Konstitution eine deutliche Antwort: So &raquo;soll man den Akklamationen des Volkes, den Antworten, dem Psalmengesang, den Antiphonen, den Liedern&laquo; ebenso wie dem &raquo;heiligen Schweigen&laquo; Sorge zuwenden (<i>SC</i> 30). Und sie fordert einen jeden, sei er Liturge oder Gl&auml;ubiger, auf, &raquo;in der Aus&uuml;bung seiner Aufgabe nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gem&auml;&szlig; den liturgischen Regeln zukommt&laquo; (<i>SC</i> 28), im harmonischen Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Diensten, den einzelnen Beitr&auml;gen und den Augenblicken der Stille.</p> 
<p>Au&szlig;erdem erkennt das Konzil dem Gregorianischen Gesang gro&szlig;en Wert zu, auch wenn es andere Arten von Kirchenmusik nicht von der Feier ausschlie&szlig;t. Besondere Aufmerksamkeit wird auch der Orgel gewidmet (vgl. <i>SC</i> 120), w&auml;hrend der Einsatz anderer Instrumente gestattet ist, &raquo;sofern sie sich f&uuml;r den heiligen Gebrauch eignen oder f&uuml;r ihn geeignet gemacht werden k&ouml;nnen, der W&uuml;rde des Gotteshauses angemessen sind und die Erbauung der Gl&auml;ubigen wirklich f&ouml;rdern&laquo; (<i>SC</i> 120).</p> 
<p>Ein Thema, das der Konzilsreform am Herzen lag, war die Inkulturation, auch im Bereich der Kirchenmusik. Insbesondere wird in Bezug auf die Musik&uuml;berlieferung der verschiedenen Kulturen hervorgehoben, wie wichtig es ist, ihr geb&uuml;hrende Wertsch&auml;tzung entgegenzubringen, als Teil des religi&ouml;sen und sozialen Lebens der Menschen. Daher wird empfohlen, einerseits allen eine angemessene &raquo;Formung des religi&ouml;sen Sinnes&laquo; (<i>SC</i> 119) zukommen zu lassen, und andererseits &raquo;im Rahmen des M&ouml;glichen […] die &uuml;berlieferte Musik der betreffenden V&ouml;lker sowohl in den Schulen als auch im Gottesdienst zu f&ouml;rdern&laquo; (<i>ebd.</i> ).<br /> <br /> Eine besondere Aufgabe wird im liturgischen Kontext der &raquo;schola cantorum&laquo; zuerkannt, einem pastoralen Mittel, dessen F&ouml;rderung empfohlen wird. Der Chor muss &raquo;auf die exakte Ausf&uuml;hrung der ihm eigenen Teile achten, entsprechend den verschiedenen Arten von Ges&auml;ngen, und muss die aktive Teilnahme der Gl&auml;ubigen beim Gesang beg&uuml;nstigen&laquo; (Heilige Ritenkongregation, Instruktion <i>Musicam sacram</i>, 19).</p> 
<p>Zu diesem Ziel ist der Komponist von Kirchenmusik aufgerufen, das musikalische Erbe der Kirche zu kennen und zu bewahren, indem er sich von ihm inspirieren l&auml;sst, um neue Kompositionen im Dienst der Liturgie ins Leben zu rufen, unter Achtung der gegenw&auml;rtigen Sensibilit&auml;t und der verschiedenen kulturellen &Uuml;berlieferungen, um so &raquo;den Gottesdienst von Missst&auml;nden des Stils, von nachl&auml;ssigen Ausdrucksformen, von banalen Musikst&uuml;cken und Texten zu reinigen, die der Gr&ouml;&szlig;e des Aktes, der gefeiert wird, wenig entsprechen, um f&uuml;r die Kirchenmusik W&uuml;rde und die G&uuml;te der Form zu gew&auml;hrleisten&laquo; (Hl. Johannes Paul II., <i>Chirograph zum 100. Jahrestag der Ver&ouml;ffentlichung des Motu proprio </i>&nbsp;Tra le sollecitudini<i> &uuml;ber die Kirchenmusik</i> , 22. November 2003, 3).</p> 
<p>Aus all diesen Gr&uuml;nden empfehlen die Konzilsv&auml;ter, die Ausbildung und die Praxis der Kirchenmusik &raquo;in den Seminarien, in den Noviziaten und Studienh&auml;usern der Ordensleute beiderlei Geschlechts sowie auch in den &uuml;brigen katholischen Instituten und Schulen&laquo; zu f&ouml;rdern (<i>SC</i>&nbsp;115) und den Musikern und S&auml;ngern eine gediegene Ausbildung zu gew&auml;hrleisten (vgl. <i>ebd.</i>).</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, die Kirchenv&auml;ter haben dem liturgischen Gesang gro&szlig;e Bedeutung zuerkannt, als Symbol der kirchlichen Gemeinschaft. Wir k&ouml;nnen daher schlie&szlig;en mit diesem sch&ouml;nen Wort des heiligen Ignatius von Antiochien: &raquo;Aber auch die einzelnen sollen einen Chor bilden, damit ihr in Eintracht zusammenstimmet, in Einigkeit die Melodie Christi auffasset und mit einer Stimme durch Jesus Christus dem Vater lobsinget, auf dass er euch h&ouml;re und aus euren guten Werken erkenne, dass ihr Glieder seid seines Sohnes&laquo; (<i>Brief an die Epheser</i> 4,2).</p> 
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<b>* * *</b></p> 
<p>Liebe Gl&auml;ubige deutscher Sprache, es ist sch&ouml;n, sich bewusst zu machen, dass wir durch die Teilnahme an der Liturgie stets auch in unsichtbarer Gemeinschaft mit allen Engeln und Heiligen stehen und einstimmen d&uuml;rfen in ihren Lobgesang auf den Herrn. Ihm sei Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Angelus, 16. August 2026]]></title><pubDate>Sun, 16 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260816-angelus.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260816-angelus.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 16 Aug 2026 12:31:01 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, einen sch&ouml;nen Sonntag!</i></p> 
<p><a href="https://www.vatican.va/content/liturgy/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/15/messa-castelgandolfo.html">gestern haben wir die Jungfrau Maria</a> in ihrer unaufl&ouml;slichen Beziehung zu ihrem Sohn betrachtet: Nicht einmal der Tod konnte jene Gemeinschaft von Leib und Seele unterbrechen, die ewiges Leben ist. Jeder Sonntag erinnert uns daran, dass dieselbe F&uuml;lle jenen vorbehalten ist, die Jesus nachfolgen: Seine Auferstehung ist kein vergangenes Ereignis, sondern neues Leben, in das auch wir mithineingenommen sind.</p> 
<p>Das sehen wir heute an der kanaan&auml;ischen Frau, die im Evangelium im Mittelpunkt steht, das in der Liturgie verk&uuml;ndet worden ist (<i>Mt</i> 15,21-28). Obwohl sie nicht zu seinem Volk geh&ouml;rt und in einer fremden Gegend lebt, versucht sie beharrlich, mit Jesus zu sprechen, indem sie ihm wie eine J&uuml;ngerin folgt, die bereits eine Bindung zu ihm hat. Sie w&auml;ren einander eigentlich nie begegnet, doch der Glaube war auf geheimnisvolle Weise bereits in ihr erwacht. Sie m&ouml;chte nichts f&uuml;r sich selbst, sondern Frieden f&uuml;r ihre leidende Tochter, und sie vertraut auf Jesus, in welchem sie den Messias erkennt, den Nachkommen Davids (vgl. V. 22).</p> 
<p>Der Evangelist verschweigt nicht die Hindernisse, denen sich diese Frau gegen&uuml;bersieht. Die J&uuml;nger betrachten sie als eine l&auml;stige Person, und Jesus selbst widersetzt sich ihrem Bitten. Tats&auml;chlich hatte sich der Meister in jene Gegend zur&uuml;ckgezogen (vgl. V. 21), und wir k&ouml;nnen uns vorstellen, dass er, wie schon andere Male, einen abgelegenen Ort suchte, an dem er beten und seine J&uuml;nger unterweisen konnte. In jenem Augenblick geschieht allerdings etwas Unerwartetes. Indem wir dies betrachten, k&ouml;nnen wir den Gehorsam Jesu verstehen, der seine Mission vollbringt, indem er sich von dem, was er sieht und h&ouml;rt, ber&uuml;hren l&auml;sst. Schlie&szlig;lich sagt er zu ihr: &raquo;Frau, dein Glaube ist gro&szlig;. Es soll dir geschehen, wie du willst&laquo; (V. 28).</p> 
<p>Auch heute kann sich die Kirche vom Wirken Gottes &uuml;berraschen lassen und den Frieden Christi &uuml;ber die bereits gezogenen Grenzen hinaus weitergeben. Ihre Mission wird durch die g&ouml;ttliche Gnade vorweggenommen, die im Verborgenen der Gewissen wirkt, sodass wir bei jeder Begegnung – selbst bei jenen, die unsere Pl&auml;ne durcheinanderbringen – die Ohren spitzen, die Augen &ouml;ffnen und das Herz f&uuml;r das &ouml;ffnen m&uuml;ssen, was Gott uns sagen will.</p> 
<p>Von der kanaan&auml;ischen Frau lernen wir Demut und Entschlossenheit. Dank ihres Glaubens lernen wir, dass Gottes Tisch f&uuml;r alle gedeckt ist und dass niemand nur mit den Kr&uuml;meln vorliebnehmen muss (vgl. VV. 26-27), weil alle beim Vater einen eigenen Platz haben. Im Lichte dieses Glaubens werden jene Ungleichheiten, Diskriminierungen und Barrieren unertr&auml;glich, die die W&uuml;rde allzu vieler S&ouml;hne und T&ouml;chter Gottes mit F&uuml;&szlig;en treten.</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern: Wir sind die Kirche Jesu Christi in einer von Unfrieden geplagten Welt, einer Welt, die nach Frieden sucht. Bitten wir Maria, unsere Mutter, sie m&ouml;ge f&uuml;r uns F&uuml;rsprache einlegen. &raquo;Aus ihrem Munde kommt die kraftvollste und wegweisendste Hymne, die je gesungen wurde: das Magnifikat&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html">Magnifica humanitas</a></i>, 244): Es ist der Lobgesang derer, die die Wirklichkeit bereits mit den Augen Gottes sehen und deshalb nicht die Hoffnung verlieren und mit Liebe handeln.</p> 
<p></p>
<p>___________________________</p> 
<p></p> 
<p><b>Nach dem Angelusgebet</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</p> 
<p>ich erneuere meinen Appell, die anhaltende Gewalt gegen die pal&auml;stinensische Zivilbev&ouml;lkerung im Westjordanland zu beenden, und fordere die internationale Gemeinschaft dringend auf, sich daf&uuml;r einzusetzen, dass eine Zwei-Staaten-L&ouml;sung zugunsten eines gerechten und dauerhaften Friedens vorankomme.</p> 
<p>In dieser Woche werden die Mittelmeerspiele beginnen, die in Taranto stattfinden. Daran nehmen verschiedene L&auml;nder aus Afrika, Asien und Europa teil, die zum Mittelmeerraum geh&ouml;ren. Ich w&uuml;nsche mir, dass dieses Sportereignis ein Vorzeichen f&uuml;r Frieden und Geschwisterlichkeit unter den V&ouml;lkern dieser Region und der ganzen Welt sein m&ouml;ge.</p> 
<p>Und nun hei&szlig;e ich euch alle willkommen, die ihr euch hier in Castel Gandolfo zum sonnt&auml;glichen <i>Angelus</i> versammelt habt.</p> 
<p>Von Herzen begr&uuml;&szlig;e ich die Pilger aus verschiedenen L&auml;ndern. Und zusammen mit einem Gru&szlig; an die Polen erteile ich den zahlreichen Teilnehmerinnen der traditionellen Wallfahrt zum Heiligtum von Piekary Śląskie in Oberschlesien meinen Segen.</p> 
<p>Und euch allen w&uuml;nsche ich einen sch&ouml;nen Sonntag.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Botschaft des Heiligen Vaters zum 11. Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung [1. September 2026] (15. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 15 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 20 Aug 2026 12:05:56 +0200 --> <p style="text-align: center;"><b>&raquo;<i>Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden <br /> und ihre Lanzen zu Winzermessern.</i>&laquo;<i> (Jesaja 2,4)</i></b></p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</i></p> 
<p>unser Herr Jesus Christus ist gekommen, damit wir das Leben haben und es in F&uuml;lle haben (vgl. <i>Joh</i> 10,10). Dieses Geschenk des Lebens ist der Kern unseres Auftrags als J&uuml;nger und unserer gemeinsamen Berufung, eine Zivilisation der Liebe aufzubauen. An diesem Weltgebetstag f&uuml;r die Bewahrung der Sch&ouml;pfung sind wir erneut eingeladen, &uuml;ber das Geschenk des Lebens nachzudenken und die Erde zu lieben, die es erh&auml;lt, denn dies sind konkrete Wege, um unseren Sch&ouml;pfer zu preisen.</p> 
<p>Heute erleben wir viele Krisen und gro&szlig;es menschliches Leid. Zugleich scheint sich die Zerst&ouml;rung des harmonischen Gleichgewichts der Sch&ouml;pfung zu beschleunigen. Diese Ph&auml;nomene sind nicht ohne Zusammenhang; sie sind ein einziger Ruf nach Heilung und Frieden, der von einer verwundeten Welt ausgeht.</p> 
<p>Der Gott des Lebens, der sich in Jesus Christus offenbart hat, schenkt einen Frieden, den die Welt nicht geben kann: &raquo;Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch&laquo; (<i>Joh</i> 14,27). Dieser Friede ist weder oberfl&auml;chlich noch verg&auml;nglich; er entspringt der best&auml;ndigen Liebe Christi und seiner Sorge f&uuml;r jeden Menschen.</p> 
<p>Doch dieses Friedensversprechen steht in scharfem Kontrast zu den realen Verh&auml;ltnissen, die wir in vielen Teilen der Welt beobachten. Der Prophet Jesaja sprach von einer Zeit, in der die V&ouml;lker &raquo;ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden&laquo; (<i>Jes</i> 2,4) sollten, um das, was Leben zerst&ouml;rt, in etwas Lebenserhaltendes zu verwandeln. Doch heute erleben wir allzu oft genau das Gegenteil, dass man n&auml;mlich weiterhin auf Gewalt und Krieg aus ist.</p> 
<p>Krieg hinterl&auml;sst Wunden, die weit &uuml;ber das Schlachtfeld hinausreichen. Er fordert Menschenleben, zerrei&szlig;t Familien und zwingt Millionen Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat, wodurch Angst, Ungerechtigkeit und Spaltung verst&auml;rkt werden (vgl. <i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">Gaudium et Spes</a></i>, 77–82). Krieg hinterl&auml;sst zudem soziale und &ouml;kologische Zerst&ouml;rungen, die mehrere Generationen lang anhalten. &Uuml;berdies f&uuml;hrt das Zusammenspiel von bewaffneten Konflikten und Umweltzerst&ouml;rung oft zu einem Teufelskreis, der &Ouml;kosysteme zerst&ouml;rt, lebenswichtige Ressourcen wie Luft und Wasser verschmutzt und die Lebensmittelversorgung gef&auml;hrdet. Dies verschlimmert Armut, Ungleichheit und neue soziale Spannungen, die zur Entstehung weiterer Konflikte beitragen k&ouml;nnen.</p> 
<p>Au&szlig;erdem verursacht Krieg Wunden, die das gesamte Gef&uuml;ge des Lebens sch&auml;digen und nicht nur einzelne Menschen und Gemeinschaften beeintr&auml;chtigen, sondern auch deren umfassenderen Beziehungszusammenhang mit der gesamten Menschheitsfamilie und ihr Im-Einklang-Sein mit der Sch&ouml;pfung. Krieg offenbart ein tiefergehendes Unverm&ouml;gen, nach Gottes Bild und Gleichnis zu leben, das Leben zu achten und f&uuml;r die uns anvertraute Erde zu sorgen. Dies ist nicht nur ein politisches Versagen, sondern auch ein moralisches und geistliches. Der Krieg, der in fehlgeleiteten Begierden und im Missbrauch menschlicher Freiheit und Macht wurzelt, ist ein Gegenzeugnis zum Evangelium des Friedens.</p> 
<p>Die oben genannten Krisen rufen nicht blo&szlig; nach Verantwortung, sondern auch nach einer Bekehrung des Herzens, die Fr&uuml;chte in Form einer tieferen Treue zu Gott, gegenseitiger Liebe und der Achtung vor dem Geschenk der Sch&ouml;pfung tragen wird. Tats&auml;chlich ist die Zwietracht, die wir in der Welt sehen – wie Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerst&ouml;rung –, nicht einfach das Ergebnis mangelhafter Systeme oder Strukturen; sie h&auml;ngt mit der &raquo;tiefer liegenden St&ouml;rung des Gleichgewichts zusammen, die im Herzen des Menschen ihren Ursprung hat&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html">Gaudium et Spes</a></i>, 10). Das menschliche Herz ist in der Tat der Ort, an dem sich die innersten K&auml;mpfe entfalten und sich unser gefallener Zustand offenbart. Es ist nicht blo&szlig; der Sitz der Gef&uuml;hle, sondern die Mitte der Person – der Ort, an dem Vernunft, Begehren, Wille und Bewusstsein zusammenlaufen. Hier ringen wir mit unseren widerspr&uuml;chlichen Sehns&uuml;chten zwischen Liebe und Gleichg&uuml;ltigkeit, Wahrheit und Illusion, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit (vgl. <i>Jak</i> 1,14–15). Die Wunden des Krieges und die Sch&auml;digung der Erde sind also zutiefst mit dem Zustand des menschlichen Herzens verbunden. Die Konflikte, die die Menschheit qu&auml;len, sind in vielerlei Hinsicht der &auml;u&szlig;ere Ausdruck von innerer Widerspr&uuml;chlichkeit und Spaltung. Wenn das Herz deformiert ist, leiden die Beziehungen darunter, und die Strukturen, die wir bilden, beginnen diese Unordnung zu spiegeln.</p> 
<p><a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de.html">Papst Benedikt XVI.</a> erinnerte uns daran: &raquo;Die &auml;u&szlig;eren W&uuml;sten wachsen in der Welt, weil die inneren W&uuml;sten so gro&szlig; geworden sind&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/homilies/2005/documents/hf_ben-xvi_hom_20050424_inizio-pontificato.html">Homilie in der Messe zur Amtseinf&uuml;hrung</a></i>, 24. April 2005). So ist es erforderlich, dass wir anerkennen, dass das, was um uns herum zerbrochen ist, in gewisser Weise auch in uns zerbrochen ist. Um eine friedliche Gesellschaft zu schaffen, m&uuml;ssen wir daher nicht nur Strukturen reformieren, sondern auch unsere Herzen erneuern. Die tiefen Ursachen von Konflikten und der Ausbeutung der Sch&ouml;pfung liegen in einer ethischen und kulturellen Krise, insbesondere im Verlust jedes Sinns f&uuml;r Grenzen, im Herrschaftsstreben, im Verfolgen von kurzfristigem Profit und in der Unf&auml;higkeit, die von Gott gegebene W&uuml;rde jedes Menschen anzuerkennen.</p> 
<p>Der prophetische Aufruf, &raquo;Schwerter zu Pflugscharen umzuschmieden&laquo; (<i>Jes</i> 2,4), ist daher nicht blo&szlig; eine Vision f&uuml;r V&ouml;lker, sondern ein Aufruf an jeden Einzelnen. Er l&auml;dt uns ein, Leid in Leben zu verwandeln. Doch diese Verwandlung kann nicht allein durch &auml;u&szlig;ere Ver&auml;nderungen erreicht werden. Sie erfordert im Zusammenspiel mit Gottes Gnade eine tiefere pers&ouml;nliche und gemeinschaftliche Bekehrung – eine R&uuml;ckkehr zu Gott, der unsere Sehns&uuml;chte wieder richtig ordnet, unsere Wunden heilt und uns hilft, in Tugendhaftigkeit zu wachsen.</p> 
<p>Ohne diese innere Wandlung wird Friede nur br&uuml;chig und von kurzer Dauer sein. Doch wo Herzen erneuert werden, er&ouml;ffnen sich neue M&ouml;glichkeiten. Was zur Zerst&ouml;rung genutzt wurde, kann nun f&uuml;r das Leben eingesetzt werden, zur Sorge f&uuml;r die Armen, zur Ern&auml;hrung der Hungernden und zur Bewahrung der Sch&ouml;pfung. Dies ist der Weg einer echten &ouml;kologischen Umkehr, wo die Auswirkungen unserer Begegnung mit Jesus Christus in unserer Beziehung zur uns umgebenden Welt deutlich sichtbar werden (vgl. Franziskus, <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html">Laudato Si’</a></i>, 217). Friede beginnt also im Herzen und str&ouml;mt von dort hinaus in unsere Beziehungen, Gemeinschaften und weiter in die Welt.</p> 
<p>Auch wenn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, gewaltig sind, l&auml;sst Gott uns nicht ohne Mittel zur Heilung und Verwandlung zur&uuml;ck. Anstelle von Kriegswaffen schenkt uns der Gott des Friedens die Kraft, zu heilen, zu vers&ouml;hnen und eine Zivilisation der Liebe aufzubauen. Auf diese Weise sind wir gerufen, die vielen „&Ouml;kosysteme“ zu bewahren, die uns anvertraut sind: die &Ouml;kosysteme der Sch&ouml;pfung, der zwischenmenschlichen Beziehungen und des menschlichen Herzens selbst.</p> 
<p>Stellen wir uns eine Welt vor, in der die Energien, die derzeit in Kriege flie&szlig;en, f&uuml;r die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, f&uuml;r die &Uuml;berwindung der Armut, f&uuml;r den Schutz der Menschenw&uuml;rde und f&uuml;r die Vers&ouml;hnung zerstrittener V&ouml;lker aufgewendet werden. Eine solche Vision zeugt vom Glauben an das Kommen des Reiches Gottes.</p> 
<p>Die wahren Werkzeuge zur Schaffung von Frieden sind nicht Waffen der Zerst&ouml;rung, sondern Wahrheit, Dialog, Geduld, G&uuml;te, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Verst&auml;ndnis, F&uuml;rsorge und Liebe. Diese kommen aus Herzen, die vom Evangelium geformt und von Gottes Gnade getragen werden. Nur diese Qualit&auml;ten verf&uuml;gen &uuml;ber die Kraft, einzelne Menschen zu verwandeln, Gemeinschaften zu erneuern und die Wunden unserer Welt zu heilen.</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, der vor uns liegende Weg ist klar, auch wenn er nicht leicht ist. Wir sind dazu aufgerufen, unsere Herzen erneuern zu lassen, damit wir den Frieden suchen und f&uuml;r die Sch&ouml;pfung sorgen k&ouml;nnen. Die Heilige Schrift mahnt uns, unsere Herzen zu h&uuml;ten, weil alles, was wir tun, von ihnen ausgeht (vgl. <i>Spr</i> 4,23).</p> 
<p>Wenn wir diese Aufgabe in Demut und Glauben annehmen, dann werden wir zu Mitarbeitern an Gottes Werk der Erneuerung. Dann werden wir langsam, aber sicher von der W&uuml;ste zum Garten, von der Spaltung zur Gemeinschaft und von der Gewalt zum Frieden gelangen.</p> 
<p>M&ouml;ge der Herr uns den Mut schenken, diesen Weg zu beschreiten, damit in unserer Zeit Schwerter tats&auml;chlich zu Pflugscharen umgeschmiedet werden, sich die Verhei&szlig;ung des Evangeliums tiefer in unserer Welt verwurzle und der Friede Christi &uuml;ber die ganze Sch&ouml;pfung herrsche.</p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p>Aus dem Vatikan, am 15. August 2026, dem Hochfest Mari&auml; Aufnahme in den Himmel.</p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p style="text-align: center;">LEO XIV.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Angelus, 15. August 2026, <i>Hochfest Mariä Himmelfahrt</i>]]></title><pubDate>Sat, 15 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260815-angelus.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260815-angelus.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sat, 15 Aug 2026 12:59:20 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</i></p> 
<p>heute feiern wir das <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/15/messa-castelgandolfo.html">Hochfest Mari&auml; Aufnahme in den Himmel</a>. Dies ist ein Fest von gro&szlig;er Bedeutung, sowohl f&uuml;r die katholische Theologie als auch f&uuml;r die Volksfr&ouml;mmigkeit; es handelt sich n&auml;mlich um einen in vielen Gemeinden sehr beliebten Feiertag, insbesondere dort, wo die Kathedrale oder die Pfarrkirche der Himmelfahrt Mariens geweiht ist.</p> 
<p>Um &uuml;ber dieses Geheimnis des Glaubens nachzudenken, k&ouml;nnen wir uns auf die beiden ikonografischen Modelle beziehen, anhand derer K&uuml;nstler es im Laufe der Jahrhunderte dargestellt haben.</p> 
<p>Das erste, das &auml;ltere, das fast ein Jahrtausend lang das einzige war, ist das der „Entschlafung“ der Muttergottes: Sie wird auf einem Katafalk liegend dargestellt, im Tod entschlafen; um sie herum stehen die Apostel, die sie tief bewegt im Gebet verehren; in der Mitte steht der auferstandene Jesus, der die Seele Mariens wie ein neugeborenes Kind in seinen Armen h&auml;lt. Er ist gekommen, um sie zu holen und sie mit sich in die Herrlichkeit Gottes zu nehmen, „in den Himmel“, wie wir sinnbildlich sagen. Tats&auml;chlich hat der Herr f&uuml;r seine Mutter das Wirklichkeit werden lassen, was er allen seinen Freunden versprochen hat: &raquo;Wenn ich gegangen bin und einen Platz f&uuml;r euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin&laquo; (<i>Joh</i> 14,3).</p> 
<p>Dieses erste Modell betont die zentrale Wahrheit: Es ist der gestorbene und auferstandene Christus, der uns zu jenem Ziel f&uuml;hrt, f&uuml;r das wir seit jeher bestimmt sind, n&auml;mlich zum ewigen Leben. Dies ist es, was unz&auml;hlige Generationen von Gl&auml;ubigen beim Gebet vor den Ikonen der Entschlafung betrachtet haben und was wir in Rom im gro&szlig;en Apsismosaik der Basilika Santa Maria Maggiore bewundern k&ouml;nnen.</p> 
<p>Die j&uuml;ngere Ikonografie, die sich sp&auml;ter im Westen entwickelte, zeigt uns die Jungfrau Maria hingegen in voller Gr&ouml;&szlig;e, im Himmel, in Licht geh&uuml;llt und oft von Engeln und Heiligen umgeben. Hier steht der verherrlichte Leib der Muttergottes im Mittelpunkt, ganz im Einklang mit dem, was im Buch der Offenbarung des Johannes zu lesen ist: &raquo;Dann erschien ein gro&szlig;es Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren F&uuml;&szlig;en und ein Kranz von zw&ouml;lf Sternen auf ihrem Haupt&laquo; (<i>Offb</i> 12,1).</p> 
<p>Einige K&uuml;nstler haben diese beiden Motive miteinander verbunden, indem sie oben die verherrlichte Jungfrau und unten ihr leeres Grab, oft voll bunter Blumen, darstellten sowie die Apostel, die ihre Blicke auf sie im Himmel richten.</p> 
<p>Dieses zweite Modell betont die Wahrheit, dass Maria mit Leib und Seele, also mit ihrer ganzen Person, in den Himmel aufgenommen wurde. Jene Frau, die auf Erden dem fleischgewordenen Wort Leib und Blut geschenkt und ihm bis zur vollkommenen Einheit im Opfer der Liebe gefolgt ist, ist von ihm f&uuml;r immer in die Herrlichkeit aufgenommen worden.</p> 
<p>So erm&ouml;glicht uns auch diese Ikonographie, &uuml;ber unsere letzte Bestimmung nachzudenken. Die F&uuml;lle des Lebens, die wir heute voll Freude in Maria bewundern, erwartet auch uns am Ende der Zeiten, wenn, wie der heilige Paulus sagt, der auferstandene Christus &raquo;unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes&laquo; (<i>Phil</i> 3,21), indem er das Verwesliche mit Unverweslichkeit und das Sterbliche mit Unsterblichkeit bekleidet (vgl. <i>1 Kor</i> 15,54). Dann werden wir mit unserem durch die Liebe des Erl&ouml;sers verwandelten Leib in Ewigkeit leben und teilhaben an jenem Fest ohne Ende.</p> 
<p>Preisen wir den Herrn, der an seiner und unserer heiligsten Mutter Gro&szlig;es getan hat!</p> 
<p><b>____________________________</b></p> 
<p><b>Nach dem Angelusgebet</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</p> 
<p>die heiligste Jungfrau Maria, die in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wurde, ist f&uuml;r das ganze Volk Gottes ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes. Deshalb m&ouml;chte ich ihre m&uuml;tterliche F&uuml;rsprache heute im Namen all jener Gemeinschaften erbitten, die es besonders n&ouml;tig haben, getr&ouml;stet zu werden und Hoffnung zu bewahren. Ich denke an die Br&uuml;der und Schwestern im Heiligen Land, das ja schlechthin auch das Land Mariens ist. Ich denke an das ukrainische und an das russische Volk, die beide der Heiligen Mutter Gottes in inniger Verehrung verbunden sind. Ich denke an die Christen, die unter Diskriminierung oder gar Verfolgung leiden.</p> 
<p>Ich bete in diesen Tagen weiterhin f&uuml;r die Menschen in Kolumbien, die aufgrund des Erdbebens leiden.</p> 
<p>Ich bin all diesen Gemeinschaften und all jenen, die unter schwierigen Bedingungen leben, verbunden und rufe zusammen mit ihnen: „Heilige Maria, bitte f&uuml;r uns!“</p> 
<p>Ich gr&uuml;&szlig;e euch alle, die Gl&auml;ubigen von Castel Gandolfo und die Pilger, die aus Italien und aus anderen L&auml;ndern gekommen sind. Danke f&uuml;r eure Anwesenheit und f&uuml;r eure Gebete!</p> 
<p>Ich w&uuml;nsche euch, dass ihr eine erholsame Zeit verbringen k&ouml;nnt, um K&ouml;rper und Geist zu st&auml;rken – auch mit ein paar guten B&uuml;chern und durch den Kontakt mit der Natur.</p> 
<p>Ich w&uuml;nsche euch heute einen sch&ouml;nen Feiertag und bis morgen!</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Heilige Messe am Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August 2026)]]></title><pubDate>Sat, 15 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260815-omelia-castelgandolfo.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260815-omelia-castelgandolfo.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sat, 15 Aug 2026 10:45:19 +0200 --> <p><i>Liebe Brüder und Schwestern,</i></p>
<p>auch dieses Jahr feiere ich mit großer Freude zusammen mit euch das Hochfest Mariä Himmelfahrt.</p>
<p>Das Lehramt der Kirche lehrt uns, dass »Maria, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde« (Pius XII., Apostolische Konstitution <i><a href="https://www.vatican.va/content/pius-xii/la/apost_constitutions/documents/hf_p-xii_apc_19501101_munificentissimus-deus.html">Munificentissimus Deus</a></i>, 1. November 1950) und zeigt uns in diesem Geheimnis die Vollendung der Gnadenfülle, die Gott ihr bei ihrer Unbefleckten Empfängnis geschenkt hat (vgl. <i>ebd</i>.).</p>
<p>Aus diesem Grund wird sie in vielen Kunstwerken am Ende ihres irdischen Lebens als wunderschöne junge Frau dargestellt, die sich physisch vom Boden empor in den Himmel erhebt. Diese Werke sind von der Szene inspiriert, die in dem Abschnitt der Offenbarung des Johannes beschrieben wird, den wir in der ersten Lesung gehört haben: »Eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen« (vgl. <i>Offb</i> 12,1), was bedeutet, dass sich im Herzen Mariens der Himmel und die Erde, die Zeit und die Ewigkeit begegnen.</p>
<p>Dieses Bild steht scheinbar im Widerspruch zu der Erfahrung, die wir in fortgeschrittenen Jahren machen. Mit zunehmendem Alter wird unser Körper nämlich nicht beweglicher, sondern schwerer; die Haut wird nicht frischer, sondern zeigt die Zeichen des Alters; das Haar gewinnt nicht an Farbe und Glanz, sondern wird grau und schließlich weiß. Was haben wir also mit der wundervollen jungen Frau gemeinsam, die auf den Altarbildern unserer Kirchen abgebildet ist?</p>
<p>Um dies zu verstehen, müssen wir die beiden Zeichen miteinander verbinden, die wir bereits angesprochen haben: den integren Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz. Es ist nämlich die Reinheit der Seele, die in Maria – wie auch in uns – durch die Gnade Gottes die ganze Person erleuchtet und verklärt und sie zur Herrlichkeit des Himmels führt.</p>
<p>Die Verherrlichung Mariens in Seele und Leib lehrt uns, dass unsere wahre Schönheit nicht darin besteht, die Zeichen der Vergänglichkeit zu verstecken, sondern darin, die Zeichen jener Liebe, die niemals endet, auch in unserem Fleisch sichtbar sein zu lassen (vgl. <i>1 Kor</i> 13,8).</p>
<p>Dies lädt uns dazu ein, viele der ästhetischen Maßstäbe zu überdenken, die überwiegend hedonistischer und konsumorientierter Art sind, die uns die Welt auferlegt und die das Risiko mit sich bringen, uns in starke Abhängigkeiten zu verstricken, sodass wir wertvolle Energie für Dinge verschwenden, die nicht wirklich zählen und nicht für immer bleiben. Vielfach begegnet man Menschen, deren Gesicht von den Jahren und von Leid gezeichnet ist, und die dennoch in der Lage sind, Gelassenheit, Wohlwollen und Frieden auszustrahlen; ebenso können wir andere beobachten, die vielleicht äußerlich attraktiv sind, in ihrem Inneren jedoch hart und kalt. Und es ist leicht zu verstehen, wo wahre Schönheit ist und wo hingegen noch Umkehr, Vergebung und Heilung nötig sind.</p>
<p>Wenn wir die göttliche Schönheit, von der wir umgeben sind und für die wir geschaffen sind, wirklich entdecken, pflegen und um uns herum verbreiten wollen, dann müssen wir lernen, sie sowohl im niedlichen Gesicht eines Kindes als auch in den Falten eines alten Menschen, sowohl in der Lebhaftigkeit eines Jugendlichen als auch in der Gesetztheit eines Erwachsenen, sowohl in festlichem Schmuck als auch in der Arbeitskleidung und den Arbeitsgeräten zu erkennen. Wir müssen uns die einzigartigen Liebesgeschichten anhören, die uns eine jede dieser Wirklichkeiten erzählt, und dürfen in ihnen kleine Einblicke in den Himmel erkennen.</p>
<p>Die Liebe ist der schönste Schmuck des Menschen: die Liebe, die verklärt, verwandelt, veredelt, emporhebt; die uns unbeschwert, frei und Gott nahe sein lässt, auch inmitten der Wechselfälle des Lebens. Der <a href="https://www.vatican.va/content/vatican/de/holy-father/paolo-vi.html">heilige Paul VI.</a> sagte in seinen Betrachtungen über das Geheimnis der Himmelfahrt Mariens, dass wir, um deren Bedeutung zu verstehen, »die Begriffe, die wir in unserer irdischen Sprache verwenden, superlativ und absolut denken müssen […], um uns das Ewige in kleinem Maßstab vorstellen zu können« (<i>Homilie</i>, 15. August 1969). Und im Hinblick auf diese Begegnung zwischen dem Unendlichen und dem Endlichen in der Muttergottes schrieb <a href="https://www.vatican.va/content/vatican/de/holy-father/francesco.html">Papst Franziskus</a>: »Maria versteht es, mit ein paar ärmlichen Windeln und einer Fülle zärtlicher Liebe einen Tierstall in das Haus Jesu zu verwandeln« (Apostolisches Schreiben <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html#Ein_Geschenk_Jesu_an_sein_Volk">Evangelii gaudium</a></i>, 286).</p>
<p>Das Wunder, das Maria, das Mädchen aus Nazaret, in ihrem unschuldigen Herzen erlebt und das sie zur Herrlichkeit des Himmels geführt hat, besteht in der Begegnung von Gegensätzen, wie sie selbst in den inspirierten Worten des <i>Magnificat</i> bezeugt, das wir im Evangelium gehört haben (vgl. <i>Lk</i> 1,46–55). In diesem Lobgesang spricht die himmlische Mutter durch die demütigen Ausdrucksformen ihres Glaubens auf einfache Weise von großartigen Geheimnissen: Sie spricht von Gott, der in ihr Mensch wird, um die Menschen zu retten, vom Ewigen, der sich in ihr in der Zeit offenbart, um auch uns den Weg zur Ewigkeit zu öffnen, und sie zeigt uns zugleich in ihrer Haltung als „demütige Magd“ jenen „kleinen Maßstab“, in dem, wie der <a href="https://www.vatican.va/content/vatican/de/holy-father/paolo-vi.html">heilige Paul VI</a>. sagte, auch wir dem Herrn begegnen können.</p>
<p>Die Erhabenheit des Geheimnisses, das wir feiern, müssen wir also nicht in der Ferne suchen. Wir können ihr dort begegnen, wo es wahre Liebe gibt: in den Augen eines Papas und einer Mama, die am Ende eines Arbeitstags nach Hause kommen, müde, aber glücklich, bei ihren Kindern zu sein; in den Gesichtern von Großvätern und Großmüttern, die trotz der Beschwerden des Alters neue, unerwartete Kräfte entfalten, wenn sie sich um ihre Enkelkinder kümmern; oder auch im Engagement junger Menschen, die sich bemühen, rein und ehrlich aufzuwachsen und bereit sind, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen statt „das zu tun, was alle tun“; zu guter Letzt in der Arbeit so vieler Männer und Frauen, die täglich mit Glauben und Hingabe dazu beitragen, ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen und die Erde dem Himmel näherzubringen.</p>
<p>Meine Lieben, das wunderschöne Antlitz der in den Himmel aufgefahrenen Maria ist einzigartig, es übersteigt jede mögliche Darstellung, und doch ist es uns zugleich bekannt: Es ist das Antlitz jener Menschen, die uns nahestehen, auch in diesem Augenblick, der Brüder und Schwestern, mit denen wir im Glauben die tägliche Hingabe unseres Lebens teilen. Deshalb erkennt die Gemeinschaft der Gläubigen in der Apokalyptischen Frau sich selbst wieder, und das <a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm">Zweite Vatikanische Konzil</a> beschreibt Maria als »Bild und Anfang der […] Kirche, […] als Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes« (Dogmatische Konstitution <i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html">Lumen gentium</a></i>, 68). In ihrem durch Gottes Gnade heiligen Menschsein ist auch unser Menschsein enthalten; auch wir sind darin eingeschlossen und dazu berufen, dieselbe Fülle des Lebens zu leben und an derselben Herrlichkeit teilzuhaben.</p>
<p>Der heilige Augustinus forderte die Christen seiner Zeit auf, die Auferstehung Christi zum Kompass und zum Bezugspunkt ihres Lebens zu machen. Er sagte: »Christus ist auferstanden, um nie mehr wieder zu sterben […]. Ändere deinen Kurs, folge dem Licht! Beginne, dich von derselben Stelle zu erheben, von der aus er auferstanden ist« (<i>Enarratio in Psalmos</i> 126, 7).</p>
<p>Nehmen wir seine Einladung an. Folgen wir dem Licht des Auferstandenen und ändern wir erforderlichenfalls unseren Kurs. Lasst uns dies heute insbesondere tun, indem wir auf Maria schauen, die Gott in Leib und Seele mit Herrlichkeit gekrönt hat und die er uns als Mutter, Führerin, Gefährtin und Beschützerin auf dem Weg zum Himmel geschenkt hat.</p>
]]></description></item><item><title><![CDATA[Videobotschaft des Heiligen Vaters anlässlich der Jahresversammlung der „Leadership Conference of Women Religious“ [Rosen Center, Orlando (Florida), 11.–14. August 2026] (12. August 2026)]]></title><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 15:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/pont-messages/2026/documents/20260812-videomessaggio-lcwr.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/pont-messages/2026/documents/20260812-videomessaggio-lcwr.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 03 Sep 2026 16:18:19 +0200 --> <p><i>Liebe Freunde in Christus!</i></p> 
<p>Herzlich gr&uuml;&szlig;e ich die Mitglieder der &raquo;Leadership Conference of Women Religious&laquo; in den Vereinigten Staaten von Amerika, die auf ihrer Jahresversammlung 2026 den 70. Gr&uuml;ndungstag begehen. Ebenso sende ich meine mit dem Gebet verbundenen guten W&uuml;nsche an die Ordensfrauen und Ordensm&auml;nner aus verschiedenen Kongregationen auf dem amerikanischen Kontinent, die an der diesj&auml;hrigen Veranstaltung teilnehmen.</p> 
<p>Auch wenn ihr aus Gemeinschaften kommt, die sich von der Geschichte und vom Apostolat her unterscheiden, ist es wichtig, sich an die Notwendigkeit zu erinnern, die Einheit innerhalb eurer Institute und zwischen ihnen zu f&ouml;rdern, ebenso wie in der gesamten Kirche. Alle Christen sind aufgerufen, Baumeister der Gemeinschaft Christi zu sein, die in einer synodalen Kirche Gestalt annimmt, in der jeder an derselben Sendung mitwirkt, je nach dem eigenen Charisma und Dienst (vgl. <i>Ansprache zur Er&ouml;ffnung des au&szlig;erordentlichen Konsistoriums</i>, 26. Juni 2026). Insbesondere die Ordensleute sind berufen, Experten der Synodalit&auml;t zu werden, aufgrund der M&ouml;glichkeiten, die das Gemeinschaftsleben bietet, sie zu praktizieren, sowie aufgrund der Art und Weise, in der eure Kongregationen organisiert sind (vgl.<i> Ansprache an die Teilnehmer an der Heilig-Jahr-Feier des gottgeweihten Lebens</i>, 10. Oktober 2025). In dieser Hinsicht habe ich mich gefreut zu erfahren, dass zur Vorgehensweise der Versammlung eine synodale Methode des Zuh&ouml;rens, der Diskussion und der Entscheidungsfindung geh&ouml;rt, in einer Haltung der Offenheit und Bereitschaft, um zu verstehen, was andere sagen. Daher hoffe ich, dass ihr durch dieses Format des geschwisterlichen und annahmebereiten Dialogs in der Lage sein werdet zu erkennen, was der Heilige Geist sagt (vgl. <i>Offb</i> 2,7) in Bezug auf Gegenwart und Zukunft des geweihten Lebens in den Nationen, in denen ihr dient.</p> 
<p>In besonderer Weise haben geweihte Frauen und M&auml;nner durch die vielen Charismen, die der Heilige Geist im Laufe der Geschichte geschenkt hat, dazu beigetragen, die Sendung und das Geheimnis der Kirche in unserer Welt sichtbar zu machen (vgl. hl. Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben<i> Vita consecrata</i>, 1). In diesem Zusammenhang bringe ich meine Dankbarkeit zum Ausdruck f&uuml;r den best&auml;ndigen Beitrag eurer Institute in den Bereichen der Evangelisierung, der Erziehung und Bildung und der F&uuml;rsorge f&uuml;r die Armen und Ausgegrenzten, um nur einige zu nennen. Ich hoffe, dass ihr euch beim Nachdenken &uuml;ber euer Thema &raquo;Viele Charismen, ein Geist, ein Ruf&laquo; besonders die spezifischen Charismen vor Augen f&uuml;hrt, die Gott den Gr&uuml;ndern und Gr&uuml;nderinnen eurer jeweiligen Gemeinschaften anvertraut hat. Die Kirche braucht euch und die ganze Vielfalt und den Reichtum der Formen der Weihe und des Dienstes, die ihr repr&auml;sentiert, denn mit eurer Lebendigkeit und dem Zeugnis eines Lebens, in dem Jesus der Mittelpunkt ist, k&ouml;nnt ihr dazu beitragen, die Welt aufzuwecken (vgl. <i>Ansprache an die Teilnehmer an der Heilig-Jahr-Feier des gottgeweihten Lebens</i>, 10. Oktober 2025). Auf diese Weise werdet ihr gemeinsam in der Lage sein, der Globalisierung der Gleichg&uuml;ltigkeit und der Machtlosigkeit mit dem Heilmittel der Liebe und Gnade Christi zu begegnen.</p> 
<p>Um f&uuml;r das echte Gedeihen des geweihten Lebens zu sorgen, ist der Einsatz zur F&ouml;rderung von Ordensberufungen von entscheidender Bedeutung. Wie viele von uns pers&ouml;nlich erfahren haben, bringt der Ruf Chris-ti, ihm mit ungeteiltem Herzen durch die Gel&uuml;bde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams nachzufolgen, Freude, Frieden und Erf&uuml;llung. Heute gibt es trotz des zunehmenden Ph&auml;nomens der S&auml;kularisierung in der Welt auch eine wachsende Sehnsucht nach Gott. Wie ich k&uuml;rzlich auf meiner Apostolischen Reise nach Spanien gesagt habe, entdecken &raquo;zahlreiche Jugendliche und Erwachsene den christlichen Glauben wieder, vielleicht nach einer Lebensphase, in der sie sich ein wenig von Gott entfernt hatten&laquo; (<i>Gebetsvigil</i>, 9. Juni 2026). Versucht in eurem Umgang mit den jungen Menschen daher, nach Wegen zu suchen, sie in eure Lebensform einzuf&uuml;hren, und helft ihnen, die Stimme des Herrn zu h&ouml;ren, der in der Tiefe unseres Herzens zu uns spricht. Best&auml;rkt sie darin, Jesus mutig zu antworten, der in Gro&szlig;herzigkeit un&uuml;bertrefflich ist, so dass auch sie die Freude teilen k&ouml;nnen, die ihren Ursprung darin hat, dass wir seinem Ruf folgen.</p> 
<p>In diesem Sinne w&uuml;nsche ich euch ein fruchtbares Treffen und versichere euch meiner geistlichen N&auml;he. Ich vertraue die Arbeit der Versammlung dem m&uuml;tterlichen Schutz Marias an, der Mutter der Kirche, auf dass sie f&uuml;r euch alle und f&uuml;r die Gemeinschaften, die ihr repr&auml;sentiert, F&uuml;rsprache halten m&ouml;ge.</p> 
<p>Und m&ouml;ge der allm&auml;chtige Gott euch alle segnen, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Generalaudienz 12. August 2026]]></title><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260812-udienza-generale.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260812-udienza-generale.html</guid><description><![CDATA[<!-- Wed, 12 Aug 2026 11:07:33 +0200 --> <p><b>Speaker:</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, die Konstitution <i>Sacrosanctum Concilium</i> spricht im f&uuml;nften Kapitel &uuml;ber das liturgische Jahr. Die Kirche feiert im Kreislauf des Jahres &raquo;das ganze Mysterium Christi von der Menschwerdung und Geburt bis zur Himmelfahrt, zum Pfingsttag und zur Erwartung der seligen Hoffnung und der Ankunft des Herrn&laquo; (<i>SC</i> 102). So wird das Heilswerk, das Jesus Christus in der Geschichte vollbringt, vergegenw&auml;rtigt. Insbesondere am Sonntag &raquo;m&uuml;ssen die Christgl&auml;ubigen zusammenkommen, um das Wort Gottes zu h&ouml;ren, an der Eucharistiefeier teilzunehmen und so des Leidens, der Auferstehung und der Herrlichkeit des Herrn Jesus zu gedenken und Gott dankzusagen&laquo; (<i>SC</i> 106).</p> 
<p><b>Santo Padre:</b></p> 
<p>Cari fratelli e sorelle di lingua tedesca, San Benedetto da Norcia scrive nella sua Regola monastica: &laquo;non si anteponga nulla all’Opera di Dio&raquo; (<i>Regula</i> 43,3). Vi auguro che possiate sperimentare sempre la forza trasformatrice di Cristo, che attingiamo nella Sacra Liturgia, nell’ascolto della Parola di Dio e attraverso la celebrazione dei Sacramenti. Il Signore vi benedica!</p> 
<p><b>Speaker:</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern deutscher Sprache, der heilige Benedikt von Nursia schreibt in seiner M&ouml;nchsregel, dass &raquo;dem Gottesdienst nichts vorgezogen werden soll&laquo; (<i>Regula</i> 43,3). Ich w&uuml;nsche euch, dass ihr stets die verwandelnde Kraft Christi erfahren d&uuml;rft, die uns in der heiligen Liturgie im H&ouml;ren auf das Wort Gottes und durch die Feier der Sakramnete zuteil wird. Der Herr segne und beh&uuml;te euch!</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Botschaft Seiner Heiligkeit Leo XIV. zum 112. Welttag der Migranten und Flüchtlinge 2026]]></title><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/migration/documents/20260811-world-migrants-day-2026.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/migration/documents/20260811-world-migrants-day-2026.html</guid><description><![CDATA[<!-- Fri, 14 Aug 2026 12:19:58 +0200 --> <p style="text-align: center;"><b><i>Auch nur eines von diesen Kindern (vgl. Mt 18,10)</i></b></p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern!</p> 
<p>Jahr f&uuml;r Jahr l&auml;dt uns der Welttag der Migranten und Fl&uuml;chtlinge dazu ein, unseren Blick auf verschiedene Aspekte des komplexen Ph&auml;nomens der Migration zu richten. Das Thema dieses 112. Tages, &raquo;<i>Auch nur eines von diesen Kindern</i>&laquo;, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Minderj&auml;hrigen, die unmittelbar von der Erfahrung von Migration und Flucht betroffen sind, auf die Sorge f&uuml;r sie und auf das Versprechen des Herrn: &raquo;Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf&laquo; (<i>Mk</i> 9,37).</p> 
<p><i>Vertriebene Minderj&auml;hrige: eine komplexe Situation der Schutzbed&uuml;rftigkeit</i></p> 
<p>Die Minderj&auml;hrigen sind im Rahmen der weltweiten Migrationsstr&ouml;me die verletzlichsten Personen. Es handelt sich um konkrete Gesichter, um einzigartige Geschichten, die an unser Gewissen appellieren. Jedes Jahr sind Millionen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Kriegen, Armut, Gewalt, Umweltkatastrophen und anderen Trag&ouml;dien gezwungen, ihre Heimat zu verlassen; und leider steigt ihre Zahl best&auml;ndig an. Die wirtschaftlichen, politischen und milit&auml;rischen Verantwortlichkeiten f&uuml;r diese Katastrophen wiegen schwer. Das Leid beschr&auml;nkt sich nicht blo&szlig; auf die Flucht: Es gibt sehr junge Menschen, die Eltern, Br&uuml;der, Schwestern und Freunde verloren haben und Zeugen uns&auml;glicher Gewalttaten geworden sind. Andere, die &uuml;ber lange Zeitr&auml;ume von ihren Familien getrennt waren, versuchen, sich wieder mit ihnen zu vereinen und leiden in der Zwischenzeit unter der Trennung. Des Weiteren gibt es Minderj&auml;hrige, die die Reise zusammen mit ihren Eltern auf sich nehmen und dabei dennoch extremen und traumatisierenden Bedingungen ausgesetzt sind. Schlie&szlig;lich d&uuml;rfen wir auch die tragische Lage derjenigen nicht vergessen, die aufgrund einer R&uuml;ckf&uuml;hrung von ihren Eltern getrennt werden.</p> 
<p>Zu diesem bereits dramatischen Szenario kommen weitere Trag&ouml;dien hinzu: Todesf&auml;lle entlang der Migrationsrouten, Menschenhandel und Ausbeutung, die Rekrutierung von Minderj&auml;hrigen als Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten, sexuelle Gewalt, Zwangsheiraten und Gr&auml;ueltaten, die sie auf ihrem Weg erleiden oder mitansehen m&uuml;ssen. Ihre W&uuml;rde wird auf zu viele verschiedene Arten mit F&uuml;&szlig;en getreten.</p> 
<p><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de.html">Papst Franziskus</a> erinnerte in seiner <a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/messages/migration/documents/papa-francesco_20160908_world-migrants-day-2017.html">Botschaft zum Welttag der Migranten und Fl&uuml;chtlinge 2017</a>, die dem Thema &raquo;Minderj&auml;hrige Migranten – verletzlich und ohne Stimme&laquo; gewidmet war, daran, dass diese &raquo;dreifach schutzlos sind: weil sie minderj&auml;hrig, weil sie fremd und weil sie wehrlos sind, wenn sie aus verschiedenen Gr&uuml;nden gezwungen sind, fern von ihrer Heimat und getrennt von der Liebe in der Familie zu leben&laquo;.</p> 
<p>Und doch fehlt es inmitten all dieser Finsternis nicht am Licht der Solidarit&auml;t: Menschen, Familien, zivile Institutionen und kirchliche Gemeinschaften entscheiden sich, nicht wegzusehen (vgl. <i>Lk</i> 10,29-37). Denken wir an die Familien, die die T&uuml;ren ihrer H&auml;user &ouml;ffnen, um diesen Minderj&auml;hrigen wieder die W&auml;rme eines Zuhauses zu schenken, an die Erzieher in den Aufnahmeeinrichtungen, an die Freiwilligen und Fachkr&auml;fte, die sich jeden Tag auf den Fluchtrouten und in unseren St&auml;dten der Sorge f&uuml;r die unsichtbaren Wunden dieser Kleinen widmen. Mit ihrem Engagement bezeugen sie, dass die Liebe die Gleichg&uuml;ltigkeit &uuml;berwinden kann.</p> 
<p><i>Auch nur eines von diesen Kindern</i></p> 
<p>Angesichts dieser ersch&uuml;tternden Wirklichkeit denke ich an ein Wort Jesu, das das Gewissen eines jeden herausfordert: &raquo;Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf&laquo; (<i>Mt</i> 18,5). Es geht hier nicht um Zahlen oder Statistiken. Das Evangelium l&auml;dt uns ein, keine Berechnungen anzustellen: <i>auch nur eines von ihnen</i>. Jedes Kind, jeder Mensch besitzt eine unendliche W&uuml;rde. Er ist ein Bild Gottes, ihm &auml;hnlich (vgl. <i>Gen</i> 1,26), er ist Gegenwart des Herrn. Wir sind aufgerufen, einem jeden minderj&auml;hrigen Migranten gegen&uuml;ber einen Akt der Menschlichkeit und des Glaubens zu vollziehen: Denn in einem Kind k&ouml;nnen wir den Herrn aufnehmen und ihm begegnen. Dieser Aufruf wird im Lichte einer weiteren Aussage des Herrn im Matth&auml;usevangelium noch dringlicher: &raquo;Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen&laquo; (<i>Mt</i> 25,35).</p> 
<p>Leider werden minderj&auml;hrige Migranten leichter aus dem Blickfeld verdr&auml;ngt, weil sie keine Erwachsenen haben, die sie besch&uuml;tzen und unterst&uuml;tzen. Es ist n&ouml;tig, in den Herkunftsl&auml;ndern zu handeln, um die m&ouml;glichen Fluchtursachen zu beseitigen, und dar&uuml;ber hinaus in den Transit- und Ziell&auml;ndern Schutz und Aufnahme zu gew&auml;hren. Der Schrei der vertriebenen Minderj&auml;hrigen steigt heute zu Gott empor, so wie der Schrei, der im Buch Exodus zu h&ouml;ren ist: „Ich habe das Elend meines Volkes in &Auml;gypten gesehen und ihre laute Klage &uuml;ber ihre Antreiber habe ich geh&ouml;rt. Ich kenne sein Leid. Ich bin herabgestiegen, um es zu befreien“ (vgl. <i>Ex</i> 3,7–8). Gott h&ouml;rt zu und fordert nachdr&uuml;cklich das Gewissen und das Handeln eines jeden von uns heraus, um zu befreien, so wie er es bei Mose getan hatte. Wir d&uuml;rfen nicht gleichg&uuml;ltig bleiben und uns auch nicht an so viel Leid gew&ouml;hnen.</p> 
<p><i>Ein Appell an die Verantwortung aller</i></p> 
<p>Auch nur eines von diesen Kindern ruft uns <i>in unserem pers&ouml;nlichen Leben</i> dazu auf, unsere Augen und unser Herz zu &ouml;ffnen, um die Geschichte, die &Auml;ngste und die Tr&auml;ume eines jeden von ihnen aufmerksam anzuh&ouml;ren und jene Distanz zu &uuml;berwinden, die den Menschen auf eine statistische Zahl reduziert, die uns nicht direkt betrifft. Es ist eine Aufforderung, jedes Kind in seiner W&uuml;rde anzuerkennen – noch vor seinem Schicksal als „Migrant“ – und seine grundlegenden Rechte zu sch&uuml;tzen: das Recht auf Leben, auf Bildung und auf Lebensbedingungen, die es ihm erm&ouml;glichen, sich k&ouml;rperlich, geistig, seelisch, moralisch und sozial voll und ganz zu entfalten.</p> 
<p>Auch nur eines von diesen Kindern ruft uns <i>im kirchlichen Leben</i> dazu auf, die Aufnahme von einem abstrakten Konzept zu einer best&auml;ndigen pastoralen Praxis werden zu lassen. Wir d&uuml;rfen uns nicht darauf beschr&auml;nken, diese Aufgabe an Einrichtungen oder Vereinigungen mit einem spezifischen Charisma zu delegieren: Wenn wir den konkreten Gesichtern gegen&uuml;berstehen, die uns im t&auml;glichen Leben herausfordern, dann ist die ganze christliche Gemeinschaft dazu aufgerufen, sie als ihre Kinder zu betrachten und ihnen in ihrer konkreten Lebensgeschichte nahe zu sein. Es ist n&ouml;tig, die christlichen Gemeinschaften dazu zu ermutigen, Fl&uuml;chtlinge und Migranten als vollwertige Mitglieder der kirchlichen Familie zu integrieren und zu f&ouml;rdern, indem neue, auch individuell gestaltete Bildungswege und geistliche Wege gef&ouml;rdert werden, die &uuml;ber die Logik einer reinen Hilfsleistung hinausgehen. Insbesondere ist es von grundlegender Bedeutung, Einsamkeit, Isolation und Ablehnung, die nicht selten auch die Kinder von Migranten betreffen, vorzubeugen, indem Begegnungs- und Integrationsprozesse erm&ouml;glicht werden, durch die sich einheimische Jugendliche und junge Migranten auf einem Weg des gegenseitigen Respekts, der Solidarit&auml;t und der Freundschaft wechselseitig st&auml;rken k&ouml;nnen.</p> 
<p>Auch nur eines von diesen Kindern erinnert uns <i>vor dem Hintergrund der verschiedenen Religionen</i> daran, dass die Verletzlichkeit der Kleinen keine Bekenntnisgrenzen kennt und uns in einer gemeinsamen humanit&auml;ren und spirituellen Verantwortung vereint. Diese wird zu einem fruchtbaren Boden f&uuml;r einen konkreten interreligi&ouml;sen Dialog, bei dem Glaubende aus ihrem jeweiligen Sinn f&uuml;r das Transzendente sch&ouml;pfen und zusammen daran arbeiten, sch&uuml;tzende Strukturen aufzubauen. Die Glaubensgemeinschaften sind dazu aufgerufen, R&auml;ume zu schaffen, in denen jedes M&auml;dchen und jeder Junge in der jeweiligen kulturellen Identit&auml;t respektiert und wertgesch&auml;tzt wird, um so der Gefahr einer Radikalisierung durch extremistische Gruppen vorzubeugen. Einen Minderj&auml;hrigen zu besch&uuml;tzen bedeutet letztendlich, das in ihm eingepr&auml;gte Bild Gottes zu beh&uuml;ten.</p> 
<p>Auch nur eines von diesen Kindern fordert uns <i>im Kontext der zivilen Institutionen</i> dazu auf, den Grundsatz des Kindeswohl-Vorrangs zu bekr&auml;ftigen. &Ouml;ffentliche wie private Einrichtungen sind verpflichtet, den Schutz und die W&uuml;rde jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen. Dies umfasst die Einf&uuml;hrung wirksamer rechtlicher Schutzma&szlig;nahmen, indem Familienzusammenf&uuml;hrungen gef&ouml;rdert und die Traumata der Trennung abgewendet werden. Ein Perspektivwechsel ist dringend geboten: Der Schwerpunkt der Debatte muss von der blo&szlig;en Bew&auml;ltigung der Migrationsstr&ouml;me zu einem umfassenden und wirksamen Schutz der Menschenrechte verlagert werden, indem &raquo;eine koordinierte, solidarische und wirksame Reaktion&laquo; erfolgt, &raquo;die den Migranten Schutz, Aufnahme und echte Integrationschancen gew&auml;hrleisten kann&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/giugno/documents/20260608-spagna-parlamento.html">Ansprache vor dem spanischen Parlament</a></i>, Madrid, 8. Juni 2026).</p> 
<p>Vertrauen wir die minderj&auml;hrigen Migranten und Fl&uuml;chtlinge dem m&uuml;tterlichen Schutz der allerseligsten Jungfrau Maria an, die zusammen mit dem heiligen Josef und dem Jesuskind die grausame Gewalt des Herodes und das Drama des Exils in &Auml;gypten erlebt hat (vgl. <i>Mt</i> 2,13–15). M&ouml;ge sie ihre Schritte begleiten und unseren Gemeinschaften helfen, zu lebendigen und glaubw&uuml;rdigen Zeichen des Evangeliums zu werden.</p> 
<p><i>Aus dem Vatikan, am 11. August 2026, dem Gedenktag der heiligen Klara von Assisi.</i></p> 
<p><i>&nbsp;</i></p> 
<p style="text-align: center;">LEO PP. XIV</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Angelus, 9. August 2026]]></title><pubDate>Sun, 09 Aug 2026 12:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260809-angelus.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260809-angelus.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 09 Aug 2026 12:57:58 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, einen sch&ouml;nen Sonntag!</i></p> 
<p>Das heutige Evangelium erz&auml;hlt uns von Jesus, der am See Gennesaret mitten in einem Sturm zu seinen J&uuml;ngern kommt, indem er auf dem Wasser wandelt (vgl. <i>Mt</i> 14,22-33).</p> 
<p>Nach dem Wunder der Brote und Fische (vgl. <i>Mt</i> 14,13–21) fordert der Meister seine J&uuml;nger auf, ins Boot zu steigen und in See zu stechen, w&auml;hrend er sich allein auf den Berg zur&uuml;ckzieht, um zu beten. Weit vom Ufer entfernt sind sie jedoch dem Wind ausgeliefert und kommen nur m&uuml;hsam voran. Nach einer Erfahrung des Erfolges, bei der sie Protagonisten eines wundersamen Zeichens gewesen waren, finden sie sich nun machtlos und ver&auml;ngstigt angesichts der Bedrohung durch die Wellen und den Gegenwind wieder.</p> 
<p>Gegen Ende der Nacht kommt Jesus ihnen auf dem unruhigen Gew&auml;sser entgegen und erschrocken halten sie ihn f&uuml;r ein Gespenst (V. 26). Doch er sagt zu ihnen: &raquo;Habt Vertrauen, ich bin es; f&uuml;rchtet euch nicht!&laquo; (V. 27). Die Gegenwart des Herrn ver&auml;ndert alles: Petrus schafft es sogar, einige Schritte &uuml;ber die Wellen auf ihn zuzugehen; dann erschrickt er, versinkt und Jesus rettet ihn. Als der Meister dann ins Boot steigt, legt sich der Sturm und da entspringt aus dem Herzen der J&uuml;nger spontan das Glaubensbekenntnis: &raquo;Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du&laquo; (V. 33).</p> 
<p>Um dazu zu gelangen, war es f&uuml;r sie nicht genug, ein Wunder miterlebt oder vor den Menschen Erfolg gehabt zu haben: Sie mussten die Erfahrung ihrer eigenen Schw&auml;che durchleben und darin die Gegenwart Gottes erkennen. Nur so konnten sie ihre Augen und ihr Herz wirklich f&uuml;r seine N&auml;he &ouml;ffnen und auch mitten im Sturm wieder Frieden finden.</p> 
<p>Eines Tages, einige Zeit sp&auml;ter, wird Jesus zu ihnen sagen: &raquo;Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt […], selbst wenn ihr zu diesem Berg sagt: ‚Heb dich empor und st&uuml;rz dich ins Meer!‘ wird es geschehen&laquo; (<i>Mt</i> 21,21). Und genau das haben sie auf dem See erlebt: Der Friede Christi, der auf dem Berg gebetet hatte, hat sie inmitten der tobenden Wellen erreicht.</p> 
<p>Dieses Wunder lehrt uns also etwas Wichtiges: vor allem, uns angesichts des Erfolgs nicht zu sehr zu &uuml;bersch&auml;tzen und niemals &uuml;berheblich zu werden; und gleichzeitig, nicht zu verzweifeln, auch nicht in dunklen Momenten, in denen wir uns in Anbetracht der Probleme machtlos f&uuml;hlen und es uns trotz unserer Bem&uuml;hungen so vorkommt, als w&uuml;rden wir eher R&uuml;ckschritte machen als voranzukommen. Jesus l&auml;sst uns unter keinen Umst&auml;nden im Stich und wenn wir ihn dem&uuml;tig in das Boot unseres Lebens aufnehmen – durch das Gebet, durch die Sakramente, durch das H&ouml;ren auf sein Wort –, werden wir in ihm Frieden finden, werden wir Licht und Kraft f&uuml;r unseren Weg finden.</p> 
<p>M&ouml;ge Maria uns helfen, so zu leben – in vertrauensvoller Hingabe an Gott –, sie, die ob ihres Glaubens seliggepriesen wurde (vgl. <i>Lk</i> 1,45).</p> 
<p>_______________________________</p> 
<p><b>Nach dem Angelusgebet</b></p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern,</p> 
<p>ich verfolge weiterhin mit Sorge die tragische Lage im Sudan, insbesondere in der Stadt El-Obeid. Ich versichere allen Menschen des Landes meine geistliche N&auml;he und erneuere meinen Appell an die Verantwortlichen, humanit&auml;re Korridore f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung zu gew&auml;hrleisten. Gleichzeitig fordere ich die internationale Gemeinschaft nachdr&uuml;cklich auf, die Bem&uuml;hungen um einen sofortigen Waffenstillstand zu unterst&uuml;tzen. Lasst uns beten, dass der Herr den Leidenden beistehe, die Herzen derer bekehre, die Gewalt s&auml;en, und den lang ersehnten Frieden schenke.</p> 
<p>Weiterhin erreichen uns schmerzhafte Nachrichten &uuml;ber unschuldige Menschen, die in der Ukraine und in Russland get&ouml;tet und verletzt wurden. Tragische Vorf&auml;lle folgen aufeinander, ja, sie multiplizieren sich sogar und fordern immer mehr zivile Opfer, darunter auch Kinder. Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer, bei den Verletzten und bei all jenen, die unter dem aktuellen Konflikt leiden. Angesichts dieses gro&szlig;en Leids erneuere ich meinen eindringlichen Appell, das humanit&auml;re Recht zu achten und die Angriffe auf zivile Ziele von beiden Seiten einzustellen. Der Krieg bringt nur weiteren Krieg hervor und verursacht enormes Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu beenden und der Diplomatie und dem Dialog Raum zu geben, um den Weg zum Frieden zu ebnen.</p> 
<p>Und nun hei&szlig;e ich euch alle herzlich willkommen, R&ouml;mer und Pilger aus verschiedenen L&auml;ndern!</p> 
<p>Besonders gr&uuml;&szlig;e ich die Jugendlichen der Gemeinschaft „Santa Maria Maddalena“ aus der Di&ouml;zese Mailand, die die Via Francigena von Siena nach Rom zur&uuml;ckgelegt haben; ebenso die Pfadfinder aus Enna, die ihr Lager auf den H&uuml;geln um Rom aufgeschlagen haben und die Jugendlichen aus Pernumia in der Di&ouml;zese Padua.</p> 
<p>Die Anwesenheit so vieler Gruppen von Jugendlichen, die sich daf&uuml;r entscheiden, einige Tage der Ferien f&uuml;r Bildungsaktivit&auml;ten und das Kn&uuml;pfen von Freundschaften zu nutzen, ist ein Zeichen der Hoffnung; ebenso wie es die Veranstaltung der franziskanischen Jugendlichen gewesen ist, die ich mit Freude am vergangenen Donnerstag in Assisi getroffen habe.</p> 
<p>Euch alle, liebe Jungen und M&auml;dchen, die ihr mir zuh&ouml;rt, m&ouml;chte ich daran erinnern, dass der liturgische Kalender in diesen Tagen einige wunderbare Heilige vorschl&auml;gt, die ihr besser kennenlernen solltet: gestern den gro&szlig;en heiligen Dominikus, den Gr&uuml;nder des Ordens der Predigerbr&uuml;der; heute die heilige Theresia Benedicta vom Kreuz, Edith Stein, eine Karmelitin, die in Auschwitz ermordet wurde und Mitpatronin Europas ist; morgen den heiligen Laurentius, Diakon der Kirche von Rom; &uuml;bermorgen die heilige Klara von Assisi, die ein Leben in Wohlstand aufgab, um dem armen und dem&uuml;tigen Jesus nachzufolgen, nach dem Vorbild ihres Mitb&uuml;rgers, des heiligen Franziskus. Liebe junge Menschen, lasst euch von diesen vorbildlichen Zeugen des Evangeliums begeistern!</p> 
<p>Danke an alle f&uuml;r eure Anwesenheit und einen sch&ouml;nen Sonntag!</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch in Assisi: Heilige Messe für die Teilnehmer am Jugendfestival „Go! Franciscan Youth Meeting“ (Basilika Santa Maria degli Angeli, 6. August 2026)]]></title><pubDate>Thu, 06 Aug 2026 10:30:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260806-visita-assisi-messa.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/homilies/2026/documents/20260806-visita-assisi-messa.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 06 Aug 2026 12:11:50 +0200 --> <p><i>Liebe Br&uuml;der und Schwestern</i>,</p> 
<p>l<i>iebe Jugendliche</i>!</p> 
<p>Das Fest der Verkl&auml;rung, das wir gerade feiern, ist ein Wunder des Lichts, das uns hilft, unsere Begegnung zu vertiefen; eine Begegnung, die so voller Freude ist, aber auch reich an Fragen rund um die Gegenwart und die Zukunft. In der Erz&auml;hlung des Evangeliums finden wir den Kontrast zwischen Licht und Schatten, Stille und Worten, Staunen und Unverst&auml;ndnis. Wir befinden uns in Assisi, einer Stadt, zu der seit Jahrhunderten viele Pilger unterwegs sind – heute auch wir –, denn hier l&auml;sst alles erahnen, dass unser Leben eine neue Gestalt annehmen, Licht ausstrahlen und die Welt heilen kann. Hier hat die Verkl&auml;rung von Franziskus, von Klara und sp&auml;ter von Tausenden anderer junger Menschen begonnen: Sie haben das Evangelium <i>sine glossa</i> – wir w&uuml;rden sagen: ohne Abstriche – angenommen, und das Leben Jesu hat in ihnen von Neuem begonnen.</p> 
<p>Wir sind hierhergekommen, um zu verstehen, wohin die Geschichte f&uuml;hrt und wohin wir selbst gehen. Im Evangelium sehen wir, dass man einen Sinn finden und einen Weg erkennen kann. Wie Petrus, Jakobus und Johannes werden wir ein wenig beiseite genommen, und Jesus ist bei uns. Darauf kommt es an: auf seine Gegenwart. Auf dem Berg betrachten die Apostel Jesus, der sich auf seine eigene Zukunft ausrichtet. Diesbez&uuml;glich gab es unter ihnen Missverst&auml;ndnisse. Sechs Tage zuvor hatte Petrus dem Meister vorgehalten, dass er offen vom Kreuz sprach (vgl. <i>Mt</i> 16,21–26): Er erwartete Herrlichkeit f&uuml;r den Messias und vielleicht auch f&uuml;r sich selbst, ohne Widerst&auml;nde und Risiken einzukalkulieren, vor allem aber, ohne sich zu fragen, was Herrlichkeit eigentlich ist. Nun, bei der Verkl&auml;rung Jesu, offenbart sich Gott selbst in seiner Herrlichkeit, die das Aussehen einer Wolke hat, die sch&uuml;tzt und umh&uuml;llt. Er weist auf den Sohn hin und l&auml;dt ein, ihm zuzuh&ouml;ren. Wir entdecken den Weg des Lebens, indem wir ihm gemeinsam nachfolgen. Seine Sch&ouml;nheit zeigt sich in neuer Gestalt, in beispielloser Intensit&auml;t, so sehr, dass Petrus die Zeit anhalten und diese Vision ausdehnen m&ouml;chte. Gro&szlig;z&uuml;gig bietet er an, drei H&uuml;tten zu bauen, gleichsam um das Gespr&auml;ch zwischen Jesus, Mose und Elija weitergehen zu sehen. Stattdessen m&uuml;ssen wir in dieses Gespr&auml;ch eintreten. Wir d&uuml;rfen nicht nur Zuschauer bleiben. Wir sind n&auml;mlich dazu berufen, die Heilige Schrift zusammen mit dem Meister zu lesen, unsere Zeit zu deuten und Entscheidungen zu treffen, indem wir seinem Weg folgen. Wir sind hier, um Resignation und Angst zu &uuml;berwinden, um Zweifel zu beheben, die uns ebenso besch&auml;ftigen, wie sie die Apostel besch&auml;ftigten. Jesus ruft uns dazu auf, ins Gespr&auml;ch mit seiner Geschichte zu treten, um neue Seiten der Geschichte zu schreiben.</p> 
<p>Wenn wir h&ouml;ren, &raquo;sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden wei&szlig; wie das Licht&laquo; (<i>Mt</i> 17,2), dann denken wir an den Ostermorgen, als ein Engel des Herrn den Stein wegrollte, der das Grab verschloss, und die Botschaft von der Auferstehung verk&uuml;ndete. &raquo;Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand wei&szlig; wie Schnee&laquo; (<i>Mt</i> 28,3). Es ist das Licht eines neuen Tages, auf den wir uns ausrichten, w&auml;hrend um uns herum und manchmal auch in uns noch Dunkelheit herrscht. Wir sehen dessen Morgend&auml;mmerung in den kanonisierten Heiligen wie dem heiligen Franziskus und der heiligen Klara sowie in einer Unzahl von Br&uuml;dern und Schwestern, die dem B&ouml;sen mit dem Guten antworten. Wir sind nicht allein! In diesen Tagen habt ihr dies erfahren: Ihr seid einander begegnet und habt einander zugeh&ouml;rt, wobei ihr vom Gewirr sich &uuml;berlagernder und widersprechender Stimmen zur Kunst des Gespr&auml;chs &uuml;bergegangen seid. Heute betrachten wir Jesus, der gerade w&auml;hrend des Gespr&auml;chs mit dem Vater, mit denen, die ihm vorausgegangen sind – Mose und Elija – und mit seinen Zeitgenossen, den J&uuml;ngern, verkl&auml;rt wird.</p> 
<p>Die Kirche ist dazu da, uns in diese Dynamik des Zuh&ouml;rens und Entscheidens zu f&uuml;hren, in der wir verstehen, f&uuml;r wen wir leben und wie wir leben sollen. Sie ist die Gemeinschaft, in der wir lernen, die Stimme Gottes zu erkennen, die niemals einfach mit unseren eigenen Ansichten &uuml;bereinstimmt, sowie jenen Gehorsam gegen&uuml;ber dem Heiligen Geist zu wagen, der all diejenigen mutig und kreativ werden lie&szlig;, die sich bereit erkl&auml;rt haben, Jesus nachzufolgen: Wir entstellen uns selbst, wenn wir uns von ihm und von den anderen trennen; in den Bindungen, die uns n&auml;hren und zum Leben rufen, werden wir hingegen verkl&auml;rt. Die franziskanische Spiritualit&auml;t, in der ihr unterwiesen worden seid, geh&ouml;rt zu denjenigen, die am meisten darauf achten, die grundlegenden Beziehungen zu Gott und zu all seinen Gesch&ouml;pfen wiederherzustellen: eine Harmonie, die es heute mehr denn je zu bewahren und zu pflegen gilt.</p> 
<p>In diesem Sinne habe ich zu Beginn meiner ersten Enzyklika darauf hingewiesen: &raquo;Jede Generation erbt die Aufgabe, die eigene Zeit zu gestalten, damit die Geschichte zu einem Ort reifen kann, an dem die W&uuml;rde jedes Menschen gewahrt, Gerechtigkeit gef&ouml;rdert und Geschwisterlichkeit erm&ouml;glicht wird. Doch jeder Epoche droht die Gefahr, dass die Welt unmenschlich und ungerechter wird. Wo die Menschheit riskiert, ihr wahres Gesicht zu verlieren, da erheben wir Christen unseren Blick zu dem Gott, der Mensch geworden ist, in dem Wissen, dass sich „nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft“ aufkl&auml;rt. Diese gro&szlig;artige Menschheit wird in Jesus Christus zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben und er&ouml;ffnet jedem von uns den Weg zur Erf&uuml;llung&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html">Magnifica humanitas</a></i>, 1).</p> 
<p>Liebe Freunde, der Grund, warum uns der heilige Franziskus auch achthundert Jahre nach seinem Tod weiterhin fasziniert, liegt in jener gro&szlig;artigen Menschlichkeit, die ihn dazu veranlasste, die bereits eingeschlagenen Wege zu verlassen, um einen neuen Pfad einschlagen zu k&ouml;nnen, der mit dem Weg Jesu besser &uuml;bereinstimmte. Auch in einer Stadt wie Assisi, die bereits seit Jahrhunderten christlich war, erschien dies revolution&auml;r. &raquo;Die Entscheidung von Klara war dagegen noch beeindruckender: Eine junge Frau, die wie Franziskus sein wollte, die als Frau so frei leben wollte wie diese Br&uuml;der!&laquo; (<i><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2025/documents/20251004-udienza-giubilare.html">Audienz zum Jahrestag</a></i>, 4. Oktober 2025). Das ist die Kraft des Christentums, jene seines Beginns und seiner zahlreichen Neuanf&auml;nge.</p> 
<p>Nun, liebe Jugendliche: Heute suchen Europa und die ganze Welt in euch neue Heilige. Wagt es, an das Wort des Evangeliums zu glauben, werdet mit der Freiheit Jesu Christi menschlich, nehmt die Armut als Schwester an! Der Titel eures Treffens – <i>Go!</i> – ist ein Auftrag, eine Aussendung auf Wege, f&uuml;r die wir keine Landkarten haben. Denn sie er&ouml;ffnen sich, wenn wir auf unser Herz h&ouml;ren, wenn wir dem Heiligen Geist gehorchen und wenn wir dem Auferstandenen folgen, wohin er uns vorausgehen wollte. <i>Go!</i> Geht! Oder besser noch: Lasst uns gehen! <i>Let’s go!</i> An die R&auml;nder, wo die Ungerechtigkeit und &Uuml;berheblichkeit einiger weniger die W&uuml;rde und Tr&auml;ume vieler, von allzu vielen S&ouml;hnen und T&ouml;chtern Gottes, verweigern. <a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de.html">Papst Franziskus</a> hat sich vom „Poverello“ von Assisi inspirieren lassen und uns vor der &raquo;Versuchung [gewarnt], Christen zu sein, die einen sicheren Abstand zu den Wundmalen des Herrn halten. Jesus aber will, dass wir mit dem menschlichen Elend in Ber&uuml;hrung kommen, dass wir mit dem leidenden Leib der anderen in Ber&uuml;hrung kommen. Er hofft, dass wir darauf verzichten, unsere pers&ouml;nlichen oder gemeinschaftlichen Zufl&uuml;chte zu suchen, die uns erlauben, gegen&uuml;ber dem Kern des menschlichen Leids auf Distanz zu bleiben&laquo; (Franziskus, <i><a href="https://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html">Evangelii gaudium</a></i>, 270).</p> 
<p>Vielleicht werden wir nicht verstanden, nicht einmal von unserer Familie, so wie es dem heiligen Franziskus erging. Sich der Kultur der Macht zu entziehen und die Mauern einzurei&szlig;en, die Menschen voneinander trennen, bedeutet jedoch niemals, die eigene Familie, Stadt oder Tradition zu verraten, sondern sie von ihren Einbildungen zu befreien; von Feinden, die aus Angst und Unwissenheit erfunden worden sind, von Gewalt, mit der man seine eigene kleine Ordnung einer Wirklichkeit aufzwingen m&ouml;chte, die uns von allen Seiten &uuml;bersteigt. Auf Gott zu vertrauen bedeutet, wie Franziskus und Klara eine Welt voller Br&uuml;der und Schwestern wiederzuentdecken, die es zu wertzusch&auml;tzen und denen es zu dienen gilt; nicht aber auszubeuten und zu beherrschen. Es ist keine Welt, die zu verteidigen, sondern eine, die zu umarmen ist.</p> 
<p>Liebe Jugendliche, verschreibt euch der Zivilisation der Liebe, deren Triebe ihr in so vielen Beispielen der Selbstlosigkeit begegnet seid und die unz&auml;hlige Friedensstifter – nach dem Bild Christi – verkl&auml;rt, die sich auch heute inmitten der tragischsten Szenarien des Todes f&uuml;r das Leben einsetzen. B&uuml;ndelt die besten Kr&auml;fte eurer gro&szlig;artigen Menschheit – Studium, Fachkenntnisse, Arbeit, Freundschaften, Liebe, Gebet – und lebt die Vision des Franziskus heute auf unterschiedliche Weisen weiter. Ich denke, dass euch das Gebet, das ihm oft zugeschrieben wird, am Herzen liegt, ein Text aus dem vergangenen Jahrhundert:</p> 
<p>Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,<br /> dass ich liebe, wo man hasst;<br /> dass ich verzeihe, wo man beleidigt;<br /> dass ich verbinde, wo Streit ist;<br /> dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;<br /> dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;<br /> dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung qu&auml;lt;<br /> dass ich Licht entz&uuml;nde, wo Finsternis regiert;<br /> dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.</p> 
<p>Dies ist „wohin“ wir gehen sollen! <i>Go!</i> Vor allem aber, „wie“ wir unterwegs sein sollen:</p> 
<p>Herr, lass mich trachten,<br /> nicht, dass ich getr&ouml;stet werde, sondern dass ich tr&ouml;ste;<br /> nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;<br /> nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.<br /> Denn wer sich hingibt, der empf&auml;ngt;<br /> wer sich selbst vergisst, der findet;<br /> wer verzeiht, dem wird verziehen;<br /> und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.</p> 
<p>Liebe Freunde, diese Tage in Assisi m&ouml;gen sich tief in euer Ged&auml;chtnis einpr&auml;gen, und m&ouml;ge eure R&uuml;ckkehr nach Hause, in die verschiedenen L&auml;nder Europas, in die ihr reisen werdet, wie der Abstieg von Petrus, Jakobus und Johannes vom hohen Berg der Verkl&auml;rung sein. Eine besinnliche R&uuml;ckkehr, die offen f&uuml;r die Zukunft ist und in der ihr euch mit und f&uuml;r Jesus Christus einsetzt. Er vertraut auf euch, er z&auml;hlt auf euch und er bleibt immer bei euch.</p>]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch in Assisi: Begegnung des Heiligen Vaters mit den Jugendlichen, die am Jugendfestival "Go! Franciscan Youth Meeting 2026" teilnehmen (Piazza Santa Maria degli Angeli, 6. August 2026)]]></title><pubDate>Thu, 06 Aug 2026 08:45:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260806-assisi-giovani.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2026/august/documents/20260806-assisi-giovani.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 06 Aug 2026 10:55:59 +0200 --> <p><b>Frage von Karolina (Zagreb)</b></p>
<p><i>Heiliger Vater,</i></p>
<p><i>ich heiße Karolina, ich komme aus Kroatien aus der Pfarrei und Basilika des heiligen Antonius in Zagreb. Wir sind in franziskanischen Pfarreien aufgewachsen, begleitet von den Brüdern, und haben vom heiligen Franziskus gelernt, dass das Evangelium vor allem durch das Leben verkündet wird – durch Freude, Einfachheit, Geschwisterlichkeit und Nähe zu jedem Menschen. Dank dieser Erfahrung haben wir einen lebendigen Glauben entdeckt, der nicht in den Kirchen eingeschlossen bleibt, sondern zu Dienst, Gastfreundschaft und Hoffnung für andere wird.</i></p>
<p><i>Heute jedoch leben wir in einer sich rasch wandelnden Welt, in der es vielen jungen Menschen schwerfällt, Orientierungspunkte zu finden, authentische Beziehungen aufzubauen und ihr Herz für Gott zu öffnen. Auch wir möchten glaubwürdige Zeugen des Evangeliums an den Orten sein, an denen wir leben, studieren und arbeiten, und das Licht Christi im einfachen und brüderlichen Stil des heiligen Franziskus weitergeben.</i></p>
<p><i>Heiliger Vater, welchen Rat würden Sie uns jungen Menschen geben, die wir in der franziskanischen Spiritualität aufgewachsen sind, damit wir authentische Jünger Christi bleiben und unseren Gleichaltrigen Hoffnung bringen können, ohne die Freude des Evangeliums, die Einfachheit des Herzens und jene Nähe zu den Menschen zu verlieren, die jedes christliche Zeugnis glaubwürdig macht?</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Antwort des Heiligen Vaters</b></p>
<p>Danke, Karolina, für diese Frage. Und zunächst einmal einen guten Morgen euch allen! Einen Gruß auch an die jungen Leute, die sich bereits in der Basilika befinden und uns, wie ich glaube, auch über die Bildschirme verfolgen. Ich freue mich wirklich sehr, hier bei euch zu sein! Also, Carolina, vielen Dank für diese Frage. Ich glaube, viele, die sie gehört haben, haben gespürt, dass sie bereits einen Teil der Antwort enthielt, denn du hast von dem Stil der Einfachheit, Geschwisterlichkeit und Nähe berichtet, der dich überzeugt und es dir ermöglicht hat, im Glauben zu reifen – als Teil einer Gemeinschaft, die jedoch allen offensteht. Dies geschah in einer Region Europas, die erst vor dreißig Jahren Krieg und die gefährliche Verflechtung von religiösem Bekenntnis und Nationalismus erlebt hat. Tatsächlich hatte die Präsenz der Franziskaner über Jahrhunderte hinweg den Dialog gefördert und zum friedlichen Zusammenleben zwischen Katholiken, Orthodoxen und Muslimen beigetragen. Heute bedeutet die Treue zu dieser Tradition der Nähe, gegen den Strom zu schwimmen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Versöhnung zu pflegen.</p>
<p>Von den Christen wird immer mehr verlangt werden, Friedensstifter in Gesellschaften zu sein, die versucht sind, die Religion zur Konfrontation von Identitäten zu instrumentalisieren. Zeuge Christi zu sein, bleibt daher faszinierend und anspruchsvoll, denn es erweitert den Verstand und das Herz über fiktive Grenzen hinaus, d. h. jenseits von Ängsten, die durch Fehlinformationen und Mauern der Vorurteile hervorgerufen werden. Sich der Kultur der Macht zu entziehen und die Zivilisation der Liebe aufzubauen, wird nicht sofort verstanden und akzeptiert. Lernt jedoch vom heiligen Franziskus die Radikalität des Evangeliums, die das Gegenteil von Fundamentalismus ist: Es macht nicht blind und gewalttätig, sondern feinfühlig, aufmerksam, stets auf die Nachfolge Jesu ausgerichtet und somit bescheiden und allen gegenüber offen. Das ist nicht einfach, schenkt aber viel Freude.</p>
<p>Versucht euch nun für einen Moment vorzustellen, wie der Ort, an dem wir uns befinden, aussah, aber vor acht Jahrhunderten. Hier, mitten auf dem Land, hatten sich Hunderte junger Brüder aus ganz Europa um Franziskus versammelt. Versucht euch vorzustellen, wie es in den <i>Quellen</i> heißt, wie die Brüder »in Scharen sitzen, hier sechzig, da hundert, dort zweihundert und anderswo dreihundert auf einmal. Alle waren sie ausschließlich mit dem Gespräch über Gott, mit Gebet, Tränen und Übungen der Liebe beschäftigt. Sie verweilten in solchem Schweigen und solcher Bescheidenheit, dass man dort weder Lärm noch Unruhe vernahm« (vgl. <i>Fonti Francescane</i>, 1848). Diese Stille ist das Gegenteil des Krieges mit seiner Gewalt, seinen Schreien und seiner Grausamkeit. Die Strohmatten jener Brüder, so wie heute eure Schlafsäcke, erzählen vom Frieden. Das ist die Kirche: eine Versammlung von Brüdern und Schwestern, zu der alle eingeladen sind. Liebe junge Menschen, wie schön ist es, zusammen zu sein, um „über Gott nachzudenken“ und so in seinem Licht auch über das Leben selbst, in seiner Schönheit, in seinem Geheimnis, in seiner Ernsthaftigkeit! Bezeugt diese Lebensweise überall, besonders in einer Zeit, in der die Technologie uns daran gewöhnt, nicht mehr zusammen zu sein, unter Menschen aus Fleisch und Blut.</p>
<p>Der heilige Franziskus hat erkannt, dass die Entscheidung für die Armut die Entfremdeten einander näherbringen, die Begegnung fördern und zum Austausch von Gaben einladen kann. So hat er erkannt, dass das Evangelium untrennbar mit den Entscheidungen Jesu Christi verbunden ist, der arm wurde, um uns reich zu machen (vgl. 2 <i>Kor</i> 8,9): Das Evangelium ist sein Leben, sein Weg, sein unerschütterliches Vertrauen in den Vater. Wenn wir uns in seinem Namen versammeln, ist er in unserer Mitte (vgl. <i>Mt </i>18,20), und die Freude, die unser Herz erfüllt, ist frei und aufrichtig (vgl. <i>Joh</i> 20,20). Diese Freude verkündet das Evangelium mehr als Worte und sie lässt sich nicht verbergen. Danke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Frage von Giovanni (Bologna)</b></p>
<p><i>Heiliger Vater,</i></p>
<p><i>ich heiße Giovanni, bin 27 Jahre alt und komme aus Bologna. Wir jungen Menschen leben in einer Welt, in der die Kultur des Vorläufigen herrscht und in der uns endgültige Lebensentscheidungen Angst machen. Dennoch spricht Gott auf einzigartige und liebevolle Weise ständig zu uns und ruft uns dazu auf, ihm zu folgen – mit dem Versprechen auf Leben und Freude –, wobei er uns nach und nach unsere Berufung zeigt.</i></p>
<p><i>Hier ist meine Frage: Wie können wir ihm ein volles, mutiges „Ja“ geben und dabei vermeiden, „die Hand an den Pflug zu legen und dann zurückzuschauen“, indem wir den Mühen und Verzichten des Weges übermäßiges Gewicht beimessen? Was hat Ihnen auf Ihrem Berufungsweg geholfen?</i></p>
<p><i>&nbsp;</i></p>
<p><b>Antwort des Heiligen Vaters</b></p>
<p>Danke, Giovanni, für diese, ich würde sagen, mutige Frage, die von der Sehnsucht nach dem Unvergänglichen geprägt ist. Wir neigen heute dazu, über das Vergängliche negativ zu sprechen. Früher war es hingegen die Kirche, die beharrlich den Sinn für das Vergängliche vermittelte: Diese Welt vergeht, die Zeit läuft, die irdischen Dinge sind unbeständig. Nur Gott bleibt, Gott ist ewig. Wir müssen uns also fragen, was sich geändert hat, um nicht zu denen zu gehören, die der Vergangenheit nachtrauern und sich so nicht der Gegenwart stellen und keine Verantwortung für die Zukunft übernehmen.</p>
<p>Fast überall auf der Welt verschwindet die Stabilität traditioneller Gesellschaften, jene Stabilität, durch die ganze Generationen im Laufe eines Lebens nur geringfügige Veränderungen erleben konnten. Darin war alles streng geregelt und vorbestimmt. Damals lud das Zeugnis der Kirche dazu ein, sich nicht mit einem bereits vorbestimmten Schicksal abzufinden, sondern den Wert jeder einzelnen Handlung im Hinblick auf die Ewigkeit zu erkennen. Heute hingegen geben wir uns mit einem manchmal verworrenen Verständnis von Freiheit der Illusion hin, dass sich das Leben niemals ein für alle Mal entscheiden lässt, weil sich der Kontext, in dem wir leben, rasch verändert und auch wir uns stark wandeln. Damit nehmen jedoch auch die Angst und die Gefahr, sich selbst zu verlieren, zu. In diesem Zusammenhang ist der Mut, eine endgültige Entscheidung zu treffen, vielleicht der revolutionärste Akt überhaupt.</p>
<p>Eine Entscheidung für immer sperrt uns nicht in einen Käfig ein, sondern öffnet uns für eine größere Dynamik. Lieben ist ein Exodus, ein Weg, den es zu entdecken gilt, ein Weg, den Gott mit uns geht, und darin liegt der wahre Sinn jeder Berufung. Die Bibel inspiriert uns, so zu leben: wie jemand, der dazu berufen ist, aufzustehen, seinen Lebensweg zu gehen und dabei Führung und Sinn vom Herrn als Geschenk zu empfangen, um nach seinen Plänen zu lieben (vgl. 1 <i>Kor</i> 13 und 1 <i>Joh</i> 4). Glaube, Vertrauen und Zuverlässigkeit offenbaren hier ihre unauflösliche Verflechtung. Auf diese Weise entlarven wir im Glauben die Illusion, dass sich Probleme lösen lassen, indem man flieht, betrügt oder versucht, ein paar Schritte auf immer neuen Wegen zu gehen, ohne jemals wirklich voranzukommen. Man kann zwar Erfahrungen, Kontakte und Konsum vervielfachen, bleibt dabei aber immer am selben Punkt stehen. Der menschliche Preis ist hoch und die innere Leere tief. Nicht selten kommt es dazu, dass man Menschen ausnutzt und selbst ausgenutzt wird. Das „für immer“ ist also eine Gnade, bei der Gott selbst uns hilft, mit unserer Treue zu antworten, um die Fülle des Lebens zu erlangen (vgl. <i>Joh</i> 10,10).</p>
<p>Schon von Jugend an ist es daher wichtig, sich selbst kennenzulernen, sich zu entscheiden und sich einzubringen – das heißt, dem Herrn zu antworten, der ruft –, ohne damit im Erwachsenenalter aufzuhören, sowohl im Hinblick auf bereits gefallene Entscheidungen als auch angesichts der noch zu treffenden. Es ist ein Abenteuer, bei dem sich niemand allein fühlen muss und das, wie der Glaube, bis zum letzten Augenblick andauern wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Herr mich nie allein gelassen hat: Er hat mich stets begleitet und mir auch Menschen geschenkt, mit denen ich gemeinsam den Weg gehen konnte. So habe ich in meiner Berufung zum Priester, zum Mitglied der Gemeinschaft der Augustiner und zum Missionar so etwas wie ein Licht gefunden, das mich bis heute geleitet hat bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich „Ja“ zu einem ganz besonderen Ruf sagen musste: dem Ruf, Papst zu sein.</p>
<p>Wenn wir uns auf den einzigartigen Plan einlassen, den Gott für jeden von uns kundtut, ist der grundlegende Ruf, der in jedes Herz geschrieben ist, ein Ruf zur Gemeinschaft – und dieser Ruf ertönt nicht nur einmal, sondern jeden Tag. Die Sünde trübt die Klarheit in diesem Punkt und bringt Misstrauen, Konkurrenzdenken und Argwohn in die grundlegenden Beziehungen ein. Gott sei Dank ist jede Berufung jedoch auch ein Weg der Erlösung und Heilung. Die Einladung Jesu, ihm nachzufolgen, lässt unsere Würde aufstrahlen und lässt uns die Würde anderer achten, indem wir Vertrauen empfinden und Vertrauen schenken: Diese Dynamik ist so befreiend, dass sie unsere ganze Leidenschaft verdient. Danke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Frage von Luigi</b> (Paternò, Sizilien)</p>
<p><i>Heiliger Vater,</i></p>
<p><i>ich heiße Luigi, bin 22 Jahre alt und komme aus Paternò, einem kleinen Dorf in Sizilien. Ich spreche im Namen der Franziskanischen Jugend von Sizilien, einer Gruppe junger Menschen, die dem franziskanischen Charisma folgen. Ich möchte Ihnen eine Frage zu einem Aspekt des heiligen Franziskus stellen, der mich sehr beeindruckt.</i></p>
<p><i>»Bruder Franziskus verspricht Gehorsam und Ehrerbietung dem Herrn Papst Honorius und seinen rechtmäßig gewählten Nachfolgern sowie der Römischen Kirche« (RB I). Obwohl er in einer Zeit lebte, in der die Kirche von Widersprüchen und inneren Schwierigkeiten geprägt war, wählte er nicht den Weg der Häresie; er griff die Kirche jener Zeit nicht an und verurteilte sie nicht, sondern zog es vor, dem Papst zu gehorchen. Seine Entscheidung ist frei und revolutionär, ganz im „minderen“ Stil, und hat als einziges Ziel, das Elend des Urteilens durch Mitgefühl und Wiedergutmachung zu besiegen, so wie es nur die Liebe vermag.</i></p>
<p><i>Heute sagen viele junge Menschen, dass sie zwar „glauben, aber nicht an die Kirche“ und gerade in unseren Gemeinschaften beobachten wir manchmal eine Kirche mit ihren Widersprüchen und inneren Krisen. Da frage ich mich: Wie können wir in dieser Liebe, die wiedergutmacht, bleiben? Warum fällt es uns heutzutage so schwer, die Kirche als eine Mutter zu sehen, die trotz ihrer Wunden immer bereit ist, uns aufzunehmen und zu lieben?</i></p>
<p><i>&nbsp;</i></p>
<p><b>Antwort des Heiligen Vaters</b></p>
<p>Danke, Luigi. Deine Frage ist aktuell und führt uns zum Kern der Erfahrung des heiligen Franziskus. Sich damit auseinanderzusetzen bedeutet, einen Wunsch zu teilen: den Wunsch Jesu, des Herrn, für die Kirche. Franziskus hat ihn vernommen, während er den Gekreuzigten betrachtete. Wir sollten immer wieder zu diesem Wunsch zurückkehren. Viele Menschen im Laufe der Geschichte und auch heute konnten die Kirche nicht so erleben, wie Jesus Christus sie sich wünscht. Das verursacht Leid, hinterlässt Wunden und Enttäuschungen und kann für manche sogar zu einem Hindernis für den Glauben werden.</p>
<p>Im Evangelium warnt Jesus vor dieser Art von Hindernis, nämlich vor dem Ärgernis, das seine Jünger anderen bereiten können, insbesondere den Kleinen und den Armen. Der Wunsch Jesu – das sehen wir an der Gruppe, die sich von Anfang an um ihn bildet – ist es, ein Volk zu versammeln, in dem das überwunden wird, was die Menschen gewöhnlich trennt. Um Jesus herum werden Männer und Frauen zu Brüdern und Schwestern, die sich sonst niemals begegnet wären oder Umgang miteinander gehabt hätten. Wenn dieses Wunder der Kirche, Gott sei Dank, weiterhin geschieht, bleibt es auch heute noch erstaunlich in unseren Städten, die voller unsichtbarer Mauern sind, die die Menschen voneinander trennen. Wie viele Diskriminierungen und Ungleichheiten könnten sofort ein Ende finden, sobald wir uns als Brüder und Schwestern anerkennen!</p>
<p>Es gibt noch einen weiteren Aspekt dieser revolutionären Einheit. Jesus sagt: »Bei euch aber soll es nicht so sein« (<i>Mk</i> 10,43), das heißt, es darf nicht so sein wie unter den Großen dieser Erde und den Mächtigen der Welt, die nach Sichtbarkeit streben und sich über andere erheben. Im Gegenteil, Jesus sagt uns: »Sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein« (V. 43-44). Der Wunsch Jesu für die Kirche ist klar: Es geht darum, sein Leib zu werden und sein Leben sichtbar werden zu lassen, seinem Beispiel zu folgen und eine andere Art von Macht auszuüben, die nicht erniedrigt, sondern aufrichtet.</p>
<p>Das Wort Gottes, die Sakramente und die Übung der geschwisterlichen Liebe sind Wege der Verwandlung, um in uns das Bild Christi zu verwirklichen. Franziskus ist diese Wege gegangen: nicht herrschen, sondern dienen; nicht ergreifen, sondern empfangen; nicht zurückbehalten, sondern zurückgeben: Es ist das Leben Gottes, das die Kirche erneuert und sie zu einem freien Volk macht, zu einem Ort des Aufatmens und des Heils. »Franziskus, geh hin und stell mein Haus wieder her, das, wie du siehst, ganz verfallen ist« (<i>FF</i> 1038): Jeder von uns hat eine Aufgabe auf dieser stets offenen Baustelle. Wir haben unterschiedliche Aufgaben und Berufungen, doch wir gehen gemeinsam unseren Weg, inspirieren, helfen und korrigieren uns gegenseitig. Es ist wichtig, dass wir unseren Teil dazu beitragen. Dann werden wir von der Kirche mit der Zuneigung sprechen, die man einer Mutter entgegenbringt, denn wir werden erkennen, dass wir zu ihr gehören. Das wird eine aufrichtige Art sein, jene Menschen und jene Geschichte zu lieben, in der Jesus Christus zu uns kommt und bei uns bleibt. „Und siehe, ich bin mit euch, alle Tage bis zum Ende der Welt&quot; (<i>Mt</i> 28,20). In aller Demut: Das ist das Evangelium, das wir verkünden. Um den Wunsch des Herrn zu teilen, brauchen wir uns also nicht besser darzustellen, als wir sind. Wir müssen Jesus als den Auferstandenen in unserem Leben, in der Geschichte von uns allen, anerkennen und ihn wirken lassen. Danke.</p>
<p>Wir schließen diesen ersten Teil ab, indem wir Gottes Gnade sowie den Segen des Herrn für jeden Einzelnen und für uns alle erbitten. [Segen]</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></description></item><item><title><![CDATA[Pastoralbesuch von Papst Leo XIV. in Assisi (6. August 2026)]]></title><pubDate>Thu, 06 Aug 2026 07:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/travels/2026/documents/assisi-6agosto2026.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/travels/2026/documents/assisi-6agosto2026.html</guid><description><![CDATA[<!-- Thu, 06 Aug 2026 09:26:43 +0200 --> <ul>
<li><b><a href="https://www.vatican.va/content/photogallery/de/eventi/assisi2026.html">Fotogalerie</a><br>
 &nbsp;</b></li>
</ul>
<p>8.00 Uhr:&nbsp;<b>Abflug vom Heliport im Vatikan</b><br>
<br>
8.30 Uhr:&nbsp;<b>Landung auf dem Sportplatz „Migaghelli“ bei „Santa Maria degli Angeli“<br>
 Papst Leo XIV. wird empfangen von:</b></p>
<p>-S.E. Msgr. Felice Accrocca, Erzbischof von Assisi<br>
-Alfredo Mantovano, Staatssekretär&nbsp;im&nbsp;Ministerratspräsidium<br>
-Stefania Proietti, Präsidentin der Region Umbrien<br>
-Francesco Zito, Präfekt von Perugia<br>
-Valter Stoppini, Bürgermeister von Assisi<br>
-Massimiliano Presciutti, Präsident der Provinz Perugia</p>
<p><b>Weiterfahrt zur Basilika Santa Maria degli Angeli;<br>
 <br>
 <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/6/assisi-ordini-francescani.html">bei der Ankunft im Konvent wird Papst Leo XIV. von den Generalministern der Franziskanischen Orden empfangen</a>:</b></p>
<p>-Br. Massimo Fusarelli, OFM<br>
-Br. Carlos Alberto Trovarelli, OFMConv.<br>
-Br. Roberto Genuin, OFMCap.</p>
<p><br>
8.45 Uhr: <b><a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/6/assisi-giovani.html">Piazza Santa Maria degli Angeli: Begegnung mit den Jugendlichen</a><br>
 *Papst Leo XIV. beantwortet drei Fragen der Jugendlichen</b><br>
<br>
9.15 Uhr:<b> im Kreuzgang des Konvents begrüßt Papst Leo XIV. die Vertreter der Franziskanischen Orden:</b></p>
<p>-Begrüßung der anwesenden Bischöfe<br>
-Begrüßung der Mitglieder des Nationalkomitees für den 800. Todestag des Franz von Assisi</p>
<p><br>
10.30 Uhr: <b><a href="https://www.vatican.va/content/liturgy/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2026/8/6/visita-assisi-messa.html">in der Basilika: Feier der heiligen Messe</a></b></p>
<p><b>*Predigt von Papst Leo XIV.<br>
 <br>
 vor dem Schlusssegen: Dankeswort eines Jugendlichen an Papst Leo XIV.</b><br>
<br>
12.00 Uhr: <b>Papst Leo XIV. verlässt die Basilika „Santa Maria degli Angeli“</b><br>
<br>
12.15 Uhr:&nbsp;<b>vor dem Abflug im Hubschrauber: Papst Leo XIV. verabschiedet sich von den Behördenvertretern, die ihn bei seiner Ankunft empfangen haben<br>
 </b><br>
12.45 Uhr:<b> Landung auf dem vatikanischen Heliport</b></p>
<p>________________________________</p>
<p><b><i><a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2026/02/19/260219d.html">Verlautbarungen des Presseamtes des Heiligen Stuhls</a></i></b>, 19. Februar 2026</p>
]]></description></item><item><title><![CDATA[Generalaudienz 5. August 2026]]></title><pubDate>Wed, 05 Aug 2026 10:00:00 +0200</pubDate><link>https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260805-udienza-generale.html</link><guid isPermaLink="true">https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/audiences/2026/documents/20260805-udienza-generale.html</guid><description><![CDATA[<!-- Sun, 23 Aug 2026 18:50:48 +0200 --> <p><i>Br&uuml;der und Schwestern,<br /> guten Tag und herzlich willkommen!</i></p> 
<p>In dieser Katechese nehmen wir die Reflexion &uuml;ber die Konzilskonstitution &uuml;ber die Liturgie <i><a href="https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html">Sacrosanctum Concilium</a></i>&nbsp;(<i>SC</i> ) wieder auf. Heute sprechen wir &uuml;ber die kirchliche Dimension des liturgischen Gebets.</p> 
<p>Wie der Apostel Paulus sagt, ist es der Heilige Geist, der uns zu beten lehrt. Seit dem Pfingsttag wohnt der Geist der Kirche inne und inspiriert all ihr Handeln, insbesondere das Gebet. Das Leben der Urgemeinde, die in Jerusalem nach dem Pascha Jesu entstanden ist, ist Leben in dem Geist, der vom auferstandenen Herrn geschenkt wurde. Das Konzil sagt: &raquo;Seither hat die Kirche niemals aufgeh&ouml;rt, sich zur Feier des Pascha-Mysteriums zu versammeln, dabei zu lesen, ›was in allen Schriften von ihm geschrieben steht‹ (<i>Lk</i> 24,27), die Eucharistie zu feiern, in der ›Sieg und Triumph seines Todes dargestellt werden‹, und zugleich ›Gott f&uuml;r die unsagbar gro&szlig;e Gabe dankzusagen‹ (2 <i>Kor</i> 9,15), in Christus Jesus ›zum Lob seiner Herrlichkeit‹ (<i>Eph</i> 1,12). All das aber geschieht in der Kraft des Heiligen Geistes&laquo; (<i>SC</i>, 6).<br /> <br /> In unserer Zeit, in einem Umfeld, das von Leistungsstreben und konsumorientiertem Denken beherrscht ist, kann das Gebet als etwas Nutzloses und L&auml;cherliches erscheinen. In einer Welt, wo Wissenschaft und Technik den Anspruch erheben, alle Antworten zu geben, kann das Beten als eine Form der Weltflucht erscheinen. Au&szlig;erdem findet auch in einigen christlichen Familien die Weitergabe des Gebets nicht mehr statt, w&auml;hrend zahlreiche Menschen Gefahr laufen, es mit einer x-beliebigen Technik zu verwechseln, die psychologischer Natur und auf das pers&ouml;nliche Wohlergehen ausgerichtet ist. Als grundlegende Dimension unseres Menschseins hat das Gebet es jedoch verdient, in seiner Wahrheit wiederentdeckt zu werden.</p> 
<p>Die Konstitution <i>Sacrosanctum Concilium</i>&nbsp; hat diese Notwendigkeit ernstgenommen. Und das freute den heiligen Papst Paul VI. zutiefst. Als er dieses erste vom Zweiten Vatikanischen Konzil approbierte Dokument promulgierte, sagte er: &raquo;Gott an erster Stelle; das Gebet unsere erste Pflicht; die Liturgie die erste Quelle des g&ouml;ttlichen Lebens, das uns geschenkt wurde, die erste Schule unseres geistlichen Lebens&laquo; (<i>Ansprache</i>, Petersbasilika, 4. Dezember 1963).</p> 
<p>Denn in der Konstitution bezeichnet der Begriff &raquo;das Gebet&laquo; die ganze Liturgie. Diese Perspektive ist entscheidend, weil sie die Liturgiereform ausgerichtet und ihr als tragende Achse die aktive Beteiligung der Gl&auml;ubigen gegeben hat. Die Liturgie wird vor allem als Ort der Begegnung, der Initiative Gottes pr&auml;sentiert, der sich der Menschheit zum N&auml;chsten macht in seinem Sohn, &raquo;das Wort, das Fleisch angenommen hat und mit dem Heiligen Geist gesalbt worden ist&laquo; (<i>SC</i>, 5), dem wir antworten k&ouml;nnen &raquo;durch Christus, mit Christus und in Christus, in der Einheit des Heiligen Geistes&laquo;, also durch &raquo;das Gebet, das Christus vereint mit seinem Leibe an seinen Vater richtet&laquo; (<i>SC</i>, 84).<br /> <br /> Darum w&uuml;nschte der heilige Paul VI. inst&auml;ndig, dass das Stundengebet, also das t&auml;gliche &ouml;ffentliche Gebet der Kirche, das von der Eucharistie untrennbar ist, das ganze christliche Gebet beleben, leiten und zum Ausdruck bringen und das geistliche Leben des Gottesvolkes nachhaltig n&auml;hren soll (vgl. Apostolische Konstitution <i>Laudis canticum</i> ).</p> 
<p>Damit dieser Wunsch verwirklicht wird, muss das Stundengebet im t&auml;glichen Leben der Getauften und der Gemeinschaften immer mehr angenommen und gelebt werden. Vielen Menschen, die beten lernen wollen, insbesondere den Katechumenen, kann es den Weg und die Schule des christlichen Gebets bieten.</p> 
<p>Jede Woche und jeden Tag sind die Eucharistie und das Stundengebet der Lebensatem der Kirche, der den Heiligen Geist durch ihren Leib zirkulieren l&auml;sst. In diesem Gebet schart er &raquo;die gesamte Menschengemeinschaft […] um sich, um gemeinsam mit ihr diesen g&ouml;ttlichen Lobgesang zu singen&laquo; (<i>SC</i> , 83); so werden wir tagt&auml;glich immer mehr in das Pascha-Mysterium hineingenommen und Christus immer mehr gleichgestaltet.</p> 
<p>Der heilige Augustinus sagt: &raquo;Wenn wir im Gebet mit Gott sprechen, d&uuml;rfen wir den Sohn nicht von ihm trennen; und wenn der Leib des Sohnes betet, darf er sein Haupt nicht von sich trennen; m&ouml;ge es also derselbe einzige Retter seines Leibes, unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, sein, der f&uuml;r uns betet, der in uns betet und zu dem wir beten. Er betet f&uuml;r uns als unser Priester; er betet in uns als unser Haupt; wir beten zu ihm als unserem Gott. Erkennen wir also in ihm unsere Stimme und seine Stimme in uns&laquo; (<i>Enarr. in psalmum LXXXV</i> : <i>PL</i> &nbsp;37, 1081).</p> 
<p>Verbunden mit der Eucharistie, deren Licht es verl&auml;ngert, heiligt das Stundengebet die Zeit unseres t&auml;glichen Lebens: Morgens beginnen wir den Tag mit Glauben und Dankbarkeit; mittags bitten wir um die Kraft der Treue inmitten der M&uuml;hsal; abends, nach Beendigung der Arbeit, begleitet die Vesper den Augenblick des Sonnenuntergangs; nachts schlafen wir ein, indem wir uns dem Frieden Gottes anvertrauen. Jede Hore ist ein Akt der Hoffnung: Auf dem irdischen Pilgerweg wachen wir und erwarten mit der ganzen Kirche die glorreiche Wiederkehr des Herrn.</p> 
<p style="text-align: center;">* * *</p> 
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern, am heutigen Gedenktag der Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore wollen wir die heilige Jungfrau bitten, dass sie uns helfe, im Gebet treu zu sein, damit Gott stets den ersten Platz in unserem Leben einnehme.</p> 
<p>&nbsp;</p> 
<p>&nbsp;</p>]]></description></item></channel></rss>