1. Die Liturgie des heutigen Sonntags stellt uns im Prolog des
Johannesevangeliums von neuem das erhabene Geheimnis der Menschwerdung des
ewigen Wortes vor, das gekommen ist, um unter uns zu wohnen.
Der Evangelist schreibt: »In ihm war das Leben, und das
Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und
die Finsternis hat es nicht erfaßt« (Joh 1, 4-5). Denjenigen jedoch,
die dieses Licht aufnahmen, wurde die Macht gegeben, »Kinder Gottes zu
werden« (vgl. V. 12). Er schließt dann mit dieser feierlichen
Feststellung: »Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am
Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (V. 18).
Diese Worte, die seit mehr als 2000 Jahren im Herzen der Kirche
erklingen, haben nichts von ihrer Neuheit und Aktualität eingebüßt. In
Jesus, dem eingeborenen Sohn des Vaters, offenbart sich Gott vollkommen, und er
gibt jedem Menschen, der ihn als Erlöser anerkennt, Anteil an seinem Leben. Das
in Betlehem geborene Kind ist wirklich der »Altersgenosse« jedes
Menschen, der das Licht der Welt erblickt.
2. Das Kind ist daher auch unser »Zeitgenosse«. Die Gaben des
Herrn werden nie vergehen. Das ist die frohe Botschaft des Weihnachtsfests: Das
göttliche Licht, das die Herzen von Maria und Josef durchströmte und die
Schritte der Hirten und Magier leitete, strahlt auch heute für uns.
Das eigentliche Drama besteht darin, daß Christus, das Licht
der Welt, von vielen nicht gekannt, von anderen nicht angenommen, ja sogar
abgelehnt wird. In unserer Gesellschaft ist leider eine von Egoismus
getränkte Kultur weit verbreitet, die sich der Kenntnis und Liebe Gottes
verschließt. Es ist eine Kultur, die eine feste Bezugnahme auf die göttliche
Transzendenz faktisch verweigert und hierdurch Verwirrung und Unzufriedenheit,
Gleichgültigkeit und Einsamkeit, Haß und Gewalt verursacht. Wie dringend
notwendig ist daher ein freudiges Zeugnis für die eine - alte und doch stets
neue - Heilsbotschaft des Evangeliums des Lebens und des Lichts, der Hoffnung
und der Liebe!
3. Maria, der Stern der Evangelisierung, die wir vertrauensvoll
anrufen, komme uns allezeit zu Hilfe, damit wir unserer christlichen Berufung
treu bleiben und die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Frieden, die wir zu Beginn
dieses neuen Jahres so stark empfinden, verwirklichen können.
Nach dem Angelus
Saluto i partecipanti a due cortei storico-folcloristici: quello
denominato "Terra Sancti Benedicti", proveniente da
Montecassino, ispirato alla figura di san Benedetto abate, e quello dei "Re
Magi", di Giulianello di Cori, dove è custodita una venerata statuina di
Gesù Bambino.
Saluto inoltre l'associazione musicale "I Mozartini", di Montecorvino
Rovella, e il gruppo di giovani della parrocchia di Caselle Landi.
A tutti auguro una serena domenica e, per domani, una buona
festa dell'Epifania.