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15 - 11.10.2008
INHALT
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ZEHNTE GENERALKONGREGATION (SAMSTAG, 11. OKTOBER 2008 - VORMITTAG)
- PETERSPLATZ
(SONNTAG 12. OKTOBER 2008)
- MITTEILUNGEN
ZEHNTE GENERALKONGREGATION (SAMSTAG, 11. OKTOBER 2008 - VORMITTAG)
- BEITRÄGE IN DER AULA
(FORTSETZUNG)
- AUDITIO DELGATORUM
FRATERNORUM (II)
- AUDITIO
INVITATORIUM SPECIALIUM (II)
Heute, am Samstag, 11. Oktober, hat um 09.00 Uhr mit dem Gesang der
Terz die Zehnte Generalkongregation zur Fortsetzung der Beiträge der
Synodenväter in der Aula zum Synodenthema Das Wort Gottes im Leben
und in der Sendung der Kirche begonnen.
Turnusmäßiger Delegierter Präsident S.Em. Kardinal Odilio Pedro
SCHERER, Erzbischof von São Paulo (BRASILIEN).
Bei der Eröffnung der Zehnten Generalkongregation hat S. Exz. Nikola
ETEROVIĆ, Titularerzbischof von Sisak, Generalsekretär der
Bischofssynode, an das heute gefeierte Gedenken des Seligen Johannes
XXIII. erinnert und an die Eröffnung des Zweiten Ökumenischen
Vatikanischen Konzil am 11. Oktober 1962, aus der die dogmatische
Konstitution über die Göttliche Offenbarung Dei Verbum
hervorgegangen ist, inspirierendes Dokument für die XII. Ordentliche
Vollversammlung der Bischofssynode.
Dann hat der Generalsekretär der Bischofssynode die Zusammensetzung
der Kommission für Information bekanntgegeben, die in der
Verlautbarung Nr. 14 von gestern, Freitag, 10. Oktober 2008
veröffentlicht ist.
Bei dieser Generalkongregation, die um 12.35 Uhr mit dem Gebet
Angelus Domini geschlossen wurde, waren 220 Väter anwesend.
BEITRÄGE IN DER AULA
(FORTSETZUNG)
Es haben bei dieser Zehnten Generalkongregation folgende Väter das
Wort ergriffen:
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S.Exz. Joseph VÕ ĐÚC MINH, Bischof-Koadjutor von Nha Trang (VIETNAM)
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S.Exz. Stanislav ZVOLENSKÝ, Erzbischof von Bratislava (SLOWAKEI)
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Kardinal Daniel N. DI NARDO, Erzbischof von Galveston-Houston (USA)
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S.Exz. Ramón Alfredo DUS, Bischof von Reconquista (ARGENTINIEN)
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S.Exz. Enrique DÍAZ DÍAZ, Titularbischof von Izirzada, Weihbischof
von San Cristóbal de Las Casas (MEXIKO)
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S.Exz. Basil Myron SCHOTT, O.F.M., byzantinischer
Metropolitan-Erzbischof von Pittsburg, Präsident des Rates der
ruthenischen Kirche (USA)
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S.Exz. Anthony Sablan APURON, O.F.M. Cap., Erzbischof von Agaña,
Präsident der Bischofskonferenz (GUAM)
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Kardinal Miloslav VLK, Erzbischof von Praha (TSCHECHOSLOWAKEIZE)
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S.Exz. Georg MÜLLER, SS.CC., Bischof-Prälat von Trondheim (NOEWEGEN)
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S.Exz. Kidane YEBIO, Bischof von Keren (ERYTHRÄA)
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S.Exz. George Cosmas Zumaire LUNGU, Bischof von Chipata, Präsident
der Bischofskonferenz (ZAMBIA)
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S.Exz. Bejoy Nicephorus D'CRUZE, O.M.I., Bischof von Khulna
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Kardinal James Francis STAFFORD, Großpönitentiar (VATIKANSTADT)
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S.Exz. Luis URBANČ, Bischof von Catamarca (ARGENTINIEN)
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S.Exz. Jurij BIZJAK, Titularbischof von Gergi, Weihbischof von Koper
(SLOWENIEN)
- S.Exz. John HA TIONG HOCK, Erzbischof von Kuching (MALAYSIA)
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S.Exz. Dominique BONNET, C.S.Sp., Bischof von Mouila (GABON)
- S.Exz. Varghese CHAKKALAKAL, Bischof von Kannur (INDIEN)
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S.Exz. Douglas YOUNG, S.V.D., Erzbischof von Mount Hagen (PAPUA
NEUGUINEA)
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S.Exz. René Osvaldo REBOLLEDO SALINAS, Bischof von Osorno (CHILE)
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S.Exz. Elías Samuel BOLAÑOS AVELAR, S.D.B., Bischof von Zacatecoluca
(SALVADORIANER)
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P. José RODRÍGUEZ CARBALLO, O.F.M., Generalminister der
Franziskaner, Minderbrüder
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P. Pascual CHÁVEZ VILLANUEVA, S.D.B., Präsident der Union der
Generaloberen, Großrektor der Salesianer des hl. Johannes Don Bosco
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S.Exz. Robert RIVAS, O.P., Erzbischof von Castries
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Kardinal John NJUE, Erzbischof von Nairobi (KENYA)
Hier im Folgenden die Zusammenfassungen der Beiträge:
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S.Exz. Joseph VÕ ĐÚC MINH, Bischof-Koadjutor von Nha Trang (VIETNAM)
1. Die Kirche Christi in Vietnam ist seit der Annahme des
Evangeliums im Jahr 1533 und vor allem seit der Ernennung der ersten
Bischöfe 1659 einen Weg gegangen, der von vielen Kreuzen gesäumt
war. In den Höhen und Tiefen ihrer Geschichte haben die Katholiken
in Vietnam, wie die Juden in der Zeit des Exils, verstanden, dass
nur das Wort Gottes bleibt und nie enttäuscht. Dieses göttliche Wort
prägt die Gebete, den Kreuzweg, den Angelus, die Geheimnisse des
Rosenkranzes, die Hymnen, die von biblischen Texten inspirierten
Gesänge, den Katechismusunterricht, die Übungen der Volksfrömmigkeit,
die Wortgottesdienste, die Gebetsabende in den Familien, das Hören
und Teilen des Wortes, das eine echte “Lectio divina” ist, etc.
Dieses Wort ist eine Quelle des Trostes und der Kraft geworden, die
allen Gliedern des Volkes Gottes Entschlossenheit schenkt und
zugleich den Zielpunkt vorgibt, der ihnen hilft, ihre Zukunft zu
erkennen.
2. Das Wort Gottes ist eine Hilfe, die wahre Gestalt Jesu Christi zu
entdecken, in dem die erlösende Liebe Gottes Mensch geworden ist
durch das Geheimnis des Kreuzes. Aufgrund der leidvollen Erfahrungen
der Kirche in Vietnam ist das Geheimnis des Kreuzes nicht nur dem
täglichen Leben nahe, sondern auch ein wesentliches Element, welches
das Volk Gottes versammelt. Als Erben einer tausendjährigen Kultur
des “Kultes der Vorfahren”, durch den die Pietät unseres Volkes
gegenüber den Eltern zum Ausdruck kommt, inspirieren sich die
Christen, um den Jahrestag des Todes eines Familienmitglieds zu
begehen, am Letzten Abendmahl, dem Leiden, Tod und der Auferstehung
unseres Herrn, dessen Beispiel die vietnamesische Seele immer
berührt. Die Erzählungen von den Prüfungen, die die Patriarchen und
Propheten - besonders der “heilige” Ijob aus dem Alten Testament -
sowie die heilige Jungfrau Maria, der heilige Joseph und die Apostel
des Neuen Testaments durchstehen mußten, stärken auch heute den
Glauben der Katholiken.
[00159-05.04] [IN135] [Originalsprache: Französisch]
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S.Exz. Stanislav ZVOLENSKÝ, Erzbischof von Bratislava (SLOWAKEI)
In ihrer Geschichte treffen wir auf viele Männer und Frauen, die die
Heilige Schrift auf eine Weise gelesen haben, die sie zu einer
völligen Neuorientierung ihres Lebens geführt hat, zu einer
Veränderung der Art und Weise zu denken und zu handeln oder
wenigstens zu einem neuen Stellenwert, den sie ihrem Glauben geben.
Die Geschichte der Kirche wird kontinuierlich charakterisiert durch
die Rückkehr zu einem existentiellen Radikalismus der Heiligen
Schrift. Die Heiligkeit vieler Christen ist eine Konsequenz der
ehrlichen und oft radikalen Antwort auf den Anruf seitens des Wortes
Gottes.
Die Art und Weise der Lektüre der Schriften der Heiligen zu
verifizieren kann uns zur Entdeckung der verschiedenen Arten der
Lektüre der Heiligen Schrift führen, die, wenn auch nicht völlig neu,
doch ein bisschen in Vergessenheit geraten sind.
So kann uns zum Beispiel die franziskanische Lesart der Bibel dienen,
die sich ohne Zweifel als überraschend darstellt, wenn wir sie vom
heutigen Standpunkt der wissenschaftlichen Kriterien der
Interpretation und vom Standpunkt der Früchte des Glaubens, die sie
gebracht hat, betrachten. Eines der charakteristischen Zeichen
dieser Lesart ist das Prinzip sine glossa gewesen. Es handelte sich
um die Aufnahme des Gotteswortes einfach so, ohne akademische
Kommentare. Nach dem hl. Franziskus wird die Göttliche Wahrheit
nicht in den Wörtern und den Sätzen der Bibel objektiviert, steht
nicht immer wie eine fertige Antwort auf alle Probleme zur Verfügung.
Man kann sie lediglich im gesamten und persönlichen Kontext
entdecken, sie konzentriert sich nicht auf die Materie des Textes,
sondern auf das Handeln Gottes. Die Exegese des hl. Franziskus führt
dazu, den sakramentalen Charakter des Gotteswortes anzuerkennen.
Die oben angeführten Punkte führen nur eine Illustration vor, wie
man bei den Heiligen die hermeneutischen Perspektiven einer dermaßen
gearteten Lesart finden kann, die zum Radikalismus des Glaubens
führt. So, wie wir ein gewisses hermeneutisches Prinzip bei dem hl.
Franziskus finden können, ist es nützlich und vielleicht notwendig,
es im Leben der anderen Heiligen aufzudecken, eines Reichtums, von
dem die Kirche im Überfluss hat.
[00165-05.03] [IN141] [Originalsprache: Italienisch]
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Kardinal Daniel N. DI NARDO, Erzbischof von Galveston-Houston (USA)
Das Ewige Wort hat sich selbst für unsere Erlösung geleert. Auf
analoge Weise hat sich der Heilige Geist selbst “gedemütigt” in den
Inspirationen der Heiligen Schriften. Mit großer Höflichkeit hat er
die göttliche “Sprache” mit Gedanken in Richtung auf die menschliche
Natur passend gemacht (Dei Verbum, 9 und 11). Die Wiedergabe selbst
kleiner, scheinbar trivialer Geschehnisse in der Heiligen Schrift
wird in eben die Ökonomie unserer Erlösung und Vergöttlichung
aufgenommen.
Ich spreche für die Katholiken, die in dem berühmten Bibelgürtel der
südlichen Vereinigten Staaten leben. Es ist eine genuine Gegend,
aber auch eine Denkart, in vielen Gegenden der Welt verbreitet. Es
gibt sicherlich Anlässe und Probleme, die mit dieser Denkart
zusammenhängen, aber sie hat sich eine biblische Vorstellungskraft
erhalten und ein Vokabular und einen Sinn für das göttliche Wirken
in der Welt, das für uns von Wichtigkeit ist. Im Instrumentum
laboris, Nr. 18 a-g und 22 c-d wird über das Wort Gottes in einer
tiefen und reichen christologischen Weise gesprochen. Die
Pneumatologie ist jedoch diskreter. Die Katholiken im Bibelgürtel
brauchen eine Pneumatologie, die ihnen beim Lesen der Schrift helfen
kann.
Ich würde ein Kompendium für die Veröffentlichung empfehlen, das
anderen Dokumenten dieser Art ähnlich ist und sich an die Gläubigen
wendet. Es müsste ein klarer und direkter Führer sein, der die
reichen und nützlichen Methoden der Kirche hinsichtlich des Lesens
und Erfahrens der Heiligen Schriften herausstreicht. Ein derartiges
Kompendium sollte eine unermessliche Hilfe für ein individuelles
Bibellesen sein, für das Bibelstudium, für Bibelstudiengruppen etc.
Gänzlich kirchlich und katholisch, würde es auch von großer Hilfe
für ökumenische Bibelstudien, an denen viele unserer Leute
teilnehmen. Es würde helfen, einen lebhaften und ausgezeichneten
Sinn katholischen Verstehens der Inspiration des Heiligen Geistes in
den heiligen Schriften der Vergessenheit zu entreißen.
[00178-05.03] [IN152] [Originalsprache: Englisch]
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S.Exz. Ramón Alfredo DUS, Bischof von Reconquista (ARGENTINIEN)
Unter Nummer 17 des Instrumentum Laboris ist die Rede von dem
“dringenden Bedarf einer Bildung im Hinblick auf die christliche
Lektüre des Alten Testamentes, welche die Beziehung, die die beiden
Testamente verbindet und die bleibenden Werte des Alten Testamentes
anerkennt”. In diesem Zusammenhang sollte an die Aussage in DV 16
erinnert werden, dass das Alte Testament das Neue Testament erhellt
und erklärt. Man wird also niemals weder in der Theorie noch in der
Praxis auf die Lektüre und Interpretation des Alten Testamentes
verzichten können, wenn man das Neue Testament verstehen will.
Ein Text des heiligen Irenäus (Adversus haereses IV,33,13)
unterstreicht die Einheit des Heilswirkens von Vater, Sohn und
Heiligem Geist von Beginn an und veranlasst zu der Erkenntnis, dass
dieses göttliche Tun im Alten Testament von den Patriarchen,
Propheten und dem ganzen Volk Gottes zur Vollendung geführt wurde
für die ganze Menschheit. Das Heil, das der dreifaltige Gott in
jedem Augenblick der Geschichte bewirkt, hat teil an der
ontologischen Ebene seines gesamten Heilswirkens und ist in diesem
Sinn verstanden immer vollständig. Die Behauptung eines
“vollkommenen Heils” im Alten Testament könnte den unersetzbaren
Charakter des Neuen Testaments verdunkeln. Aber der heilige Irenäus
selbst gibt eine Antwort auf diese Schwierigkeit: Welche Neuigkeit
hat der Herr uns durch sein Kommen gebracht? Er bringt eine
vollkommene Neuheit: sich selbst (vgl. Adversus haereses IV, 34,1;
vgl. IL 11).
Das Heil, das sich in Christus erfüllt und das seit dem Alten
Testament verstehbar ist, offenbart eine trinitarische Struktur der
Beziehung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Noch bevor
diese Beziehung in einem zeitlichen Schema verstanden wird, ist sie
im eigentlicheren Sinn den Kategorien der Teilhabe und der Analogie
zuzurechnen. Diese Auffassung könnte die aus dem Schema
Verheißung-Erfüllung hervorgehenden Mängel und eine angenommene
Überflüssigkeit des Alten Testaments überwinden.
Jesus mit seiner Gemeinschaft - seiner Kirche - ist der historische
Schlüssel, der die volle Erlösung des Alten Testaments vollkommen
verständlich macht; deshalb ist dessen tiefe Kenntnis für das Leben
jedes Jüngers und die Sendung jedes Hirten der Kirche Christi
unverzichtbar.
[00179-05.03] [IN157] [Originalsprache: Spanisch]
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S.Exz. Enrique DÍAZ DÍAZ, Titularbischof von Izirzada, Weihbischof
von San Cristóbal de Las Casas (MEXIKO)
“Die Treue zum Wort Gottes ist dann gegeben, wenn die erste Form der
Caritas in der Achtung der Rechte der menschlichen Person, in der
Verteidigung der Unterdrückten und der Leidenden verwirklicht wird”
(IL 39). Zu den Leidenden gehört vor allem die indigene Bevölkerung
unserer Gemeinschaften in Lateinamerika. In Aparecida sind die
Bischöfe eine ernste Verpflichtung eingegangen: “Unser pastoraler
Dienst an den indigenen Gemeinschaften verlangt von uns, Jesus
Christus und die Frohe Botschaft des Reiches Gottes zu verkünden,
Situationen der Sünde, Strukturen des Todes, Gewalt, innere und
äußere Ungerechtigkeiten anzuprangern, den interkulturellen Dialog
zu fördern... Jesus Christus ist die Fülle der Offenbarung für alle
Völker” (95).
An vielen Orten hat eine Beziehung zwischen dem Wort Gottes und den
indigenen Kulturen begonnen. In gewissem Sinn ist die Bibel ihren
Auffassungen und den Kosmogonien der einfachen ländlichen Kultur
sehr nahe. Die Schöpfung, der Gottesbegriff, die Bedeutung der
Erlösung und des Kreuzes, das gemeinschaftliche Leben bieten viele
gemeinsame Punkte. Dennoch handelt es sich um unterschiedliche
Kulturen, ein eben erst begonnener Weg muss weitergegangen werden
mit großer Vorsicht, um nicht das zu verurteilen, was man nicht
versteht, um das offenbarte Wort zu erklären und zur Geltung zu
bringen, um nicht Kulturen zu zerstören und damit das Evangelium in
unsren Völkern wirklich Gestalt annimmt.
Von katholischer Seite gibt es nur wenige Übersetzungen der Bibel in
die indigenen Sprachen, und man hat nur sehr wenig versucht, ihre
Kultur und ihre Auffassungen zu verstehen. Solange das offenbarte
Wort nicht “lebendiges, in ihre Kultur und ihre Leben
eingeschriebenes Wort” wird, wird es nur schwer in ihre Herzen
dringen und in diesen Völkern Gestalt annehmen können. Als Kirche
müssen wir diese frohe inkulturierte Botschaft verkünden, die ihre
Herzen erblühen lässt und sie in Würde aufrecht erhält, auch damit
sie uns ihr evangelisierendes Wort schenken können (IL 40 und 46).
[00151-05.03] [IN127] [Originalsprache: Spanisch]
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S.Exz. Basil Myron SCHOTT, O.F.M., byzantinischer
Metropolitan-Erzbischof von Pittsburg, Präsident des Rates der
ruthenischen Kirche (USA)
Im Osten finden sich die Schriften in den Predigten der Kirchenväter,
in der Tradition und in den Gottesdiensten. Das Fleischgewordene
Wort bleibt in der Kirche auf zwei Weisen gegenwärtig: im biblischen
Wort und in der Eucharistie, das im Leben der Kirche bewirkt wird
durch den Heiligen Geist.
Die Schrift wird in erster Linie nicht gesehen als eine schriftliche
Norm, sondern eher als eine Besiegelung der Heilsgeschichte unter
der Gestalt des menschlichen Wortes. Der Inhalt und die Einheit der
Schrift beziehen sich nicht auf die Bücher der Schrift selbst,
sondern auf die Realität, von der diese Bücher Zeugnis und
Zeugenschaft hinsichtlich der Botschaft von Jesus Christus geben.
Die Theotokos bleibt das ursprüngliche Modell, das Wort zu empfangen,
und dies wird im Hymnus Akathistos an die Mutter Gottes beispielhaft
dargestellt.
[00153-05.04] [IN129] [Originalsprache: Englisch]
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S.Exz. Anthony Sablan APURON, O.F.M. Cap., Erzbischof von Agaña,
Präsident der Bischofskonferenz (GUAM)
Gute Predigten, die zur Erfahrung des Menschen heute sprechen,
können die Leute zum Übertreten bewegen. Jedoch über das Halten
guter Predigten hinaus, werden heutzutage gute Zeugen des Lebens des
Gotteswortes, das auch gelebt wird benötigt. Nach meiner Erfahrung
mit dem Neu-Katechumene-Weg, wie es mit Sicherheit in anderen
kirchlichen Realitäten durch die Lectio Divina oder den Sieben
Schritten zum Erfahren der Botschaft oder Glaubenserfahrungsgruppen
geschieht, gibt es täglich die Gelegenheit, das Wort Gottes zu “prüfen”,
über Passagen der Heiligen Schrift zu meditieren, vor allem die
Liturgischen Lesungen zur Messe, um zu sehen, wie das Wort von Gott
dich in deinem Leben, wie es heute gelebt wird, bewegt. Täte dies
doch jeder Bischof und Priester und jede religiöse und Laienperson!
Wenn das Wort Gottes in unseren Leben und in unserer Sendung als
Kirche lebendig sein soll, müssen wir als Bischöfe und Priester,
Führer und ordinierte und überzeugte Laien das Beispiel für andere
setzen und uns täglich in den Dienst des Gotteswortes stellen, es
nicht nur sagen, sondern es zeigen, und uns nicht über die gemeinen
Leute erheben , weil wir ausgebildet oder ordiniert und/oder
bekennend sind. Wenn wir als gesamte Kirche glaubhafte Zeugen von
Christus der Welt gegenüber sein wollen, muss die Welt, insbesondere
die Armen und Randständigen uns als demütige Diener sehen, als
freundliche Zuhörer und als freigiebige Führer wie den Jesus von
Nazareth, von dem wir seine Nachfolger und Jünger und Apostel zu
sein beanspruchen
Ich bete, dass diese Synode uns allen helfen wird zu realisieren,
welche Wichtigkeit das Gotteswort in unseren Leben haben muss nicht
nur als ein Heiliger Text, sondern als wirklich letztes Wort der
Liebe Gottes für die Menschheit, durch seinen Sohn Jesus Christus
fleischgeworden. Und möge Maria, die Mutter unseres Herrn, uns durch
das Beispiel ihres Lebens zeigen, wie wir anderen verkündigen, dass
wir zuerst das Wort Gottes leben und andere auffordern zu kommen und
dasselbe im Namen Christi zu tun.
[00163-05.03] [IN139] [Originalsprache: Englisch]
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Kardinal Miloslav VLK, Erzbischof von Praha (TSCHECHOSLOWAKEIZE)
Ich will nicht wiederholen, auch nicht die Theologie des Wortes, was
schon mehrere Male gesagt worden ist. Ich will, gleichsam als
Bestätigung, erzählen, von einiger Erfahrung mit dem Gotteswort
während der Zeit des Kommunismus.
Die kommunistische Partei war sehr erpicht auf die Jugend. Es war
jede Organisation der Gläubigen verboten. Und deshalb versammelten
sie sich insgeheim in Berghütten, in den Bergen, in den Wäldern. Es
war sehr schwer, unter ihnen einen Priester zu haben, der sie leiten
und die Messe feiern konnte. In dieser Situation hatten sie die
Bibel und das Dei Verbum in Händen. Jeden Tag begannen sie damit zu
lesen und über ein Wort zu meditieren, und sie bemühten sich, es
untereinander während des Tages zu leben. Einmal wählten sie das
Wort: “Liebt einander so wie ich euch geliebt habe...” (Joh 15,12)
Dieses Wort intensiv lebend, haben sie nach einer gewissen Zeit
intensiven Lebens dieses Wortes bemerkt, dass der Heilige Geist, der
in ihren Herzen war, die Kraft geworden war, die unter ihnen die
Kommunion geboren hat. Und haben bemerkt, dass die Kraft des
Heiligen Geistes in ihren Herzen, die Liebe Gottes, wechselseitig
zwischen ihnen gelebt, die Präsenz des Auferstandenen unter ihnen
mit sich brachte, das Wort von Jesus verwirklichend: “Denn wo zwei
oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter
ihnen” (Mt. 18,20)
Einmal hat einer von ihnen einen Freund mitgebracht, ohne sehr viel
zu erklären, um welche Gruppe es sich handelte. Am Abend, als man
über den verbrachten Tag sprach, hat dieser Junge eine Erklärung
erbeten, indem er sagte: hier ist etwas Besonderes unter euch. Was
ist das...
Ein anderes Mal ist diese Gruppe nach Ostdeutschland, kommunistisch,
gefahren, wo die Kirche größere Freiheit genoss. Sie haben Jungen
eingeladen, die nicht daran gewöhnt waren, die Sakramente zu leben.
Auch dort hat man vom Wort Gottes gelebt. Man konnte an der Messe
jeden Tag teilnehmen. Nach einigen Tagen in der lebendigen, tiefen
Kommunion fühlten sich die nicht praktizierenden Jugendlichen im
Moment der eucharistischen Kommunion von der Gemeinschaft
ausgeschlossen. Sie baten zu beichten. Und sagten dann öffentlich,
dass die Kommunion, die Einheit der Gruppe dermaßen strak war, dass
es schwierig war, im heiligen Moment der eucharistischen Kommunion
“exkommuniziert” zu sein.
Die Kommunion, die aus dem Wort Gottes geboren ist, hat eine Kraft
der Anziehung. Nach einigen Jahren war unter ihnen einige Berufungen
zum Priestertum und zum ordinierten Leben geboren worden.
Und es war auch eine große Freude unter ihnen geboren, ein Geschenk
des Heiligen Geistes, und eine Hoffnung in der hoffnungslosen
Situation, trotz des Kommunismus ringsum. Ja, es ist wahr: die
Kirche wird geboren und lebt vom Wort Gottes... Gerade zu Zeiten des
Kommunismus haben dies viele erfahren...
[00164-05.05] [IN140] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Georg MÜLLER, SS.CC., Bischof-Prälat von Trondheim (NOEWEGEN)
In einer Kirche in extremer Diaspora unter Christen anderer Kirchen
und kirchlicher Gemeinschaften unterstreicht die Synode die
Bedeutung der Schrift und des Wortes Gottes. Die biblische
Zusammenarbeit stellt ein breites Forum der Ökumene dar. In
Zusammenarbeit mit den nationalen Bibelgesellschaften benutzen wir
schon seit vielen Jahren Bibelausgaben, die nicht allein von uns
erstellt sind.
Gleichzeitig wird diese Gemeinsamkeit verschieden aufgefasst und
verschieden verstanden. Dies hat grundlegende Auswirkungen auf das
Verständnis der christlichen Lehre und ihrer Anwendung im Leben. Die
Kirche in einer immer mehr säkularisierten Umwelt neue Wege finden,
dem Wort Gottes lebendigen Raum zu geben und die positiven
Erfahrungen mit ihm herauszustellen.
Die katholische Kirche in Skandinavien ist eine starke Minderheit.
In unseren Ländern ist der Zugang unserer eigenen Gläubigen zur
kirchlichen Gemeinschaft oft erschwert durch große Entfernungen zur
Kirche, durch die zerstreute Besiedelung, durch die Situation der
Einwanderung und damit verbunden mangelndes Wissen um die Kirche,
durch sprachliche und kulturelle Verschiedenheiten. Diese
Diasporasituation rückt in den Mittelpunkt unserer Betrachtung, wenn
wir uns in der Vergangenheit mit den großen Kirchen in Europa
verglichen haben. Wir sind eine Minderheit in einer säkularen
Gesellschaft. Aber wenn wir auf uns selbst schauen, nennen wir uns
nicht Diasporakirche, denn wir sind gewohnt, wenige zu sein.
Die erneute Beschäftigung mit dem Wort Gottes und der Heiligen
Schrift eröffnet den Gläubigen kleiner Gemeinschaften neue
Möglichkeiten der Erfahrung aus dem Glauben und damit eine Stärkung
des Glaubens. Die geringe Zahl lädt ein, auf die Wirklichkeit des
Sauerteiges (vgl. Mt 13,33) zu schauen und den missionarischen Geist
aus dieser Perspektive neu zu entdecken. Der Sauerteig wirkt, bis
alles durchsäuert ist.
[00167-05.02] [IN143] [Originalsprache: Deutsch]
- S.Exz.
Kidane YEBIO, Bischof von Keren (ERYTHRÄA)
Wie bekannt ist, betrachtet die Kirche seit den Anfängen das Alte
Testament als Teil und Posten der einzigen christlichen Bibel und
wesentlichen Teil der Offenbarung. Demzufolge ist die Bibel
einzigartig mit dem Wort Gottes verbunden. Die Bibel selbst zeugt
von der gewollten Identifikation des Wort Gottes mit der Schrift.
Das Wort Gottes, wie es in dem Brief an die Hebräer (Heb 4, 12-13)
beschrieben wird, ist eine lebendige wirksame Realität, sie ist ewig
(Jes 40, 8) allmächtig (Weish 18,15), eine allmächtig schaffende
Kraft (vgl. Gen 1-3 ff.) und es ist der Ursprung der Geschichte.
Dieses Wort ist das Wort Gottes, das Jesus Christus ist, Gott und
Mensch. Der Sohn ist das ewige Wort, ewig gegenwärtig in Gott, weil
er selbst Gott ist (vgl Joh I, 1).
Die Kenntnis des Alten Testaments als Wort Gottes scheint die wahre
Herausforderung unserer Tage zu sein, als Ausdruck seines
Verhältnisses zwischen dem Mysterium Christus und der Kirche. Trotz
der vielen Bibelübersetzungen in verschiedene Sprachen, der freien
oder bezahlten Verbreitung der Bibel, bleibt das Alte Testament der
am wenigsten gelesene Teil der Bibel und der am wenigsten
verstandene Teil in der katholischen Welt. Das Umfeld des Lesens ist
verschieden unter unterschiedlichen Umständen:
Auf individueller Ebene: viele sind abgeneigt, Passagen aus dem
Alten Testament, welche unverständlich scheinen, aufzunehmen, was
dazu führt, dass sie willkürlich ausgewählt oder überhaupt nicht
gelesen werden.
Auf Gemeinde- oder Pfarreiebene: in einigen Kirchen wird in den
Liturgischen Handlungen den alttestamentarischen Lesungen kein Platz
eingeräumt, demzufolge gibt es keine Möglichkeit, von diesem Teil
des Wortes Gottes, zu hören, nicht einmal in den Predigten.
Daher erfordert eine solche Situation dringend Folgendes:
- Den Klerus, die Religösen und die Katechisten vorbereiten, die
Bibel in ihrer Gesamtheit besser zu kennen.
- Die Bibel in lokale Sprachen zu übersetzten, und die Gläubigen zu
ermutigen, die Bibel allein, in der Familie oder in der Gemeinde zu
lesen.
- Eine Ausbildung zu entwickeln, die sich auf das Lesen des Alten
Testaments unter Berücksichtigung von Christus konzentriert und die
Verbindung zwischen den beiden Testamenten und die beständige
Gültigkeit des Alten Testaments bestätigt. (DV nn.15-16).
- Alttestamentarische Lesungen in die Liturgischen Handlungen
einzufügen, und die Predigten sollten alttestamentarische Verweise
im Lichte des Neuen Testaments enthalten, was den heiligen Text des
Alten Testaments immer als unentbehrlich für das Verständnis des
Neuen Testaments erklärt, als bezeugt von Jesus selbst in der
Episode von Emmaus, in der der Herr ihnen darlegte,” ausgehend von
Moses und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn
geschrieben steht” (Lk 24, 27).
[00169-05.03] [IN145] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. George Cosmas Zumaire LUNGU, Bischof von Chipata, Präsident
der Bischofskonferenz (ZAMBIA)
Niemand kann die Tatsache leugnen, dass es eine enge Verbindung
zwischen dem verkündeten Wort und den Sakramenten im Leben und der
Sendung der Kirche gibt. Dies ist belegt durch die Schrift, das Wort
ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt (Joh. 1, 14), durch
die Kirchenväter, das Zweite Vatikanische Konzil und die bis heute
erfolgten Konzile.
In einigen Gegenden der Welt, speziell in Afrika, ist die Realität
aber immer noch die, dass die meisten unserer Gemeinden für Wochen,
Monate oder einige sogar für Jahre ohne Eucharistiefeier bleiben,
wenn nicht die Christen gewillt sind, weite Strecken zurückzulegen,
um an der Messe teilzunehmen. Was geschieht in diesem Rahmen mit den
Alten, den Behinderten, den Kindern, denen, die sich um ihre Felder
kümmern müssen, um ihre Ernte, fern von den Dörfern, zu schützen?
Wie werden sie an der Eucharistiefeier teilnehmen? Aufgrund der
bestehenden Situation ist es zwingend erforderlich, dass die Kirche
einen Weg findet, das Wort zu zelebrieren, welches das Leben
verändert und wie beim hl. Paulus zu einer vollkommenen Verwandlung
hin zum Dienst am Nächsten in wahrer Liebe und Demut führt. Im
gleichen Zusammenhang sollte das Paulinische Jahr zu einem
missionarischen Bewusstsein führen, das uns zu einem großzügigen
Teilen der menschlichen und materiellen Ressourcen zur Verbreitung
des Wort Gottes bewegt. Jetzt ist es Zeit für die Synodenväter, den
Aufschrei der Armen zu hören und etwas Konkretes für sie zu tun.
[00173-05.04] [IN149] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Bejoy Nicephorus D'CRUZE, O.M.I., Bischof von Khulna
Das Wort Gottes und die Armut:
Die Propheten als Männer des Gotteswortes waren Verteidiger des
Rechts der Armen, Waisen und Witwen. Sie ergriffen das Wort für sie.
Die Mehrheit der Menschen in Bangladesch lebt in Armut, in
Ermangelung des Lebensnotwendigen und getroffen von
Naturkatastrophen. In dieser Situation sind die Christen gerufen,
gemäß dem Wort Gottes zu leben und es mit diesen Menschen zu teilen.
Das Wort Gottes und die Seligpreisungen (Lk 6.20) zwingen uns, eine
Kirche der Armen zu werden.
Situation der Ungerechtigkeit und Korruption:
Bangladesch ist ein Land, in dem Korruption, Bestechung und
Ungerechtigkeit sehr verbreitet sind. Eine kleine Minderheit wird
reich und die Mehrheit immer ärmer. Das Gotteswort ruft uns auf zu
Gerechtigkeit und Integrität im öffentlichen Leben. Die Kirche, eine
kleine Minderheit, leistet einen bemerkenswerten Beitrag auf den
Gebieten der Bildung, Gesundheit und sozialer Dienste. Auf diesen
Gebieten muss die Kirche ihre Solidarität mit den Armen leben und
die Gerechtigkeit für alle hochhalten, insbesondere für die Armen im
Lichte des Wortes Gottes.
Das Wort Gottes lädt ein zum interreligiösen Dialog:
Gemäß dem Rat weist die Kirche nichts zurück, was heilig und wahr in
jene Religionen ist. Diese spiegeln oft einen Strahl von Wahrheit
wider (NA 2) So tritt die Kirche in einen Dialog mit ihnen ein. In
dem hauptsächlich von Muslimen bewohnten Land Bangladesch muss die
christliche Minorität in Frieden und Harmonie und Dialog leben.
Wir teilen das Wort Gottes mit Muslimen, immer mit Respekt vor ihrem
Glauben, und im Dialog. Wie der Heilige Vater, Benedikt XVI., sagte,
ist der Dialog zwischen Muslimen und Christen eine
Lebensnotwendigkeit, auf welcher unsere Zukunft großenteils beruht.
[00180-05.03] [IN151] [Originalsprache: Englisch]
-
Kardinal James Francis STAFFORD, Großpönitentiar (VATIKANSTADT)
Die Übung der Vergebung und Versöhnung in der Kirche hat während der
letzten zwei Generationen abgenommen und paradoxerweise in der
weltlichen Gesellschaft zugenommen. Nationale Kommissionen für
Wahrheit und Versöhnung sind Beispiele hierfür. Neue
Berührungspunkte zwischen Vergebung und dem Wort Gottes sind
notwendig.
Einst wurde der Name, der der Vergebung der Sünden durch Jesus
gegeben wurde per Antonomasie als Gute Nachricht bezeichnet, d.h.
als Evangelium. Solches Vergeben ist eng verknüpft mit der
Folgeerscheinung der Sünde - der Schuld - und mit Gottes Gnade.
Warum sollte man die Konzepte der Vergebung, Schuld und Gnade in
einen Kontext heben, in dem das Thema das Wort Gottes ist? Dafür
gibt es drei Gründe.
1. Heilen ist eines der zentralen Motive des Gotteswortes. Das
Instrumentum laboris behandelt nicht die Beziehung zwischen den
Sakramenten des Heilens - der Reue und der Krankensalbung - und dem
Gotteswort. Ein viel stärkere und intensivere Behandlung dieser zwei
Sakramente, die das Wort Gottes betreffen, wäre nötig.
2. Im Instrumentum laboris wird dem Sakrament der Ehe in Bezug auf
das Wort Gottes wenig Beachtung geschenkt. Dennoch sind die Eltern
die Schlüsselkatecheten ihrer Kinder. Wenn Eltern nicht ermutigt und
gefördert werden, ihre Kinder zum biblischen Jubelruf zu führen, dem
freudevollen Aufschrei, der von Papst Benedikt XVI. in seinem Jesus
von Nazareth beschrieben, werden Kinder bestenfalls ein verkürztes
Konzept von sich als Gottes Söhne und Töchter haben.
3. Die Gläubigen sollten besser über den vollständigen Ablass, der
verbunden ist mit der ehrfürchtigen Lektüre des Gotteswortes für
eine gewisse Zeit (wenigstens 30 Minuten) informiert werden.
[00181-05.04] [IN156] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Luis URBANČ, Bischof von Catamarca (ARGENTINIEN)
Wir sprechen über die Kinder, aber es fällt uns schwer, mit den
Kindern zu sprechen. Genauso wie es einfach ist, von Gott zu reden,
aber schwieriger ist, mit ihm zu sprechen. Unsere Zeit macht große
Fortschritte in der Bioethik und in der Genetik, das heißt dass die
Wissenschaft vorgibt, alles - von seiner Entstehung an - zu
verbessern. Ist dies nicht ein Zeichen der Zeit, damit wir dafür
sorgen, die “Genetik” unserer Kirche zu verbessern?
In der ersten Etappe des menschlichen Lebens müssen sich die
Wahrheiten und grundlegenden Werte der Person einprägen, mit denen
diese anschließend nicht nur das eigene irdische Schicksal gestalten
kann, sondern auch das ewige, für das sie geschaffen wurde.
Das erste Recht, das ein Kind hat, ist, nach und nach seinen
Schöpfer, Erlöser und den, der ihn heiligt, in der Gemeinschaft der
Kirche zu entdecken, die ihm gewährleisten muss, dass es durch das
lebendige und wirksame Wort Gottes in seiner “Hauskirche” belehrt
und schrittweise geformt werden kann, damit es so liebt, wie Er
geliebt hat, indem Er sich zum Diener seiner Brüder machte.
Die Kirche muss ihre Stimme denen leihen, die keine Stimme haben.
Das sind die Kinder. Sie sind die “Ärmsten unter den Armen” (vgl.
Aparecida 476). Eine Zivilgesellschaft, eine kirchliche Gemeinschaft,
die den Kindern nicht den Vorzug gibt und nicht bereit ist, das
Beste ihrer Kräfte und ihres Reichtums für sie einzusetzen, ist zum
Misserfolg und zur Entmenschlichung verurteilt. Die Kinder sind es,
die den Menschen befähigen, staunend und engagiert sein
vorübergehendes Dasein auf dieser Erde zu leben.
Von dieser Synode erwarte ich dank einer größeren Wertschätzung des
Wortes Gottes und einer von ihm bewirkten Erneuerung, dass:
1. die Kirche Impulse erhält, das, was sie im beständigen Kontakt
mit dem Wort Gottes lebt, mit Eifer zu verkünden.
2. man in der Zeit der Initiationskatechese die Bedeutung
unterstreicht, wichtige Abschnitte der Heiligen Schrift auswendig zu
lernen, damit sie der tragende Grund in bezug auf die Werte, die
Ethik und die Ästhetik des Seins und Handelns des missionarischen
Jüngers Jesu sind.
3. das aufmerksame Hören auf das Wort Gottes die persönliche und
gemeinschaftliche Treue zu Christus begünstigen möge, gekrönt von
der freudigen und brüderlichen Feier der Eucharistie.
4. man den Beitrag der Volksfrömmigkeit nützen möge, was das Hören
des Wortes Gottes und die Weitergabe des Glaubens angeht, vor allem
unter den Kindern.
5. wir als Kirche die Welt und uns selbst überraschen durch ein
Welttreffen der Kinder, das nicht nur die Kleinen versammelt,
sondern auch die Familienangehörigen mobilisiert, so dass wir mit
dieser prophetischen und mutigen Geste den Gott des Lebens bekennen
und verkünden, der eine “Kultur des Lebens” will. Danke.
[00182-05.02] [IN158] [Originalsprache: Spanisch]
-
S.Exz. Jurij BIZJAK, Titularbischof von Gergi, Weihbischof von Koper
(SLOWENIEN)
Ich möchte eine Frage aufwerfen, vielleicht auch einen Vorschlag
machen, der mir eingefallen ist und sich auf die sakramentale
Ökonomie bezieht, auf Punkt 36 des Instrumentum laboris.
Da alle Sakramente auf die Eucharistie hingeordnet sind (Presbyterorum
ordinis, No. 5) und da die liturgischen Handlungen und Symbole ihre
Bedeutung von der Bibel herleiten (Sacrosanctum Concilium, No. 24),
glaube ich, dass gerade auf Grundlage des Wortes Gottes die
Sakramente unterteilt werden können in zwei Sakramente des Glaubens,
zwei Sakramente der Hoffnung, drei Sakramente der Nächstenliebe.
Die zwei Sakramente des Glaubens sind die Taufe und das Bußsakrament.
Beide sind unserer Existenz zugeordnet und stehen unter dem Zeichen
des Wassers. Das erste ist die Taufe, die uns als Kinder Gottes
wieder erstehen lässt: Mk. 16,16; Joh. 3,5; Ap 8,36-37; 22,16; Eph
5,25-27; 1Petr. 3,21. 1Das zweite ist das Bußsakrament, das reinigt,
was nach der Taufe begangen wird: Ap26,18; Jak. 4,8-9; 1 Petr. 1,22;
1 Joh. 1,9.
Die drei Sakramente der Nächstenliebe sind das Weihesakrament, die
Ehe, die Eucharistie. Alle drei sind unserer Heiligung zugeordnet
und stehen im Zeichen des Blutes. Das erste ist das Weihesakrament:
Mk 10,35-40; 14,36; Hebr. 9, 11-14; 10,19-20; 13,20; Joh. 17,19; Ap
1,5; Das zweite ist die Ehe: Ex 4,25-26; Dt 22,13-19; 1Kor 7,14. Das
dritte ist die Eucharistie: Mt 26,27-28; Joh 1,29; 6,53-56; 1 Kor
10,16; 11,25. Alle drei sind die Wege zur Nächstenliebe, die die
Verpflichtung der christlichen Vollkommenheit ist (Phil 3,14). -
Jurij Bizjak, Delegierter der Slowenischen Episkopalkonferenz.
[00183-05.03] [IN159] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. John HA TIONG HOCK, Erzbischof von Kuching (MALAYSIA)
Priester spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung des
Gotteswortes im Leben und im Dienst der Kirche. Deshalb müssen die
Ausbilder bei den Seminaristen eine “Spiritualität des Gotteswortes”
kultivieren. Zu diesem Zweck muss ein solider Kursus über die
Theologie des Wortes in den Seminaren gelehrt werden. Damit
verbunden sollte kanonische Exegese erteilt werden, um das
literarische und historische Studium der Bibel zu vervollständigen.
Um die Wichtigkeit zu unterstreichen, sollten biblische Hermeneutik
und zeitgenössische Geschehnisse und Trends in einem weiterführenden
Kurs sein. Für die persönliche Verinnerlichung sollte die Lectio
Divina eine regelmäßige Übung sein. Alle diese zielen darauf, die
Seminaristen zu einer Begegnung mit Christus, dem fleischgewordenen
Wort Gottes, zu führen.
Um eine solche Ausbildung zu gewährleisten, müssen die
Seminarausbilder - insbesondere die Professoren für Biblistik -
angemessen ausgerüstet sein. Zusammen mit akademischer und
wissenschaftlicher Exegese sollte praktisches Training in biblischer
Hermeneutik und biblisch-pastoralem Dienst Teil der Bildung derer
sein, die bestimmt wurden, Ausbildungsarbeit in den Seminaren zu
leisten. Deshalb sollten auf verschiedenen Kontinenten oder in
Regionen Ausbildungsinstitute mit gut ausgearbeiteten Curricula und
besetzt mit kompetentem Personal für Seminarausbilder eingerichtet
werden.
Durch eifrige auf das Wort ausgerichtete Priester wird dem Wort
Gottes sein angemessener Platz im Leben und Dienst der Kirche
gegeben.
[00106-05.02] [IN085] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Dominique BONNET, C.S.Sp., Bischof von Mouila (GABON)
Die Evangelisierung Afrikas geschah dank der zweifachen Verkündigung
des Wortes Gottes. Die erste war die der von den Mutterkirchen in
Europa gesandten Missionare, die abgelöst wurden von den
autochthonen Priestern und Bischöfen, den aktuellen Verantwortlichen
der Gemeinden in Afrika. Eine zweite Verkündigung ging damit einher
und geht auch heute noch weiter: die der dynamischen Teams von
Katechisten, die damit beauftragt sind, den zahlreichen
Dorfgemeinschaften und auch den regelmäßig von Priestern besuchten
Gemeinschaften der Stadtviertel das Wort Gottes zu verkünden und zu
erklären.
Die Kirche in Afrika verdankt ihre Entfaltung und ihr Wachstum zum
großen Teil diesen Tausenden von Katechisten, die aufgrund ihres
Glaubens, ihrer Weisheit, ihrer Verfügbarkeit für die Verkündigung
des Evangeliums ausgewählt, an der Spitze der Dorfgemeinschaften
stehen. Sie sind die wahren Helden, die Heiligen der Evangelisierung
in Afrika.
Erfüllt von der Tradition der Gebräuche ihrer Ethnien, wissen sie
sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, um zu erkennen, wie das
Wort Gottes in den Herzen erwachen und die vom Gesetz der
Wiedervergeltung, von Rache und Fetischismus geprägte Mentalität
hinterfragen kann, um die Menschen zum Gesetz der Liebe, zur
Vergebung und zum brüderlichen Teilen zu führen.
Es waren die Katechisten auf den Dörfern, die sich vom Neuen
Testament mit seinen Gleichnissen, die vielen Sprichwörtern ihrer
Ethnien nahe sind, zu ernähren wussten. Sie haben dieses göttliche
Wort assimiliert und es in ihrer eigenen Sprache wiedergegeben. So
haben sie es für ihre Brüder und Schwestern zugänglicher gemacht.
Außerdem sind seit dem Zweiten Vatikanum große Anstrengungen
unternommen worden, um diesen Mitarbeitern in der Mission eine
regelmäßige Bildung zukommen zu lassen, die sie noch geeigneter
macht, ihre Mission als Verkünder des Wortes Gotts zu erfüllen.
Diese Ausbildung ist je nach Diözese und urbanem, ländlichem oder
gemischtem Ambiente verschieden. Sie geschieht in der Form von
Tagungen zu einem bestimmten Thema, wie zum Beispiel “Das
Matthäusevangelium am Beginn des Lesejahres A”. Diese Tagungen
dauern fünf, zehn oder mehr Tage, je nach Diözese.
[00108-05.03] [IN087] [Originalsprache: Französisch]
-
S.Exz. Varghese CHAKKALAKAL, Bischof von Kannur (INDIEN)
In dieser Synode müssen wir gemeinsam fragen, was die Botschaft vom
Wort Gottes in einer Welt bedeutet, die zerrissen ist zwischen
fundamentalistischem Radikalismus und irreligiösem Rationalismus,
Konsumterror und Armut, Hedonismus und Angst, Ungerechtigkeit und
Terror, Rassismus, Kastenwesen, Sexismus, in einer Welt, manipuliert
von den Medien, die wiederum selbst durch die Macht des Geldes
kontrolliert werden? Wie können wir das Wort Gottes in die Herzen
und Köpfe von Männern und Frauen bringen, die antireligiös,
anti-göttlich, weltlich werden? Wie können wir das Wort in einer
Welt darlegen, die sich auf eine Kultur der Gottlosigkeit zubewegt?
Einerseits gibt es eine wirkliche Suche nach Gott, aber auf der
anderen Seite tendiert die Welt zu einer gottlosen Welt. Die Welt
bewegt sich in Richtung einer Kultur, die die Kultur des Todes
fördert. Die Globalisierung hat die Welt zu einem kleinen Dorf
gemacht. Die Explosion der Informationstechnologie hat die Welt
zusammenwachsen lassen. Aber die Welt ist im Begriff, herzlos zu
werden vor Gewalttätigkeit, Terrorismus und Krieg. Unsere
Verkündigung muss auf eine Globalisierung der Liebe abzielen. Nur
durch eine Kultur der Liebe können wir die Welt retten, können wir
eine Zivilisation von Güte und Liebe erschaffen.
In dieser Welt müssen wir das Wort mit der Macht verkündigen, die
von oben kommt. In dieser Welt müssen wir das Wort der Liebe
predigen - die christliche Botschaft kann mit drei kurzen Sätzen
wieder gegeben werden: Gott ist Liebe, Gott liebt dich, auch ich
liebe dich.
Ich bin tief überzeugt, dass nur eine gute Botschaft existiert, die
ein Feuer in den Herzen der Männer und Frauen entfachen kann. Die
gute Botschaft ist, dass Gott dich liebt und dass Seine Hände immer
offen für dich sind, um dich in die grenzenlose Freude aufzunehmen.
[00109-05.03] [IN088] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. Douglas YOUNG, S.V.D., Erzbischof von Mount Hagen (PAPUA
NEUGUINEA)
In Situationen, wo das Wort Gottes zwar geliebt wird, man ihm aber
nicht folgt, was kann dort getan werden, um Gehorsam gegenüber dem
Wort zu wecken?
Ein wichtiger Schritt ist eine Pastoralplanung, in deren Mittelpunkt
Christus steht und die eine biblische Dimension hat.
[00110-05.02] [IN089] [Originalsprache: Englisch]
-
S.Exz. René Osvaldo REBOLLEDO SALINAS, Bischof von Osorno (CHILE)
Wir möchten, dass die zukünftigen Priester in ihrer Ausbildung nicht
nur durch das Verständnis der Heiligen Schriften das Wort Gottes
kennen lernen, sondern noch mehr, dass sie eine heilige Leidenschaft
für sie entwickeln, eine Liebe, die sie an das Volk Gottes
weitergeben und in dessen Dienst stellen können. Deshalb ist die
Arbeit der Ausbilder und geistlichen Leiter in den Bildungszentren
und Priesterseminaren von grundlegender Wichtigkeit, damit sie die
“Pädagogik des gemeinschaftlichen Lebens” verwirklichen, in der dank
des weitergegebenen Zeugnisses Inhalte und Werte geformt werden.
Die so geweckte Leidenschaft muss die Ausbilder zum Dialog und zur
Gemeinschaft mit Gott durch das Mittel der Heiligen Schrift führen,
eine Dynamik, die schließlich zur eigenen Evangelisierung führen
muss sowie zur Evangelisierung der Welt und ihrer Strukturen.
Deshalb ist dieser Weg grundlegend für alle, die auf das Priesteramt
zugehen, sowohl in der Ausbildung im ersten propädeutischen Jahr im
Priesterseminar als auch im Pastoraljahr. Dank dieser Liebe - die
nur aus unserem tiefsten Inneren heraus entstehen kann und die ganze
Person erfasst - wird das Wort Gottes immer die Seele der pastoralen
Sendung der Kirche sein und beständig unsere Identität als Jünger
hinterfragen. Der große Reichtum, den wir dem 21. Jahrhundert
bringen müssen, ist der einer tiefen Liebe zu Christus als
lebendigem und aktuellem Wort Gottes, ein volles und endgültiges
Sinnangebot für so viele Menschenleben, die es nicht oder nur
bruchstückhaft und oberflächlich kennen.
[00112-05.03] [IN091] [Originalsprache: Spanisch]
-
S.Exz. Elías Samuel BOLAÑOS AVELAR, S.D.B., Bischof von Zacatecoluca
(SALVADORIANER)
Seit der Zeit des II. Vatikanischen Konzils hat das Lesen der Bibel
in der katholischen Kirche eine neue Aufwertung erfahren, die
Lektionare werden erweitert, der Predigt wird größere Bedeutung
beigemessen, die Eucharistiefeier wird als Quelle des alltäglichen
Lebens bewertet, mit dem Tisch des Wortes Gottes und der Eucharistie.
Die christliche Initiation muss von Kindheit an (vom 6. bis zum 12.
Lebensjahr) in der “Schule des Glaubens” angeboten werden,
insbesondere in den Ländern, in denen es keinen Religionsunterricht
in den Schulen gibt: sie sollte durchgeführt werden mit Katechismen,
die auf ihrem jeweiligen Alter angemessenen biblischen Berichten und
Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament beruhen, und sie
sollten abschließend die Vorbereitung und Teilnahme an den
Sakramenten der Eucharistie und der Firmung mit vorheriger Beichte
zum Inhalt haben.
Als Ausgangs- und Zielpunkt des Sakramentes der Firmung möge den
Erwachsenen und den Jugendlichen eine bessere Kenntnis des Wortes
Gottes vermittelt werden, was geschehen kann durch Glaubenskurse für
junge Menschen, die mit der Eingliederung in die Arbeitswelt oder
dem Ehesakrament oder der Entscheidung für eine Berufung enden.
Für die Erwachsenen mögen die Pfarreien Kurse für die ständige
Weiterbildung oder im Hinblick auf Glaubensfragen geben, was sich
verwirklichen lässt durch Gemeinschaftserfahrungen und Gruppen, in
denen gemeinsam nachgedacht und das Wort Gottes gemäß den
Grundregeln der Lectio divina meditiert wird.
Es gibt bereits Kurse, die sich als sehr wertvoll erweisen, wie
beispielsweise Taufkurse, Gebetsgruppen, kleine Gemeinschaften, die
den Gläubigen ermöglichen, das Wort Gottes miteinander zu teilen und
es mit den Brüdern und Schwestern im Glauben zu meditieren. Diese
gemeinsame Erfahrung führt zu wahrer Reife und Entschlossenheit im
christlichen Leben, um vor der Welt Zeugnis abzulegen für die
verwandelnde Kraft des Wortes Gottes gemäß dem Wort Pauls VI.: Die
Welt von heute hört mehr auf Zeugen als auf Lehrer.
[00113-05.02] [IN092] [Originalsprache: Spanisch]
-
P. José RODRÍGUEZ CARBALLO, O.F.M., Generalminister der
Franziskaner, Minderbrüder
Das geweihte Leben hat seine tiefsten Wurzeln im Wort Gottes und
konkret im Evangelium, das eine Lebensregel für alle ist, die auf
göttliche Eingebung hin den Spuren des gehorsamen, armen und
keuschen Jesus aus größerer Nähe folgen wollen. Wer die
Ursprungsgnade des geweihten Lebens verstehen und preisen will, kann
nicht vom Evangelium absehen. Immer stehen am Ursprung einer
bestimmten charismatischen Erfahrung das aufmerksame Hören des
Evangeliums und der entschlossene Wille, es unmittelbar in die
Praxis umzusetzen, wie im Fall von Franz von Assisi, nachdem er in
der Portiunkula-Kapelle das Evangelium von der Aussendung gehört
hatte. Das Wort Gottes ist Leben und den Text versteht man in seiner
Tiefe nur in dem Maß, in dem man ihn lebt und in die Praxis umsetzt.
In der rabbinischen und biblischen Tradition wird der Gehorsam
gegenüber dem Wort oder seine Umsetzung in die Praxis auf die Ebene
einer hermeneutischen Kategorie erhoben. Sowohl das Studium als auch
die Verkündigung des Wortes bleiben, wenn sie nur am Rand des Lebens
stehen, “Buchstabe, der tötet”. Dem Hören und Wissen müssen die
guten Taten folgen.
Unsere Gründer waren aufmerksame Hörer des Wortes und haben aus
ihrem Leben eine bereite und prophetische Antwort auf das Wort
gemacht. Indem wir ihrem Vorbild folgen, können wir als Gottgeweihte
das Hören, Studieren und Verkünden des Wortes nicht von seiner
Umsetzung in die Praxis trennen. Das Wort Gottes muss aufmerksam
gehört, mit Beharrlichkeit studiert, an jedem Ort und zu jeder Zeit
verkündet werden, aber es muss vor allem gelebt werden, “erfahren”
und so in die “diakonia” münden (vgl. IL, 39). Nur so wird das Wort
Gottes wirklich die Hauptquelle der christlichen und religiösen
Spiritualität sein (vgl. VC. 94). Nur so werden das Volk Gottes und
wir Gottgeweihte im Wort Gottes das Wort finden, das herausfordert,
dem Leben Orientierung gibt und es formt. Dazu berufen, Prophezeiung
der Zukunft (vgl. NMI, 3) zu sein, indem wir leidenschaftlich die
Gegenwart leben (vgl. NMI, 1), werden wir Gottgeweihte im Wort
Gottes den “ Kompass, der den Weg weist, dem man folgen muss” finden
(Benedikt XVI.). Dazu berufen, eine langen Weg der Suche und der
Unterscheidung gemeinsam mit den Männern und Frauen unserer Zeit zu
gehen, müssen wir dies begleitet vom Wort Gottes tun, denn nur so
wird das geweihte Leben ein alternativer Vorschlag in vorderster
Linie sein, so wie es im Leben unserer Gründer und Gründerinnen der
Fall war. Unsere Zukunft wie auch die Zukunft des christlichen
Lebens besteht darin, sich vom Wort Gottes formen und bilden zu
lassen.
[00114-05.04] [IN093] [Originalsprache: Spanisch]
-
P. Pascual CHÁVEZ VILLANUEVA, S.D.B., Präsident der Union der
Generaloberen, Großrektor der
Salesianer des hl. Johannes Don Bosco
In diesem Beitrag wird auf einen Abschnitt von Instrumentum laboris
Bezug genommen und die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie es
möglich ist, das Wort Gottes den Jugendlichen näher zu bringen,
indem wir als Ausgangspunkt die Geschichte von Emmaus nehmen (IL
26b).
Diese Episode, die ein vergangenes Ereignis darstellt, bietet uns
eine genaue Reiseroute für die Evangelisierung, wo gesagt wird wer,
also Jesus durch sein Wort, und wie, also wir, miteinander gehend,
evangelisieren können.
Das unerwartete Ende der Reise nach Emmaus war die Rückkehr nach
Jerusalem, um die Gemeinschaft der Jünger noch einmal zu treffen.
Der Auferstandene, der sie während ihrer Reise begleitete, blieb
nicht bei ihnen und sie konnten nicht alleine bleiben: Sie kehrten
zur Gemeinschaft zurück, wo sie Christus begegneten.
Das Wort hatte ihr Leben erleuchtet, aber weder ihre Augen, noch
ihre Herzen geöffnet, um den Auferstandenen wieder zu erkennen. Es
erging jedoch die Einladung, zu bleiben und bereitete die
Versammlung um den Tisch herum vor.
Jesus, der noch immer nicht erkannt worden war, wollte die zwei
Jünger begleiten und ihre Sorgen mit ihnen teilen. Heutzutage haben
die jungen Menschen wenig anderes mit diesen Jüngern zu teilen, wenn
nicht die Frustration ihrer Träume, die Mühe in ihrem Glauben und
die Ernüchterung in der Gefolgschaft Jesu. Die jungen Menschen
brauchen eine Kirche, die sie dort abholt, wo sie gerade stehen.
Wie Christus muss seine Kirche lehren und tolerieren, was in und um
sie herum geschieht und den jungen Menschen helfen, die Ereignisse
im Licht vom Wort Gottes neu zu verstehen. Um sie wieder zu ihrem
Glauben zurückzubringen, muss ihr Leben wieder durch das Gotteswort
geleitet werden.
In Emmaus angelangt, erkannten die Jünger immer noch nicht die
Person Jesu. Das, was Jesus nicht erreichen konnte, indem er sie
begleitete, mit ihnen sprach und ihnen das Wort Gottes erklärte, das
vollendete er durch die Eucharistie. Eine Erziehung im Glauben, bei
der die sakramentale Begegnung zwischen den jungen Menschen und
Christus vergessen oder hinausgeschoben wird, ist nicht der richtige
Weg, um ihn zu finden.
[00115-05.02] [IN094] [Originalsprache: Italienisch]
-
S.Exz. Robert RIVAS, O.P., Erzbischof von Castries
Die Verkündigung des Gottesworts muss im Mittelpunkt des
Glaubensleben der Menschen in der Karibik stehen, einer Region, in
der die Menschen als "religiös" beschrieben werden und die Bibel
lesen. Da die Menschen in der Karibik großen Wert auf die
Verkündigung des Gottesworts Gottes legen, erwarten sie auch viel
von ihren Predigern. In Anbetracht dieser Haltung, die die Aufnahme
vom Wort Gottes begünstigt, kann gesagt werden, dass - wenn die
Hirten ihre Schafe nicht füttern - sie die Bedingungen dafür
schaffen, dass andere das tun.
Wir stellen die "Predigt vom Wort Gottes" in den Mittelpunkt. Das
ist wesentlich, da die Kirche in der Karibik bei der Verkündigung
vom Wort Gottes mit den Herausforderungen einer sozialen,
politischen und religiösen Situation konfrontiert wird, die sich in
einem schnellen Wandel befindet.
Die Welt, vor allem die der Jugendlichen, wartet auf Boten der
Frohbotschaft und insbesondere auf Menschen, die weniger lehren,
sondern vor allem ein Zeugnis ablegen (Evangelii Nuntiandi Nr. 41).
Die Jugend stellt eine der größten Herausforderungen für die
Verkündigung des Wortes dar und wenn die Kirche sie wirklich zu
ihren zukünftigen Mitgliedern zählen möchte, muss das Wort, das mit
den jungen Menschen geteilt und gebetet wird, wichtiger Bestandteil
ihrer Sendung werden.
Mit der Sorge um einen fruchtbaren Dienst für die Predigt in der
Kirche bitten wir, die Bischofskonferenz der Antillen, diese Synode:
- besondere Aufmerksamkeit auf das Wort Gottes im Dienst der Kirche
für die Jugend zu richten
- bei der Ausbildung der Seminaristen ein scharfes Augenmerk auf die
Kontemplation, die Verkündigung und das Gebet vom Wort Gottes zu
richten
- besondere Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass unsere Pfarrer
und Prediger in der Welt ständig weitergebildet und zu ihrer Aufgabe
befähigt werden
- zu versichern, dass die Ortskirchen besseren Sprachunterricht und
kommunikative Fähigkeiten für die Priester gewährleisten, die
gesandt oder rekrutiert werden, um in einer Kultur zu dienen, wo
nicht ihre Muttersprache gesprochen wird,
[00119-05.02] [IN098] [Originalsprache: Englisch]
-
Kardinal John NJUE, Erzbischof von Nairobi (KENYA)
In seinem gütigen und weisen Ratschluss hat Gott sich selbst
offenbart und uns seinen verborgenen Willen kundgetan (vgl. Hebr
1,1-2). Das Wort Gottes und das Geheimnis Christi sind miteinander
verbunden. In Christus spricht Gott zu uns.
Die gesamte biblische Botschaft ist ein Angebot des Lebens, das nach
einer Antwort verlangt, wie Gott durch den Propheten Jesaja
verheißen hat (vgl. Jes 55,10-11). In der Tat, das Wort Gottes ist
nicht leer zu ihm zurückgekehrt, sondern es hat viel vollbracht.
Wenn das Wort Gottes verkündet wird, benutzt der Heilige Geist es,
um zu überzeugen, was zu Reue, Erneuerung und Gemeinschaft mit Gott
führt. Die Schriften an sich lassen unser Herz nicht notwendig
innerlich brennen (Lk 24,32), sondern eher - wie bei den beiden
Jüngern auf dem Weg nach Emmaus - die Verkündigung in ihren
verschiedenen Formen.
Die Gewalt, die wir vor kurzem in unserem Land Kenia erlebt haben,
hat die große Notwendigkeit des “versöhnenden Wortes” gezeigt. In
einer gespaltenen und zerrissenen Welt, in einer Welt, in der
Vergebung selten und Rache allzu häufig ist, in einer Welt, wo Liebe
schwierig und Krieg einfach ist, müssen die Christen wie der Sämann
im Gleichnis (Lk 8,4-15), “das Wort” des Friedens und der Versöhnung
aussäen. Im heutigen Afrika: angesichts von Gewalt, Genozid und
Stammeskriegen; angesichts von Hunger, der großen Zahl von
Flüchtlingen und der Unterentwicklung; angesichts von schlechter
Führung und Korruption; mit neuem Mut muss das Wort Gottes Männer
und Frauen in ihrem Leben begleiten und die Veränderung der Art, zu
leben und zu lieben, bewirken.
Um vollständig zu sein, muss die Verkündigung des Wortes Gottes,
“die Frohe Botschaft vom Reich”, auch von Zeichen begleitet werden,
das heißt von rettenden Taten und Gesten, dem Beispiel unseres Herrn
und Erlösers Jesus Christus folgend. Für eine wirksame
Re-Evangelisierung sollten wir alle Anstrengungen unternehmen, um
sicher zu stellen, dass alle Christen eine größere Vertrautheit mit
dem Wort Gottes erlangen. Ein Hindernis ist hier das Fehlen von
guten Bibelübersetzungen in die Lokalsprachen. Seit einiger Zeit
haben wir auf gute katholische Übersetzungen in die lokalen Dialekte
gesetzt.
In Afrika ist der äthiopische Eunuch ein Symbol für uns alle, die
wir auf der Suche nach Gott in der Heiligen Schrift sind. Wir
begegnen in der Tat Gott in der Heiligen Schrift. “Wie könnte ich
verstehen, wenn mich niemand anleitet?” (Apg 8,31). Das ist die
Grundlage und das Herz der biblischen Spiritualität. Mit diesem
Hunger und Durst nach dem Wort Gottes in Afrika brauchen wir Bibeln
- nicht mehr nur eine Bibel für jede Familie, sondern eine gute
Bibel in den lokalen Sprachen für jedes Familienmitglied.
[00175-05.04] [IN102] [Originalsprache: Englisch]
AUDITIO DELGATORUM
FRATERNORUM (II)
Es folgte der Beitrag folgenden Delegierten Bruders:
- Archimandrit IGNATIOS [Moysis Sotiriadis], Berater für die
Repräsentanz der griechischen Kirchen im Vereinigten Europa
(Bruxelles) (BELGIEN)
Wir veröffentlichen im Folgenden eine Zusammenfassung des Beitrags:
-Archimandrit IGNATIOS [Moysis Sotiriadis], Berater für die
Repräsentanz der griechischen Kirchen im Vereinigten Europa
(Bruxelles) (BELGIEN)
Auf dem Weg der Kirche lehrt uns die Heilige Schrift, das Wort
Gottes und - wenn es nach der Heiligen Tradition ausgelegt wird -
belebt es in omni tempore jeden Gläubigen und führt ihn zur
Eucharistie, das heißt, zum persönlichen Bund mit Gott-Logos.
Da die Geschichte der Christenheit voller Gewalttaten, Sünden und
Fehlerist, bedarf es der Metanoia und der Metamorphose unserer
schwachen Herzen.
Unsere Gesellschaft verlangt von uns Christen (Katholiken,
Orthodoxen, Protestanten, Anglikanern) ein gemeinsames Zeugnis! Das
ist unsere Verantwortung als Hirten der Kirchen im 21. Jahrhundert!
Das ist auch die vorrangige Sendung des Obersten Bischofs der
Christenheit und vor allem eines Papstes, der Magister Theologiae
ist, nämlich eEin sichtbares und väterliches Zeichen der Einheit zu
sein und die ganze Menschheit zusammen mit allen Bischöfen der Welt,
unter der Leitung des Heiligen Geistes und nach der Heiligen
Tradition zu Christus, dem Heiland, zu führen!
[00185-05.02] [DF004] [Originalsprache: Italienisch]
AUDITIO INVITATORIUM
SPECIALIUM (II)
Es folgte der Beitrag folgenden Sondergastes:
- Br. ALOIS, Prior der Ökumenisclergé meinschaft von Taizé (FRANKREICH)
Wir veröffentlichen im Folgenden eine Zusammenfassung des Beitrags:
-
Br. ALOIS, Prior der Ökumenisclergé meinschaft von Taizé
(FRANKREICH)
In Bezug auf die Weitergabe des Glaubens an die Jugend (vgl. Instr.
Laboris 37) bemühen wir uns, den spirituellen Durst derjenigen, die
als Pilger nach Taizé kommen, mit der Kirche und konkret mit den
Pfarreien in Verbindung zu bringen. Sie sollen aufgenommen werden in
einer Atmosphäre des Vertrauens, damit sie Gott entdecken, der schon
in ihnen wohnt, auch wenn ihr Glaube nur klein ist. Frère Roger hat
versucht, ihnen das Stundengebet unserer monastischen Gemeinschaft
nahe zu bringen: - den Ort des Gebetes einladend zu gestalten, -
kurze Bibelstellen zu lesen und die schwierigeren Texte einer
Katechese vorzubehalten, die außerhalb des gemeinschaftlichen
Gebetes stattfindet, - nach der Lesung des Schrifttextes eine
längere Zeit der Stille einzuhalten: acht bis zehn Minuten, - einige
Minuten lang denselben Satz aus der Heiligen Schrift oder der
Überlieferung zu singen, -jeden Abend sind Brüder und Priester
bereit für die Beichte oder um den Jugendlichen zuzuhören, die von
sich selbst sprechen möchten, - jeden Freitag abend seine Stirn auf
das am Boden liegende Kreuz zu legen und mit dieser symbolischen
Geste seine persönlichen Lasten und die Leiden der Welt Christus
anzuvertrauen.
“Die Christen werden in zweifacher Weise geeint: durch das Wort
Gottes und die Taufe” ( Instr. Laboris 54). Gemeinsam die Heilige
Schrift zu hören versetzt uns vorwegnehmend in eine Einheit, die
vielleicht unvollkommen, aber dennoch wirklich ist. Könnte ein
solches gemeinsames Hören nicht noch mehr Teil unseres täglichen
Lebens werden, anstatt uns mit einem ökumenischen Gebet zufrieden zu
geben, das einmal im Jahr stattfindet?
[00184-05.03] [DF005] [Originalsprache: Französisch]
PETERSPLATZ
(SONNTAG 12. OKTOBER 2008)
Am 12. Oktober 2008, XXVIII. Sonntag im Jahreskreis, wird um 10.00
Uhr der Heilige Vater Benedikt XVI. auf dem geweihten Boden der
Vatikanischen Basilika die heiligen Messe zelebrieren und folgende
Selige heiligsprechen: Gaetano Errico, Priester, Gründer der
Missionare nevon den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä; Maria
Bernarda (Verena) Bütler, Jungfrau, Gründerin der Kongregation der
Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf; Alfonsa von der
Unbefleckten Empfängnis (Anna Muttathupadathu), Jungfrau der
Kongregation der Klarissen des dritten Ordens des heiligen
Franziskus; Narcisa de Jesús Martillo Morán, Laiin.Es konzelebrieren
die Mitglieder der Päpstlichen Kapelle. Es begleitet die
Eingangsriten der Eucharistischen Feier das Eingangslied “Viderunt
omnes termini terrae salutare Dei nostri” (Alle Enden der Erde
schauen Gottes Heil).
MITTEILUNGEN
- PRESSEKONFERENZEN
- BRIEFING DER SPRACHGRUPPEN
- POOLS FÜR DIE SYNODENAULA
- VERLAUTBARUNG
- TELEFONMITTEILUNG
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ÖFFNUNGSZEITEN DES PRESSEAMTES DES HEILIGEN STUHLS
PRESSEKONFERENZEN
Die zweite PresseKonferenz über die Arbeit der XII.. Ordentliche
Vollversammlung der Bischofssynode 16. Oktober um12.45 Referenten:
- Kardinal William Joseph LEVADA, Präfekt der Kongregation für die
Glaubenslehre (VATIKANSTADT) Delegierter Präsident Präsident von XII
Ordentliche Vollyversammlung der Bischofssynode
- Kardinal George PELL, Erzbischof von Sydney (AUSTRALIEN) Präsident
Delegierter der XII. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode
- Kardinal Odilo Pedro SCHERER, Erzbischof von São Paulo (BRASILIEN)
Delegierter Präsident der XII Ordentliche Vollyversammlung der
Bischofssynode
- Kardinal Peter Kodwo Appiah TURKSON, Erzbischof von Cape Coast,
Präsident der Vereinigung der Bischofskonferenzen (A.C.E.A.O.)
(GHANA)Präsident der Kommission für Information der XII. Ordentliche
Vollversammlung der Bischofssynode
- S.Exz. Diarmuid MARTIN, Erzbischof von Dublin (IRLAND) Mitglieder
von Kommission für die Information von XII Ordentliche
Vollyversammlung der Bischofssynode
- S.Exz. Luis Antonio G. TAGLE, Bischof von Imus (PHILIPPINEN)
Mitglieder der Kommission für Information der XII. Ordentliche
Vollversammlung der Bischofssynode
Die dritte Presse Konferenz über die Arbeit der c 25. Oktober um12.45
Referenten:- S.Exz. Laurent MONSENGWO PASINYA, Erzbischof von
Kinshasa, Präsident der Bischofskonferenz (DEMOCRATISCHE REPUBLIK
KONGO) Sondersekretariat der Pressekonferenz Konferenz über die
Arbeit der XII. Ordentliche Vollyversammlung der Bischofssynode
- S.Exz. Gianfranco RAVASI, Titularerzbischof von Villamagna di
Proconsolare, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur (VATIKANSTADT)
Präsident der Kommission für die Information der XII. Ordentliche
Vollyversammlung der Bischofssynode
- S.Exz. Santiago Jaime SILVA RETAMALES, Titularbischof von Bela,
Weihbischof von Valparaíso (CHILE) VizePräsident der Kommission für
die Information der XII. Ordentliche Vollversammlung der
Bischofssynode
BRIEFING DER SPRACHGRUPPEN
Das sechste Briefing der Sprachgruppen wird am Montag, 13. Oktober
2008, um ca. 13.10 Uhr (an den Briefingsstellen und mit den im
Bollettino Nr. 2 erwähnten Pressevertretern), stattfinden.
Es wird daran erinnert, dass das Personal des Fernsehens (Kameramänner
und Techniker) und die Fotografen gebeten werden, sich für die
Akkreditierung an den Päpstlichen Rat für die sozialen
Kommunikationsmittel zu wenden (stark beschränkt).
POOLS FÜR DIE SYNODENAULA
Der fünfte “Pool” für die Synodenaula wird für das Eröffnungsgebet
der Zwölften Generalkongregation Montagmorgen, 13. Oktober 2008,
gebildet.
Im Informations- und Akkreditierungsbüro des Presseamtes des
Heiligen Stuhls (in der Eingangshalle rechts) stehen den
Korrespondenten Listen zur Eintragung in die “Pools” bereit.
Es wird daran erinnert, dass das akkreditierte Fernsehpersonal (Kameramänner
und Techniker) und die Fotografen gebeten werden, sich an den
Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel zu wenden, um
an den “Pools” für die Synodenaula teilnehmen zu können.
Die Teilnehmer der “Pools” werden gebeten, sich um 08.30 Uhr im
Pressesektor, der sich vor dem Eingang der Aula Paul VI. befindet,
einzufinden. Von dort aus werden sie dann in die Synodenaula gerufen.
Die Korrespondenten werden von einem Assistenten des Presseamtes des
Heiligen Stuhls oder von einem Assistenten des Päpstlichen Rates für
die sozialen Kommunikationsmittel begleitet.
VERLAUTBARUNG
Die nächste Verlautbarung Nr. 16 zur Arbeit der Elften
Generalkongregation der XII. Ordentlichen Vollversammlung der
Bischofssynode von heute, Samstag, 11. Oktober 2008, wird am Sonntag,
12. Oktober 2008, den akkreditierten Journalisten bei Öffnung des
Presseamts des Heiligen Stuhls zur Verfügung stehen. (Im Internet
steht es bei Abschluss der Generalkongregation zur Verfügung).
TELEFONMITTEILUNGEN
Während der Bischofssynode wird eine Telefonmitteilung eingerichtet
werden:
- +39-06-698.19 enthält die normalen Verlautbarungen des Presseamtes
des Heiligen Stuhls;
- +39-06-698.84051 enthält die Verlautbarungen der Bischofssynode,
Morgenausgabe;
- +39-06-698.84877 enthält die Verlautbarungen der Bischofssynode,
Abendausgabe;
ÖFFNUNGSZEITEN DES PRESSEAMTES DES HEILIGEN STUHLS
Das Presseamt des Heiligen Stuhls wird während der Dauer der XII.
Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode vom 3. bis 26.
Oktober wie folgt geöffnet sein:
- Bis Samstag 11. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Sonntag 12. Oktober: 09.30 - 13.00 Uhr
- Montag 13. Oktober und Dienstag 14. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Mittwoch 15. Oktober: 09.00 - 20.00 Uhr
- Donnerstag 16. Oktober und Freitag 17. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Samstag 18. Oktober: 09.00 - 19.00 Uhr
- Sonntag 19. Oktober: 10.00 - 13.00 Uhr
- Von Montag 20. Oktober bis Samstag 25. Oktober: 09.00 - 16.00 Uhr
- Sonntag 26. Oktober: 09.00 - 13.00 Uhr
Das Personal des Büros für Information und Akkreditierung wird wie
folgt zur Verfügung stehen (am Eingang rechts):
- Montag-Freitag: 09.00-15.00 Uhr
- Samstag: 09.00-14.00 Uhr
Eventuelle Änderungen werden sobald wie möglich am schwarzen Brett
des Journalistenraums im Presseamt des Heiligen Stuhls, in den
Verlautbarungen des Informationsausschusses der XII. Ordentlichen
Generalversammlung der Bischofssynode und im Bereich
Serviceinformationen auf der Internetseite des Heiligen Stuhls
bekanntgegeben.
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