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19 - 16.10.2012
INHALT
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VIERZEHNTE GENERALKONGREGATION (DIENSTAG, 16. OKTOBER 2012 -
NACHMITTAG)
- KONZERT: “EINE GUTE
NACHRICHT”
- ERRATA CORRIGE
VIERZEHNTE GENERALKONGREGATION (DIENSTAG, 16. OKTOBER
2012 - NACHMITTAG)
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REDEBEITRAG DES KARDINALSTAATSSEKRETÄRS: ANKÜNDIGUNG DER ENTSENDUNG
EINER DELEGATION NACH SYRIEN
-
WORTMELDUNGEN IN DER SYNODENAULA (FORTSETZUNG)
- AUDITIO
DELEGATORUM FRATERNORUM (IV)
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REDEBEITRAG DES SONDERGASTES, FRÈRE ALOIS, PRIOR DER ÖKUMENISCHEN
GEMEINSCHAFT VON TAIZÉ (FRANKREICH)
Am heutigen Dienstag, 16. Oktober 2012, wurde um 16.30 Uhr, im
Beisein des Heiligen Vaters, mit dem Gebet Pro felici Synodi exitu
die Vierzehnte Generalkongregation eröffnet, bei der die
Wortmeldungen der Synodenväter zum Thema Die neue Evangelisierung
zur Weitergabe des christlichen Glaubens fortgesetzt wurden.
Turnusmäßiger Delegierter Präsident: S. Em. Kardinal Francisco
ROBLES ORTEGA, Erzbischof von Guadalajara (MEXIKO).
Zu Beginn der Generalkongregation hat S. Em. Kardinal Tarcisio
BERTONE, Staatssekretär (VATIKANSTADT) das Wort ergriffen, um der
Bevölkerung Syriens die geistliche Nähe des Heiligen Vaters, der
Synodenväter und aller anderen Synodenteilnehmer an der XIII.
Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode zu bekunden. Der
Kardinalstaatssekretär kündigte die Entsendung einer Delegation nach
Syrien an und sicherte das aller Gebet zu, damit in diesem Land nach
einer politischen Lösung für die bevorstehende Tragödie gesucht
werde, die Leidenden, Schwachen und Heimatlose Schutz finden und
endlich Vernunft und Mitgefühl die Oberhand gewinnen mögen. Der
volle Wortlaut der Rede ist in diesem Bulletin veröffentlicht:
Bei der Generalkongregation haben einige Bruderdelegierte das Wort
ergriffen.
Danach hat der Delegierte Präsident dem Sondergast Br. ALOIS, Prior
der Ökumenischen Gemeinschaft von Taizé (FRANKREICH) das Wort
erteilt.
Es folgten einige freie Redebeiträge.
An dieser Generalkongregation, die um 19.00 Uhr mit dem Gebet des
Angelus Domini abgeschlossen wurde, nahmen 246 Synodenväter teil.
REDEBEITRAG DES KARDINALSTAATSSEKRETÄRS: ANKÜNDIGUNG DER ENTSENDUNG
EINER DELEGATION NACH SYRIEN
Heiliger Vater,
verehrte und hochwürdigste Synodenväter,
liebe Brüder und Schwestern!
Wir dürfen nicht bloße Zuschauer einer Tragödie wie derjenigen sein,
die sich derzeit in Syrien abspielt: einige der Redebeiträge, die
wir hier in der Synodenaula gehört haben, sind der beste Beweis
dafür.
In der Überzeugung, dass die Lösung der Krise nur auf der Ebene der
Politik erfolgen kann und in Anbetracht der ungeheuren Leiden der
Bevölkerung, des Geschicks der Vertriebenen und in Gedanken bei der
Zukunft dieser Nation haben einige von uns vorgeschlagen, dass
unsere Synodenversammlung ihre Solidarität ausdrücken sollte.
2. Der Heilige Vater hat deshalb verfügt, dass sich in den nächsten
Tagen eine Abordnung aus unseren Reihen nach Damaskus begeben solle,
um in seinem wie in unser aller Namen folgendes auszudrücken:
- unsere brüderliche Solidarität mit der gesamten Bevölkerung, die
verbunden ist mit einer persönlichen Gabe der Synodenväter sowie des
Heiligen Stuhles;
- unsere Nähe im Geiste gegenüber unseren christlichen Brüdern und
Schwestern;
- unsere Ermutigung für diejenigen, die sich darum bemühen, eine
gütliche Einigung zu finden, die die Rechte und Pflichten aller
berücksichtigt, unter besonderer Rücksicht auf die Vorgaben der
Menschenrechte.
3. Die Delegation setzt sich folgendermaßen zusammen:
Synodenväters:
- S. Em. Kard. Laurent Mosengwo Pasinya, Erzbischof von Kinshasa;
- S. Em. Kard. Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rats für
den Interreligiösen Dialog;
- S. Em. Kard. Timothy Dolan, Erzbischof von New York;
- S. E. Fabio Suescun Mutis, Militärbischof in Kolumbien;
- S. E. Joseph Nguyen Nang, Bischof von Phat Diem;
Außer den schon genannten Synodenvätern gehören zur Delegation:
- S. E. Dominique Mamberti, Sekretär für die Beziehungen mit den
Staaten im Staatssekretariat;
- Msgr. Alberto Ortega, Beamter im Staatssekretariat.
4. Es wird davon ausgegangen, dass die Delegation sich nächste Woche
nach Damaskus begeben wird, sobald die erforderlichen Formalitäten
mit dem Apostolischen Nuntius und den zuständigen Autoritäten vor
Ort abgeklärt sein werden.
In der Zwischenzeit beten wir dafür, dass Vernunft und Mitgefühl die
Oberhand gewinnen mögen.
[00321-05.05] [NNNNN] [Originaltext: Italienisch]
WORTMELDUNGEN IN DER SYNODENAULA (FORTSETZUNG)
Folgende Synodenväter haben das Wort ergriffen:
-
Kardinal Angelo BAGNASCO, Erzbischof von Genua, Präsident der
Bischofskonferenz (ITALIEN)
-
S.Exz. Stanislav LIPOVŠEK, Bischof von Celje (SLOWENIEN)
-
S.Exz. Kieran O'REILLY, S.M.A., Bischof von Killaloe (IRLAND)
-
S.Exz. Everardus Johannes de JONG, Titularbischof von Cariana,
Weihbischof und Generalvikar von Roermond (NIEDERLANDE)
-
S.Exz. Vincent RI PYUNG-HO, Bischof von Jeonju (KOREA)
-
S.Exz. Diarmuid MARTIN, Erzbischof von Dublin (IRLAND)
-
S.Exz. Yves Marie MONOT, C.S.S.p., Bischof von Ouesso (REPUBLIK
KONGO)
-
S.Exz. Der Raphaël DABIRÉ KUSIÉLÉ, Bischof von Diébougou (BURKINA
FASO)
-
Kardinal Péter ERDŐ, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Präsident
der Bischofskonferenz, Präsident des Rates der Europäischen
Bischofskonferenzen (C.C.E.E.) (UNGARN)
Im folgenden eine Zusammenfassung der Redebeiträge:
- Kardinal Angelo BAGNASCO, Erzbischof von Genua, Präsident der
Bischofskonferenz (ITALIEN)
“Fürchtet euch nicht”: dieser Aufruf Christi erklang laut in dieser
Synodenaula, Agora derVölker.
Deshalb ist die biblische Erzählung von Petrus, der auf dem Wasser
wandelt, eine gute Beschreibung der ersten Botschaft an uns Hirten,
an unsere Priester und die christlichen Gemeinschaften: wir müssen
unseren Blick fest auf das Antlitz des Herrn richten, sonst gehen
wir in unseren Ängsten unter. Das bedeutet die Vorrangstellung der
Gnade und die Notwendigkeit des Bußsakramentes im geistlichen Leben.
Das Licht wird durch das Licht entzündet - schrieb Romano Guardini
-, und die Freude durch einen freudigen Glauben! Wir müssen deshalb
Menschen des Glaubens sein, um zu Lehrern des Glaubens zu werden.
Unser Blick auf die Welt sollte die Zuneigung Gottes, die sich in
Christus als Heil geoffenbart hat, widerspiegeln. Dieser Blick läßt
uns vor allem die Zeichen seines Handelns erkennen. Es gibt nämlich
im christlichen Volk einen weitverbreiteten Schatz an einfachem und
täglichem Heldentum, der kein Aufsehen erregt, aber Geschichte
schreibt. So bildet in Italien die Existenz von 25.000 Pfarreien ein
Netz der Nähe und ein Erbe, das nicht verschleudert werden darf.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, die althergebrachten Dinge mit
erneuertem Geist zu tun, weil die Menschen, denen wir in unseren
Gemeinden begegnen, oft den Glauben wieder- oder neu entdecken
müssen. Dazu brauchen wir Begeisterung, Großzügigkeit und Vertrauen;
nicht vergessen dürfen wir dabei, daß die Gegenwart vieler
christlicher Einwanderer ein Geschenk ist, das oft für die Gläubigen
unseres Landes zum Beispiel werden kann. Der neue Elan der
territorialen Pastoral muß dann einhergehen mit einer
Kategorialpastoral, die eine weite Spanne des menschlichen Lebens
umfaßt (Schule, Universität, Krankenhäuser, Sport, Medien,
Fabrikwelt...) und die vielleicht mehr Aufmerksamkeit verdient. Wie
das Instrumentum laboris anmerkt, müssen sich schließlich die
normale Pastoral und die Pastoral aus bestimmten Anlässen, die
territoriale und kategoriale Pastoral geduldig mit den vielfältigen
Laienverbänden, Vereinigungen, Bewegungen und kirchlichen Gruppen zu
einer harmonischen Gesamtpastoral zusammenfinden.
Die Evangelisierung besitzt einen prophetischen Charakter: sie
erfüllt sich - wie die gesamte “Heilsökonomie” - in eng miteinander
verbundenen Ereignissen und Worten (vgl DV 2). Der Prophet
interpretiert Umstände und Ereignisse mit dem Blick Gottes: er
begreift ihre Wahrheit im Verhältnis zu Ihm und erkennt so die
innere Ausrichtung, den Ausgang, so könnten wir sagen. Der Prophet
ist aber auch derjenige, der auf symbolische Weise den Gang der
Geschichte vorwegnimmt. Unter diesem Blickwinkel haben das Leben der
christlichen Gemeinde, ihr weitverzweigter Dienst und das Zeugnis
der Nächstenliebe, die heilige Liturgie, die Verkündigung des
Evangeliums... einen prophetischen Charakter. Und das entweder, weil
sie wirklich zur Begegnung mit der neuen Menschlichkeit, die Jesus
mit seinem Opfer eingeleitet hat, führt oder weil sie ausdrücklich
die Worte der rettenden Offenbarung verkündet, oder aber weil sie
die Lügen entlarvt, welche Ideen oder Verhaltensweisen beinflussen,
die nicht zum Glück, sondern in traurige und unmenschliche Wüsten
führen. Deshalb ist die manchmal vorgetragene Anklage, der Kirche
fehle es an prophetischer Kraft, ungerechtfertigt. Christus muß in
seiner Ganzheit, in seiner Person und mit seinen anthropologischen,
ethischen und sozialen Implikationen verkündet werden. Im
entgegengesetzten Fall würde der Glaube emotiv und unbedeutend für
das konkrete Leben bleiben.
Auch wenn offensichtlich einige kulturelle Strömungen der
Frohbotschaft entgegenstehen, so ist es doch auch wahr, daß der
Mensch auf der Seite des Evangeliums steht. Die Gegenwartskultur
verdammt zum Beispiel die Kategorie der “Grenze”, weil sie als
Verneinung von individueller Freiheit und Spontanität gesehen wird.
Dieses Vorurteil entstellt die Ethik, die Bindungen, die Familie,
die Erfahrung von Krankheit. Die Erfahrung von Grenzen- von
ontologischer, moralischer, affektiver, psychischer Begrenztheit -
ist dagegen ein wichtiger Verbündeter der Frohbotschaft, denn sie
sagt uns, daß der Mensch die anderen braucht und vor allem den
Anderen, der Gott ist. Den anderen zu brauchen ist keine Schwäche,
sondern ein Wert, denn es drängt uns, uns zu öffnen in der
Gegenseitigkeit der Liebe, die nicht nur antwortet, sondern rettet.
[00255-05.07] [IN190] [Originaltext: Italienisch]
- S.Exz. Stanislav LIPOVŠEK, Bischof von Celje (SLOWENIEN)
Ich spreche unter Bezugnahme auf Nr. 138 des Instrumentum laboris,
wo steht, dass man den christlichen Gemeinschaften vor Ort,
angefangen bei den Pfarreien, dabei helfen soll, einen mehr
missionarischen Stil ihrer Präsenz innerhalb der sozialen Struktur
anzunehmen.
In der Kirche in Slowenien wurde dieser missionarische Stil der
Pfarreien in der Zeit nach dem Konzil in allem gefördert, als wir
uns darum bemüht haben, die verschiedenen Anregungen und pastoralen
Richtlinien der Konzilsdokumente und der nachkonziliaren Dokumente
in die Tat umzusetzen. Auf Diözesanebene wie auch auf nationaler
Ebene sind verschiedene “Pastoralforen” eingerichtet worden, um das
christliche Leben in den Pfarreien zu fördern, immer im Hinblick auf
den zentralen Aspekt der heilbringenden Dimension der Kirche, die
sich in der Evangelisierung, in der Liturgie und in der Diakonie
entfaltet.
Im Vorfeld des “Jahrs des Glaubens” 2012/2013 haben wir das auf
nationaler Ebene verbreitete Pastoralschreiben “Venite et vedete”
vorbereitet, das eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen Stand der
Pastoral ist und das in seinem zweiten Teil ein nationales Programm
zur Förderung der Neuevangelisierung in unseren Pfarrgemeinden, in
den verschiedenen Gruppierungen und unter den Mitarbeitern der
Pfarreien enthält.
Unter der Führung der Bischöfe und der Koordination des nationalen
Pastoralrates beginnen die Pastoralräte der Pfarreien das
Pastoralprogramm zu studieren, zu vermitteln und in die Tat
umzusetzen, damit die Mitglieder und Gruppen der Gemeinde ebenso wie
alle Menschen guten Willens ins nationale Pastoralprogramm und ins
christliche Leben eingeführt werden, mit dem Ziel eines lebendigen,
wirksamen, freudigen und heilbringenden Glaubens.
[00256-05.04] [IN191] [Originaltext: Italienisch]
- S.Exz. Kieran O'REILLY, S.M.A., Bischof von Killaloe (IRLAND)
Die glückliche Erfahrung des kürzlich gefeierten Internationalen
Eucharistischen Kongresses in Irland wurde bestärkt durch die
Veröffentlichung eines neuen Direktoriums für die Katechese in
Irland mit dem Titel: “Share the Good News” (“Gib die Frohe
Botschaft weiter”). Dieses Dokument der Bischofskonferenz ist für
die irische Kirche ein Marschplan.
“Share the Good News” ist auf die vollständige Darlegung des
Glaubens, den Katechismus der Katholischen Kirche, ausgerichtet und
sucht nach sicheren Wegen, die im Katechismus enthaltenen Schätze
den Menschen im heutigen Irland schneller zur Verfügung zu stellen.
Das Dokument ist auch ein Aufruf zum Handeln und will den
Kirchenmitgliedern dabei helfen, auf vertraute Weise von der
Frohbotschaft, die sich jede Generation von Gläubigen neu aneignen
muß, zu sprechen. Es beinhaltet ein 10-Jahres-Programm: die ersten
beiden Jahre dienen der Umsetzung und Bekanntmachung des
Direktoriums, drauf folgt eine völlige Umsetzung in den Diözesen
Irlands.
Zusammen mit “Share the Good News” muß für eine tiefere Kenntnis und
ein besseres Verstehen der Frohbotschaft, so wie sie im Neuen
Testament verkündet und gelebt wird, Sorge getragen werden. Ich
zitiere Verbum Domini, Nr. 51: Die Kirche “...ist eine Gemeinschaft,
die das Wort Gottes hört und verkündet. Die Kirche lebt nicht von
sich selbst, sondern vom Evangelium und schöpft aus dem Evangelium,
immer wieder aufs neue, Orientierung für ihren Weg”. Das verlangt
ein breiteres und bedeutendes Bibelapostolat.
Die irische Kirche hat auf dramatische Weise die neueren Krisen
durchlitten und erleidet sie immer noch. Gleichzeitig hat sie mit
den gleichen Auswirkungen der Säkularisierung wie viele andere
Länder, besonders in Europa, zu kämpfen. Als Konsequenz muß die
Kirche jetzt mit einer Stimme sprechen, die zwar von Hoffnung
getragen, aber demütig, voll Vertrauen aber auch barmherzig ist und
ihren Autoritätsanspruch sichtbarer aus der Frohbotschaft und der
Liebe Christi bezieht. Das ist der Raum, in dem sich die
Neuevangelisierung verwirklichen kann.
Ich hoffe auf eine ermutigende Botschaft dieser Synode an alle
Mitarbeiter an der Neuevangelisierung, besonders auch an die vielen
Frauen, die in unserem Kirchenleben eine wichtige Rolle spielen. Wir
sollten unsere Dankbarkeit ausrücken für all ihr großzügiges
Engagement in der Verbreitung der Frohbotschaft in den verschiedenen
Bereichen des täglichen Lebens, in denen sie zentral gegenwärtig
sind: in der Arbeit, den Schulen, der Familie und dem
Gesundheitswesen. Sie und andere in unseren Glaubensgemeinschaften
wirkenden Mitglieder wünschen und erhoffen sich von dieser Synode
eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung, und wir unsererseits
möchten sie auffordern, sich mit dem Mut des Evangeliums für die
neue Evangelisierung in den verschiedenen Aeropagen unserer Zeit
einzusetzen.
[00259-05.08] [IN193] [Originaltext: Englisch]
- S.Exz. Everardus Johannes de JONG, Titularbischof von Cariana,
Weihbischof und Generalvikar von Roermond (NIEDERLANDE)
Unser Problem ist nicht so sehr ein sichtbarer Gegner, sondern es
sind die unsichtbaren Mächte des Bösen (Eph 6,12). Die erste
Evangelisierung begann an Pfingsten, und wir brauchen ein neues
Pfingsten. Wir sollten daher vor allem inbrünstig und unablässig zum
Heiligen Geist beten, wie Evangelii nuntiandi (Nr. 75) anregt. Das
sollte das erste Element einer weltweiten Strategie der
Neuevangelisierung sein. Dieses Gebet zum Heiligen Geist wurde von
großen Missionaren wie etwa dem hl. Arnold Janssen (1837-1909)
gefördert und bildete im Jahr 1967 die Grundlage der Katholischen
Charismatischen Bewegung. Jesus selbst versprach jedem, der um Ihn
bittet, den Heiligen Geist (Lk 11,13)! Vielleicht wird der Heilige
Vater “Benediktinische” Gebete am Ende der hl. Messe einführen (vgl.
die Leoninischen Gebete Leos XIII.), oder aber eine ständige Novene,
um Ihn um sein Kommen zu bitten.
Wir sollten die Kunst der Unterscheidung der Geister fördern. In
dieser Zeit des Relativismus, in der die objektive Wahrheit nicht
leicht akzeptiert wird, können wir den Menschen dabei helfen, ihre
eigenen subjektiven Erfahrungen miteinander auszutauschen, um sie
zur objektiven Wahrheit zu führen. Es ist nicht nur unsere Pflicht,
das Evangelium und den Katechismus zu verkünden, sondern wir müssen
auch Exerzitien anbieten, in deren Verlauf wir die Menschen mit dem
Jesus der Evangelien und mit der Kirche bekannt machen und ihnen
dabei helfen, den Einfluß Seines Geistes auf ihr Leben mit den
Ergebnissen einer eher hedonistischen Lebensführung zu vergleichen
(vgl. Gal 5,19-23). Auf diese Weise werden sie in ihrem Gewissen zur
Kenntnis und Erkenntnis der objektiven Wahrheit ihrer Menschennatur,
ihrer tiefsten Sehnsüchte und Gottes geführt. Auf diese Weise werden
sie den hl. Petrus, seine Nachfolger und die Kirche kennen lernen
(vgl. sel. John Henry Newman, 1801-1890). Das bedeutete, dass wir
den Priestern und Ordensleuten eine bessere geistliche Ausbildung
zuteil werden lassen sollten, damit sie geistliche Leiter und
wirkliche geistliche Väter und Mütter sein können.
Wir sollten in der Neuevangelisierung das Gebet zu den Engeln und
Erzengeln anregen. Zahlreiche Päpste und Heilige haben diese
Frömmigkeitsübung praktiziert und angeregt.
Die Rolle der Familie ist grundlegend für die Weitergabe des
Evangeliums. In diesem Kontext kennt unsere Gesellschaft keine Sünde
mehr. Gleichwohl wirkt sich die Sünde auf die Offenheit für die
Botschaft des Evangeliums aus. Pornographie, Geschlechtsverkehr von
Mann und Frau außerhalb der Ehe, Empfängnisverhütung, Abtreibung
führen zu einer Verschließung der Herzen. Wer kann tatsächlich “ja”
sagen zu Gott, dem Spender des Lebens in Fülle, wenn er oder sie, ob
bewusst oder unbewusst, “nein” sagt zum menschlichen Leben? Das
bedeutet, dass die Kirche mutig das Evangelium des Lebens
verkündigen sollte, einschließlich einer Theologie des Leibes, der
natürlichen Familienplanung, und zu gleicher Zeit sollte sie den
überaus barmherzigen Gott verkündigen.
[00261-05.04] [IN195] [Originaltext: Englisch]
-
S.Exz. Vincent RI PYUNG-HO, Bischof von Jeonju (KOREA)
Seit dem Anfang meiner Amtszeit als Bischof im Jahr 1990 habe ich
versucht, mir die Bibelstellen der täglichen Messe einzuprägen, und
habe jeden Morgen zweieinhalb Stunden auf die ein oder andere Weise
im Gespräch mit Laien verbracht. Wenn wir das tun, dann erkennen
wir, wie wahr das Wort des hl. Ambrosius ist, der sagt: “Wenn wir im
Glauben die Heiligen Schriften zur Hand nehmen und sie mit der
Kirche lesen, dann wandelt der Mensch wieder mit Gott im Paradies”
Verbum Domini, Nr. 87). Ein Bischof aus Frankreich sagte bei der
letzten Synode: “ Ich habe einen akademischen Grad in
Bibelwissenschaften, aber es waren die Laien, die Armen, die mir
wirklich die Macht des Wortes erschlossen haben. Sie haben mir das
Evangelium gebracht. Die Armen sind zutiefst empfänglich für das
Wort Gottes (Mt 11,25f.), und die Kirche sollte es immer lesen, wenn
sie in der Nähe sind.” Der Glaube, definiert als persönliche
Begegnung mit Gott, ist das Fundament, auf das alles, was wir tun,
ja die Kirche selbst, gebaut ist. Wenn er wie ein fester Fels ist,
dann wird er nicht zu Fall kommen, wird Flut und Stürmen trotzen.
Wenn das Fundament aber nicht fest, sondern wie Sand ist, dann kann
es nicht einmal dem kleinsten Hindernis standhalten. Im Bezug auf
die Begegnung und die Beziehung zu Christus bekräftigt der Herr:
“Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die
Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und wir werden Mahl halten,
ich mit ihm und er mit mir” (Offb 3,20). Daher sind nicht wir es,
die die Initiative haben, dem Herrn zu begegnen; im Gegenteil: der
Herr ist es, der bereits an der Tür steht und anklopft. Der für uns
einfachste, wirksamste und konkreteste Weg, dem Herrn zu begegnen,
führt über die Heilige Schrift. Es genügt, wenn wir ihn mit einem
offenen Herzen durch die Tür der Bibel eintreten lassen in unser
Leben. Dann wird der Buchstabe in uns “Geist und Leben” (Joh 6,63).
Mit Bezug auf das “offene Herz” kann sich uns ein anderes Problem
stellen: das Gebet. Wir Katholiken sind so sehr an vorgefertigte
Formeln gewöhnt, dass wir Gefahr laufen, unsere Spontaneität,
Freude, unser Enthusiasmus zu verlieren, und in eine reine Routine
zu verfallen. Wenn wir einen Vergleich mit den Protestanten
anstellen, werden die Unterschiede krass, besonders in der Predigt
und beim Beten. Ich glaube, dass alle Fragen und Herausforderungen
im Bezug auf die neue Evangelisierung auf eines reduziert werden
können: das Wort Gottes. Jesus selbst sagt: “Wenn ihr in mir bleibt
und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr
wollt: Ihr werdet es erhalten” (Joh 15,5.7).Wenn wir das Wort des
Herrn in uns bleiben lassen wollen, müssen wir damit beginnen, sie
uns einzuprägen. In diesem Sinn ist die heilige Therese von Lisieux,
die zur Kirchelehrerin erklärt wurde, unser Vorbild. Sie prägte sich
jede Bibelstelle ein, auf die sie zufällig stieß, sei es in den
Karten mit Bibelsprüchen oder in anderen frommen Büchern. Msgr. Guy
Gaucher sagte: “Sie machte aus jedem Zweig die Bögen, uns aus jeder
Blume den Honig.”
Wie der Apostel Petrus sagt, sind wir Mensche, die “neu geboren
worden sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem
Samen: aus Gottes Wort, das lebt und das bleibt” (1 Petr 1,23). Das
Wort Gottes ist der Schoß unseres Seins, und um die für die heutige
Neuevangelisierung so langerwartete “Neuheit” zu finden, müssen wir
zu diesem ursprünglichen Ort des Seins zurückkehren. Das Wort. Das
“Geist und Leben” wird, ist dieser Ort.
[00262-05.07] [IN196] [Originaltext: Englisch]
-
S.Exz. Diarmuid MARTIN, Erzbischof von Dublin (IRLAND)
Die Herausforderung der Sprache macht sich vor allem in jenen
Ländern bemerkbar, in denen
Englisch die vorherrschende Sprache ist, eine Sprache, die durch
Sprachphilosophien charakterisiert ist, die bekannte
epistemologische Herausforderungen stellen. Es gibt allerdings noch
eine weitere Herausforderung der Alltagssprache, nicht nur der
Medien, sondern einer Kultur der Sprachmanipulation und des
Informationsmanagements, in denen die Bedeutungen der Wörter aus
kommerziellen, ideologischen oder politischen Gründen verändert und
manipuliert werden.
Das Problem, das ich in erster Linie ansprechen möchte, ist die
Herausforderung, die diese Sprachmanipulation für die jungen
Menschen bei ihrer Suche nach der Botschaft Jesu Christi darstellt.
Die Jugendlichen leben in einer Kultur des Relativismus, ja der
Banalisierung der Wahrheit, ohne dass sie sich dessen in den meisten
Fällen überhaupt bewusst werden. Dies ist eine Kultur, die nicht sie
geschaffen haben. Es ist möglich, dass sie keine andere Kultur
kennen, gleichwohl aber müssen sie Christus mitten in dieser Kultur
finden, auch wenn sie die Sprache des Glaubens kaum kennen.
Ich denke hier nicht an die große Zahl junger Menschen, die Stärke
und Unterstützung bei Ereignissen wie etwa dem Weltjugendtag
gefunden haben, aber an die unzähligen jungen Männer und Frauen, die
in einem komplexen und schwierigen Augenblick ihres Lebens auf ihrer
Suche nach Sinn und inmitten ihrer Klassenkameraden und Kommilitonen
einsam sind, ja vielleicht sogar auf Feindseligkeit und
Unverständnis stoßen, während sie versuchen, ihren Glauben an Jesus
Christus zu finden oder zu behalten.
Wo ist unsere Präsenz inmitten der großen Gruppe der Studenten, vor
allem unter denjenigen, deren christliche Grundausbildung in der
Familie wie in der Schule vielleicht nur ganz oberflächlich war.
Die Herausforderung der Neuevangelisierung muß sich durch eine
solide Gegenüberstellung von Ideen auszeichnen, nicht im Sinne einer
ideologischen Aggression, sondern in dem Sinn, dass den Jugendlichen
dabei geholfen werden muß, die Ideen zu verstehen.
Auf die Kultur des Individualismus kann reagiert werden durch die
Schaffung einer ganzen Reihe neuer kirchlicher Gemeinschaften, nicht
nur jener der kirchlichen Bewegungen, sondern im Kontext unserer
Pfarreien, die die Bausteine der Eucharistischen Gemeinschaften der
Zukunft sein werden.
[00263-05.05] [IN197] [Originaltext: Englisch]
- S.Exz. Yves Marie MONOT, C.S.S.p., Bischof von Ouesso (REPUBLIK
KONGO)
Unsere Sendung als Kirche und Familie Gottes in Kongo-Brazzaville
ist eindeutig zwischen der Erstevangelisierung, einer Pfarrpastoral
authentischer Nähe und der neuen Evangelisierung angesiedelt. Nach
der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hat unser Land fast 30
Jahre marxistischen Sozialismus erlebt, und musste dann mehr als
zwei Jahrzehnte lang lernen, mit der Demokratie umzugehen, wobei es
auch schmerzliche Zeiten des Bürgerkriegs erlebt hat. Derzeit lebt
unsere Gesellschaft mehr im Religiösen als in der Säkularisierung,
obgleich letztere bereits am Wirken ist. Die Führungskräfte und die
jungen Erwachsenen wurden vom militanten marxistischen Atheismus
beeinflusst. Viele dieser alten “Glieder” haben sich Sekten
angeschlossen: esoterischen Gruppen (die Führungskräfte) oder
verschiedenen Kongregationen, den so genannten Erweckungskirchen
(die Jüngeren). Die Hauptsendung unserer Kirche ist es, sich für
eine tiefgreifende Evangelisierung unseres Landes einzusetzen: eine
Katechese, die auf Christus konzentriert ist, Evangelium Gottes für
den Menschen; die den verschiedenen Phasen unseres Lebens Rechnung
trägt und aufgeschlossen ist für die Fragen, die die Modernität
aufwirft (Werte und Antiwerte); die ihr Augenmerk auf die
Glaubensbildung des Gottesvolkes richtet, in der Freiheit des
Herzens, die von Jesus Christus, dem Retter, kommt und im Dienst der
Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens steht, und auch die
Bewahrung der Schöpfung zum Ziel hat (Kongobecken-Wälder). Die
Präsenz der “Alteingesessenen” (offizielle Bezeichnung der Pygmäen)
erinnert uns daran, dass viele Zonen unseres Landes immer noch
Gebiet der Erstevangelisierung sind.
[00264-05.10] [IN198] [Originaltext: Französisch]
- S.Exz. Der Raphaël DABIRÉ KUSIÉLÉ, Bischof von Diébougou (BURKINA
FASO)
Das Thema dieses Beitrags ist: Die Förderung des Menschen und die
Inkulturation in der neuen Evangelisierung. In Burkina Faso und im
Niger haben wir es nicht so mit einer Entchristianisierung zu tun,
als vielmehr mit einer beginnenden Christianisierung, die unter
vielen Schwierigkeiten wie Irrglauben, Unterbewertung der Frau,
Analphabetismus, Armut, usw. stattfindet, so wie die Frau in der
Offenbarung des Johannes, umgeben von dem Drachen mit sieben Köpfen
und zehn Hörnern. In diesem Kontext wendet sich die Kirche als
Familie Gottes, an die Menschen, die sich mit Elend und Tod
auseinander setzen müssen.
Der Mensch ist ein mehrdimensionales Wesen. Die Frohe Botschaft vom
Heil muß alle Dimensionen des Menschlichen erfassen, damit der
Mensch schon auf Erden das Wohlergehen als Sakrament der zukünftigen
Seligkeit erfahren kann. Die neue Evangelisierung darf die Förderung
des Menschen nicht als reine an Ort und Zeit gebundene
Nebensächlichkeit betrachten, sondern sie muß sie als wesentlichen
Bestandteil der Heilssendung Christi verstehen.
Doch wenn die neue Evangelisierung adäquat sein soll, muß sie sich
auch mit der Kultur befassen. Ohne Inkulturation kann der
weitergegebene Glaube in den Herzen der Völker keine Wurzeln
schlagen. Die Kirche, Subjekt der Weitergabe des Glaubens, muß sich
selbst einem Prozeß der Inkulturation unterziehen, wenn sie
authentisch und glaubhaft sein will.
Auch wenn wir die bereits in Arbeit befindlichen Bemühungen um
Inkulturation in Afrika begrüßen - wie zum Beispiel den Gebrauch des
ekklesiologischen Bildes der Kirche als Familie Gottes -, muß die
Reflexion und das Handeln in dieser Richtung weiter ermutigt werden,
um neue Wege der Inkulturation zu finden, doch vor allem, um ein
heiligmäßiges Leben der neuen Evangelisierer zu fördern.
[00265-05.07] [IN199] [Originaltext: Französisch]
- Kardinal Péter ERDŐ, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Präsident
der Bischofskonferenz, Präsident des Rates der Europäischen
Bischofskonferenzen (C.C.E.E.) (UNGARN)
Nummer 54 des Instrumentum laboris spricht vom “Vorhof der Heiden”.
Um die Evangelisierung durchführen zu können, ist es erforderlich,
von den Grundlagen unserer Existenz auszugehen. In der Tat bezieht
sich unser Glaube auf die Realität. Auf die Gesamtheit alles
Seienden. Die heutige wissenschaftliche Sicht der Welt bietet uns
eine äußerst weite Perspektive. Wenn wir versuchen, uns das
Universum vorzustellen, dann öffnet sich unsere Phantasie zu Gott
hin, zu seiner grenzenlosen Wirklichkeit. Gottes unendlich große
Wirklichkeit erzeugt, wenn sie der Welt begegnet, in der sie ganz
zuinnerst vorhanden ist, aber zugleich über Raum und Zeit steht,
Situationen, die uns oft paradox erscheinen mögen.
Die Naturwissenschaften, die Physik, die Astronomie beweisen uns die
Elastizität und den Reichtum grundlegender Begriffe wie etwa
derjenigen der Materie oder der Energie. Wir sprechen sogar von
dunkler Energie oder Antimaterie, Kategorien, die nützlich sind,
gewisse Basisphänomene des Universums zu erklären. Es ermangelt auch
nicht an Wissenschaftlern, die dafür offen sind, die Existenz eines
transzendenten Gottes zu akzeptieren, der folglich nicht identisch
ist mit dem Universum selbst.
Wenn wir Christen verkündigen, dass dies ein persönlicher Gott ist,
der uns liebt, der uns erlöst hat, der uns einlädt zu einem
glücklichen und ewigen Leben in Gemeinschaft mit Ihm, dann
formulieren wir damit keine Folgerungen, die sich automatisch aus
unseren Kenntnissen über die Natur ergeben. Wir können auf eine
andere Quelle zurückgreifen, die für unseren Glauben erforderlich
ist: die göttliche Offenbarung, die in ihrer Vollständigkeit in der
Person Jesu Christi zu uns gekommen ist. Dieses überwältigende
Ereignis können wir dank der Tradition kennen lernen, die durch die
Kirche übermittelt wurde und die bezeugt ist im Bekenntnis der
Generationen und Abergenerationen von Heiligen von den Tagen der
Apostel bis in unsere Tage hinein.
Die Überlieferung des Glaubens klingt wie eine authentische Antwort
auf unsere große Erfahrung bzw. Frage im Hinblick aufs Universum.
Wir leben also in einer Epoche, die ungeheuer viele Gelegenheiten
gibt, unseren Glauben auch durch den Dialog mit den
Naturwissenschaften und den Geschichtswissenschaften zu verkündigen.
[00266-05.04] [IN200] [Originaltext: Italienisch]
AUDITIO DELEGATORUM
FRATERNORUM (IV)
Folgende Bruderdelegierte haben das Wort ergriffen:
-
S. Em. HILARION [Alfeyev], Metropolit von Volokolamsk, Präsident der
Abteilung für öffentliche Beziehungen der Kirche des Patriarchats
von Moskau (RUSSISCHE FÖDERATION)
-
P. Massis ZOBOUIAN, Direktor des "Christian Education Department of
the Catholicosate of the Holy See of Cilicia" (LIBANON)
-
Rev. Dr. Timothy GEORGE, Dekan der "Beeson Divinity School of
Samford University" (USA)
-
S. Exz. Sarah F. DAVIS, Vizepräsident des Weltrates der Methodisten
(USA)
-
S. Exz. Steven CROFT, Bischof von Sheffield (GROßBRITANNIEN)
-
S. Exz. SILUAN [Şpan], Bischof der rumänischen Diözese in Italien
(ITALIEN)
Im Folgenden eine Zusammenfassung der Redebeiträge:
- S. Em. HILARION [Alfeyev], Metropolit von Volokolamsk, Präsident
der Abteilung für öffentliche Beziehungen der Kirche des
Patriarchats von Moskau (RUSSISCHE FÖDERATION)
Die derzeitige Bischofssynode der Römisch-Katholischen Kirche wurde
zu einem bedeutenden Termin angesetzt - dem 50. Jahrestag der
Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils - , und sie ist dem Thema
der Neuevangelisierung gewidmet, die ein Anliegen aller Christen
ist: die Verkündigung Christi in einer säkularen Welt. Bereits vor
einem halben Jahrhundert waren sich die Konzilsväter darüber im
klaren, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Christen
unterschiedlicher Traditionen bedeuten würde, dass das Zeugnis für
Christus und seine Heilsbotschaft in der modernen Welt überzeugender
würde. Heute sind wir dazu aufgerufen, daran zu denken, unsere
gemeinsamen Aufgaben zu lösen, die unser Zeitalter in den
Vordergrund rückt. Die Herausforderungen der vergangenen fünfzig
Jahre, die seit dem Beginn des II. Vatikanischen Konzils vergangen
sind, haben noch nicht an Bedeutung verloren, sondern sind vielmehr
noch akuter und bedrohlicher geworden.
Sowohl die Russisch-Orthodoxe Kirche als auch die
Römisch-Katholische Kirche erfüllen die Sendung, zu der sie von
Christus berufen worden sind und legen unermüdlich Zeugnis für die
Wahrheit ab, während er “die Welt überführen (und aufdecken wird),
was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist” (Joh 16,8). Bei dieser
gemeinsamen Aufgabe werden sich unsere Kirchen noch stärker der
Notwendigkeit bewusst, unsere Bemühungen zu vereinen, so dass die
Antwort der Christen auf die Herausforderungen der modernen
Gesellschaft vernommen werden kann. In den letzten Jahren haben die
Orthodoxen und die Katholischen Kirchen fruchtbar im
Orthodoxen/Katholischen Forum, in verschiedenen internationalen
Organisationen und an anderen Orten des Dialogs mit der säkularen
Welt zusammengearbeitet.
Die Versammlung der Bischofssynode in Rom wird Mittel und Wege
suchen, auf die wirkungsvollste Weise die Wahrheit des Evangeliums
in der modernen Gesellschaft zu verkündigen. Ich hoffe, dass eines
der Ergebnisse der Synodenarbeit eine Weiterentwicklung der
Orthodox-Katholischen Zusammenarbeit sein wird, auf die selbe Art,
wie dies nach dem II. Vatikanischen Konzil geschah: “damit die Welt
glaubt” (Joh 17,21).
[00303-05.05] [DF009] [Originaltext: Englisch]
- P. Massis ZOBOUIAN, Direktor des "Christian Education Department
of the Catholicosate of the Holy See of Cilicia" (LIBANON)
Botschaft von Seiner Heiligkeit Aram I., Katholikos von Kilikien, an
die Vollversammlung der Bischofssynode
Wir grüßen Sie im Geist christlicher Liebe und Verbundenheit.
Die Initiative Seiner Heiligkeit, Papst Benedikt XVI., eine
Generalversammlung der Bischofssynode einzuberufen zum Thema “Die
neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens”,
hat tiefe ökumenische, ekklesiologische und missiologische
Bedeutungen und Implikationen.
Die Verkündigung des Evangeliums ist der Daseinsgrund der Kirche.
Sie ist sowohl ein Geschenk Gottes in Christus und ein Ruf. Der
christlichen Evangelisierung muss in der Welt von heute, in der wir
einen zunehmenden Verfall der geistlichen und moralischen Werte
beobachten können, eine zentrale Rolle eingeräumt werden. Die
Erneuerung und Stärkung der Evangelisierungsberufung der Kirche ist
keine Entscheidung, die in ihrem Belieben stünde, sondern eine
dringende Notwendigkeit und eine große Herausforderung.
Das ist auch der Grund, warum die Stärkung der
Evangelisierungsarbeit der Kirche keine Sache ist, die nur die
katholische Kirche allein betrifft. Sie ist eine Priorität für alle
Christen und ein ökumenischer Imperativ. Die in verschiedenen Teilen
der Welt Zeugnis ablegenden Kirchen sind gerufen, die dringende
Notwendigkeit der Verkündigung des Evangeliums hervorzuheben und
ihrem Missionsengagement eine neue Dynamik zu verleihen.
Wir sollten jedoch erkennen, dass es in unseren modernen
Gesellschaften, die von den Kräften der Säkularisierung und der
Globalisierung beherrscht werden, keine leichte Aufgabe ist, das
Evangelium in die Welt hinauszutragen. Unter keinen Umständen darf
die Kirche ihre ihr von Gott anvertraute Sendung aufgeben.
Wir begrüßen den ökumenischen Geist und die Offenheit des Heiligen
Vaters, der Bruderdelegierte eingeladen hat, an diesem geistlichen
Ereignis im Leben und Zeugnis der katholischen Kirche teilzunehmen.
Wir sind sicher, dass die Synodenväter die komplexe Frage der
Evangelisierung mit einem ganzheitlichen und kontextuellen Ansatz
angehen werden, um so den derzeitigen Bedürfnissen der Gläubigen in
so schwierigen Zeiten auf lokaler Ebene zu entsprechen.
Möge Gott Sie in Ihren Reflexionen und in Ihrem Handeln leiten zum
Ruhm Seines himmlischen Reiches.
[00194-05.08] [DE004] [Originaltext: Englisch]
- Rev. Dr. Timothy GEORGE, Dekan der "Beeson Divinity School of
Samford University" (USA)
Als Bruderdelegierter und in Vertretung des Baptistischen Weltbunds,
der circa 42 Millionen Christen umfaßt, die dem Herrn in 177.000
Kirchen in 120 Ländern dienen, möchte ich drei Aspekte der neuen
Evangelisierung besonders hervorheben.
Erstens, die Baptisten bekennen, wie alle Christen, einen tiefen
Glauben an den einen und dreifaltigen Gott, der uns an seinem
göttlichen Leben teilhaben läßt durch Jesus Christus, den großen
Evangelisierer, und der uns allein durch seine Gnade erlöst.
Getrennt von dieser grundlegenden trinitarischen Realität würden
alle unser Programme und Projekte keine Frucht bringen können.
Zweitens, gibt es ein biblisches Gebot zur Einheit der Christen,
weil die Ökumene nie dem Selbstzweck dient, sondern im Dienste der
Evangelisierung steht. Jesus betete zum Vater im Himmel, damit die
Gläubigen alle eins seien, “damit die Welt glaubt” (Joh 17,21). Ein
Beispiel für dieses Einssein ist der Bericht über den
internationalen Dialog zwischen Baptisten und Katholiken, der
demnächst veröffentlicht werden wird, “Das Wort Gottes im Leben der
Kirche”.
Drittens, im Laufe der Geschichte waren die Baptisten immer eifrige
Verkünder der Religionsfreiheit für alle Menschen. Diese Freiheit
beruht nicht auf sozialen oder politischen Strukturen, sondern sie
kommt vom Wesen Gottes selbst und von der Art Beziehung, zu der er
alle Menschen ruft.
Heute ist die Religionsfreiheit sowohl offenen, als auch versteckten
Angriffen ausgesetzt. Alle Christen, die den Ruf zur Evanglisierung
ernst nehmen, müssen sich engagieren und zusammenarbeiten, um diese
Freiheit zu schützen und zu verbreiten.
[00195-05.05] [DF007] [Originaltext: Englisch]
- S. Exz. Sarah F. DAVIS, Vizepräsident des Weltrates der
Methodisten (USA)
Verehrter Heiliger Vater Benedikt XVI., sehr geehrte Eminenzen,
liebe Brüder und Schwestern in Christus Jesus,
ich bin Gott zutiefst dankbar dafür, die geschätzte Gelegenheit zu
haben, Teil dieser erlauchten Gruppe zu sein, anlässlich der XIII.
Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode, bei der ich den
Weltmethodistenrat repräsentiere: eine Vereinigung mit 80 Millionen
Mitgliedern, die der Methodistischen und Wesleyanischen Kirche,
sowie den jeweiligen unifizierten Kirchen aus neunzig Ländern
angehören. Der Weltmethodistenrat ist dem Heiligen Vater zutiefst
dankbar dafür, dass er die Einladung, an dieser im Leben des
Christentums so gebotenen und wichtigen Synode teilzunehmen, auch
auf uns ausgeweitet hat.
1971, als der Weltmethodistenrat erklärte, dass “für alle Personen,
die Methodisten genannt werden” die Stunde gekommen sei, “sich
sowohl der Weltmission als auch der Verkündigung des Evangeliums zu
widmen”, wurde die weltweite Verkündigung des Evangeliums mit großem
Eifer und den besten Absichten begonnen. Der Weltmethodistenrat
vertrat damals - wie heute - die Ansicht, dass der große Auftrag
Christi an seine Kirche, das Evangelium zu lehren und zu verkündigen
und Jünger zu gewinnen, die Hauptaufgabe der Kirche sei.
Der Weltmethodistenrat stimmt mit dem Heiligen Vater und den
Ausführungen des Instrumentum laboris überein, dass es wichtig ist,
dass die Menschen Jesus im 21. Jahrhundert kennen. Die Welt ist
verletzt, verloren, verwirrt, abgelenkt, verirrt, krank, in Ungnade
gefallen und braucht dringend Heilung, Hoffnung und Rettung. In
einer solchen Zeit kann man keinen anderen Namen anrufen als den
Jesu Christi.
Um den Herausforderungen der neuen Evangelisierung gewachsen zu
sein, können folgende Überlegungen hilfreich sein:
- die Evangelisierungsarbeit muss an die besonderen Bedürfnisse und
das kulturelle Umfeld jener angepasst sein, mit denen das Evangelium
geteilt wird. Kreativität ist notwendig, damit das Evangelium bei
der Antwort auf die Bedürfnisse der Personen keinen Schaden
erleidet.
- die Evangelisierungsarbeit muss “ganzheitlich” sein. Sie muss
allen Bedürfnissen der Personen - physischer, emotionaler, sozialer,
politischer und spiritueller Art - entsprechen, indem sie das
Evangelium Jesu Christi anbietet.
- die Evangelisierungsarbeit muss auf das Bewusstsein der Kraft der
Gnade Gottes gegründet sein. Gott ist im Leben jeder Person, der er
begegnet, bereits am Werk - zu jeder Zeit und überall.
-die Evangelisierungsarbeit muss stets vom Heiligen Geist erfüllt
sein. Alleine sind die Evangelisierer machtlos, mit der Hilfe des
Heiligen Geist aber wird das Engagement zu einem dynamischen und
authentischen Ausdruck der rettenden Gnade Gottes, die sich in Jesus
Christus zu erkennen gibt.
Der Erfolg der neuen Evangelisierung hängt zu einem großen Teil von
der Glaubwürdigkeit des Verkünders des Evangeliums ab. Was man
beurteilen wird, sind die Künder des Evangeliums, nicht der Prozess,
nicht das Programm, nicht die Pläne, die bei dieser Synode gefasst
werden. Die Menschen wollen die Bestätigung haben, dass das, was die
Verkünder des Evangeliums vorschlagen, in ihrem Leben bereits zum
Wirken gekommen ist.
Wir danken Gott für den dringlichen Ruf des Heiligen Vaters nach der
neuen Evangelisierung, und wir bitten Gott, dass er auch den
kommenden Ergebnissen diese Synode seine Gnade schenke. Lob sei
Gott! Danke.
[00318-05.11] [DF011] [Originaltext: Englisch]
- S. Exz. Steven CROFT, Bischof von Sheffield (GROßBRITANNIEN)
Erzbischof Rowan Williams sprach letzte Woche über die Meditation
als Wurzel der Evangelisierung. Ich möchte über die Früchte der
Evangelisierung im Leben der Kirche sprechen, da die Kirche den
Charakter Christi durch reife Jünger, neue kirchliche Gemeinschaften
und neue seelsorgerische Aufgaben widerspiegelt.
Erstens, wenn sich die Kirche durch die Besinnung auf Christus und
auf das Wort Gottes erneuert, werden wir nach Seinem Vorbild geformt
und zu Trägern des Wesens Christi, und damit auf ganz sichtbare Art
zur Kirche der Seligpreisungen.
Zweitens, die neue Evanglisierung erfordert eine klare Sicht dessen,
was es heißt, Jünger zu sein. In der Katechese ist es extrem
wichtig, ein klares Ziel vor Augen zu haben: die Formung von reifen
Jüngern, die fähig sind, im Einklang mit der Anbetung, der
Gemeinschaft und der Mission zu leben.
Drittens, möchte ich die Synode ermuntern, eingehender über die
Bildung neuer kirchlicher Gemeinschaften nachzudenken, die den
Glauben an diejenigen weitergeben können, die zu keiner Kirche mehr
gehören.
In den letzten zehn Jahren hat die Kirche Englands aktiv eine neue
missionarische Bewegung gefördert, durch die neue Formen von Kirche
eingeleitet werden sollen, und Teil der Seelsorge in den Pfarreien
oder in den Gruppen der Pfarreien oder Diözesen sein sollen.
Wer wird am Ende zu den Evangelisierern gehören? Ich möchte
schließlich auch eine Reflexion über die Diakonie und die Aufgaben
der Diakone empfehlen.
Die Aufgabe, neue Formen von Kirche zu schaffen, ist theologisch in
der Diakonie und den Aufgaben der Diakone verwurzelt: zuhören,
liebevoller Dienst am Menschen, Aussendung durch die Kirche. In der
Kirche Englands werden die ständigen Diakone als Verkünder des
Reichs Christi beschrieben und als Vermittler der Liebe Gottes.
[00304-05.05] [DF010] [Originaltext: Englisch]
- S. Exz. SILUAN [Şpan], Bischof der rumänischen Diözese in Italien
(ITALIEN)
Die Verkündigung des Evangeliums durch die Liturgie und die
Nächstenliebe
Botschaft Seiner Seligkeit Daniel, Patriarch von Rumänien
Das Thema der XIII. Vollversammlung der Synode der katholischen
Bischöfe der ganzen Welt über die Evangelisierung betrifft alle, die
den Namen Christi tragen (vgl. Apg 2,38), da die Evangelisierung und
die Weitergabe des Glaubens sowohl Berufung als auch Pflicht der
Kirche und eines jeden einzelnen Christen sind.
Die säkularisierte und entchristlichte Welt, in der wir heute leben,
braucht Apostel oder Missionare, wie es die Apostel unseres Herrn
Jesus Christus und die heiligen Kirchenväter waren. Heute sind wir,
die Bischöfe der Kirche Christi, gemeinsam mit dem gesamten Klerus
und allen gläubigen Laien, erneut als erste aufgerufen, den
apostolischen Eifer für die Evangelisierung intensiv zu pflegen.
Ein tiefes liturgisches Leben ist der wichtigste Quell für eine
Erneuerung des Einsatzes in der Evangelisierung. Die Heilige und
Göttliche Eucharistische Liturgie ist gleichzeitig Quell und Raum
für die Verkündigung des Evangeliums Christi.
Die Begegnung mit Christus in der Heiligen Eucharistischen Liturgie
ist Quelle des Lichts, um seine barmherzige Liebe zu verkünden und
das Werk der Nächstenliebe der Kirche zu fördern.
Mit anderen Worten, das spirituelle Leben muß die wichtigste Quelle
für das soziale Wirken sein, damit es nicht zu einer säkularisierten
humanistischen Ethik wird. Insbesondere die christlichen Familien,
die Pfarreien und die Klöster, in denen intensiv gebetet wird, die
aber auch Werke der Nächstenliebe vollbringen, sind Quelle der
Hoffnung und der Erneuerung für die Evangelisierung. Wenn das Leid,
die Armut, die Einsamkeit und die soziale Ungerechtigkeit oft
Ursache von Verzweiflung und Gewalt sind, werden das persönliche und
gemeinschaftliche Gebet und das christliche soziale Wirken in der
Gesellschaft zur Quelle für Hoffnung, Frieden, Solidarität und
Heiligkeit. Die Heiligkeit ist das einzige Gegenmittel gegen die
Säkularisierung.
Deshalb sind wir der Auffassung, daß das Zusammenwirken von Liturgie
und Nächstenliebe, ein grundlegendes Element der heiligen
apostolischen Tradition, bei der Evangelisierung der heutigen
Generation eine große Hilfe ist, vor allem wenn man auf eine, auf
die heutige Zeit abgestimmte, pastorale und missionarische Katechese
zurückgreift.
Wir wünschen Eurer Heiligkeit, Ihnen, Eminenzen und Exzellenzen, und
allen Teilnehmern an den Arbeiten dieser Synode den reichen Segen
des Herrn Jesus Christus für die neue Arbeit der Evangelisierung in
der Gesellschaft von heute.
In tiefer Wertschätzung und in der Liebe Christi, unseres Herrn
[00319-05.06] [DF012] [Originaltext: Italienisch]
REDEBEITRAG DES SONDERGASTES, FRÈRE ALOIS, PRIOR DER ÖKUMENISCHEN
GEMEINSCHAFT VON TAIZÉ (FRANKREICH)
Im Folgenden veröffentlichen wir eine Zusammenfassung des
Redebeitrags:
Wir in Taizé versuchen mit all unserer Kraft den Tausenden junger
Katholiken, Protestanten und Orthodoxen, die aus verschiedenen
Ländern zu uns kommen und bei uns leben, zu helfen, Gemeinschaft zu
erleben. Die von uns auf verschiedenen Kontinenten geförderte
“Wallfahrt des Vertrauens auf der Erde”, hat nur dieses Ziel.
Unsere Treffen sind einzig und allein auf die Suche nach einer
persönlichen Begegnung mit Gott ausgerichtet, durch die Schönheit
der Gesänge, das Schweigen, die Einfachheit der Liturgie. Dieser
Ökumenismus des Gebets soll in keiner Weise eine oberflächliche
Tolleranz fördern, sondern das aufmerksame innige gegenseitige
Zuhören und einen authentischen Dialog.
Die Spaltung der Christen ist ein Hindernis für die Weitergabe des
Glaubens. Für die jungen Menschen von heute wird, irgendwann einmal,
die Suche nach Gemeinsamkeit unerläßlich. Wenn wir gemeinsam
Christus bekennen, hat das Evangelium in den Augen derer, die
Schwierigkeiten mit dem Glauben haben, eine ganz andere Leuchtkraft.
Wir in Taizé wollen die jungen Menschen nicht bei uns behalten, wir
möchten sie in die Kirche eingliedern. Wenn doch die Ortskirchen,
die Pfarreien, die Gemeinschaften, die Gruppen vor allem Orte der
Gemeinsamkeit wären! Orte, in denen man den jungen Menschen
Vertrauen entgegenbringt, in denen man sich gegenseitig unterstützt,
doch auch Orte, in denen man sich mehr den Schwachen widmet, denen,
die unsere Ideen nicht teilen ... Die Hoffnung und der Glaube können
nur dann entstehen, wenn es eine Erfahrung der Gemeinsamkeit gibt.
[00196-05.06] [SP004] [Originaltext: Französisch]
KONZERT:
“EINE GUTE NACHRICHT”
“Una bella notizia” (“Eine gute Nachricht”): das ist der Titel eines
Konzertes christlicher Musik, das von der Hauptstadt Rom zusammen
mit Radio Vatikan und der Organisation Hope im Rahmen eines Tages
der Begegnung und des Dialoges anlässlich der XIII. Ordentlichen
Generalversammlung der Bischofssynode veranstaltet wird.
Am nächsten Donnerstag, den 18. Oktober 2012, sind nach der Sitzung
am Vormittag auf dem Kapitol (Programm in den Verlautbarungen Nr.
17) die Synodenväter, die weiterenTeilnehmer und alle anderen
Interessierten zu einem Abendprogramm in den Saal Sinopoli des
Auditoriums “Parco della Musica” eingeladen, bei dem über die
zahlreichen mit der Neuevangelisierung verbundenen Themen
nachgedacht werden soll.
Ab 21 Uhr wird Raum sein für zahlreiche Künstler: Gospelsänger Lois
Kirby, Sänger Jackie Francois und Duett “Sentinel Crew”;
Gospelquartett “Anno Domini Gospel Singer”; Musikgruppen “Nuovi
Orizzonti” und “Carisma”; Altistin Mika Kunii begleitet von Domenico
Arcieri; Tanz-und Gesangsensemble “Shalom”; Klassisches
Ballettensemble von Liliana Cosi und Marinel Stefanencu; Sandmalerin
Gabriella Compagnone; Schauspieler Fabio Bucci und Marilu Pipitone.
Francesca Fialdini und Enrica Selleri führen durch das Programm.
Leiter der Veranstaltung ist Marco Brusati.
[00320-05.04] [NNNNN] [Originaltext: Italienisch]
ERRATA CORRIGE
Die in den Errata Corrige der Verlautbarungen Nr. 19 veröffentlichten Korrekturen wurden direkt in den jeweiligen auf
dieser Internetseite veröffentlichten Verlautbarungen wiedergegeben.
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