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SIEBZEHNTE GENERALKONGREGATION (FREITAG, 19. OKTOBER 2012 -
VORMITTAG) - FORTSETZUNG
SIEBZEHNTE GENERALKONGREGATION (FREITAG, 19. OTTOBRE 2012 -
VORMITTAG) - FORTSETZUNG
- BEITRÄGE
DER CIRCULI MINORES - FORTSETZUNG
BEITRÄGE DER
CIRCULI MINORES - FORTSETZUNG
Im Folgenden veröffentlichen wir die Beiträge aus den Circuli
Minores, die bei der Siebzehnten Generalkongregation am heutigen
Vormittag vorgestellt wurden. Sie sind nach Redaktionsschluss der
Verlautbarungen Nr. 23 eingegangen.
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RELATION DER CIRCULUS MINOR GALLICUS B: S.Exz. Claude DAGENS,
Erzbischof von Angoulême (FRANKREICH)
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RELATION DER CIRCULUS MINOR HISPANICUS B: S.Exz. Santiago Jaime
SILVA RETAMALES, Titularbischof von Bela, Weihbischof in Valparaíso,
Generalsekretär des Rates der Bischofskonferenzen von Lateinamerika
(C.E.L.AM.) (KOLUMBIEN)
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RELATION DER CIRCULUS MINOR ANGLICUS B: S.Exz. Bernard LONGLEY,
Erzbischof von Birmingham (GROßBRITANNIEN)
Im Folgenden die Zusammenfassungen der Beiträge aus den Circuli
Minores:
- RELATION DER CIRCULUS MINOR GALLICUS B: S.Exz. Claude DAGENS,
Erzbischof von Angoulême (FRANKREICH)
1. Wir gehören 18 verschiedenen Nationen an und sprechen alle
französisch. Das werde ich sobald wie möglich der französischen
Akademie sagen!
2. Was die von uns gebrauchten Begriffe anbelangt, so
-kann man von “neuer Evangelisierung” sprechen, oder doch eher von
erneuerter Evangelisierung, oder vielleicht gar von Erneuerung und
Vertiefung der Evangelisierung?
- das derzeitige Evangelisierungswerk ist Teil einer Geschichte, die
bereits vor vielen Jahrhunderten begonnen hat.
3. Unter einem theologischen Aspekt hoffen wir, dass bei der neuen
Evangelisierung ein größeres Augenmerk auf das Wirken des Heiligen
Geistes gelegt wird, mit seinen beiden bekannten Eigenschaften:
- nach Pfingsten wird der Heilige Geist der Kirche gegeben, um “in
die ganze Wahrheit geführt zu werden” und neuen Situationen
gewachsen zu sein.
-Der Heilige Geist lässt die Jünger Christi Anteil haben an seinem
Ostergeheimnis von Tod und Auferstehung.
-Das Gebet zum Heiligen Geist ist notwendig für jede
Evangelisierungsinitiative.
4. Können wir angesichts einer zerrissenen Welt ein Wort der
Hoffnung sagen, das Männer und Frauen in den Situationen erreicht,
in denen sie auf die Probe gestellt werden?
Wir müssen lernen, die Welt in den Geburtswehen liegend zu sehen (Röm
8,18), im Zeichen des Ostergeheimnisses.
5.In den verschiedenen Ländern, aus denen wir kommen, müssen die
Beziehungen zu den Muslimen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt
werden.
Auch in Ländern, in denen eine deutliche Evangelisierung nicht immer
möglich ist, kann man doch das Evangelium Christi leben und Zeugnis
ablegen für Christus.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es auch eine Krise des Islam gibt,
die manchmal durch Eroberungsgebaren kompensiert wird.
6. In Afrika gehören zu den Hürden, die der Evangelisierung im Wege
stehen, auch Phänomene, die mit der Säkularisierung zusammenhängen,
aber auch die Präsenz einer starken und tiefverwurzelten
Religiosität, die ihrerseits wieder evangelisiert werden will.
7. Wir schließen uns dem an, was in der Relatio post
disceptationem (Ende des dritten Teils) ausgeführt wird: “Es
herrscht letztlich die Erkenntnis, dass die neue Evangelisierung
nicht nur ein Programm für den Augenblick darstellt, sondern eine
Weise, auf die Zukunft der Kirche zu schauen und uns alle darum
bemüht zu sehen, zunächst uns selbst zu einer Erneuerung des
Glaubens und dann alle Menschen in unserem Umfeld zur freudigen
Annahme des Lebens im auferstandenen Christus einzuladen.”
[00349-05.07] [CM004] [Originaltext: Französisch]
- RELATION DER CIRCULUS MINOR HISPANICUS B: S.Exz. Santiago Jaime
SILVA RETAMALES, Titularbischof von Bela, Weihbischof in Valparaíso,
Generalsekretär des Rates der Bischofskonferenzen von Lateinamerika
(C.E.L.AM.) (KOLUMBIEN)
1)Die pastoraltheologische Identität der neuen Evangelisierung
Wir müssen uns fragen: Warum eine neue Evangelisierung? Wenn sie
"neu" ist, was hat das christliche Volk dann verloren? Was haben wir
als Kirche ihm nicht geben können?
Wir wollen die pneumatologische Grundlage der neuen Evangelisierung
hervorheben, eine Grundlage, die in enger Beziehung zur Christologie
und zur Anthropologie stehen muß. Es ist nicht möglich, eine neue
Evangelisierung durchzuführen ohne eine Öffnung gegenüber dem Wirken
des Heiligen Geistes und seiner Gnade, denn er ist es, der die
Geistesgaben gewährt, um Jesus Christus zu verkündigen, und für den
Dienst an der Gesellschaft als Jünger Jesu. Der Heilige Geist ist
es, der die Freude und den Frohsinn verwirklicht, mit denen wir
evangelisieren müssen.
Ohne eine Ekklesiologie, also ohne ein Selbstverständnis und eine
Form des Daseins in der gegenwärtigen Welt, die die Lehre des
Zweiten Vatikanums vertieft, kann die Kirche sich nicht um eine neue
Evangelisierung bemühen. Es ist grundlegend, die Beziehung zwischen
der Kirche und der heutigen Welt zu definieren. Wenn wir es nicht
tun, werden wir auch weiterhin den Eindruck vermitteln, eine
"Institution" zu sein und nicht eine um Jesus Christus herum
versammelte Gemeinde, in der alles Aufnahme findet. Diese
Gemeinschaft des Glaubens und der missionarischen Jünger im Dienst
der Welt (diakonia) hat die Sendung empfangen, ihn zu verkündigen.
Eine angemessene Ekklesiologie geht Hand in Hand mit einer tiefen
Gewissenserforschung der Kirche über sich selbst. Wir sprechen nicht
nur deshalb von einer neuen Evangelisierung, weil die anderen sich
verändert haben. Der Augenblick ist gekommen, uns zu fragen: Welche
Sünden der Kirche haben uns zu einer neuen Evangelisierung geführt?
Ein "status quaestionis" über die Kirche an sich und über ihren
Platz in der Welt ist für eine neue Evangelisierung unverzichtbar.
Die Gemeinschaft ist Quelle und Frucht der neuen Evangelisierung,
weil der dreifaltige Gott, aus dem die Kirche hervorgeht und den die
Kirche verkündigen muß, Beziehung und Gemeinschaft ist, und vor
allem weil wir gegenwärtig in einer besonders individualistischen
Gesellschaft leben. Die Gemeinschaft der Dreifaltigkeit macht die
Gemeinschaft zwischen uns wirksam, und daraus muß die Mission
hervorgehen. Auch dieser Aspekt ist seinem Wesen nach trinitarisch.
2)Die Zentralität des Wortes Gottes in der neuen Evangelisierung
Die Heilsgeschichte besteht aus Worten und Wirken Gottes im Dialog
mit den menschlichen Gegebenheiten - mit dem Ziel, das Heil
anzubieten, das Initiative und Geschenk Gottes ist. Als die Zeit
erfüllt war, hat Gott sich offenbart durch sein ewiges Wort, das
Fleisch geworden ist (vgl. Joh 1,14). Das Wort voll Leben und
Wahrheit, das die Heilige Schrift enthält, ist der Inhalt der
Verkündigung und somit der neuen Evangelisierung. Aus diesem Grund
ist das fleischgewordene Wort Gottes die Quelle der neuen
Evangelisierung, nicht nur in Bezug auf den Inhalt, sondern auch auf
die Methode und den Stil.
Diese Synode sollte sich Verbum Domini zutiefst zu eigen machen und
zeigen, auf welche Weise das fleischgewordene Wort Gottes, das der
Heiligen Schrift anvertraut ist, die "Brücke" ist zwischen dem
göttlichen Geheimnis, das wir verkündigen wollen, und den täglichen
menschlichen Gegebenheiten.
3)Einige Inhalte, Träger, Empfänger und Stil der neuen
Evangelisierung
Die Quelle der neuen Evangelisierung ist der dreifaltige Gott. Gott,
der Vater, ist es, der evangelisiert: Aus Liebe verfolgt er seinen
Heilsplan für die Menschheit; der Heilige Geist ermöglicht die
Gemeinschaft mit Gott, dem Erlöser, im Schoß der Kirche und im
Herzen der Gläubigen; der Geist begleitet und trägt die
Evangelisierer.
Der Inhalt der neuen Evangelisierung ist die Verkündigung durch das
Wort und das Zeugnis des auferstandenen Christus, der lebendig ist,
nahe ist, Quelle der Liebe ist. Diese Verkündigung und dieses
Zeugnis müssen zur persönlichen Begegnung mit ihm und in ihm mit dem
Vater führen.
Die Familie ist ein äußerst wichtiger Bereich in bezug auf die
Frage, wer evangelisiert werden soll (Empfänger), aber auch in bezug
auf die Frage, wer evangelisieren soll (Träger). In der Familie sind
die Kinder die ersten Empfänger der Evangelisierung von seiten
evangelisierter Eltern.
Es ist unverzichtbar, die Arbeit der Katecheten und der Katechese
aufzuwerten und zu stärken. Mit gut ausgebildeten Katecheten ist es
möglich, eine Katechese zu entwickeln, die als Prozeß der
Jüngerschaft verstanden und praktiziert wird, also als wirklicher
Glaubenserfahrung in der Nachfolge des Herrn. Für diesen Prozeß
bedarf es verständlicher Formen (Sprachen), um sich an die Menschen
von heute zu wenden, unter Berücksichtigung ihrer Bestrebungen und
Kulturen.
Ohne die Evangelisierungstätigkeit der gläubigen Laien im eigenen
Umfeld - im familiären, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und
kulturellen Leben - wird es keine neue Evangelisierung geben. Sie
brauchen jedoch eine ganzheitliche Ausbildung und müssen wirklich
erkennen, daß sie Mitverantwortung im Wirken für das Reich Gottes
tragen. Die Berufung und Sendung der Laien verlangt eine tiefe
Reflexion über die theologische Bedeutung der Weltlichkeit, ihrer
Einbindung in die Welt, vor allem in die neuen Areopage, und ihre
Teilhabe an der Kirche. In diesem Zusammenhang müßte untersucht
werden, welche kirchlichen Dienste den Laien im Hinblick auf die
neue Evangelisierung und ihre neuen Schauplätze anvertraut werden
sollen.
Der Stil der neuen Evangelisierung ist ein freudiges, anziehendes
und mutiges Glaubenszeugnis; daher besteht der neue Stil des
Evangelisierens nicht im "Aufzwingen", sondern im "Anziehen".
Es evangelisiert eine arme Kirche, die die Option für die Armen und
die Ausgegrenzten erneuert, wie Christus Jesus, denn sie sind die
bevorzugten Empfänger seines Heils. "Ich bin nicht gekommen, um die
Gerechten zu rufen, sondern die Sünder."
Die Sprache als Mittel zu Verkündigung der Frohbotschaft Jesu
Christi verlangt besondere Aufmerksamkeit. Wir müssen unser Gewissen
erforschen hinsichtlich unseres Sprachgebrauchs und unserer
Fähigkeit oder Unfähigkeit, uns auszudrücken in einer Welt, die neue
Sprachen spricht. Unsere ist leider von Klerikalismus geprägt.
Die Teilkirche und in ihr die Pfarrei müssen erneuert werden, um sie
zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft zu machen, zum kirchlichen
Ort der Spiritualität, in denen man Gemeinschaft und
Mitverantwortung für die der Sendung der Kirche lernt, insbesondere
heute, da die Person immer mehr in den Hintergrund und das
Individuum oder die Masse in den Vordergrund treten. Die neue
Evangelisierung bedarf einer Pfarrei "mit neuem Gesicht", die in der
Lage ist, die Menschen im Glauben und im persönlichen und affektiven
Leben zu begleiten - gerade daran mangelt es heute in unserer
Gesellschaft am meisten. Die Pfarreien sollten ein Netzwerk
kirchlicher Gemeinschaften sein, die in ihrem jeweiligen konkreten
Umfeld den Glauben an Jesus Christus und seine Nachfolge und daher
das Wachstum der ganzheitlichen menschlichen Dimension unterstützen.
Diese "kirchlichen Körper" (die Pfarreien und ihre Gemeinden) sind
aufgerufen, den auferstandenen Herrn aufzuzeigen, der dem Dasein
Leben und Sinn schenkt. Die Errichtung und Begleitung dieser kleinen
kirchlichen Gemeinschaften ist vielleicht das dringendste Problem
für die neue Evangelisierung.
[00353-05.02] [CM009] [Originaltext: Spanisch]
- RELATION DER CIRCULUS MINOR ANGLICUS B: S.Exz. Bernard LONGLEY,
Erzbischof von Birmingham (GROßBRITANNIEN)
Die neue Evangelisierung ist nicht eine Strategie oder ein Programm,
sondern die Aufforderung zu einer Begegnung und lebenslangen
Beziehung mit Jesus Christus und seiner Kirche. Sie bedeutet, dass
wir uns in die Person Jesus Christus und seine Braut, die
katholische Kirche, verlieben müssen. Diese Begegnung mit Christus
findet in und durch die Kirche statt, damit keine falsche Dichtomie
zwischen Spiritualität und Religion gefördert wird.
Begegnungen mit Christus in der Kirche helfen den Gläubigen, die
Notwendigkeit des Heils und der Vergebung der Sünden zu verstehen.
Nach der anfänglichen Begegnung mit Christus haben die Gläubigen den
Wunsch, mit ihrem Geliebten Zeit im Gebet und im Sakrament zu
verbringen und das Antlitz Gottes zu betrachten (Novo Millennio
Ineunte).
Die Synodenväter können daher eine lebenslange Begleitung jedes
Katholiken auf seiner Glaubensreise nach dem Vorbild des Weges
vorschlagen, den Christus mit den beiden Jünger auf dem Weg nach
Emmaus gegangen ist. Die Gläubigen brauchen die ständige Arbeit
einer systematischen, verständlichen und lebenslangen Katechese.
Evangelisierung und
Katechese sollten den Gläubigen dabei helfen, den Glauben zu
verstehen, ihn zu leben und mit anderen zu teilen. Eine Katechese
für Jugendliche und Erwachsene, die altersgerecht ist und auf eine
ansprechende, apologetische Weise dargelegt wird, die die
authentischen Fragen jener beantwortet, die an ihrer Bildung Anteil
haben, könnte die neue Evangelisierung fördern.
Diese elementare Darlegung der Grundlagen unseres Glaubens, wie sie
im Katechimus der katholischen Kirche enthalten sind, auf eine
interessante und ansprechende Weise, beispielsweise am
Weltjugendtag, wird dabei helfen, das Vertrauen zum Glauben zu
fördern und eine bessere Fähigkeit, ihn mit anderen zu teilen.
Die Förderung einiger praktischer Initiativen wäre der neuen
Evangelisierung und Katechese überaus hilfreich: Lectio Divina, die
Unterweisung im Gebet, die bessere Zugänglichkeit der Heiligen
Schrift und des Bußsakraments (vielleicht, indem das Sakrament zu
neuen Zeiten und auf einer regelmäßigen Basis in der Fasten- oder
Adventszeit angeboten wird), Wallfahrten, das Erzählen der Legenden
der Heiligen und Märtyrer, und indem man die ausgezeichnete Arbeit
und das Wirken der katholischen Einrichtungen und Apostolate
bekanntmacht.
Wir haben darüber diskutiert, das Sakrament in einem neuen Licht zu
präsentieren, um die Gesellschaft unserer Zeit erreichen zu können.
Die Vorbereitung auf Einzelsakramente sollte den Katechumenen formen
und die persönliche Begegnung mit Christus und die Verkündigung des
Kerygmas ermöglichen. Kleine christliche Gemeinschaften können dabei
helfen, die Menschen miteinander zu verbinden, und dabei dem Gebet
und der Reflexion über die Schrift Rechnung zu tragen.
Wir ermutigen die Synodenväter, für ein neues Pfingsten für die
ganze Kirche zu beten und die Wege besser zu verstehen, auf denen
der Heilige Geist in der Kirche und im Leben der Katholiken und
anderer Christen wirkt. Wir haben die Bedeutung der gut gefeierten
Liturgie und der Predigten herausgestellt, die den Glauben auf eine
ansprechende Weise inspirieren und erklären. Zu diesem Zweck ist es
erforderlich, dass der Klerus in Liturgie, in Homiletik und neuer
Evangelisierung zu unterweisen, da er für die Unterweisung der neuen
Evangelisierer zuständig ist.
Damit die Laien gute Evangelisierer sein können, müssen sie besser
auf die Evangelisierung vorbereitet sein. Das sollte die Lehre
einschließen, den Mitarbeitern bei der Evangelisierung zu helfen,
den Glauben zu teilen, vielleicht durch einen verstärkten Gebrauch
von Bildern, die für die Menschen, denen sie dienen, verständlich
sind, von denen manche Analphabeten sein können; Demut, sich die
Fähigkeit anzueignen, die eigene Glaubensgeschichte und das eigene
Zeugnis Christi weiterzugeben.
Unsere Gruppe hält es für wünschenswert, dass die Bischöfe, Priester
und ständigen Diakone das Leben der Menschen, denen sie dienen, in
einer persönlicheren Weise kennen. Der Bischof ist ein
Evangelisierer, der durch sein Beispiel führt und mit allen
Getauften die Gnade teilt, zur Evangelisierung gerufen zu sein. Sein
Amt muss die Merkmale des Hirten (ad intra) und des Fischers haben
(ad extra). Eine ständige Ausbildung des Klerus im Bereich der neuen
Evangelisierung und der Evangelisierungsmethoden in den Diözesen und
Pfarreien ist notwendig.
Die Familie ist ein bevorzugter Ort für die neue Evangelisierung.
Katholische Familien bedürfen dringend der regelmäßigen Betreuung
und direkten Assistenz von seiten der Kirche und der Pfarrei, damit
sie Zeugen des Glaubens werden können. Die kontinuierliche
Inkulturation könnte das Leben Christi mit dem Leben und den
Kulturen aller Völker vereinen. Die Inkulturation des Evangeliums
bedeutet, dass die Kirche eine größere Aufnahmebereitschaft für
Emigranten und Bedürftige zeigt.
Wir haben auch über den Beitrag nachgedacht, den die Männer und
Frauen des gottgeweihten Lebens geleistet haben, über die Einsetzung
von Katechisten als feste Einrichtung in der Kirche, über die
Notwendigkeit einer nach-sakramentalen Katechese, besonders nach der
Firmung, über die Zweckmäßigkeit, unsere Kirchenrechtsexperten zu
konsultieren, wenn wir eine Diözesanpolitik formulieren, über die
besondere Notwendigkeit der Gemeinschaft der Blinden und über den
Umgang mit den Naturressourcen in Zeiten des Konflikts und des
Krieges.
[00355-05.13] [CM011] [Originaltext: Englisch]