JOHANNES PAUL II.
REGINA CAELI
Ostermontag, 21. April 2003
1. Der Ostermontag wird auch »Lunedì dell’Angelo«
[Montag des Engels] genannt, um an die Ereignisse am Morgen jenes ersten Tages
nach dem Sabbat zu erinnern. Es war ein Engel, der den verängstigten und
besorgten Frauen, die zum Grab gekommen waren und es leer vorgefunden hatten,
Mut zusprach.
»Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht!
[…] Er ist auferstanden; er ist nicht hier« (Mk 16, 6). Und
er fügte hinzu: »Nun aber geht«, um den Aposteln diese Nachricht zu
verkünden (vgl. Mk 16, 7).
Auch für uns haben diese Worte des Engels, die
wir stets von neuem mit innerer Ergriffenheit hören, einen besonderen Wert.
Wenn nämlich Christus auferstanden ist, verändert sich alles, und das Leben
und die Geschichte nehmen einen neuen Sinn an.
2. Die heutige Liturgie läßt uns über die
Predigt des Apostels Petrus vor den Menschen von Jerusalem nachdenken. Im
Mittelpunkt steht dabei folgende Botschaft: »Diesen Jesus hat Gott
auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen« (Apg 2, 32).
Mit klaren und einfachen Worten betont Petrus,
daß der gekreuzigte Christus lebt und auferstanden ist und daß »wir alle
dafür Zeugen sind«. Seitdem hat die Kirche nicht aufgehört, diese
»Frohe Botschaft« zu verkünden. Es ist dringend erforderlich, daß alle
Menschen den gekreuzigten und auferstandenen Christus kennenlernen und ihm
begegnen und daß sie sich von ihm einnehmen lassen. Allen, die ihn aufnehmen,
schenkt er jene wahre Herzensfreude, die das menschliche Dasein neu, schön
und hoffnungsvoll werden läßt.
3. »Regina caeli, laetare,
Alleluia!« Die österliche Freude erfüllt ganz besonders Maria, die
Mutter Christi, die die harten Prüfungen der Passion mit ihm geteilt hat.
Maria lasse unseren Glauben an die Auferstehung des Herrn immer lebendiger
werden. Sie schenke uns Orientierung, wenn wir gegenüber den Männern und
Frauen des dritten Jahrtausends die frohe und grundlegende Botschaft des
Osterfestes bezeugen. »Regina
caeli …«
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