1. Zum Abschluß dieses feierlichen Gottesdienstes möchte ich
euch alle begrüßen, liebe Brüder und Schwestern, die ihr aus verschiedenen
Teilen Italiens und der ganzen Welt hierhergekommen seid, um den neuen Seligen
die Ehre zu erweisen und eure Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit zum
Ausdruck zu bringen.
Mein besonderer Gruß gilt den anwesenden Kardinälen,
Bischöfen und Priestern sowie den zahlreichen Pilgergruppen.
Außerdem grüße ich die Priester, die Ordensfrauen und die
Gläubigen, die das »Zentrum der Spiritualität von der Göttlichen
Barmherzigkeit« betreuen, das vor nunmehr zehn Jahren hier in Rom in der Kirche
»Santo Spirito in Sassia« eingerichtet worden ist. [Nach diesen Worten auf italienisch
sagte der Papst auf deutsch:]
2. Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger aus
Österreich, die aus Anlaß der Seligsprechung des in Wien hochverehrten Paters Marco
d'Aviano nach Rom gekommen sind. Sein unerschütterlicher Glaube und seine
kindliche Liebe zur Muttergottes strahlte auf die Menschen aus. Laßt euch vom
Beispiel dieses neuen Seligen führen und tragt das Licht des Auferstandenen in
die Welt. [Johannes Paul II. fuhr wieder auf italienisch fort:]
3. Der auferstandene Jesus begegnet den Jüngern im Abendmahlssaal
und schenkt ihnen die Ostergabe des Friedens und der Barmherzigkeit. Wenn
wir über den heutigen Abschnitt aus dem Evangelium nachdenken, werden wir
verstehen, daß der echte Friede einem versöhnten Herzen entspringt, das die
Freude der Vergebung erfahren hat und daher selbst zur Vergebung bereit ist. Die
Kirche, die auch heute geistig zum Gebet im Abendmahlssaal versammelt ist,
trägt die Freuden und Hoffnungen, die Schmerzen und Ängste der ganzen Welt vor
ihren Herrn. Als wirksames Heilmittel bietet Er das »Göttliche Erbarmen« an
und fordert von seinen Dienern, großherzige und treue Werkzeuge dieses
Erbarmens zu sein.
4. Die neuen Seligen weisen uns den Weg, dem wir in stetem
Vertrauen auf die Hilfe des Herrn folgen sollen. Zusammen mit ihnen ist auch
Maria, die Königin der Apostel und aller Heiligen, in geistiger Weise unter uns
anwesend. Heute rufen wir sie ganz besonders als Mutter der Göttlichen
Barmherzigkeit an. Wir bitten für die gesamte Menschheitsfamilie in dem
Bewußtsein, daß die Welt nur im Erbarmen Gottes den Frieden finden kann. Maria
vertrauen wir insbesondere die Kirchen des Ostens an, die das Osterfest am
heutigen Sonntag feiern.
Regina Caeli …