JOHANNES PAUL II.
GENERALAUDIENZ
Mittwoch, 12. Dezember 2001
Liebe Schwestern und Brüder!
Das Canticum aus dem Buch Daniel, das wir soeben gehört
haben, dient dem Lobpreis und der Verherrlichung Gottes. Es ist ein sehr schöner
Hymnus, der die Danksagung der drei Jünglinge im Feuerofen wiedergibt. Denn
Gott, der Herr, hat an ihnen ein Wunder getan und sie aus den Flammen
errettet.
Der Lob- und Dankgesang gleicht einer Litanei mit vielen
Wiederholungen. Die Ausrufe der drei Jünglinge gleichen dem Weihrauch, der in
dichten Wolken als Gotteslob zum Himmel aufsteigt.
Das Canticum gehört zum sonntäglichen Morgengebet der
Kirche. Sie lädt uns ein, mit offenen Augen die Erneuerung der Schöpfung
durch Christus zu betrachten. Die neue Schöpfung hat ihren Grund im Tod und
in der Auferstehung des Herrn. Dieses Geheimnis dürfen wir jeden Sonntag in
der Liturgie der Kirche Christi dankbar feiern.
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Herzlich begrüße ich alle Pilger und Besucher aus den Ländern
deutscher Sprache. Besonders heiße ich die Schwestern aus dem Kloster der
heiligen Crescentia in Kaufbeuren willkommen. Gerne erteile ich euch allen und
euren Lieben daheim den Apostolischen Segen.
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