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MESSE FÜR DIE PÄPSTLICHE SCHWEIZERGARDE

PREDIGT VON JOHANNES PAUL II.

Donnerstag, 6. Mai 1993

 

Liebe Schwestern und Brüder!

1. Seit den Anfängen der Päpstlichen Schweizergarde verbindet Euch, liebe Gardisten, mit dem heutigen Tag eine ungebrochene Tradition, die Euch an den besonderen Einsatz um Wohl und Leben der Nachfolger des heiligen Petrus erinnert. So ist es auch in diesem Jahr für mich eine besondere Freude, mit Euch, Euren Angehörigen und Freunden die Eucharistie zu feiern. Ein besonderer Willkommensgruß soll an diesem Morgen den jungen Rekruten gelten, die durch ihre heutige Eidesleistung in Euer Korps eingegliedert werden und sich verpflichten, einige Jahre ihres Lebens mit diesem verantwortungs- und ehrenvollen Dienst einen zutiefst kirchlichen Auftrag zu übernehmen. Ihr habt Euch entschlossen, liebe Rekruten, auf diese Weise Zeugnis von Eurem Glauben abzulegen und der Welt gegenüber ”Farbe zu bekennen“: dafür gilt Euch mein aufrichtiger Dank.

2. Die Lebensverhältnisse unter den Menschen, auch unter den Jüngern Jesu, waren in biblischer Zeit kaum anders als heute. In der Tat berichtet die Heilige Schrift, wie sich einige Gefolgsleute mit Paulus zunächst auf den Weg machten, sich aber später wieder von ihm trennten und ihre eigenen Wege gingen. Auch wird nicht immer vollkommene Harmonie unter ihnen geherrscht haben, zu unterschiedlich waren die Temperamente und Interessen. Doch ging von den Jüngern, die sich im Dienst des Herrn auf den Weg gemacht hatten, um den Glauben der jungen Kirche zu verkünden, eine anziehende und einladende Überzeugungskraft aus: Wenn ihr ein Wort des Trostes habt, Brüder, dann redet. Und Paulus selbst ist es dann, der seinen Zuhörern darlegt, wie sehr Gott von allem Anfang seinem auserwählten Volk nahe war und sich ihm im Auf und Ab seiner wechselvollen Geschichte, die keineswegs von Schuld und Versagen frei war, als treuer Wegbegleiter erwiesen hat. Die letzte und endgültige Erfüllung dieser bleibenden Zusage Gottes an sein Volk, so bekennt Paulus, hat er uns in seinem Sohn geschenkt, den er der Welt, ”der Verheißung gemäß, ...als Retter geschickt“ hat.

3. Comme le préfigurait déjà la communauté de vie avec Dieu du peuple d’Israël, il nous a été révélé dans le Christ Jésus que le Dieu de notre foi n’est pas un Seigneur inaccessible et lointain, mais qu’il s’est fait le Serviteur de tous. Jean avait dit de lui qu’il n’était pas digne de “ délier sa sandale ”, mais Jésus n’a pas craint de partager les tristesses, les souffrances et la mort des hommes. Il n’a refusé à personne sa bienveillance et son amour, et pourtant il savait qu’il serait “ trahi ” et que son amour ne recevrait pas une réponse d’amour. Mais “ Dieu a tant aimé le monde qu’il a donné son Fils unique, afin que quiconque croit en lui ne se perde pas, mais ait la vie éternelle ”.

4. Care Guardie, dare consolante ed incoraggiante testimonianza di questo donarsi di Dio a noi uomini in Gesù Cristo, è stato fin dal principio il compito principale della Chiesa. Anche ai nostri giorni dobbiamo attenderci, come Gesù e i suoi stessi discepoli, incomprensione, allontanamento, emarginazione. Tuttavia possiamo sentirci sostenuti dalla fiducia che dal Signore otterremo sempre nuova forza e costante incoraggiamento: siamo infatti mandati da lui. A questo compito della testimonianza della fede voi partecipate in duplice modo. Innanzitutto, perché vi siete posti al particolare servizio del Papa, al quale è affidata la cura pastorale di tutto il gregge di Cristo; in secondo luogo, poi, perché col vostro immediato impegno nei diversi luoghi in cui opera la Guardia Svizzera, voi stessi dimostrate davanti agli uomini di chi voi siete al servizio e di quale fede siete ricolmi.

Besonders Euch, den jungen Rekruten, wünsche ich für die kommenden Jahre als aktive Angehörige der Päpstlichen Schweizergarde Freude in Eurem Dienst, Stärkung Eures Glaubens und die unverbrüchliche Zuversicht, dass es der Herr ist, der Euch gesandt hat und Euch auf Eurem Lebensweg begleiten wird.

 

© Copyright 1993 - Libreria Editrice Vaticana

 

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