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BOTSCHAFT VON
PAPST PAUL VI. FÜR DIE FASTENZEIT 1976
Liebe Söhne und Töchter!
Während wir noch ganz erfüllt
sind vom Geiste und den Gnaden des Heiligen Jahres, steht vor uns die
liturgische Feier der Fastenzeit. Das ist jetzt die besondere Zeit der
geistlichen Vertiefung, in der jeder aufgefordert wird, sich bezüglich seines
Betens und Handelns zu prüfen.
Machen wir ernst mit unserer
Vorbereitung, um mit der Kirche die Geheimnisse Christi mitzuerleben, der für
sie und alle Menschen leidet, gestorben und auferstanden ist.
Das ist der Grund, liebe Söhne
und Töchter, dass „wir euch bitten, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu
empfangen“ (2 Kor 6,1). Gott ist Liebe und Gabe seiner selbst, und wir
wiederholen an Euch die Empfehlung, die wir als eine der Schlussfolgerungen des
heiligen Jahres ausgesprochen haben: „…Liebet eure Mitbrüder! Liebet die
Menschen, die eurer Liebe und eures Dienstes bedürfen (vgl. 1 Jo
4,19-21). Das soll die brüderliche und zwischenmenschliche Liebe sein, die
wiederbelebt und vervielfältigt wird in den guten Werken; jene Liebe, die nicht
nur ein Zeugnis für unsere treue Bejahung des Heiligen Jahres sein wird, sondern
ebenso sehr dessen Fruchtbarkeit und Aktualität selbst für die kommenden Jahre
aufzeigen wird …“ (Ansprache des Heiligen Vaters in der Generalaudienz vom 17.
Dez. 1975: L’Osservatore Romano 18. Dez. 1975)
Um zur Verwirklichung
der Gerechtigkeit beizutragen und Zeugen zu sein für das Evangelium der Liebe,
teilt Euren Besitz mit denen, die Euch umgeben: der wahre Arme entdeckt immer
den, der sogar noch ärmer ist als er selber. Und helft hochherzig gegenseitig
innerhalb der einzelnen Kirchen, indem ihr dem Aufruf folge leistet, der, wie
jedes Jahr, durch Eure Teilkirchen an Euch gelangen wird, um jenen zu helfen,
die fern von Euch durch Hunger und Blöße zu leiden haben.
Dann werdet Ihr,
geläutert und innerlich aufgeschlossen, bereit sein, in das österliche Leben
einzutreten, in ein Leben im Geiste des auferstandenen Herrn.
In dieser Hoffnung segnen wir euch, geliebte Söhne und Töchter,
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
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