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ANSPRACHE VON PAUL VI.
AN EINE GRUPPE STUDENTEN DER KATHOLISCHEN AKADEMIE
Montag, 26. Oktober 1964
Hochgeehrte Damen und Herren!
Hier zu uns geleitet Sie heute der hochwürdigste Herr Kardinal
Döpfner, unser Mitbruder im bischöflichen Amt; ihn wie jeden von Ihnen heissen
wir herzlich willkommen.
In Ihnen grüssen wir leitende Persönlichkeiten aus
dem deutschen öffentlichen Leben, aus Kultur und aus Wissenschaft. Der Einladung der Katholischen Akademie in Bayern folgend, haben Sie in diesen
Tagen in Rom Gelegenheit gehabt, sich über die Arbeiten des Zweiten
Vatikanischen Konzils aus nächster Nähe zu unterrichten.
Gern schenken wir
dieser wertvollen Initiative der Münchener Akademie Lob und Anerkennung. Sie
ist von dem ökumenischen Geist des Konzils beseelt, Begegnungen der Kirche mit
der heutigen Welt und damit Diskussionen über Fragestellungen der Gegenwart zu
schaffen. Von Herzen wünschen wir der Akademie, dass sie weiterhin beitrage zu
Fortschritt und Blüte des katholischen Geistesleben in Ihrer Heimat. Ihnen
aber, hochgeehrte Damen und Herren, wünschen wir, dass Ihre Begegnung mit dem
Konzil, dem grossen religiösen Bemühen unserer Tage, Ihnen Geist und Seele
bereichert habe, dass Sie an seinen Fragestellungen weiterhin teilnehmen und mit
uns beten, dass seine Entschliessungen für jeden reiche Frucht trage, der
aufrichtig nach religiöser Erkenntnis strebt,
Mit diesem Wunsche tragen wir
zugleich Ihre persönlichen Anliegen und Sorgen in unsern Gebeten vor Gott und
segnen Sie wie Ihre Lieben in der Heimat.
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