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JOHANNES PAUL II.

ANGELUS

Fest der Hl. Familie
Sonntag, 28. Dezember 2003

Liebe Brüder und Schwestern!

1. Die Kirche betrachtet heute, einige Tage nach Weihnachten, die Heilige Familie. In der Schule von Nazaret lernt jede Familie, Schmiede der Liebe, der Einheit und der Öffnung für das Leben zu sein.

In unserer Zeit kommt es manchmal dazu, daß ein falsches Rechtsverständnis die Natur der Institution der Familie und des Ehebandes erschüttert. Es ist notwendig, daß sich auf allen Ebenen die Kräfte derer vereinen, die an die Bedeutung der auf der Ehe gründenden Familie glauben. Es handelt sich um eine menschliche und göttliche Wirklichkeit, die als fundamentales Gut der Gesellschaft zu schützen und zu fördern ist.

2. Die Christen, so lehrt das II. Vatikanische Konzil, die auf die Zeichen der Zeit achten, sollen »die Werte der Ehe und Familie durch das Zeugnis ihres eigenen Lebens wie durch Zusammenarbeit mit den anderen Menschen guten Willens eifrig fördern« (Gaudium et spes, 52). Es ist notwendig, das Evangelium der Familie mit Freude und Mut zu verkünden. Zu diesem Zweck erheben wir unser gemeinsames Gebet zu Jesus, Maria und Josef für alle Familien, insbesondere für jene in materieller und geistlicher Not.

3. Wir beten auch für die Bewohner von Bam im Iran, die in den vergangenen Tagen Opfer eines äußerst heftigen Erdbebens waren. Wir empfehlen Gott, dem Barmherzigen, die abertausenden Menschen, die ihr Leben verloren haben, wie auch die Verwundeten und die Überlebenden, die ohne Obdach sind und der Hilfe bedürfen. Ich lade die internationalen und vor allem die katholischen karitativen Organisationen ein, hochherzig unseren Brüdern und Schwestern im Iran zu helfen, die von einer so schweren Katastrophe getroffen wurden. Die in der weihnachtlichen Atmosphäre besonders spürbare Solidarität der ganzen Welt erleichtere ihre dramatische Situation.

 

 

© Copyright 2003 - Libreria Editrice Vaticana

 

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