PAPST LEO XIV.
ANGELUS
Petersplatz
Palmsonntag, 29. März 2026
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Liebe Brüder und Schwestern,
zu Beginn der Karwoche sind wir mehr denn je im Gebet mit den Christen im Nahen Osten verbunden, die unter den Folgen eines grausamen Konflikts leiden und in vielen Fällen die Zeremonien dieser heiligen Tage nicht in vollem Umfang begehen können. Gerade jetzt, da die Kirche das Geheimnis des Leidens Christi betrachtet, dürfen wir nicht die Menschen vergessen, die heute ganz real an seinem Leiden teilhaben. Ihr Leid ist eine Anfrage an das Gewissen aller. Beten wir zum Fürsten des Friedens, dass er den vom Krieg verwundeten Völkern beistehe und konkrete Wege der Versöhnung und des Friedens eröffne.
Ich möchte dem Herrn auch alle Seeleute anvertrauen, die Opfer von Kriegen geworden sind: Ich bete für die Verstorbenen, für die Verwundeten und für ihre Angehörigen. Erde, Himmel und Meer sind für das Leben und für den Frieden geschaffen!
Und beten wir für alle Migranten, die im Meer ums Leben gekommen sind, insbesondere für jene, die in den vergangenen Tagen vor der Küste der Insel Kreta ihr Leben verloren haben.
Ich grüße euch alle und danke euch, liebe Römer und Pilger, die ihr an dieser Feier teilgenommen habt! Gemeinsam wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria und vertrauen ihrer Fürsprache alle unsere Bitten an. Lassen wir uns in diesen heiligen Tagen von ihr leiten, um Jesus, unserem Erlöser, im Glauben und in der Liebe nachzufolgen.
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