APOSTOLISCHE REISE VON PAPST LEO XIV.
NACH ALGERIEN, KAMERUN, ANGOLA UND ÄQUATORIALGUINEA
(13.-23. APRIL 2026)
GRUSSWORT DES HEILIGEN VATERS
AN DIE JOURNALISTEN
AUF DEM FLUG NACH LUANDA
Samstag, 18. April 2026
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Leo XIV.
Buongiorno. Bonjour.
[Dann auf Englisch fortfahrend:] Allen einen guten Morgen. Eigentlich einen guten Nachmittag. Ich hoffe, Sie hattet eine gute Zeit in Kamerun. Und wie Sie natürlich wissen, befinden wir uns nun auf dem Weg nach Angola.
Einerseits war der Besuch in Kamerun von großer Bedeutung, da das Land in vielerlei Hinsicht das Herz Afrikas darstellt. Es ist sowohl englisch- als auch französischsprachig und es gibt dort rund 250 lokale Sprachen und Ethnien.
Gleichzeitig verfügt es über großen Reichtum, große Möglichkeiten, aber auch über die Schwierigkeit, die wir in ganz Afrika so oft vorfinden: die ungleiche Verteilung des Wohlstandes. Ich habe mich persönlich sehr gefreut: Denn wie Sie wissen, haben wir die Reise in Algerien im Zeichen des heiligen Augustinus begonnen und gestern fand an der Katholischen Universität die Segnung des schönen Denkmals statt, das man dort mit der Karte Afrikas und dem heiligen Augustinus im Zentrum errichtet hat. So bringt es in gewisser Weise einen Teil dessen zum Ausdruck, worum es bei dieser Reise geht.
Und ich komme vor allem als Hirte, als Haupt der katholischen Kirche nach Afrika, um mit allen Katholiken in ganz Afrika zusammen zu sein, mit ihnen zu feiern, sie zu ermutigen und zu begleiten. Und doch hat dieser Besuch natürlich noch andere Aspekte. Ich hatte ein sehr gutes Treffen mit einer Gruppe von Imamen in Kamerun, um – wie wir es bereits an anderen Orten getan haben und wie Papst Franziskus es während seines Pontifikats getan hat – den Dialog und die Förderung der Geschwisterlichkeit durch gegenseitiges Verständnis, Akzeptanz und friedensstiftende Maßnahmen mit Menschen aller Glaubensrichtungen weiter voranzubringen.
Gleichzeitig gab es ein bestimmtes Narrativ, das nicht in allen Punkten zutreffend war, aber auf Grund der politischen Situation entstand, als der Präsident der Vereinigten Staaten am ersten Tag der Reise einige Bemerkungen über mich gemacht hat. Vieles von dem, was seitdem geschrieben wurde, war eher ein Kommentar zu einem Kommentar, mit dem versucht wurde, das Gesagte zu interpretieren.
Nur ein kleines Beispiel: Die Ansprache, die ich vor ein paar Tagen beim Gebetstreffen für den Frieden gehalten habe, wurde bereits vor zwei Wochen vorbereitet, also deutlich bevor der Präsident sich überhaupt zu meiner Person und zu der Friedensbotschaft, für die ich eintrete, geäußert hat. Und doch wurde es so interpretiert, als würde ich versuchen, wieder mit dem Präsidenten zu debattieren, was überhaupt nicht in meinem Interesse liegt. Also setzen wir unseren Reise fort, wir verkünden weiterhin die Botschaft des Evangeliums und die Evangelientexte, die wir für die Liturgien verwendet haben, zeigen eine Reihe verschiedener, fantastischer, schöner Aspekte dessen, was es bedeutet, Christ zu sein, was es bedeutet, Christus nachzufolgen, was es bedeutet, Geschwisterlichkeit, Brüderlichkeit und das Vertrauen in den Herrn zu fördern, aber auch nach Wegen zu suchen, um Gerechtigkeit in unserer Welt zu fördern, Frieden in unserer Welt zu fördern.
Dies gesagt, freue ich mich sehr, Sie alle zu begrüßen und Ihnen für die Arbeit, die Sie leisten, zu danken. Ich hoffe, dass der Herr uns alle auf dieser Reise weiterhin segnen wird. Vielen Dank.
Ein Journalist aus Kamerun [auf Französisch]:
Ein paar Worte auf Französisch? Ja, danke, vielen Dank, Eure Heiligkeit, wir wollten nur ein paar Worte von Ihnen auf Französisch hören, da Kamerun zweisprachig ist. Ich arbeite für den nationalen Fernsehsender Kameruns.
Leo XIV.
Ich möchte mich einfach bei allen in Kamerun für den wunderbaren Empfang, die große Begeisterung und die Freude der Menschen bedanken. Es war absolut fantastisch. Die Erfahrung einer Glaubensgemeinschaft, deren Mitglieder in der gemeinsamen Begeisterung – wenn man so will – wirklich entdeckt haben, wie wunderbar es ist, zu erleben, was es bedeutet, Jünger Jesu Christi zu sein und unseren Glauben gemeinsam zu feiern. Und diese Begeisterung war in Kamerun sehr präsent. Ich bin sehr glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben und Ihr ganzes Volk in diesen Tagen begleitet zu haben.
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