APOSTOLISCHE REISE VON PAPST LEO XIV.
NACH ALGERIEN, KAMERUN, ANGOLA UND ÄQUATORIALGUINEA
(13.-23. APRIL 2026)
PRESSEKONFERENZ AUF DEM FLUG VON LUANDA NACH MALABO
Dienstag, 21. April 2026
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Matteo Bruni
Guten Morgen zusammen. Auch dieser Abschnitt ist nun zu Ende, und guten Morgen, Eure Heiligkeit, ich übergebe das Wort an Sie, falls Sie uns vielleicht ein paar Worte sagen möchten.
Papst Leo XIV.
Allen einen guten Morgen! Nachdem wir nun diesen Abschnitt unserer Reise in Angola beendet haben, möchte ich an diesem ersten Todestag von Papst Franziskus zunächst an ihn erinnern, der der Kirche durch sein Leben, sein Zeugnis, sein Wort und seine Gesten so viel hinterlassen und geschenkt hat – sehr oft durch das, was er getan hat, durch seine echte gelebte Nähe zu den Ärmsten, den Geringsten, den Kranken, den Kindern und den Alten. Er hat der Kirche durch sein Zeugnis und sein Wort viel hinterlassen. Uns fallen viele Dinge ein, zum Beispiel die universale Brüderlichkeit, das Bestreben, allen Männern und Frauen wahre Achtung entgegenzubringen, diesen Geist der Geschwisterlichkeit zu fördern, in dem wir alle Brüder und Schwestern sind, und nach Wegen zu suchen, die Botschaft des Evangeliums zu leben und dabei diesen Geist der Geschwisterlichkeit aller anzuerkennen. Wir können uns auch an die Botschaft der Barmherzigkeit erinnern, von jenem ersten Angelus an oder auch an die Heilige Messe, die er noch vor seiner Amtseinführung am 17. März 2013 zelebrierte, als er über die Frau predigte, die beim Ehebruch ertappt wurde, und wie er aus tiefstem Herzen von der Barmherzigkeit Gottes sprach, wie er aus tiefstem Herzen von dieser großen Liebe, von Vergebung und dem großzügigen Ausdruck der Barmherzigkeit des Herrn sprach. Und er wollte diesen Geist mit der ganzen Kirche teilen, indem er auch dieses schöne außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit ausrief. Beten wir, dass er die Barmherzigkeit des Herrn bereits genießen darf, und danken wir dem Herrn für das große Geschenk des Lebens von Franziskus an die ganze Kirche und an die ganze Welt.
Gut. Dann gibt es wohl noch ein paar Fragen zu Angola… Aber wir sind wirklich zufrieden! Ach, das wollte ich nicht vergessen: Ich glaube, zwei oder drei von Ihnen haben heute Geburtstag – herzlichen Glückwunsch! Wer ist es? [Bruni antwortet]. Herzlichen Glückwunsch!
Matteo Bruni
Hier vor Ihnen sind einige angolanische Journalisten; die erste Frage wird Adelina vom angolanischen Fernsehen stellen.
Erste Frage
Guten Tag, Eure Heiligkeit! Wie kann die Kirche dem angolanischen Staat dabei helfen, das Bildungs- und Gesundheitswesen zu verbessern? Wie haben Sie die Kirche in Angola erlebt, die ja bekanntlich sehr fruchtbar ist, was Berufungen angeht, also an Müttern und Vätern [Ordensschwestern und Priestern]?
Papst Leo XIV.
Gut. Was die Frage betrifft, wie die Kirche dem Staat helfen kann, kommen wir hier auf ein Thema zu sprechen… Wir arbeiten alle gemeinsam zum Wohle des gesamten Volkes, wenn von unterschiedlichen Ansatzpunkten aus. Ich kann Ihnen jedoch sagen, dass eines der Themen, über die ich mit dem Präsidenten gesprochen habe, genau das der Gesundheit und der Bildung war: Wie können wir, wo immer möglich, zusammenarbeiten, um die Dienstleistungen zu verbessern, die der Staat – im Falle Angolas – vor allem dem Volk bietet: den Bau neuer Krankenhäuser, neuer Einrichtungen. Ein starkes Engagement zum Wohl des Volkes. Das ist wirklich wichtig. Ich glaube, dass die Kirche die Verantwortung hat, durch ihr Zeugnis, durch das Wort und auch durch die Verkündigung, durch eine mutige Verkündigung des Wortes Gottes, die Rechte aller anzuerkennen und in diesem Sinne dabei zu helfen, die universellen Rechte zu fördern.
Matteo Bruni
Danke, Heiligkeit! Danke, Adelina Domingos. Die nächste Frage kommt von der angolanischen Presseagentur, Mauro Romeo.
Zweite Frage
Guten Tag, Heiligkeit! Angola hat vor kurzem seinen Kardinal verloren, und das angolanische Volk wartet gespannt auf einen neuen. Wann wird das sein, Heiliger Vater?
Papst Leo XIV.
Das ist die Frage, die viele stellen möchten! Es steht noch nicht fest, wann neue Kardinäle ernannt werden. Man muss die Angelegenheit ein wenig aus globaler Perspektive betrachten. Wir hoffen, dass für Afrika und vielleicht auch für Angola in der Zukunft – ich sage nicht in naher Zukunft, sondern etwas später – die Ernennung eines neuen Kardinals, auch für Angola, in Betracht gezogen werden kann. Danke.
Matteo Bruni
Danke, Eure Heiligkeit! Die letzte Frage kommt von Cornelio Bento vom angolanischen katholischen Rundfunk.
Dritte Frage
Guten Tag, Eure Heiligkeit! Die Kirche in Angola ist zahlenmäßig stark gewachsen. Man spürt immer mehr, dass die Diözesen zu klein [nicht ausreichend] sind, um die Gläubigen zu betreuen. Werden in Angola neue Diözesen geschaffen, oder haben die angolanischen Bischöfe noch nicht darum gebeten, Heiligkeit?
Papst Leo XIV.
Nun, es ist immer eine Freude, Orte in der Welt zu sehen, an denen die Kirche wächst. Und wir alle wissen, dass es andere Orte auf der Welt gibt, wo das Gegenteil passiert. Daher gibt es hier einen Aufruf zur Evangelisierung, das Evangelium weiterhin zu verkünden und zu versuchen, andere einzuladen – nicht im Sinne eines Proselytismus, wie Papst Franziskus so oft sagte, sondern aufgrund der Schönheit und Anziehungskraft des Glaubens. Die Freude der Gläubigen ist eine der besten Formen der Glaubensverkündigung, der Verkündigung des Evangeliums. Und so ist es wahr, dass die Kirche in Angola wächst. Durch die Arbeit der Bischöfe selbst, die Vorschläge unterbreiten können, und in Zusammenarbeit mit dem Apostolischen Nuntius können wir konkret schauen, wo es wichtig wäre, neue Diözesen zum Wohl des Volkes zu schaffen, sodass wir mehr Bischöfe haben, die als Hirten näher am Volk sind. Danke.
Gut. Guten Flug, gute Reise! Alles Gute!
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