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ANSPRACHE VON PAPST LEO XIV.
AN DIE TEILNEHMER DER 

"JESUS YOUTH INTERNATIONAL CONFERENCE 2026"

Audienzhalle 
Samstag, 24. Oktober 2026

[Multimedia]

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Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Der Friede sei mit euch!

Meine lieben Brüder und Schwestern,
guten Morgen und euch allen ein herzliches Willkommen!

Mit Freude begrüße ich euch alle, die Delegierten der »Jesus Youth«-Gruppen, die es in vielen Teilen der Welt gibt, und ebenso begrüße ich die Bischöfe, die Priester und gottgeweihten Frauen und Männer, die euch begleiten. Dies ist eine besondere Begegnung, denn es ist das erste Mal, dass die »Jesus Youth«-Bewegung mit all ihren Leitern und Delegierten den Nachfolger Petri trifft.

Ihr seid in diesen Tagen zusammengekommen, um darüber nachzudenken und zu entscheiden, wie ihr euren Weg 40 Jahre nach Beginn eurer Bewegung am Besten fortsetzen könnt. Ich weiß, dass ihr in den letzten drei Jahren umfangreiche Beratungen im synodalen Stil durchgeführt habt. Und nun möchtet ihr, dass die Früchte dieser Reflexion in eine neue Dynamik umgesetzt werden, eine großherzigere Annahme der Gaben, die der Heilige Geist euch geschenkt hat.

Eure Bewegung wurde im indischen Bundesstaat Kerala als Teil der charismatischen Erneuerung gegründet, und zwar durch eine spontane Initiative von jungen Menschen, die von der persönlichen Begegnung mit Jesus, dem Herrn, dazu inspiriert wurden. In der Tat ist der Ausgangspunkt für jede echte Erneuerung in der Kirche die persönliche Entdeckung der Liebe Jesu. Mitglieder verschiedener Gebetsgruppen spürten, dass es notwendig war, sich zusammenzuschließen, um ihre Begeisterung und ihre Initiativen zu bündeln zu etwas, das den neuen geistlichen und missionarischen Impuls, den sie erlebt hatten, unterstützen und leiten konnte.

Seit zehn Jahren, meine lieben Freunde, seid ihr nun vom Heiligen Stuhl als Internationale Vereinigung von Gläubigen anerkannt. Daher hat eine Zeit kirchlicher Reife für euch begonnen, eine Zeit, in der ihr aufgerufen seid, neue Herausforderungen anzunehmen und neue Früchte zu bringen. Verliert euren apostolischen Eifer nicht, sondern fördert ihn vielmehr und tragt ihn in neue Länder. All dies wiederum ist nur möglich, wenn euer Blick auf Jesus Christus gerichtet bleibt. Viele junge Menschen in eurer Bewegung haben genau dies getan und sind so zu frohen und mutigen Glaubenszeugen geworden. Einige haben dies auf besonders schöne und anrührende Weise gelebt, wie Ajna George, die in der schweren Prüfung der Krankheit gestützt wurde durch ihre Liebe zum in der Eucharistie gegenwärtigen Jesus.

Obwohl viele von euch in Regionen leben, in denen die Christen in der Minderheit sind, sollt ihr keine Angst haben, Zeugnis zu geben von eurer Freundschaft mit Jesus. Die Herzen der jungen Menschen sehnen sich danach, die Liebe Christi zu entdecken. Ganz besonders ermutige ich euch, mit den Familien zu arbeiten, um die Berufung zur Ehe zu unterstützen. Junge Menschen müssen wissen, dass ihr Leben etwas Großes und Schönes ist, weil sie Teil eines umfassenderen göttlichen Plans sind.

Es ist gut, zusätzlich zum Priestertum und zum gottgeweihten Leben die Ehe als Ruf Gottes, als Berufung zur Heiligkeit zu unterstützen, die man voller Freude annehmen kann in der Gewissheit, dass Gott mit seiner Gnade alle stützt, die er beruft. Das ist genau das, was ihr in diesen Jahren bei »Jesus Youth« erlebt habt: Junge Christen heiraten, sie werden Eltern und entdecken die Berufung, missionarische Familien zu sein, indem sie mit geweihten Amtsträgern zusammenarbeiten, um das Evangelium zu verbreiten.

Liebe Brüder und Schwestern, ich fordere euch auf, euren Weg fortzusetzen, indem ihr ein Leben führt, das dem Gebet und dem Dienst an den Armen treu ist, so wie es für »Jesus Youth« kennzeichnend ist. Strebt danach, eure Einheit zu bewahren, vor allem angesichts der großen Unterschiede in Bezug auf soziale Herkunft, Kulturen und Sprachen, die Merkmale eurer Bewegung sind. Diesbezüglich bitte ich auch die Priester und Bischöfe, eine väterliche und weitsichtige Perspektive anzunehmen und dabei jedwede Schwierigkeit zu überwinden, die sich vielleicht aus den Unterschieden der liturgischen Riten ergeben könnte, um vor allem das höchste geistliche Wohl der jungen Menschen anzustreben. Ich hoffe, dass die »Jesus Youth«-Bewegung stets geprägt bleiben möge von ihrer jugendlichen Frische und Begeisterung für den Glauben und dass sie auf diese Weise vielen anderen die Möglichkeit geben kann, dem Herrn zu begegnen und im geistlichen Leben zu wachsen.

Ich vertraue euer Bemühen der Fürsprache der Jungfrau Maria und des heiligen Franz von Assisi an und erteile euch allen von Herzen meinen Apostolischen Segen. Danke.