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Kaiser Konstantin,
der von 306 bis 337 regiert, setzt den
Christenverfolgungen ein Ende, indem er im Jahr 313
das „Edikt von Mailand“ ausruft, das Freiheit in
Religion und Kultus garantiert. Er fördert den Bau
von christlichen Kultorten, vor allem denjenigen,
die der Verehrung der Apostel gewidmet sind.
Über dem Grab
lässt er einen Kultort errichten
[1],
dessen Schlichtheit vermuten lässt, dass sich hier
vorher eine domus ecclesiae, eine Privatkirche,
befand. Die Basilika wird am 18. November 324 von
Papst Sylvester I. (314-335) geweiht.
Nach den wichtigen
Restaurierungsarbeiten im Jahr 2006 kann man auf dem
Boden erkennen, dass die Apsis wie üblich nach Osten
ausgerichtet war.
Die großartige
Basilika der drei Kaiser [2]
wurde 395 von Papst Siricius (384-399) geweiht. Um
die wegen des Pilgerstroms zu klein gewordene
Basilika erweitern zu können, wird es notwendig,
ihre Ausrichtung von Osten nach Westen zu verlegen.
Ihr Grundriss ist byzantinisch, 131,66 m lang, 65 m
breit und 30m hoch.
Mit ihren fünf Schiffen (ein Mittelschiff von 29,70
m, umgeben von vier Seitenschiffen), die von einem „Wald“
aus 80 monolithischen Granitsäulen getragen werden,
und ihrem Quadriportikus (70 m lang) ist sie damals
die größte römische Basilika, bis zum Bau von Sankt
Peter.
Welche Aufmerksamkeit die Kirche diesem Ort zukommen
lässt, zeigt sich an den Päpsten, die in den
folgenden Jahrhunderten nicht aufhören, sie zu
restaurieren und durch Fresken, Mosaiken, Malereien
und Kapellen zu verschönern.
1)
Die wichtigsten Ausgrabungsarbeiten um das Grab
herum haben die Apsis der ersten Basilika von
Konstantin vom Beginn des 4. Jahrhunderts ans Licht
gebracht, die man unter einer Glasplatte sehen kann.
Es ist nicht auszuschließen, dass diese Fundamente
die Reste des antiken trophaeum, des auf dem Grab
des Apostels errichteten Gedenksteins, verbergen.
2)
Theodosius, Arcadius und Valentinian II. übertragen
im Jahr 386 die Arbeiten dem Architekten Cyrias. Die
Basilika wird unter deren Nachfolger Honorius
vollendet, worauf eine Inschrift auf dem sogenannten
Triumphbogen der Galla Placidia, des Kaisers
Schwester, hinweist, die ihn finanzierte. |