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Ab dem 14.
Jahrhundert ziehen die Jubiläen Pilger zum
Apostelgrab, und die Päpste unternehmen bei dieser
Gelegenheit bedeutende Arbeiten. Bonifaz IX.
(1389-1405), dann Martin V. (1417-1431) laden die
Gläubigen dazu ein, für diesen Zweck zu spenden,
indem sie ihnen, verbunden mit Gebeten und
Bußleistungen, Nachlässe gewähren.
Gregor XIII.
(1572-1585) lässt für das Jubiläumsjahr 1575 die
Balustrade um das Grab herum hinzufügen. Clemens
VIII. (1592-1605) lässt für das Jubiläum von 1600
den Hauptaltar erhöhen, und im Jahr 1625 lässt Urban
VIII. (1623-1644) von Carlo Maderno die Kapelle des
heiligen Laurentius umbauen [1].
Benedikt XIII.
(1724-1730) betraut für das Jubiläum von 1725
Antonio Canevari mit der Errichtung eines neuen
Portikus. Dieser reißt das alte Vestibül ab und
lässt die Kruzifix-Kapelle (bzw. die Kapelle des
heiligen Sakraments) anbauen, um dort das „Wunder“-Kreuz
aus vielfarbigem Holz aufzustellen
[2],
das Tino di Camaino aus Siena (14. Jahrhundert)
zugeschrieben wird. Zu sehen ist dort auch eine
Mosaik-Ikone (13. Jahrhundert) und eine
beeindruckende Reliquien-Statue des heiligen Paulus
aus vielfarbigem Holz, das noch die Spuren des
Brandes von 1823 trägt.
Die auf das
Querschiff ausgerichteten Altäre und Kapellen sind
Zeugnisse barocker Kunst.
1)
An diesem Ort begehen die Mönche heute die Laudes,
Abendandachten und die Chormesse.
2) Der Christus, von dem die heilige
Brigitte im Jahr 1370 berichtet, dass sie gesehen
habe, wie er sein Gesicht zu ihr hindrehte, während
sie dabei war, zu seinen Füßen zu beten, veranlasste
sie zu ihrem Stiftungsvorhaben. Es gibt eine Statue
in der Kapelle, die sie darstellt. Und vor der
Mosaik-Ikone (13. Jahrhundert) legte ein anderer
Stifter, der heilige Ignatius von Loyola, am 22.
August 1541 sein Gelübde ab.
3) In der Apsis des linken
Querschiffs erinnert der „Altar der Bekehrung des
heiligen Paulus“, ein Werk Camuccinis, an die
grundlegende Erfahrung der inneren Bekehrung des
Apostels der Völker; er ist von den Statuen des
heiligen Gregor des Großen und des heiligen Bernhard
umgeben. Neben dem rechten Querschiff bewahrt der „Mariä-Himmelfahrts-Altar“
die Kopie des Mosaiks mit der Krönung der Jungfrau
von Giulio Romano (1492). Die Kapelle des heiligen
Benedikt, die dem Mönchsorden gewidmet ist, der seit
Jahrhunderten in der Basilika den Gottesdienst
abhält, beherbergt eine gleichnamige Statue (Sie
wurde unlängst einer aufwendigen Restaurierung
unterzogen.)
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