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JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 22. April 1998

     

Liebe Schwestern und Brüder!

Unsere Vorbereitungen auf das Große Jubiläum lenken unseren Blick zur ersten Ankunft Christi auf Erden zurück. Gleichzeitig schauen wir aber auch auf seine zweite Ankunft am Ende der Zeiten. Diese eschatologische Perspektive vermittelt der christlichen Existenz eine innere Spannung. Dadurch wird dem Menschen eine Ausrichtung auf die letzten Wirklichkeiten zuteil. So kann er in hoffnungsfroher Gelassenheit leben und sich zugleich für die Kirche und für die Welt einsetzen.

Das "Eschaton" steht nicht nur am Ende aller Zeiten. Es ist eine Wirklichkeit, die schon mit der Menschwerdung Christi in der Geschichte begonnen ist. Seine Passion, sein Tod und seine Auferstehung sind die wichtigsten Ereignisse der menschlichen Geschichte. Durch diese zentralen Momente der Erlösung erleben wir die Geschichte in ihrer letzten Phase.

Auf diese Weise ist die Mitte des Weltalls Christus und zieht alle an sich, um ihnen die Gnadenfülle und das ewige Leben zu vermitteln.

* * *

Mit diesen Gedanken grüße ich die Pilger und Besucher, die aus den Ländern deutscher Sprache nach Rom gekommen sind. Unter ihnen heiße ich besonders willkommen: die Teilnehmer an der Diözesanpilgerfahrt des Erzbistums Wien, in Begleitung des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn; eine Gruppe von Ordensschwestern aus verschiedenen Kongregationen, die an einem geistlichen Kurs in La Storta teilnehmen; das Südtiroler Bläserensemble sowie die zahlreichen Jugendlichen und Firmlinge aus der Schweiz. Euch allen, Euren lieben Angehörigen daheim und allen, die mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbunden sind, erteile ich von Herzen den Apostolischen Segen.

   



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