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APOSTOLISCHE REISE VON PAPST LEO XIV.
NACH ALGERIEN, KAMERUN, ANGOLA UND ÄQUATORIALGUINEA
(13.-23. APRIL 2026)

GRUSSWORT DES HEILIGEN VATERS
AN DIE JOURNALISTEN
AUF DEM FLUG NACH YAOUNDÉ


Mittwoch, 15. April 2026 

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Allen einen guten Morgen, ich hoffe, Sie sind alle ausgeruht und bereit für die nächste Etappe unserer Reise!

Ich freue mich, Sie alle heute Morgen begrüßen zu können, nach einer Reise und einem Besuch in Algerien, die ich persönlich als sehr segensreich empfunden habe. Zunächst möchte ich allen Autoritäten in Algerien meinen Dank aussprechen, die diesen Besuch ermöglicht haben.  Wie Sie sehen, haben sie uns sogar die hohe Ehre einer Eskorte zuteilwerden lassen, während wir den algerischen Luftraum überfliegen.  Das ist ein Zeichen der Güte, der Großzügigkeit und des Respekts, die das algerische Volk und die algerische Regierung dem Heiligen Stuhl und mir entgegenbringen wollten. Dafür möchte ich ihnen ein Wort des Dankes sagen, ebenso wie der zwar sehr kleinen, aber sehr bedeutenden Gemeinschaft der katholischen Kirche in Algerien. 

Wie Sie wissen, haben wir einige ganz besondere Besuche gemacht und sowohl die Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika als auch die Basilika des heiligen Augustinus besucht, die auf einem Hügel liegt, von wo aus man sowohl die moderne Stadt Annaba als auch die Ruinen der römischen Stadt Hippo überblickt. Das allein, würde ich sagen, ist symbolisch bedeutsam, denn der heilige Augustinus, der mehr als dreißig Jahre lang Bischof von Hippo war, ist eine Gestalt aus ferner Vergangenheit, die zu uns spricht von der Tradition und vom Leben der Kirche, wie es sich in den ersten Jahrhunderten entfaltet hat. Und doch ist er auch heute noch eine sehr bedeutende Persönlichkeit, denn seine Schriften, seine Lehren, seine Spiritualität und seine Einladung, nach Gott und nach der Wahrheit zu suchen, sind etwas, das heute dringend gebraucht wird; eine Botschaft, die für uns alle heute – für uns als Christen und für alle Menschen – sehr aktuell ist.

Wie Sie gesehen haben, ehren und respektieren selbst die Menschen in Algerien, von denen die überwiegende Mehrheit nicht christlich ist, in hohem Maße das Andenken an den heiligen Augustinus als einen der großen Söhne ihres Landes.  Es war für mich persönlich ein besonderer Segen, gestern erneut nach Annaba zurückzukehren, aber auch der Kirche und der Welt die Perspektive zu vermitteln, die uns der heilige Augustinus bezüglich der Suche nach Gott und des Bemühens um Gemeinschaft, um die Einheit zwischen allen Völkern und eine Achtung aller Völker bietet, trotz aller Unterschiede.

Ich glaube, wir hatten in diesen beiden Tagen in Algerien wirklich eine wunderbare Gelegenheit, weiter Brücken zu bauen und den Dialog zu fördern.  Ich denke, der Besuch in der Moschee war wichtig und hat gezeigt, dass wir, obwohl wir unterschiedliche religiöse Überzeugungen, unterschiedliche Arten der Gottesverehrung und unterschiedliche Lebensweisen haben, friedlich zusammenleben können.  Daher glaube ich, dass die Welt heute genau diese Botschaft braucht und dass wir sie weiterhin gemeinsam durch unser Zeugnis im weiteren Verlauf dieser Apostolischen Reise weitergeben können.

Ihnen allen eine gute Reise! Es ist schön, Sie alle zu sehen! Nochmals vielen Dank für Ihren Dienst. Danke!