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APOSTOLISCHE REISE VON PAPST LEO XIV.
NACH SPANIEN

(6.-12. JUNI 2026)

GEBET UND VEREHRUNG DER JUNGFRAU VON ALMUDENA

GRUSSWORT VON PAPST LEO XIV. 

Kathedrale "Santa María de la Almudena" (Madrid)
Montag, 8. Juni 2026

[Multimedia]

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Ich danke Seiner Eminenz, dem Erzbischof von Madrid, für die Worte, die er an mich gerichtet hat. Und ich grüße euch alle herzlich, liebe Brüder und Schwestern, die ihr heute mit Freude und Hingabe zur Verehrung Unserer Lieben Frau von Almudena, der Mutter und Beschützerin dieser Erzdiözese, zusammengekommen seid. Im Rahmen dieser Feier werde ich ihr die Goldene Rose zu Füßen legen, ein Symbol der kindlichen Liebe des Papstes zur Jungfrau Maria.

Im Laufe der Jahrhunderte haben zahlreiche Generationen von Madrilenen dieses Bildnis Marias verehrt, die ihren göttlichen Sohn im Arm hält und ihn uns zeigt. Der Überlieferung nach wurde die Statue der Jungfrau in für die christliche Gemeinde schwierigen Zeiten zum Schutz in einem Raum in der Stadtmauer der Altstadt versteckt, wo sie lange Zeit verborgen blieb, bis sie nach dem wundersamen Einsturz eines Teils der Mauern unversehrt wiedergefunden wurde.

 Diese tausendjährige Marienverehrung, die euch allen so viel bedeutet, ist ein Zeichen für die christlichen Wurzeln, die euch prägen und euch Leben schenken, aber auch für die große Hoffnung, die euch auf eurem Weg beseelt und weitergehen lässt. Dank einer zerstörten Mauer kam es zur Wiederbegegnung der Mutter mit ihrem Volk. Und dieses Ereignis ist von göttlicher Vorsehung, denn es weist den Weg, zu dem uns Jesus durch seine Heilige Mutter einlädt. Zunächst verursacht eine einstürzende Mauer Lärm, Chaos und Unordnung; doch sie eröffnet auch Räume, schafft Möglichkeiten und regt zum Wiederaufbau an. In unseren heutigen Gesellschaften gibt es nach wie vor viele Mauern, die nicht schützen, sondern trennen, entfremden und isolieren. Da wir denken, dass wir beim Einreißen der Mauern vielleicht mit Dingen konfrontiert werden könnten, die uns nicht gefallen, ziehen wir es manchmal vor, sie einfach nur abzustützen – oder, noch häufiger – sie zu ignorieren.

Unsere Liebe Frau von der Almudena sagt uns durch ihre Gegenwart und ihren sicheren Schutz etwas anderes: Um etwas Neues, Schönes und Beständiges zu errichten, muss man bereit sein, Mauern einzureißen, denn um den Weg wieder aufzunehmen, braucht es Räume, die uns den Blick auf den Horizont ermöglichen.

In der Überzeugung, dass der Herr mit seinem heiligen Volk geht, auf seine Ängste hört und all sein Bemühen um das Gute zuvorkommend annimmt, ermutige ich euch, nicht nachzulassen im Bezeugen eures Glaubens, damit ihr den Plan der Liebe des Vaters schauen könnt; nicht nachzulassen im Zeugnis der Nächstenliebe, damit ihr euch als eine einzige Familie von Brüdern und Schwestern vereint; und nicht nachzulassen in eurem Zeugnis für Hoffnung, damit sie euch in eurem Wirken in der Welt stärkt. Möge der Herr durch das Beispiel und auf die Fürsprache Marias, der Real de la Almudena und Jungfrau des Magnifikat, die weiterhin die Größe des Herrn verkündet und über Gott, ihren Retter, jubelt, eure Liebe zu Jesus und zur Kirche bewahren und stärken, damit ihr zu Beziehungen findet, die die universale Sprache der Gemeinschaft, der geschwisterlichen Liebe und der Eintracht erneuern.

Mit einigen Worten der ihr gewidmeten Hymne, die ich mir zu eigen mache, vertraue ich euch der mächtigen Hilfe ihrer mütterlichen Liebe an:

 

Heilige Maria von der Almudena,

Jungfrau und Mutter des Erlösers,

Königin des Himmels, Mutter der Liebe,

unter deinem Mantel, demütige Jungfrau,

suchen deine Kinder Schutz.

Liebevolle Mutter, Tempel Gottes,

schütze uns, Herrin, und hilf uns,

Baumeister des Friedens und der Versöhnung zu sein.

Amen.